Stachel und Herz
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Stachel und Herz

Sarah Vecera, Thea Hummel

Beschreibung

Stachel und Herz – Gespräche von Sarah und Thea. Wir reden über Diskriminierung in Gesellschaft und Kirche. Wir träumen von einer Gemeinschaft für alle. Dazu legen wir den Stachel in die Wunde – meistens zu zweit und manchmal mit Expert*innen, aber immer mit Herz. Sarah und Thea geben Infos zu aktuellen Themen und interviewen Gäst*innen zu ihren persönlichen Geschichten oder Expertisen.
Wir freuen uns über Fragen, Themenwünsche und Kritik: podcast@vemission.org. Wenn ihr mehr wissen möchtet, folgt uns auf Instagram @stachelundherz.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

30 Jahre Phoenix: „Wir sind durch Rassismus getrennt. Wir müssen es nicht bleiben.” – mit Austen P. Brandt

20.10.2026
Phoenix wird 30. Am 26. Oktober 1996 als Verein in Duisburg gegründet, und zu diesem Geburtstag ist Austen P. Brandt bei uns, Mitgründer, langjähriger Gemeindepfarrer in Duisburg-Walsum und bis heute aktiver Phoenix-Trainer. Wir sprechen über die Grundidee, die seit dreißig Jahren trägt: dass Menschen zusammenfinden können, ohne die Unterschiede zu verschleiern. Austen erzählt von seiner Lehrzeit bei Sybil Phoenix in London, von ökumenischen Begegnungen, die ihn geprägt haben, und davon, warum er bis heute daran glaubt, dass niemand allein frei wird. Es geht um die Dialektik, die Phoenix ausmacht. Warum es getrennte Räume braucht, Antirassismustrainings für weiße Menschen, Empowermenttrainings für BIPoC und das 3.-Raum-Training, und warum die Trennung trotzdem nicht das Ziel ist. Austen spricht über den Schmerz, der auf beiden Seiten liegt, auch den unaufgearbeiteten Schmerz weißer Menschen, und warum rechte Parteien genau dort andocken, wo die Gesellschaft weggehört hat. Und wir geben einen ersten Vorgeschmack auf das neue Format „United Training“. Eine Folge über dreißig Jahre, über Lebensfreude trotz allem und über die Frage, warum Gemeinsamkeit gerade jetzt eine Kraft ist, die diese Gesellschaft braucht. Mehr zu Phoenix und den Trainings: www.phoenix-ev.org Mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk

Phoenix wird 30. Am 26. Oktober 1996 als Verein in Duisburg gegründet, und zu diesem Geburtstag ist Austen P. Brandt bei uns, Mitgründer, langjähriger Gemeindepfarrer in Duisburg-Walsum und bis heute aktiver Phoenix-Trainer. Wir sprechen über die Grundidee, die seit dreißig Jahren trägt: dass Menschen zusammenfinden können, ohne die Unterschiede zu verschleiern. Austen erzählt von seiner Lehrzeit bei Sybil Phoenix in London, von ökumenischen Begegnungen, die ihn geprägt haben, und davon, warum er bis heute daran glaubt, dass niemand allein frei wird. Es geht um die Dialektik, die Phoenix ausmacht. Warum es getrennte Räume braucht, Antirassismustrainings für weiße Menschen, Empowermenttrainings für BIPoC und das 3.-Raum-Training, und warum die Trennung trotzdem nicht das Ziel ist. Austen spricht über den Schmerz, der auf beiden Seiten liegt, auch den unaufgearbeiteten Schmerz weißer Menschen, und warum rechte Parteien genau dort andocken, wo die Gesellschaft weggehört hat. Und wir geben einen ersten Vorgeschmack auf das neue Format „United Training“. Eine Folge über dreißig Jahre, über Lebensfreude trotz allem und über die Frage, warum Gemeinsamkeit gerade jetzt eine Kraft ist, die diese Gesellschaft braucht. Mehr zu Phoenix und den Trainings: www.phoenix-ev.org

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"Christliche Rücksichtnahme"? - Merz, Bärbel Bas und was uns Sri Lanka über einfache Antworten lehrt

