
Vorort-Geschichte(n) aus Wien Rudolfsheim-Fünfhaus
WIENfünfzehn_Brigitte Neichl
Beschreibung
Idee und Konzept: Brigitte Neichl
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

W15#230 Johann „Schani“ Breitwieser - "Der Robin Hood von Wien" und seine Tatorte in Rudolfsheim-Fünfhaus
Einführung in die Geschichte von Johann Breitwieser
Brigitte Neichl, die Leiterin des Bezirksmuseums Rudolfsheim-Fünfhaus, und ihr Co-Moderator Paul, eine KI, nehmen die Zuhörer mit auf eine spannende Entdeckungsreise durch die kriminelle Vergangenheit des Bezirks. Sie beleuchten das Leben von Johann Breitwieser, einem bemerkenswerten, aber umstrittenen Charakter der Wiener Stadtgeschichte.
Die Anfänge von Breitwiesers Lebensgeschichte
Johann Breitwieser wurde 1891 in Meidling geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Er war ein Kind, das Abenteuer suchte, und geriet früh in Konflikt mit dem Gesetz. Trotz seiner kriminellen Neigungen war er autodidaktisch in Technik und Wissenschaft gebildet.
Kriminelle Taten und das Leben in Rudolfsheim-Fünfhaus
Breitwieser war nicht nur in Meidling aktiv, sondern auch in Rudolfsheim-Fünfhaus. Hier kam es zu zahlreichen Vorfällen, darunter ein gefährlicher Schusswechsel mit der Polizei, der mehrere Verletzte forderte. Seine Gewalttätigkeit und kriminelle Energie machten ihn zu einer gefürchteten Figur.
Der Mythos des Robin Hood
Obwohl Breitwieser als "Robin Hood" bekannt war, gibt es wenig Beweise dafür, dass er tatsächlich Geld an Bedürftige verteilte. Vielmehr könnte er kleine Gaben genutzt haben, um sich Respekt und Schutz in seiner Nachbarschaft zu erkaufen. Sein tragisches Ende kam 1919, als er während eines Fluchtversuchs von der Polizei erschossen wurde.
Empfehlungen für weiterführende Informationen
Für Interessierte an Breitwiesers Leben und der Wiener Geschichte wird der Podcast "Porzellanfuhre" sowie die Artikel von Barbara Büchner empfohlen, die tiefere Einblicke in diese faszinierende Biografie bieten.

W15#229 Theaterzauber unter freiem Himmel - Franz Pokornys Arena in Braunhirschen
Einführung in die Episode
Brigitte Neichl, die Leiterin des Bezirksmuseums Rudolfsheim 5 Haus, lädt die Zuhörer auf eine spannende Entdeckungsreise durch den Bezirk ein. Zusammen mit ihrem KI-Co-Moderator Paul erkunden sie die Geschichte des verschwundenen Braunhirschen-Theaters.
Das Braunhirschen-Theater
Das Theater wurde 1849 von Franz Pokorni, dem Direktor des Theaters an der Wien, in einem Park der Familie Pereira-Arnstein erbaut. Mit 2000 Plätzen und hervorragender Akustik feierte es eine glanzvolle Eröffnung, bevor es nur ein Jahr später aufgrund des Todes Pokornis und finanzieller Schwierigkeiten wieder schließen musste.
Die Nachfolge und Herausforderungen
Nach dem Tod von Franz Pokorni übernahm sein Sohn Alois die Leitung des Theaters. Trotz vieler Uraufführungen war das Überleben des Theaters durch das Wetter und die saisonalen Vorstellungen gefährdet. 1862 musste Alois Konkurs anmelden und das Theater wurde abgerissen.
Nachwirkungen und kulturelle Bedeutung
Die Theaterkultur im Bezirk erlebte jedoch eine Wiederbelebung mit dem Rudolfsheimer Volkstheater, das von 1867 bis 1897 bestand. Es war ein Ort für bedeutende Debüts und war oft mit Zensur konfrontiert. Der Einfluss und die Bedeutung dieser frühen Theater sind auch heute noch in der Region spürbar.
Forschung und Ausstellung
Die Episode schließt mit einem Hinweis auf zukünftige Ausstellungen und die fortlaufenden Forschungen über die kulturelle Geschichte des Bezirks. Interessierte können weitere Informationen auf dem Blogartikel von Wien15 und der Website des Museums finden.

W15#228 Land unter in Neu-Fünfhaus: Die „Wassernot“ von 1874
Einführung in die Überschwemmung von 1874
Brigitte Neichl, die Leiterin des Bezirksmuseums Rudolfsheim-Fünfhaus, und ihr KI-Komoderator Paul nehmen die Zuhörer mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Geschichte der Überschwemmung von 1874. Diese Katastrophe war das Ergebnis einer technischen Überlastung der neu eingeführten Hochquellenleitung.
Die Katastrophe in der Merzstraße
In der Nacht des 3. September 1874 kam es zu einem gewaltigen Rohrbruch in der Merzstraße 24. Ein 36-zölliges Wasserleitungsrohr platzte und überflutete innerhalb kürzester Zeit Keller und Erdgeschosse, was zu panischen Fluchten der Bewohner führte.
Die Folgen der Überschwemmung
Die Überflutung führte zu erheblichen Schäden, und viele Bewohner mussten aufgrund der Einsturzgefahr ihre Häuser verlassen. Ein berittener Sicherheitswachmann entdeckte das Unheil und sorgte dafür, dass das Wasser abgesperrt wurde.
Heldentaten und skurrile Geschichten
Ein Feuerwehrmann rettete ein vergessenes Baby aus den Fluten, während ein Wohnungseinbrecher versuchte, im Chaos Wein zu stehlen. Diese Ereignisse verdeutlichen die Tragik und den menschlichen Mut während der Katastrophe.
Der Fortschritt in der Wasserversorgung
Die Überschwemmung war nicht nur eine Tragödie, sondern auch ein entscheidender Moment in der Entwicklung der Wiener Wasserversorgung. Der Wiener Wasserwanderweg bietet heute eine Möglichkeit, die Wege des Wassers nachzuvollziehen und mehr über die Geschichte zu erfahren.