
PANORAMA
OFAJ DFJW
Beschreibung
PANORAMA, ist das vierteljährliche Rendez-vous, das sich mit aktuellen deutsch-französischen und europäischen Studienthemen befasst. Die Texte werden von Expert:innen verfasst und mit Infografiken veranschaulicht. Zu jedem Teil gibt es auch einen Podcast.
Plus d’infos sur : ofaj.org/panorama
Mehr Info auf: dfjw.org/panorama
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#11 – Réduire les inégalités à l’école : un défi partagé | Anne-Clémence Le Noan
Inégalités scolaires et contextes nationaux
Dans les deux pays, les élèves issus de milieux défavorisés accumulent des difficultés scolaires malgré des capacités similaires. Des comparaisons montrent que l’origine sociale conditionne davantage les résultats en France et en Allemagne que dans beaucoup d’autres pays. Les systèmes éducatifs, très différents, participent à cette reproduction des inégalités et suscitent des débats sur les mécanismes qui les entretiennent.
Histoire et réponses institutionnelles
En France, la mise en place d’un système sans filières distinctes a été pensée comme une solution, avec des dispositifs de compensation pour les zones défavorisées. En Allemagne, la séparation précoce des élèves persiste, et les réponses publiques se sont renouvellées lorsque les résultats scolaires ont été jugés problématiques, conduisant à des politiques de soutien ciblé dans certaines régions.
Spécificités et effets sur les inégalités
Le système allemand se distingue par une orientation précoce et une idée selon laquelle différentes filières existent, ce qui peut favoriser la reproduction sociale lorsque les filières techniques sont plus fréquentées par des élèves défavorisés. En France, la présence du privé et la ségrégation géographique renforcent aussi les écarts entre territoires, malgré le collège unique qui réunit les élèves dans le même établissement.
Perspectives et enjeux
La discussion porte sur la perméabilité des parcours et la reconnaissance de diverses formes d’intelligence. Il est évoqué que permettre des transitions plus fluides entre filières et élites peut contribuer à réduire la reproduction des inégalités, sans nier la valeur des compétences techniques et professionnelles. L’analyse privilégie une approche observationnelle des mécanismes plutôt que des prescriptions.

#10 – Zwischen Unsicherheit und Vertrauen: junge Menschen und Herausforderungen für die Demokratie | Nina Brändle, Johanna Flach & Niclas Seidlitz
Einführung in die Thematik
In dieser Episode wird die Sichtweise junger Menschen zur Demokratie, insbesondere der Generation Z, beleuchtet. Diese Generation, aufgewachsen mit digitalen Medien, zeigt eine besondere Sorge um ihre Zukunft und hat spezifische Einstellungen zu politischen Institutionen.
Die Deutsch-Französische Jugendstudie
Niklas Seidlitz erklärt die Relevanz einer Studie, die 3078 junge Menschen aus Deutschland und Frankreich befragte. Die Ergebnisse zeigen eine alarmierende Unzufriedenheit mit der Demokratie, die nicht nur auf spezifische Institutionen, sondern auf ein allgemeines Unbehagen zurückzuführen ist.
Gemeinsame Merkmale der Generation Z
Nina Brändle hebt hervor, dass die Generation Z durch den Einfluss von sozialen Medien eine veränderte Informationsaufnahme hat. Die Studie untersucht auch, wie rechtspopulistische Bewegungen junge Menschen beeinflussen und welche Rolle Wirtschaftsfaktoren dabei spielen.
Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich
Johanna Flach diskutiert die signifikanten Unterschiede in den politischen Einstellungen zwischen deutschen und französischen Jugendlichen, insbesondere in Bezug auf die Unterstützung rechtspopulistischer Parteien und deren Ursachen.
Medienkonsum und Vertrauen in Institutionen
Nina Brändle analysiert den Einfluss sozialer Medien auf das Vertrauen junger Menschen in politische Institutionen. Die Studie zeigt, dass die negativen Effekte von sozialen Medien auf das Vertrauen nicht so ausgeprägt sind wie angenommen.
Empfehlungen zur politischen Ansprache
Die Sprecher betonen die Notwendigkeit, die politische Kommunikation an die Bedürfnisse junger Menschen anzupassen. Die Politik muss digitale Plattformen effektiv nutzen, um Jugendliche zu erreichen und die Vorteile der liberalen Demokratie greifbarer zu machen.

#10 – Entre confiance et incertitudes : les jeunes face aux défis de la démocratie | Nina Brändle, Johanna Flach & Niclas Seidlitz
Einführung in die Generation Z und Demokratie
Im Podcast wird die Beziehung der Generation Z zur Demokratie untersucht. Diese Generation, die zwischen den späten 1990er und frühen 2010er Jahren geboren wurde, ist mit dem Internet und sozialen Medien aufgewachsen und zeigt Besorgnis über ihre Zukunft. Dies beeinflusst ihr Verhältnis zu Informationen und demokratischen Institutionen.
Ergebnisse der Studie
Drei Vertreter der Generation Z, Niklas Eidlitz, Nina Brändle und Johanna Flach, diskutieren die Ergebnisse einer Studie, die 3078 junge Menschen in Frankreich und Deutschland befragte. Ein besorgniserregendes Ergebnis ist, dass in beiden Ländern etwa 10% der Jugendlichen populistischen Parteien sympathisieren. Die Studie hinterfragt die Gründe für die Anziehungskraft der AFD in Deutschland und des Rassemblement National in Frankreich sowie deren Einfluss auf das Vertrauen in demokratische Institutionen.
Besonderheiten der Generation Z
Die Generation Z ist die erste, die als Digital Natives aufgewachsen ist. Die Forschung zeigt, dass nur 11% der Jugendlichen gedruckte Medien als Hauptquelle für politische Informationen nutzen, während 58% Online-Medien als bevorzugte Informationsquelle angeben. Die TV-Nutzung bleibt jedoch mit 47% signifikant.
Faktoren für die Anziehung zu populistischen Parteien
Die Analyse zeigt, dass eine negative Einstellung zur Migration und eine allgemeine Unzufriedenheit mit der Demokratie entscheidende Faktoren für die Unterstützung populistischer Parteien sind. Interessanterweise spielen wirtschaftliche Faktoren keine statistisch signifikante Rolle.
Einfluss von sozialen Medien
Die Untersuchung der sozialen Medien ergab, dass deren Einfluss auf das Vertrauen in politische Institutionen bei Jugendlichen nicht negativ oder positiv ist, was von bisherigen Annahmen abweicht. Es wird vermutet, dass das Vertrauen in bestimmte Content Creator entscheidend ist, nicht die Plattform selbst.
Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland
Die Studie zeigt signifikante Unterschiede zwischen den beiden Ländern. In Frankreich spielt die Ablehnung von Einwanderung eine größere Rolle für die Unterstützung des RN als in Deutschland. Der politische Kontext und die unterschiedlichen Wahlsysteme könnten diese Unterschiede erklären.
Empfehlungen zur Stärkung der Demokratie
Die Experten betonen die Notwendigkeit, das Gefühl der politischen Machtlosigkeit bei Jugendlichen ernst zu nehmen und die Demokratiebildung in Schulen zu fördern. Politische Kommunikation muss an die neuen Medienformate angepasst werden, um die junge Generation zu erreichen und extremen Parteien keinen Raum zu geben.