O-Ton Innere Medizin
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O-Ton Innere Medizin

MedTriX GmbH

Beschreibung

O-Ton Innere Medizin richtet sich an Internist:innen in Klinik und Praxis – von der Aus- und Weiterbildung bis zur Führungsebene. In jeder Folge liefern Gäste aus den Reihen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) klare Meinungen und umsetzbare Tipps zu aktuellen Fragen: Wie werden Künstliche Intelligenz und digitale Medizin vom Buzzword zum Werkzeug? Was macht gelungene Teamführung in Klinik und Praxis aus? Wie spricht man rechtssicher über Behandlungsfehler? Was bedeuten gesundheitspolitische Entscheidungen für den ärztlichen Alltag?

O-Ton Innere Medizin erscheint jeden zweiten Donnerstag. Moderiert wird vom Redaktionsteam der Medical Tribune aus der MedTriX Group. Wiederkehrende Stimmen sind Michael Reischmann, Anouschka Wasner und Isabel Aulehla. O-Ton Innere Medizin bündelt DGIM-Expertise und praxisnahen Journalismus, damit Sie morgen besser entscheiden, führen und behandeln. Jetzt abonnieren, reinhören, mitreden.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Medikamentenabhängigkeit im Alter

07.10.2026
Ein übersehenes Problem Ob Stürze, Verwirrtheit oder Schlafprobleme: Was nach typischen Altersleiden aussieht, kann auf einen Missbrauch oder eine Abhängigkeit von Arzneimitteln hindeuten. Das Problem bleibt jedoch häufig unerkannt. Denn anders als bei einer klassischen Suchterkrankung fehlt meist der auffällige klinische Eindruck. Stattdessen stehen Stürze, kognitive Einschränkungen, Schlafprobleme oder diffuse Leistungseinbußen im Vordergrund –Symptome, die leicht auch als typische Alterserscheinung oder Folge einer Grunderkrankung interpretiert werden können. In dieser Folge erklärt die DGIM-Vorsitzende Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan, Direktorin der Klinik für Geriatrie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, wie man eine Medikamentenabhängigkeit erkennt und was in diesem Fall zu tun ist. Rein rechnerisch stellt sich in einer Hausarztpraxis an jedem Arbeitstag mindestens eine Person mit einem behandlungsbedürftigen Medikamentenmissbrauch oder einer Abhängigkeit vor. Besonders häufig sind Schmerzmedikamente sowie Schlaf- und Beruhigungsmittel die Auslöser. Prof. Müller-Werdan warnt jedoch davor, Medikamente vorschnell abzusetzen. Denn Schmerzen und Schlaflosigkeit beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich und bergen eigene gesundheitliche Risiken. Hinweise zur Therapie der Medikamentenabhängigkeit und zum Entzug verschiedener Wirkstoffe gibt ein Leitfaden der Bundesärztekammer. Um zu erfragen, ob eine Suchtgefährdung vorliegt, hilft die Checkliste im Leitfaden „Medikamentenabhängigkeit im Alter“ der ehemaligen Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales.
Ein übersehenes Problem

Ob Stürze, Verwirrtheit oder Schlafprobleme: Was nach typischen Altersleiden aussieht, kann auf einen Missbrauch oder eine Abhängigkeit von Arzneimitteln hindeuten. Das Problem bleibt jedoch häufig unerkannt. Denn anders als bei einer klassischen Suchterkrankung fehlt meist der auffällige klinische Eindruck. Stattdessen stehen Stürze, kognitive Einschränkungen, Schlafprobleme oder diffuse Leistungseinbußen im Vordergrund –Symptome, die leicht auch als typische Alterserscheinung oder Folge einer Grunderkrankung interpretiert werden können. In dieser Folge erklärt die DGIM-Vorsitzende Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan, Direktorin der Klinik für Geriatrie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, wie man eine Medikamentenabhängigkeit erkennt und was in diesem Fall zu tun ist.

Rein rechnerisch stellt sich in einer Hausarztpraxis an jedem Arbeitstag mindestens eine Person mit einem behandlungsbedürftigen Medikamentenmissbrauch oder einer Abhängigkeit vor. Besonders häufig sind Schmerzmedikamente sowie Schlaf- und Beruhigungsmittel die Auslöser. Prof. Müller-Werdan warnt jedoch davor, Medikamente vorschnell abzusetzen. Denn Schmerzen und Schlaflosigkeit beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich und bergen eigene gesundheitliche Risiken.

Hinweise zur Therapie der Medikamentenabhängigkeit und zum Entzug verschiedener Wirkstoffe gibt ein Leitfaden der Bundesärztekammer.

