Unternehmen dieser Welt
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Unternehmen dieser Welt

Michel Sellhorn

Beschreibung

Bist du bereit, die faszinierenden Geschichten hinter den kleinen und großen Unternehmen der Welt zu entdecken? In jeder Folge von ‘Unternehmen dieser Welt’ tauchen wir tief in die Geschichte, die Kontroversen und die Errungenschaften der Unternehmen ein, die unsere Welt prägen. Und dabei sei gesagt, dass Wirtschaft deutlich spannender ist, als manch einer denkt...

Neue Folgen erscheinen jeden zweiten Mittwoch.

Hast du ein bestimmtes Unternehmen im Sinn, dessen Geschichte ich recherchieren soll? Dann freue ich mich über deinen Vorschlag! Und natürlich freue ich mich auch über Rückmeldungen und Fragen. Du kannst mich unter UnternehmendieserWelt@eclipso.de erreichen.

Dieser Podcast ist für all diejenigen gedacht, die sich für Unternehmen und deren Geschichte, Wirtschaft, Business und Aktien interessieren.

Podcast Host: Michel Sellhorn

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#80 Merkur Group - Wie aus 17 Musikboxen ein globales Glücksspiel Imperium wurde

21.05.2026

Paul Gauselmann: Weg vom Revisor zum Automatenkönig

Ausbildung zum Fernmelde-Gewiesor, technischer Verstand und handwerkliche Begabung prägen den Aufstieg. Frühe Unternehmungen mit 17 Musikboxen, Finanzierung über eigenes Kapital und Wechseln; erste Patente sichern den Weg. Gauselmann ist der treibende Kopf hinter der Entwicklung, der Kundenbedürfnisse erkennt und Produkte entsprechend verbessert. Seine Persönlichkeit formt die Unternehmensstrategie von Anfang an.

Vom Aufsteller zur Hotel-Atmosphäre: Merkur Spielothek

Die Eröffnung der Casino Merkur Spielothek in Delmenhorst markiert eine neue Kundenerfahrung: hohe Standards, helles Licht, freundliches Personal. Das Ziel ist klare Abgrenzung vom Schmuddel-Image und Schaffung sicherer, wertgeschätzter Räume. Der Erfolg zeigt sich in der Expansion zu Hunderten Standorten und der Etablierung eines markanten Markenzeichens: der lachenden Merkur-Sonne.

Innovation, Expansion und Marktdominanz

Frühfolgende Innovationen wie der Merkur B mit 100er-Sonderspielen und das Geldspielgerät Mercodisk steigern Umsätze. Die Gruppe wird Marktführer, expandiert ins Ausland und übernimmt Firmen, um das Portfolio zu diversifizieren. Übernahmen stärken das B2B- und B2C-Geschäft, inklusive Online-Plattformen und Spielbanken. Eine vertikale Integration sichert Kontrolle über Wertschöpfung und Märkte weltweit.

Kontroverse, Struktur und Zukunftsaussicht

Der Konzern betont Prävention als Teil der Unternehmensphilosophie, zugleich bleibt Glücksspiel klar im Fokus. 2016 überträgt Paul Gauselmann Familienanteile in eine Stiftung, um Stabilität über Generationen zu sichern. Umsatz- und Mitarbeiterzahlen zeigen globale Präsenz, während moralische Debatten über Kundenschicksale und gesellschaftliche Auswirkungen anhalten. Der Blick richtet sich auf digitale Zukunft und imagepflegende Herausforderungen, ohne klare zeitliche Festlegung.

Paul Gauselmann: Weg vom Revisor zum Automatenkönig

Ausbildung zum Fernmelde-Gewiesor, technischer Verstand und handwerkliche Begabung prägen den Aufstieg. Frühe Unternehmungen mit 17 Musikboxen, Finanzierung über eigenes Kapital und Wechseln; erste Patente sichern den Weg. Gauselmann ist der treibende Kopf hinter der Entwicklung, der Kundenbedürfnisse erkennt und Produkte entsprechend verbessert. Seine Persönlichkeit formt die Unternehmensstrategie von Anfang an.

Vom Aufsteller zur Hotel-Atmosphäre: Merkur Spielothek

Die Eröffnung der Casino Merkur Spielothek in Delmenhorst markiert eine neue Kundenerfahrung: hohe Standards, helles Licht, freundliches Personal. Das Ziel ist klare Abgrenzung vom Schmuddel-Image und Schaffung sicherer, wertgeschätzter Räume. Der Erfolg zeigt sich in der Expansion zu Hunderten Standorten und der Etablierung eines markanten Markenzeichens: der lachenden Merkur-Sonne.

