RaDiHum20
Jonathan Geiger, Waltraud von Pippich, Mareike Schumacher und Melanie Seltmann
Beschreibung
Podmon Kategorien
Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!
Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
RaDiHum20 spricht mit Katrin Henzel und Simone Franz über Barrierearmut in digitalen Editionen und Forschungsdatenmanagement
Barrierearmut als Bezugspunkt für Forschungsdaten und digitale Editionen
Der Beitrag untersucht Barrierearmut als Faktor für Partizipation in digitalen Editionen und Forschungsdaten. Es wird beschrieben, dass öffentliche Förderung Transparenz, Zugang und Teilhabe ermöglichen sollte, und dass Barrieren prozessual und situationsabhängig sind. Gleichzeitig wird betont, dass rechtliche Vorgaben wie die UN-Behindertenrechtskonvention existieren und offen zugängliche Ergebnisse eine Grundvoraussetzung sind, um Forschungsergebnisse breit nutzbar zu machen.
Konkrete Barrieren und praktikable Abbauwege in digitalen Editionsprojekten
Es werden konkrete Barrieren im Webauftritt, der Navigation, Barrierefreiheit von Medien sowie Sprach- und Fachterminologien diskutiert. Vorschläge umfassen sauberes Markup, klare Navigation, aussagekräftige Alternativtexte, Kontraste, Untertitel sowie Glossare. Zusätzlich wird betont, dass Barrieren auch in Lern- und Forschungsprozessen entstehen und durch dialogische Abstimmung mit Nutzenden vermieden oder reduziert werden sollten.
Lehre, Infrastruktur und Finanzierung: Wege zur Umsetzung
Es werden Ansätze vorgestellt, Forschungsdatenmanagement stärker in die Lehre zu integrieren, inklusive Training von Data Stewards und interdisziplinäre Kooperationen. Finanzielle Realisierung erfordert Infrastrukturen, Fördermittel und Kooperationsformen, die Barrierearmut systematisch berücksichtigen. Praxisbeispiele heben die Bedeutung von Usability-Tests, Langzeitverfügbarkeit und transparente Arbeitsprozesse hervor, um Aufwand und Nutzen sinnvoll zu verbinden.
Generative KI, Community und Reformbedarf
Diskutiert wird, wie Generative KI Barrierearmut beeinflussen kann: Potenziale für Transkription, Übersetzung und einfache Sprache, aber auch Risiken durch Fehlerquoten, Datenschutz und Ressourcenverbrauch. Die DH-Community wird als Plattform gesehen, die Open-Source- und Open-Science-Prinzipien mit inklusiven Leitlinien stärker verzahnt. Forderungen umfassen bessere Förderrichtlinien, explizite Berücksichtigung von Barrierearmut und praxisnahe Unterstützung.
RaDiHum20 spricht mit den DHd2026-Reisestipendiat*innen Luise Prager und Chris Ortega Singer
Erlebnis und Kerninhalte der Konferenz
In einer entspannten Runde reflektieren zwei junge Wissenschaftlerinnen über den Austausch zu mechanischen Neuerungen, Vorträgen und der verknüpften Kunst, Wissenschaft und Erfindung. Es betont sich der Wert des fortwährenden Gesprächs zwischen Vielen, das über einzelne Darbietungen hinausgeht. Wien wird als Ort beschrieben, an dem verschiedene Strömungen des Wissens in Bewegung geraten und eine neue Richtung der eigenen Arbeit angeregt wird.
Wegs in die Digital Humanities
Die Interviewten schildern unterschiedliche Zugänge in das Feld: ein eher serendipischer Einstieg über Literatur und Stilometrie, ein anderer durch frühe Erfahrungen mit Bild- und Kunstgeschichte sowie interdisziplinären Projekten. Beide Wege zeigen, wie sich Textarbeit, visuelle und auditive Perspektiven sowie multimodale Methoden verbinden lassen, um Gegenwartsliteratur und Kulturphänomene zu untersuchen.
Rolle der Konferenz und eigener Beitrag
Beide stellen heraus, wie transdisziplinäre Treffen Rahmen geben, um Projekte aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Obwohl kein eigener längerer Vortrag beabsichtigt war, nutzen sie kurze Pitches und Poster-Sessions, um Ansatzpunkte darzulegen und Feedback zu erhalten. Der Fokus liegt auf dem Austausch über Methodik, Korpusbildung und die Verbindung von Text, Daten und Kontext.
Ausblick, Tipps und Perspektiven
Zentrale Anregungen betreffen Anknüpfungspunkte für Studierende, Vorbereitung auf Begegnungen und das Erleben von Awkwardness als Teil des Konferenzformats. Ein Buddy-System, vorherige Kontakte und gezielte Gespräche zu konkreten Projekten werden empfohlen. Die Narration der Veranstaltung betont den Wert von Community, Zugänglichkeit und kontinuierlicher Beteiligung an der DH-Community.
DHd2026: Impressionen zusammengestellt von RaDiHum20
Erinnerungen an Wien
Der Sprecher reflektiert über seine Zeit in Wien während des großen Festes der Gelehrten, das ihm neue Perspektiven auf Kultur und Wissenschaft eröffnet hat. Die Stadt selbst wird als Lehrmeisterin beschrieben, die den Geist nährt und den Austausch von Ideen fördert.
Einführung in die DHD 2026
Mareike und ihre Co-Hosts Jonathan, Melanie und Waltraud begrüßen die Zuhörer und geben einen Überblick über die DHD 2026-Konferenz, die mit Impressionen und Kurzinterviews von Teilnehmenden angereichert wird. Ein besonderer Dank geht an Lisa Teichmann für ihre Unterstützung und Interviews.
Willkommensansprache und Auszeichnungen
Ulrike Rüttke und der DHD-Vorstand begrüßen die Teilnehmenden und betonen die Bedeutung der Konferenz. Es werden verschiedene Auszeichnungen verliehen, um die Mitarbeit und Kreativität im Bereich Digital Humanities zu würdigen.
Workshops und Diskussionen
Ein Workshop zu geschlechtlicher Diversität und dem Gender Data Gap wird vorgestellt, in dem die Teilnehmenden Erfahrungen und Projekte austauschen. Die Diskussion beleuchtet Herausforderungen und Unsicherheiten im Umgang mit Genderfragen in digitalen Daten.
Interviews mit Teilnehmenden
In Interviews teilen Teilnehmende ihre Erlebnisse und Erkenntnisse von der Konferenz. Themen wie Netzwerkanalyse, digitale Kunstgeschichte und die Notwendigkeit einer robusten Infrastruktur für Digital Humanities werden angesprochen.
Abschluss der DHD 2026
Die Konferenz endet mit einem feierlichen Empfang im Rathaus, wo die Gemeinschaft der Digital Humanities zusammenkommt, um den Erfolg der Veranstaltung zu feiern. Ein Rückblick auf die Woche zeigt die Vielfalt der Diskussionen und die Bedeutung des Netzwerks in diesem Bereich.