13.10.2026
Nach der Rückkehr aus Sri Lanka sprechen Thea und Sarah Vecera darüber, was sie dort erlebt haben – und was sie mit nach Hause nehmen. Dazwischen: Herbstwetter, Boygroups und die Frage, wofür man früher andere verurteilt hat und heute selbst Verständnis hat. Wir sprechen unter anderem über: Advocacy Training und Eurozentrismus – warum das Training früher „Summer School" hieß, und was an diesem Namen die europäische Perspektive verrät, Teeplantagen im Hochland: Wie die methodistische Kirche mit Plantagenarbeiter:innen arbeitet, deren Vorfahren die Briten vor rund 200 Jahren ins Land holten – und die nach der Unabhängigkeit teils staatenlos wurden, Kirche als gesellschaftliche Akteurin: Projekte für Menschen mit Behinderung, Kinder und Gesundheit, die nach der Anschubfinanzierung von staatlichen Stellen weitergeführt werden, Kindersonntag: Wenn Kinder nicht nur singen, sondern den Gottesdienst leiten und predigen, religiöse Vielfalt: Besuch in Kirche, Moschee, katholischem Meditationszentrum und buddhistischem Tempel – und überraschende Parallelen zwischen den Erzählungen der Religionen, Gedenken und Macht: Wer errichtet welche Denkmäler und an wen wird erinnert? Ein Vergleich mit deutschen Gedenktafeln für Täter des Völkermords in Namibia, Komplexität statt einfacher Antworten: Warum der Blick aus Sri Lanka entlastend wirkt, gerade in Zeiten, in denen einfache Antworten politisch Konjunktur haben, Freude und Hoffnung als Haltung – nicht als Laune, sondern als Entscheidung, Urlaubsbeobachtungen, Pauschalreisen, Couchsurfing und die Frage, warum sich Vorlieben mit dem Leben verändern, zum Schluss: ein „Herz" über die Menschenkette jüdischer Studierender vor der Synagoge in Halle am 9. Oktober, die einem AfD-Politiker den Zutritt zur Gedenkveranstaltung verwehrten. Ein Gespräch über Perspektivwechsel, Erinnerungskultur und die Kraft von Widerstand und Zuversicht.mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk

Nach der Rückkehr aus Sri Lanka sprechen Thea und Sarah Vecera darüber, was sie dort erlebt haben – und was sie mit nach Hause nehmen. Dazwischen: Herbstwetter, Boygroups und die Frage, wofür man früher andere verurteilt hat und heute selbst Verständnis hat.

Wir sprechen unter anderem über:

  • Advocacy Training und Eurozentrismus – warum das Training früher „Summer School" hieß, und was an diesem Namen die europäische Perspektive verrät,
  • Teeplantagen im Hochland: Wie die methodistische Kirche mit Plantagenarbeiter:innen arbeitet, deren Vorfahren die Briten vor rund 200 Jahren ins Land holten – und die nach der Unabhängigkeit teils staatenlos wurden,
  • Kirche als gesellschaftliche Akteurin: Projekte für Menschen mit Behinderung, Kinder und Gesundheit, die nach der Anschubfinanzierung von staatlichen Stellen weitergeführt werden,
  • Kindersonntag: Wenn Kinder nicht nur singen, sondern den Gottesdienst leiten und predigen,
  • religiöse Vielfalt: Besuch in Kirche, Moschee, katholischem Meditationszentrum und buddhistischem Tempel – und überraschende Parallelen zwischen den Erzählungen der Religionen,
  • Gedenken und Macht: Wer errichtet welche Denkmäler und an wen wird erinnert? Ein Vergleich mit deutschen Gedenktafeln für Täter des Völkermords in Namibia,
  • Komplexität statt einfacher Antworten: Warum der Blick aus Sri Lanka entlastend wirkt, gerade in Zeiten, in denen einfache Antworten politisch Konjunktur haben,
  • Freude und Hoffnung als Haltung – nicht als Laune, sondern als Entscheidung,
  • Urlaubsbeobachtungen, Pauschalreisen, Couchsurfing und die Frage, warum sich Vorlieben mit dem Leben verändern,
  • zum Schluss: ein „Herz" über die Menschenkette jüdischer Studierender vor der Synagoge in Halle am 9. Oktober, die einem AfD-Politiker den Zutritt zur Gedenkveranstaltung verwehrten.

Ein Gespräch über Perspektivwechsel, Erinnerungskultur und die Kraft von Widerstand und Zuversicht.