Um zu erfragen, ob eine Suchtgefährdung vorliegt, hilft die Checkliste im Leitfaden „Medikamentenabhängigkeit im Alter“ der ehemaligen Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales.

Zwischen Forschung und Versorgung

24.09.2026
Eine Amyloidose-Sprechstunde als Modell für Seltene Erkrankungen Über 6.000 seltene Erkrankungen existieren weltweit – zusammengenommen sind allein in Deutschland mehrere Millionen Menschen betroffen. Doch spezialisierte Versorgungsstrukturen sind die Ausnahme, nicht die Regel. In dieser Folge von O-Ton Innere Medizin spricht Redakteurin Anouschka Wasner mit Prof. Dr. Sebastian Spethmann, stellvertretender Klinikdirektor an der Charité Berlin, sowie mit Dr. Gina Barzen, Assistenzärztin an der Charité, über den Aufbau und Alltag des Amyloidosis Center Charité Berlin (ACCB). Das ACCB versorgt jährlich rund 400 Patientinnen und Patienten, führt ein Register mit ca. 900 Einträgen und verbindet Kardiologie, Neurologie, Hämatologie, Nephrologie, Nuklearmedizin und weitere Disziplinen in einer wöchentlichen interdisziplinären Fallkonferenz. Denn die Amyloidose – eine Erkrankung, bei der sich fehlgefaltete Proteine in Organen ablagern und deren Funktion zunehmend beeinträchtigen – betrifft Herz, Nieren, Nervensystem und häufig mehrere Organe gleichzeitig. Wie entsteht so ein Zentrum? Was kostet es wirklich – an Zeit, Geld und vor allen Dingen Engagement? Welche Rolle spielen digitale Tools, Registerstrukturen und eine Zentrumskoordinatorin? Und: Lässt sich dieses Modell als Blaupause für andere seltene Erkrankungen nutzen? https://bit.ly/4hb7iPl Amyloidosis Center Charité Berlin (ACCB) – Offizielle Website des multidisziplinären Amyloidosezentrums der Charité, gegründet 2019; Informationen zu Amyloidosetypen, Diagnostik und Forschung. AG Digitale Versorgungsforschung – Charité/DHZC – Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Spethmann mit Fokus auf kardiologische Versorgungsforschung bei seltenen Erkrankungen und digitale Versorgungskonzepte. On the crossroads of interdisciplinary medicine in amyloidosis – study protocol for a single-center interdisciplinary registry study https://doi.org/10.1371/journal.pone.0350084 NARSE – Nationales Register für Seltene Erkrankungen – Erstes krankheitsübergreifendes Register für seltene Erkrankungen in Deutschland, betrieben vom Berlin Institute of Health an der Charité; ermöglicht Ärzten die einwilligungsbasierte Eintragung von Patienten. Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ) – Seit Oktober 2025 offiziell eröffnet; bündelt pseudonymisierte Gesundheitsdaten für Forschungszwecke – im Podcast als Zukunftsperspektive für die Versorgungsforschung bei seltenen Erkrankungen genannt. ESC-Leitlinie Kardiomyopathien 2023 – Praxistipps zur ATTR-CM – Zusammenfassung der aktuellen ESC-Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie der ATTR-Kardiomyopathie, inkl. Tafamidis als zugelassener Therapieoption.
Eine Amyloidose-Sprechstunde als Modell für Seltene Erkrankungen

Über 6.000 seltene Erkrankungen existieren weltweit – zusammengenommen sind allein in Deutschland mehrere Millionen Menschen betroffen. Doch spezialisierte Versorgungsstrukturen sind die Ausnahme, nicht die Regel. In dieser Folge von O-Ton Innere Medizin spricht Redakteurin Anouschka Wasner mit Prof. Dr. Sebastian Spethmann, stellvertretender Klinikdirektor an der Charité Berlin, sowie mit Dr. Gina Barzen, Assistenzärztin an der Charité, über den Aufbau und Alltag des Amyloidosis Center Charité Berlin (ACCB). Das ACCB versorgt jährlich rund 400 Patientinnen und Patienten, führt ein Register mit ca. 900 Einträgen und verbindet Kardiologie, Neurologie, Hämatologie, Nephrologie, Nuklearmedizin und weitere Disziplinen in einer wöchentlichen interdisziplinären Fallkonferenz. Denn die Amyloidose – eine Erkrankung, bei der sich fehlgefaltete Proteine in Organen ablagern und deren Funktion zunehmend beeinträchtigen – betrifft Herz, Nieren, Nervensystem und häufig mehrere Organe gleichzeitig. Wie entsteht so ein Zentrum? Was kostet es wirklich – an Zeit, Geld und vor allen Dingen Engagement? Welche Rolle spielen digitale Tools, Registerstrukturen und eine Zentrumskoordinatorin? Und: Lässt sich dieses Modell als Blaupause für andere seltene Erkrankungen nutzen? https://bit.ly/4hb7iPl

Amyloidosis Center Charité Berlin (ACCB) – Offizielle Website des multidisziplinären Amyloidosezentrums der Charité, gegründet 2019; Informationen zu Amyloidosetypen, Diagnostik und Forschung.

