Wildtierschutz Deutschland
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Wildtierschutz Deutschland

Lovis Kauertz

Beschreibung

Wildtiere in Deutschland. Dafür setzt sich Wildtierschutz Deutschland ein. Wir unterstützen Wildtierpflegestationen und wir kämpfen für die Abschaffung der Jagd da, wo sie ökologischen keinen Sinn macht oder wo es für die Bejagung einer Tierart keinen vernünftigen Grund gibt. Hier hört ihr jagdkritische Texte - aber nicht nur ..

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Artenschutz ausgehebelt: Fünf weitere Jahre Feuerwerk im Natura 2000-Gebiet Nonnenau in Ginsheim/Hessen

09.07.2026

Feuerwerk im Natura 2000-Gebiet

In Ginsheim wird ein großes Feuerwerk im Natura 2000- und Vogelschutzgebiet Nonnenau organisiert, was in den kommenden fünf Jahren weiterhin erlaubt ist. Dies geschieht trotz der Störung empfindlicher Wildtiere in einer entscheidenden Zeit für deren Brut- und Aufzucht.

Hintergrund und Bedenken

Die Genehmigung für das Feuerwerk wurde erteilt, obwohl die Naturschutzbehörde zuvor Bedenken geäußert hatte. Der Standort des Feuerwerks wurde zwar von der Insel Nonnenau verlagert, bleibt jedoch im Schutzgebiet, was Fragen zur Verträglichkeit mit dem europäischen Naturschutzrecht aufwirft.

Widersprüche im Naturschutz

Es besteht eine Diskrepanz zwischen den strengen Auflagen für Spaziergänger und der Genehmigung für ein Großfeuerwerk. Während Bürger gebeten werden, Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen, wird ein Feuerwerk im Schutzgebiet als unproblematisch angesehen, was die Effektivität des Naturschutzes in Frage stellt.

Ökologische Bedeutung des Gebiets

Der Ginzheimer Altrhein ist ein schützenswerter Lebensraum für zahlreiche bedrohte Vogelarten. Die Genehmigung für das Feuerwerk wird damit gerechtfertigt, dass es mehr Besucher anzieht, was die grundsätzlichen Ziele des Naturschutzes in den Hintergrund drängt.

Feuerwerk im Natura 2000-Gebiet

In Ginsheim wird ein großes Feuerwerk im Natura 2000- und Vogelschutzgebiet Nonnenau organisiert, was in den kommenden fünf Jahren weiterhin erlaubt ist. Dies geschieht trotz der Störung empfindlicher Wildtiere in einer entscheidenden Zeit für deren Brut- und Aufzucht.

Hintergrund und Bedenken

Die Genehmigung für das Feuerwerk wurde erteilt, obwohl die Naturschutzbehörde zuvor Bedenken geäußert hatte. Der Standort des Feuerwerks wurde zwar von der Insel Nonnenau verlagert, bleibt jedoch im Schutzgebiet, was Fragen zur Verträglichkeit mit dem europäischen Naturschutzrecht aufwirft.

Widersprüche im Naturschutz

Es besteht eine Diskrepanz zwischen den strengen Auflagen für Spaziergänger und der Genehmigung für ein Großfeuerwerk. Während Bürger gebeten werden, Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen, wird ein Feuerwerk im Schutzgebiet als unproblematisch angesehen, was die Effektivität des Naturschutzes in Frage stellt.

Ökologische Bedeutung des Gebiets

Der Ginzheimer Altrhein ist ein schützenswerter Lebensraum für zahlreiche bedrohte Vogelarten. Die Genehmigung für das Feuerwerk wird damit gerechtfertigt, dass es mehr Besucher anzieht, was die grundsätzlichen Ziele des Naturschutzes in den Hintergrund drängt.

Abschuss von 40 Prozent der Jungwölfe in Hessen: Rechtswidrige Politik auf Kosten des Artenschutzes

07.07.2026

Politische Jagd auf den Wolf

Die Diskussion um die Abschussquote von 40 Prozent der Jungwölfe in Hessen hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Landwirtschaftsminister Ingmar Jung und die Jagdlobby fordern im Managementplan Wolf eine drastische Reduktion des Wolfsnachwuchses, was als ein Frontalangriff auf den Artenschutz angesehen wird.

Rechtswidrigkeit der Maßnahme

Trotz einer Herabstufung des Schutzstatus des Wolfes bleibt eine pauschale Abschussquote illegal. Artikel 14 der Europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie verpflichtet Staaten, den günstigen Erhaltungszustand der Art zu sichern, was durch die geplante Regelung gefährdet wird.

Ignorieren wissenschaftlicher Erkenntnisse

Das Vorhaben ignoriert die natürliche Sterblichkeit von Wölfen, die bereits bei 25 Prozent liegt. Eine Gesamtmortalität von 40 Prozent könnte zu einem Kollaps der Population führen, was als biologischer Blindflug bezeichnet wird.