Innovation, Expansion und Marktdominanz

Frühfolgende Innovationen wie der Merkur B mit 100er-Sonderspielen und das Geldspielgerät Mercodisk steigern Umsätze. Die Gruppe wird Marktführer, expandiert ins Ausland und übernimmt Firmen, um das Portfolio zu diversifizieren. Übernahmen stärken das B2B- und B2C-Geschäft, inklusive Online-Plattformen und Spielbanken. Eine vertikale Integration sichert Kontrolle über Wertschöpfung und Märkte weltweit.

Kontroverse, Struktur und Zukunftsaussicht

Der Konzern betont Prävention als Teil der Unternehmensphilosophie, zugleich bleibt Glücksspiel klar im Fokus. 2016 überträgt Paul Gauselmann Familienanteile in eine Stiftung, um Stabilität über Generationen zu sichern. Umsatz- und Mitarbeiterzahlen zeigen globale Präsenz, während moralische Debatten über Kundenschicksale und gesellschaftliche Auswirkungen anhalten. Der Blick richtet sich auf digitale Zukunft und imagepflegende Herausforderungen, ohne klare zeitliche Festlegung.

#79 Reformhaus - Die Bio-Pioniere aus der Kaiserzeit im Überlebenskampf

08.04.2026

Einführung in das Reformhaus

Das Reformhaus hat eine lange Geschichte, die bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreicht, als die Lebensreformbewegung aufkam. Diese Bewegung strebte eine naturnahe Lebensweise an, weg von industriellen Produkten hin zu gesunden, natürlichen Alternativen.

Die Entstehungsgeschichte

Karl Braun eröffnete 1887 in Berlin die Gesundheitszentrale, die als Vorläufer des Reformhauses gilt. Karl August Heinen gründete 1900 das Reformhaus Jungbrunn in Wuppertal, das das Konzept des Reformhauses standardisierte und populär machte.

Die Genossenschaftsbildung

1927 schlossen sich die Reformhausbetreiber zu einer Genossenschaft zusammen, um ihre Kräfte zu bündeln und Qualitätsstandards zu sichern. Dies unterscheidet das Reformhaus von klassischen Supermarktketten und legt den Fokus auf Fachberatung und hochwertige Produkte.

Herausforderungen und Konkurrenz

Obwohl die Genossenschaft in den 1990er Jahren stark wuchs, führte der Aufstieg von Wettbewerbern wie Alnatura und Bio-Supermärkten zu einem Rückgang der Reformhäuser in Deutschland. Der Umsatz fiel, während das Marktsegment für Bio-Lebensmittel insgesamt wuchs.

Strategiewechsel und Zukunft

Um sich neu zu positionieren, wurde ein modernes Ladenkonzept entwickelt, das auf die Bedürfnisse der Kunden eingeht. Die Genossenschaft setzt verstärkt auf Nahrungsergänzungsmittel und medizinische Produkte, in denen sie ihre Beratungskompetenz ausspielen kann.

Fazit

Obwohl die Anzahl der Reformhäuser gesunken ist, haben sich viele Standorte als erfolgreich etabliert. Die Genossenschaft hat sich auf ihre Stärken besonnen und ist optimistisch für die Zukunft.

Einführung in das Reformhaus

Das Reformhaus hat eine lange Geschichte, die bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreicht, als die Lebensreformbewegung aufkam. Diese Bewegung strebte eine naturnahe Lebensweise an, weg von industriellen Produkten hin zu gesunden, natürlichen Alternativen.

Die Entstehungsgeschichte

Karl Braun eröffnete 1887 in Berlin die Gesundheitszentrale, die als Vorläufer des Reformhauses gilt. Karl August Heinen gründete 1900 das Reformhaus Jungbrunn in Wuppertal, das das Konzept des Reformhauses standardisierte und populär machte.

Die Genossenschaftsbildung

1927 schlossen sich die Reformhausbetreiber zu einer Genossenschaft zusammen, um ihre Kräfte zu bündeln und Qualitätsstandards zu sichern. Dies unterscheidet das Reformhaus von klassischen Supermarktketten und legt den Fokus auf Fachberatung und hochwertige Produkte.

Herausforderungen und Konkurrenz

Obwohl die Genossenschaft in den 1990er Jahren stark wuchs, führte der Aufstieg von Wettbewerbern wie Alnatura und Bio-Supermärkten zu einem Rückgang der Reformhäuser in Deutschland. Der Umsatz fiel, während das Marktsegment für Bio-Lebensmittel insgesamt wuchs.