AG Digitale Versorgungsforschung – Charité/DHZC – Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Spethmann mit Fokus auf kardiologische Versorgungsforschung bei seltenen Erkrankungen und digitale Versorgungskonzepte. On the crossroads of interdisciplinary medicine in amyloidosis – study protocol for a single-center interdisciplinary registry study https://doi.org/10.1371/journal.pone.0350084

NARSE – Nationales Register für Seltene Erkrankungen – Erstes krankheitsübergreifendes Register für seltene Erkrankungen in Deutschland, betrieben vom Berlin Institute of Health an der Charité; ermöglicht Ärzten die einwilligungsbasierte Eintragung von Patienten.

Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ) – Seit Oktober 2025 offiziell eröffnet; bündelt pseudonymisierte Gesundheitsdaten für Forschungszwecke – im Podcast als Zukunftsperspektive für die Versorgungsforschung bei seltenen Erkrankungen genannt. ESC-Leitlinie Kardiomyopathien 2023 – Praxistipps zur ATTR-CM – Zusammenfassung der aktuellen ESC-Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie der ATTR-Kardiomyopathie, inkl. Tafamidis als zugelassener Therapieoption.

Low Value Care in der Arzneimitteltherapie

09.09.2026
Warum Patient:innen manchmal Medikamente bekommen, die sie nicht brauchen Protonenpumpeninhibitoren auf Lebenszeit, Allopurinol ohne Gichtanfall, Antibiotika bei Atemwegsinfekt – „Low Value Care“ ist im deutschen Gesundheitswesen verbreiteter als gedacht. Doch was genau ist „Low Value Care"? Das erklären Prof. Dr. Daniel Grandt, Gastroenterologe und Vorsitzender der DGIM-Kommission Arzneimitteltherapie-Management und Arzneimitteltherapiesicherheit, und Dr. Dominik von Stillfried, Vorsitzender des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (Zi), in dieser Folge. Die beiden diskutieren, warum sich einmal begonnene Therapien oft verstetigen, welche Rolle Patientenerwartungen spielen und wie „Ärztehopping“ das Problem verstärkt. Zudem beleuchten sie, welches Potenzial die elektronische Patientenakte, die elektronische Medikationsliste und KI-gestützte Werkzeuge für die Praxis bieten – und wo die Grenzen dieser Technologien liegen. *Hilfreiche Links & Infos zur Folge Ergebnispublikation IndiQ-Studie: „Quantifying Low-Value Care in Germany" (Value in Health, 2024) – Originalpublikation auf Basis von TK-Abrechnungsdaten 2018–2021. Priscus-Liste – Liste potentiell inadäquater Medikation im Alter, die bei älteren Menschen vermieden werden sollte.
Warum Patient:innen manchmal Medikamente bekommen, die sie nicht brauchen

Protonenpumpeninhibitoren auf Lebenszeit, Allopurinol ohne Gichtanfall, Antibiotika bei Atemwegsinfekt – „Low Value Care“ ist im deutschen Gesundheitswesen verbreiteter als gedacht. Doch was genau ist „Low Value Care"? Das erklären Prof. Dr. Daniel Grandt, Gastroenterologe und Vorsitzender der DGIM-Kommission Arzneimitteltherapie-Management und Arzneimitteltherapiesicherheit, und Dr. Dominik von Stillfried, Vorsitzender des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (Zi), in dieser Folge. Die beiden diskutieren, warum sich einmal begonnene Therapien oft verstetigen, welche Rolle Patientenerwartungen spielen und wie „Ärztehopping“ das Problem verstärkt. Zudem beleuchten sie, welches Potenzial die elektronische Patientenakte, die elektronische Medikationsliste und KI-gestützte Werkzeuge für die Praxis bieten – und wo die Grenzen dieser Technologien liegen.

*Hilfreiche Links & Infos zur Folge

  1. Ergebnispublikation IndiQ-Studie: „Quantifying Low-Value Care in Germany" (Value in Health, 2024) – Originalpublikation auf Basis von TK-Abrechnungsdaten 2018–2021.

  2. Priscus-Liste – Liste potentiell inadäquater Medikation im Alter, die bei älteren Menschen vermieden werden sollte.