Ethische Bedenken

Der Abschuss von Wolfswelpen wird als ethisch unvertretbar angesehen, da er wehrlose Tiere tötet und die sozialen Strukturen der Rudel schädigt, ohne einen nachweisbaren Nutzen für den Herdenschutz zu bringen. Hessen könnte durch diese Maßnahmen seine bereits labilen Wolfspopulationen gefährden.

Politische Jagd auf den Wolf

Die Diskussion um die Abschussquote von 40 Prozent der Jungwölfe in Hessen hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Landwirtschaftsminister Ingmar Jung und die Jagdlobby fordern im Managementplan Wolf eine drastische Reduktion des Wolfsnachwuchses, was als ein Frontalangriff auf den Artenschutz angesehen wird.

Rechtswidrigkeit der Maßnahme

Trotz einer Herabstufung des Schutzstatus des Wolfes bleibt eine pauschale Abschussquote illegal. Artikel 14 der Europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie verpflichtet Staaten, den günstigen Erhaltungszustand der Art zu sichern, was durch die geplante Regelung gefährdet wird.

Ignorieren wissenschaftlicher Erkenntnisse

Das Vorhaben ignoriert die natürliche Sterblichkeit von Wölfen, die bereits bei 25 Prozent liegt. Eine Gesamtmortalität von 40 Prozent könnte zu einem Kollaps der Population führen, was als biologischer Blindflug bezeichnet wird.

Ethische Bedenken

Der Abschuss von Wolfswelpen wird als ethisch unvertretbar angesehen, da er wehrlose Tiere tötet und die sozialen Strukturen der Rudel schädigt, ohne einen nachweisbaren Nutzen für den Herdenschutz zu bringen. Hessen könnte durch diese Maßnahmen seine bereits labilen Wolfspopulationen gefährden.

Kiebitzschutz am Schmiechener See: Warum die Fuchsjagd das Problem nicht löst (Teil 2)

04.07.2026

Einleitung zur Problematik des Kiebitzschutzes

Im Natura 2000-Schutzgebiet am Schmiechener See wird die Fuchsjagd intensiviert, um den ausbleibenden Bruterfolg bei Kiebitzen zu bekämpfen. Die örtlichen Behörden setzen Betonrohrfallen ein, obwohl alternative Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraums und passiven Prädationsmanagements nicht ausreichend umgesetzt wurden.

Behördliche Reaktionen und Maßnahmen

Die zuständigen Behörden verweisen auf einen Managementplan, der alternative Schutzmaßnahmen wie Einzäunungen und Nestschutzkörbe vorschlägt. Allerdings gibt es Bedenken bezüglich des Aufwands und der praktischen Umsetzung dieser Maßnahmen, was zu einem Mangel an belastbaren Daten führt.

Kritik an der Fuchsjagd

Die Entscheidung, die Fuchsbejagung zu intensivieren, ist aus Sicht der Umweltschützer fragwürdig. Es fehlen Beweise dafür, dass Füchse die Hauptursache für den Rückgang der Kiebitzpopulation sind. Zudem gibt es Hinweise auf andere Prädatoren wie die Rohrweihe, die ebenfalls Einfluss auf den Bruterfolg haben könnten.

Schlussfolgerung zur Vorgehensweise

Die Fokussierung auf die Bejagung des Fuchses wird als unzureichend erachtet, da sie ein komplexes Problem simplifiziert und potenzielle Ursachen ignoriert. Ein wissenschaftlich fundiertes Monitoring und die Berücksichtigung anderer Faktoren sind notwendig, um effektive Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

Einleitung zur Problematik des Kiebitzschutzes

Im Natura 2000-Schutzgebiet am Schmiechener See wird die Fuchsjagd intensiviert, um den ausbleibenden Bruterfolg bei Kiebitzen zu bekämpfen. Die örtlichen Behörden setzen Betonrohrfallen ein, obwohl alternative Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraums und passiven Prädationsmanagements nicht ausreichend umgesetzt wurden.

Behördliche Reaktionen und Maßnahmen

Die zuständigen Behörden verweisen auf einen Managementplan, der alternative Schutzmaßnahmen wie Einzäunungen und Nestschutzkörbe vorschlägt. Allerdings gibt es Bedenken bezüglich des Aufwands und der praktischen Umsetzung dieser Maßnahmen, was zu einem Mangel an belastbaren Daten führt.

Kritik an der Fuchsjagd

Die Entscheidung, die Fuchsbejagung zu intensivieren, ist aus Sicht der Umweltschützer fragwürdig. Es fehlen Beweise dafür, dass Füchse die Hauptursache für den Rückgang der Kiebitzpopulation sind. Zudem gibt es Hinweise auf andere Prädatoren wie die Rohrweihe, die ebenfalls Einfluss auf den Bruterfolg haben könnten.

Schlussfolgerung zur Vorgehensweise

Die Fokussierung auf die Bejagung des Fuchses wird als unzureichend erachtet, da sie ein komplexes Problem simplifiziert und potenzielle Ursachen ignoriert. Ein wissenschaftlich fundiertes Monitoring und die Berücksichtigung anderer Faktoren sind notwendig, um effektive Schutzmaßnahmen zu entwickeln.