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„Hoffnung ist eine Entscheidung" – Eindrücke aus Sri Lanka

13.10.2026
Content Note: Krieg und Kindersoldat*innenDiese Folge kommt direkt von einer Dienstreise der VEM nach Sri Lanka, wo die Hosts ein zehntägiges Advocacy-Training mit Teilnehmenden aus verschiedenen Kirchen und Ländern begleiten.Wir sprechen unter anderem über:- einen augenzwinkernden Einstieg übers Oktoberfest, Dirndl, Kompetenzjäckchen und die Frage, wo kulturelle Aneignung anfängt und wo eigene Tracht aufhört,- einen kurzen politischen Einschub zu Jens Spahn und seinem zweiten Rückzug aus dem Haushaltsausschuss binnen zwei Monaten,- die Geschichte Sri Lankas: vom Ende der britischen Kolonialherrschaft 1948 über die Diskriminierung der tamilischen Bevölkerung bis zum Bürgerkrieg,- die aktuelle politische Lage unter Präsident Anura Kumara Disanayake, der Versöhnung und Korruptionsbekämpfung verspricht – und warum Human Rights Watch trotzdem von anhaltendem Misstrauen gegenüber Tamil*innen und Muslim*innen berichtet,- eine Einheit zu Intersektionalität im Advocacy-Training und das „Wheel of Power" – und wie sich dieses Machtrad je nach Kontext (Kirche, Hautfarbe, Bildung, Staatsangehörigkeit) ganz unterschiedlich zusammensetzt,- einen Besuch im berühmten Zahntempel von Kandy, an dem buddhistische, hinduistische und christliche Praxis auf engstem Raum nebeneinander existieren,- und – als emotionalen Kern der Folge – ein zweieinhalbstündiges Gespräch mit drei ehemaligen Kindersoldat*innen, die durch einen Healing-of-Memories-Workshop mit Father Michael Lapsley gelernt haben, Hoffnung als bewusste, tägliche Entscheidung zu verstehen, nicht als bloßes Gefühl.Eine persönliche, bewegende Folge über Krieg, Versöhnung, Religion und die Frage, was wir in Deutschland von dieser Hoffnung lernen können.mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk

Content Note: Krieg und Kindersoldat*innen


Diese Folge kommt direkt von einer Dienstreise der VEM nach Sri Lanka, wo die Hosts ein zehntägiges Advocacy-Training mit Teilnehmenden aus verschiedenen Kirchen und Ländern begleiten.


Wir sprechen unter anderem über:


- einen augenzwinkernden Einstieg übers Oktoberfest, Dirndl, Kompetenzjäckchen und die Frage, wo kulturelle Aneignung anfängt und wo eigene Tracht aufhört,

- einen kurzen politischen Einschub zu Jens Spahn und seinem zweiten Rückzug aus dem Haushaltsausschuss binnen zwei Monaten,

- die Geschichte Sri Lankas: vom Ende der britischen Kolonialherrschaft 1948 über die Diskriminierung der tamilischen Bevölkerung bis zum Bürgerkrieg,

- die aktuelle politische Lage unter Präsident Anura Kumara Disanayake, der Versöhnung und Korruptionsbekämpfung verspricht – und warum Human Rights Watch trotzdem von anhaltendem Misstrauen gegenüber Tamil*innen und Muslim*innen berichtet,

- eine Einheit zu Intersektionalität im Advocacy-Training und das „Wheel of Power" – und wie sich dieses Machtrad je nach Kontext (Kirche, Hautfarbe, Bildung, Staatsangehörigkeit) ganz unterschiedlich zusammensetzt,

- einen Besuch im berühmten Zahntempel von Kandy, an dem buddhistische, hinduistische und christliche Praxis auf engstem Raum nebeneinander existieren,

- und – als emotionalen Kern der Folge – ein zweieinhalbstündiges Gespräch mit drei ehemaligen Kindersoldat*innen, die durch einen Healing-of-Memories-Workshop mit Father Michael Lapsley gelernt haben, Hoffnung als bewusste, tägliche Entscheidung zu verstehen, nicht als bloßes Gefühl.


Eine persönliche, bewegende Folge über Krieg, Versöhnung, Religion und die Frage, was wir in Deutschland von dieser Hoffnung lernen können.


mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk