
Wiener Börse Podcast
Wiener Börse AG, Börsen Radio Network AG
Beschreibung
In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.
Rund um die Uhr bestens informiert. Hören Sie rein!
In Kooperation mit www.boersenradio.de
Mehr zur Wiener Börse: wienerboerse.at
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

SBO CEO Klaus Mader "Je tiefer die Bohrung, desto heißer und wirtschaftlicher das Projekt"
28.10.2026
Börsenradio on Tour zu Gast bei der SBO
Einsatz unter extremen Bedingungen: Die SBO AG ist ein österreichisches Industrieunternehmen aus Ternitz, das unter anderem amagnetische Bohrstrangkomponenten und Präzisionsteile für die Ölindustrie herstellt. Die 3D-Metallkomponenten kommen zum Beispiel in der Raum- oder Luftfahrt (darunter SpaceX) und in der Halbleiterindustrie zum Einsatz. "Mittlerweile sind wir in der vollen, serienfertigen Produktion. Unser Anspruch ist es, uns von einem reinen Ölfeldausrüster hin zu einem Hochpräzisionstechnologiekonzern zu entwickeln", erklärt CEO Klaus Mader. Vor allem die Geothermie ist ein wachsender Markt, in den sich SBO erfolgreich hineingebohrt hat. "Je tiefer die Bohrung, desto heißer und wirtschaftlicher das Projekt. Große Rechenzentren erzeugen ihren Strom bereits mit Geothermie."

Erste Group Research-Chef Mostböck: "ATX trotz Kursrallye günstig"
27.10.2026
KI bietet Chancen, keine Angst vor Euro-Schuldenkrise
Fritz Mostböck, Head of Research der Erste Group, sieht weiterhin Chancen an der Wiener Börse. Der ATX liegt rund 18% im Plus und hat viele Märkte übertroffen. Trotzdem bleiben österreichische Aktien günstig bewertet. Das KGV liegt bei etwa 11, für 2027 sogar bei 10. Dazu erwartet Mostböck 16% Gewinnwachstum und 4,5% Dividendenrendite. Auch die KI hält er für einen nachhaltigen Wachstumstreiber. "Wir meinen das nicht", entgegnet er den Warnungen vor einer KI-Blase. KI werde erhebliche Umsätze und Gewinne erwirtschaften. Allerdings warnt er vor unkontrollierten KI-Systemen. "Die KI darf sich nicht verselbstständigen." Europas Wirtschaft bleibt von solchen Risiken nicht verschont. Eine neue Euro-Schuldenkrise erwartet Mostböck dagegen nicht. Frankreichs Probleme gefährden nicht automatisch die gesamte Eurozone. "Also ich sehe das nicht", sagt er zur Finanzkrise 2.0. Auch der Wiederaufbau der Ukraine bietet Chancen für Österreichs Baukonzerne. Doch Mostböck bremst die Erwartungen: "Nur zuerst muss einmal ein Friede kommen."

Die Kiste hat Köpfchen: Polytecs neue Geschäfte mit intelligenter Logistik
23.10.2026
Börsenradio on Tour: Metall raus, Kunststoff rein - Polytec tüftelt am Batteriegehäuse der Zukunft
Eine Gemüsekiste mit RFID-Chip, vernetzte Logistikboxen und künftig vielleicht Batteriegehäuse aus Kunststoff: Bei Polytec geht es längst um mehr als Autoteile. CEO Markus Huemer will den Umsatzanteil außerhalb der Autobranche mittelfristig auf 30 % steigern. Wachstumstreiber sind neue Mehrwegsysteme, die durch EU-Vorgaben Rückenwind erhalten. Das Geschäft braucht allerdings Vorlaufzeit: Polytec entwickelt Produkte, für die es oft noch keinen Markt gibt. Gleichzeitig zwingt die Krise der europäischen Autoindustrie zum Umbau. Von einst über 4.500 Beschäftigten sind rund 2.800 geblieben, Werke wurden geschlossen. Für 2026 rechnet Huemer dennoch mit 560 bis 590 Mio. Euro Umsatz und rund 3 % EBIT-Marge. Im Interview erklärt er, warum er bei der Automatisierung genau aufs Geld schaut, was ein Klicksystem in der Militärlogistik leisten kann und weshalb Kunststoff künftig sogar Metall bei E-Auto-Batteriegehäusen ersetzen könnte.