
Relpod
RPI der EKKW und der EKHN
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Nummer 40: Demokratie, Menschenwürde und Freiheit. Haltung zeigen in RU und Kirche
Die politische Lage und die Rolle von Kirche und Schule
In den USA und weltweit ist die Demokratie aufgrund autoritärer Tendenzen bedroht, was die Fragilität von Menschenrechten und persönlicher Freiheit verdeutlicht. In diesem Kontext wird diskutiert, wie Religionsunterricht und Kirche sich gegen rechtsextreme und menschenfeindliche Strömungen positionieren sollten. Monika Bertram, Schulpfarrerin, und Jan Niklas Rabe, Vorsitzender der EJM e.V., sind zu Gast, um über diese Herausforderungen zu sprechen.
Erfahrungen an Schulen
Monika berichtet von ihrer Schule in Mainz, die einen hohen Migrationsanteil hat. Dort engagieren sich die Schüler politisch wenig, und konservative Ansichten, besonders zu Frauenrechten, sind verbreitet. Jan Niklas ergänzt, dass in den kirchlichen Verbänden oft Unsicherheiten über die Positionierung bestehen, obwohl es Bestrebungen gibt, klare Haltungen zu vertreten.
Demokratieförderung durch Bildung
Monika setzt im Unterricht auf Aufklärung über Privilegien und engagiert sich für Menschenrechte, indem sie Schüler zu Aktionen wie dem Briefmarathon ermutigt. Jan Niklas betont die Wichtigkeit, die Lebensrealitäten von Jugendlichen zu berücksichtigen, um ein Bewusstsein für Diskriminierung zu schaffen und gegen menschenfeindliche Ideologien zu arbeiten.
Christliche Werte gegen Diskriminierung
Beide Stimmen unterstreichen die Notwendigkeit, die christliche Nächstenliebe aktiv gegen Diskriminierung zu leben. Sie plädieren für eine inklusive Kirche, die sich für marginalisierte Gruppen einsetzt und gleichzeitig klare Grenzen gegenüber menschenfeindlichen Haltungen zieht.
Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Gruppen
Monika und Jan Niklas berichten von positiven Erfahrungen mit der Unterstützung durch Schulleitungen und Kirchenleitungen. Beide betonen die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Organisationen wie Amnesty International und queer-fokussierten Projekten, um die Rechte von Diskriminierten aktiv zu fördern.
Zukünftige Wünsche für kirchliches Engagement
Monika wünscht sich mehr Schulungen für Lehrkräfte, um Sensibilität gegenüber Diskriminierung zu fördern. Jan Niklas betont die Wichtigkeit, bestehende Gruppen und Bündnisse innerhalb der Kirche anzuerkennen und deren Arbeit zu unterstützen. Beide sehen die Notwendigkeit, die Kirche selbstkritisch zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Relpod Nr. 39: Begleitung von Schulen in Krisenfällen
Einführung in die Krisenbewältigung an Schulen
Plötzliche oder gewaltsame Todesfälle in Schulen stellen eine große Herausforderung für die Schulgemeinschaft dar. Betroffenheit, Wut und Trauer sind verbreitete Gefühle unter Schülern und Lehrkräften. Schulen müssen einen stabilen Rahmen schaffen, der Sicherheit bietet, aber auch Raum für Trauer lässt. Oft fühlen sich Schulleitungen und Lehrkräfte in diesen Situationen überfordert.
Rolle der Krisenseelsorge
Die ökumenische Krisenseelsorge des Bistum Mainz und der evangelischen Kirche in Hessen-Nassau bietet Unterstützung in Krisensituationen. Sie wird von der Schulleitung kontaktiert, um Hilfe zu leisten. Der Einsatz umfasst die Beratung, das Überbringen von Todesnachrichten und die Begleitung im Trauerraum sowie die Vorbereitung von Trauerfeiern.
Vorbereitung auf Krisensituationen
Vorbeugende Maßnahmen sind entscheidend; Schulen sollten ein Krisenteam bilden, das sich auf verschiedene Krisenszenarien vorbereitet. Schulen in Hessen sind verpflichtet, solche Teams zu haben, die Pläne und Checklisten entwickeln und mit Einsatzkräften kommunizieren.
Nachsorge und Unterstützung
Nach der Akutphase ist es wichtig, dass Schulen ein unterstützendes Netzwerk aufbauen und aufeinander achten. Etablierte Unterstützungssysteme wie Schulseelsorge sind hierbei entscheidend, um den Betroffenen auch weiterhin zur Seite zu stehen.
Qualifikation der Krisenseelsorger
Krisenseelsorger müssen eine spezielle Ausbildung durchlaufen, die psychologische Aspekte, Trauerrituale und den Umgang mit belastenden Situationen behandelt. Diese Vorbereitung ist entscheidend, um in Krisensituationen effektiv helfen zu können.
Umgang mit psychischen Belastungen
Die Arbeit in der Krisenseelsorge kann emotional belastend sein. Die Gesprächspartner betonen, wie wichtig es ist, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, sportliche Aktivitäten auszuüben und Gespräche mit Vertrauenspersonen zu führen, um die Erlebnisse zu verarbeiten.