Strategiewechsel und Zukunft

Um sich neu zu positionieren, wurde ein modernes Ladenkonzept entwickelt, das auf die Bedürfnisse der Kunden eingeht. Die Genossenschaft setzt verstärkt auf Nahrungsergänzungsmittel und medizinische Produkte, in denen sie ihre Beratungskompetenz ausspielen kann.

Fazit

Obwohl die Anzahl der Reformhäuser gesunken ist, haben sich viele Standorte als erfolgreich etabliert. Die Genossenschaft hat sich auf ihre Stärken besonnen und ist optimistisch für die Zukunft.

#78 Schleich - 35 Millionen Spielfiguren: Zwischen Kinderzimmer-Idylle und Transformationsprozess

17.03.2026

Einführung in die Welt von Schleich

Schleich, gegründet 1935, ist einer der größten Spielwarenhersteller Deutschlands und bekannt für seine detailgetreuen Spielfiguren, die in über 60 Ländern verkauft werden. Trotz des 90-jährigen Bestehens kämpft das Unternehmen aktuell mit Umsatzrückgängen und finanziellen Schwierigkeiten.

Die Geschichte von Schleich

Ursprünglich im Bereich der Industriesicherheit tätig, wandte sich Friedrich Schleich nach dem Zweiten Weltkrieg dem Spielzeug zu. Die erste bewegliche Yopo-Figur stellte den Neuanfang dar. Durch innovative Herstellungsverfahren und Lizenzen, wie die von Walt Disney und den Schlümpfen, erlebte das Unternehmen ein starkes Wachstum.

Herstellungsprozess der Figuren

Der aufwendige Herstellungsprozess der Schleichfiguren umfasst sowohl Handarbeit als auch moderne Techniken. Jede Figur wird detailliert entworfen und produziert, was zur hohen Qualität und Beliebtheit beiträgt.

Finanzielle Herausforderungen

Nach Jahren des Wachstums steht Schleich nun unter Druck durch steigende Schulden und eine schwächelnde Nachfrage. Die Übernahme durch Private Equity Firmen führte zu einer starken finanziellen Belastung, und das Unternehmen kämpft nun mit einem Schuldenberg von über 215 Millionen Euro.

Transformationsprozess und Zukunft

Die Verlagerung des Firmensitzes nach München und die Reduzierung der Mitarbeiterzahl sind Teil eines umfassenden Transformationsprozesses. Trotz dieser Herausforderungen gibt es Hoffnung durch neue Kooperationen, wie mit Walt Disney, und die Einführung neuer Produktlinien, die auf Sammler und Kinder abzielen.

Einführung in die Welt von Schleich

Schleich, gegründet 1935, ist einer der größten Spielwarenhersteller Deutschlands und bekannt für seine detailgetreuen Spielfiguren, die in über 60 Ländern verkauft werden. Trotz des 90-jährigen Bestehens kämpft das Unternehmen aktuell mit Umsatzrückgängen und finanziellen Schwierigkeiten.

Die Geschichte von Schleich

Ursprünglich im Bereich der Industriesicherheit tätig, wandte sich Friedrich Schleich nach dem Zweiten Weltkrieg dem Spielzeug zu. Die erste bewegliche Yopo-Figur stellte den Neuanfang dar. Durch innovative Herstellungsverfahren und Lizenzen, wie die von Walt Disney und den Schlümpfen, erlebte das Unternehmen ein starkes Wachstum.

Herstellungsprozess der Figuren

Der aufwendige Herstellungsprozess der Schleichfiguren umfasst sowohl Handarbeit als auch moderne Techniken. Jede Figur wird detailliert entworfen und produziert, was zur hohen Qualität und Beliebtheit beiträgt.

Finanzielle Herausforderungen

Nach Jahren des Wachstums steht Schleich nun unter Druck durch steigende Schulden und eine schwächelnde Nachfrage. Die Übernahme durch Private Equity Firmen führte zu einer starken finanziellen Belastung, und das Unternehmen kämpft nun mit einem Schuldenberg von über 215 Millionen Euro.

Transformationsprozess und Zukunft

Die Verlagerung des Firmensitzes nach München und die Reduzierung der Mitarbeiterzahl sind Teil eines umfassenden Transformationsprozesses. Trotz dieser Herausforderungen gibt es Hoffnung durch neue Kooperationen, wie mit Walt Disney, und die Einführung neuer Produktlinien, die auf Sammler und Kinder abzielen.