
SCHARFE WELLE - der Bonner Epilepsie-Podcast
Klinik und Poliklinik für Epileptologie, Universitätsklinikum Bonn
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Folge 44: Seltene genetische Epilepsiesyndrome bei Kindern
Einführung in seltene genetische Epilepsiesyndrome
In dieser Episode des Podcasts wird das Thema seltener genetischer Epilepsiesyndrome bei Kindern behandelt. Dr. Walid Fatseli, Neuropädiater, und Prof. Dr. Rainer Sorgis, Chefarzt, diskutieren die Notwendigkeit, elterliche Anfragen nach Informationen über seltene Erkrankungen aufzugreifen und grundlegende Begriffe zu klären.
Was bedeutet Syndrom und genetische Ursachen?
Ein Syndrom bezeichnet eine Kombination verschiedener Symptome, die zusammen eine bestimmte medizinische Diagnose ergeben. Genetische Epilepsie-Syndrome sind durch spezifische genetische Veränderungen gekennzeichnet, die nicht zwangsläufig vererbt werden müssen. Es wird zwischen monogenen und polygenen Ursachen unterschieden, wobei der Fokus auf monogenen Syndromen liegt.
Seltenheit der Syndrome und ihre Prävalenz
Seltene genetische Erkrankungen betreffen maximal fünf von 10.000 Menschen. Trotz ihrer Seltenheit machen sie einen signifikanten Teil der Bevölkerung aus, insbesondere in der Neuropädiatrie, wo viele Kinder mit Entwicklungs- und Epilepsieerkrankungen diagnostiziert werden.
Diagnose und genetische Tests
Die Diagnose erfolgt häufig durch genetische Tests, die eine breite Analyse der Gene umfassen. Diese Tests können auch Zufallsbefunde liefern, die für die Familien von Bedeutung sind, wenn es um zukünftige Kinderwünsche geht.
Therapeutische Ansätze und Präzisionsmedizin
Die Behandlung umfasst sowohl anfallsuppressive Medikamente als auch innovative Therapieansätze wie Präzisionsmedizin, die auf spezifische genetische Veränderungen abzielt. Dabei wird darauf geachtet, dass die Medikation auf den jeweiligen genetischen Mechanismus abgestimmt wird.
Überleitung ins Erwachsenenalter
Der Übergang von Kindern in die Erwachsenenmedizin stellt eine Herausforderung dar, da spezialisierte Einrichtungen für die Betreuung von Patienten mit Mehrfachbehinderungen fehlen. Die Kooperation zwischen Kinder- und Erwachsenenmedizin ist entscheidend für die kontinuierliche Versorgung.
Fazit und Ausblick
In der Diskussion wird betont, wie wichtig die Erforschung seltener genetischer Epilepsiesyndrome ist, um neue Therapieansätze zu entwickeln. Die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Familien und Forschungseinrichtungen ist notwendig, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Folge 43: Epilepsiezentren & niedergelassene Neurologen – gemeinsam im Einsatz für Betroffene
Einführung und Gäste
In dieser Episode des Podcasts wird die Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Neurologen und einer Klinik für Epileptologie thematisiert. Die Gastgeber begrüßen die Neurologen Peter Gyps und Dr. Arne Hübscher sowie die Ärztinnen Dr. Augustin Reuss und Dr. Jaschke aus Solingen.
Die Praxis und ihre Schwerpunkte
Die Neurologen betreuen in ihrer Praxis ein breites Spektrum neurologischer Erkrankungen, darunter auch Epilepsie, und sprechen über ihre Erfahrungen im Umgang mit Patienten. Sie betonen die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Kliniken, um komplexere Fälle besser behandeln zu können.
Erfahrungen in der Klinik
Die Gäste schildern ihre Eindrücke von der Klinik, insbesondere von der Video-EEG-Überwachung und den organisatorischen Abläufen. Sie sind beeindruckt von der Ausstattung und dem Fachwissen, das in der Klinik vorhanden ist, und erkennen die Wichtigkeit eines interdisziplinären Ansatzes.
Überweisungen und Patientenmanagement
Diskutiert wird, wann und wie Patienten an die Klinik überwiesen werden sollten. Die Experten betonen die Notwendigkeit, Patienten frühzeitig zu überweisen, um Fehldiagnosen und Komplikationen zu vermeiden. Die richtige Anamnese und die Vorbereitung der Patienten sind entscheidend für den Behandlungserfolg.
Verbesserung der Zusammenarbeit
Die Neurologen äußern den Wunsch nach einer einfacheren Kommunikation mit der Klinik, einschließlich elektronischer Patientenakten und direkter Zugriffsmöglichkeiten auf MRT- und EEG-Daten. Die Bedeutung regelmäßiger Fortbildung und des Austauschs zwischen Klinik und Praxis wird hervorgehoben.
Abschließende Tipps
Abschließend geben die Gäste Tipps zur Verbesserung der Zusammenarbeit, darunter die Bedeutung frühzeitiger Überweisungen, die kontinuierliche Fortbildung und das aktive Einbringen von Patienten in den Behandlungsprozess. Der Podcast endet mit einem positiven Ausblick auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Folge 42: Zurück aus Würzburg – Recap der DGfE-Tagung 2026
Rückblick auf die DGfE-Tagung 2026
In dieser Episode wird die 64. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) in Würzburg reflektiert, die von Prof. Dr. Rainer Soges und Simone moderiert wird. Sie betonen die hervorragende Organisation und die Möglichkeit, sich mit Kollegen auszutauschen.
Personalisierte Therapien
Ein zentrales Thema der Tagung war die personalisierte Therapie bei Epilepsie, die individuelle Behandlungsansätze basierend auf spezifischen Merkmalen der Patienten beinhaltet. Hierbei wurden auch minimalinvasive Verfahren, Gentherapien und neue Versorgungsformen wie telemedizinische Angebote und digitale Gesundheitsanwendungen erörtert.
Künstliche Intelligenz in der Epilepsieversorgung
Die Nutzung von KI zur Unterstützung in der Epilepsieversorgung wurde diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die automatisierte Auswertung von EEGs und bildgebenden Verfahren. Diese Technologien könnten die Diagnostik und Behandlung erheblich verbessern.
Vielfalt der Tagungsformate
Die Tagung bot eine Vielzahl von Formaten, einschließlich Vorträgen, Symposien und E-Postern, um unterschiedliche Aspekte der Epilepsieforschung und -versorgung zu präsentieren. Teilnehmer konnten auch an kostenpflichtigen Seminaren teilnehmen, um sich weiterzubilden.
Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung
Die Episode hebt die Bedeutung von Selbsthilfegruppen und Industriebeteiligung hervor, die den Austausch zwischen Betroffenen und Fachleuten fördern. Zudem wurde ein Öffentlichkeitstag veranstaltet, der auch der Scharfen Welle eine Plattform bot.
Kulturelle Erlebnisse in Würzburg
Prof. Soges und Simone berichten auch über ihre kulturellen Eindrücke aus Würzburg, einschließlich Besuchen von historischen Stätten und der Kongressparty, die eine Gelegenheit zum Networking bot.
Ausblick auf die Zukunft
Die Episode schließt mit einem Ausblick auf die nächste DGfE-Tagung, die in Basel stattfinden wird, und dem Wunsch, die Themen rund um Epilepsie weiterhin aktiv zu diskutieren und voranzutreiben.