
Was'n Kinderkram
Elli von Joie
Beschreibung
Und genau das tun wir – in unserem Joie-Podcast.
Wir rücken Themen in den Fokus, über die man vielleicht in seinem Freundeskreis nicht so oft redet, die euch fesseln, die einen anderen Blickwinkel zulassen oder die manchen vielleicht gar kein Begriff sind.
Für euch holen wir Experten, Ärzte, Mamas, Papas, Frauen und Männer ans Mikro und reden über die Dinge, die euch interessieren.
Kurz: Wir reden über Schicksale, schöne Momente, bewegende Lebensgeschichten und wir geben Tipps, die euch weiterhelfen.
Lehnt euch zurück und lasst uns zusammen lachen, heulen und quatschen.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Ist die bedürfnisorientierte Erziehung wirklich alles? Worauf es ankommt – wir reden drüber!
Einführung des Gastes
Herbert Renz-Polster, Wissenschaftler und Bestsellerautor, ist zu Gast, um über die Bedürfnisse von Kindern und die Bedeutung von Bindung und Autonomie in der Erziehung zu sprechen.
Missverständnisse in der Erziehung
Ein häufiges Missverständnis ist, dass Kinder allein durch Liebe und Bindung zu kompetenten Persönlichkeiten heranwachsen. Renz-Polster betont, dass Bindung zwar wichtig ist, aber auch Raum für Autonomie und Selbstständigkeit benötigt wird.
Die Bedeutung von Autonomie
Bindung wird als Grundlage für die Entwicklung von Autonomie gesehen. Kinder müssen die Möglichkeit haben, eigene Ziele zu verfolgen, Herausforderungen zu meistern und soziale Kompetenzen zu entwickeln, indem sie mit anderen Kindern interagieren.
Herausforderungen im urbanen Umfeld
In städtischen Gebieten ist es schwieriger für Kinder, Freiräume zu finden. Renz-Polster ermutigt Bildungseinrichtungen, Kindern mehr Spielraum und Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung zu geben, anstatt nur auf akademische Leistungen zu fokussieren.
Das Bildungssystem und seine Defizite
Die derzeitigen schulischen Strukturen bieten oft nicht die nötige Balance zwischen Bindung und Autonomie. Kinder verbringen zu viel Zeit mit unwichtigen Aufgaben und weniger mit dem, was sie tatsächlich für ihre Entwicklung benötigen.
Eltern als Ermöglicher
Eltern sollten ihren Kindern Raum geben, um sich zu entfalten, und sie darin unterstützen, selbstständig zu werden. Es ist wichtig, dass Eltern eine Balance finden zwischen Unterstützung und dem Loslassen von Kontrolle.
Persönliche Erfahrungen
Renz-Polster teilt persönliche Erfahrungen mit seinen eigenen Kindern und betont, wie wichtig es ist, Kinder wertzuschätzen und ihnen zu zeigen, dass sie geliebt werden, unabhängig von ihren schulischen Leistungen.

Eigene Trigger erkennen – warum eine gesunde Selbstregulation im Umgang mit unseren Kindern notwendig ist
Selbstregulation der Eltern
In der Episode wird die Bedeutung der Selbstregulation für Eltern thematisiert, insbesondere im Kontext der Unterstützung ihrer Kinder. Es wird erklärt, wie wichtig es ist, eigene Trigger zu erkennen, um bedürfnisorientiert handeln zu können. Indem Eltern sich ihrer eigenen Reaktionen bewusst werden, können sie besser auf die Bedürfnisse ihrer Kinder eingehen.
Trigger erkennen und bearbeiten
Die Gesprächspartner diskutieren, wie Trigger entstehen und welche Rolle die eigene Kindheit dabei spielt. Es wird betont, dass übermäßige Reaktionen auf vermeintlich harmlose Situationen oft auf unverarbeitete Kindheitserfahrungen zurückzuführen sind. Die Bedeutung des inneren Kindes wird hervorgehoben, um emotionale Verletzungen zu verstehen und zu heilen.
Praktische Tipps zur Selbstregulation
Um die eigene Selbstregulation zu verbessern, werden verschiedene Strategien vorgestellt: körperliche Übungen, emotionale Achtsamkeit und kognitive Techniken wie Selbstgespräche. Die Wichtigkeit von Achtsamkeit und der Umgang mit eigenen Emotionen werden als Schlüssel zur besseren Reaktion in stressigen Situationen hervorgehoben.
Langfristige und kurzfristige Strategien
Die Moderatoren betonen, dass die Arbeit an der Selbstregulation ein langfristiger Prozess ist, der auch professionelle Unterstützung erfordern kann. Gleichzeitig werden kurzfristige Maßnahmen wie das Unterbrechen von stressigen Situationen und das Einführen von Emotionschecks im Alltag empfohlen, um Kinder und sich selbst besser zu regulieren.

Einschulung – wie begleite ich mein Kind bedürfnisorientiert bei einem der sensibelsten Übergänge ihrer Entwicklung?
Einschulung und Übergänge
Im Podcast wird das Thema Einschulung und die damit verbundenen Herausforderungen für Kinder behandelt. Der Übergang von Kindergarten zu Grundschule ist für viele Kinder emotional aufgeladen und erfordert eine enorme Anpassungsleistung. Die Expertin Dr. Martina Stotz erklärt, dass Kinder in dieser sensiblen Phase oft überfordert sind, da sie sich in einer Entwicklungsphase befinden, die als "Wackelzahnpubertät" bezeichnet wird.
Entwicklungspsychologische Aspekte
Die Wackelzahnpubertät ist eine Art Mini-Pubertät, in der Kinder mit neuen Gefühlen und Herausforderungen konfrontiert werden. In dieser Zeit entwickeln sie ein neues Bewusstsein für sich selbst und ihre Umwelt, was häufig zu impulsivem Verhalten führen kann. Eltern sollten sich bewusst sein, dass Rückschritte in der Selbstständigkeit und emotionale Ausbrüche normale Reaktionen sind.
Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen
Obwohl das Verhalten von Jungen und Mädchen in dieser Phase oft unterschiedlich wahrgenommen wird, betont Dr. Stotz, dass beide Geschlechter ähnliche Herausforderungen durchleben. Die Wahrnehmung von Jungen als lauter und unruhiger hängt oft mit gesellschaftlichen Erwartungen und Erziehungsstilen zusammen.
Unterstützung für Eltern
Eltern wird geraten, Kinder bereits im Vorfeld der Einschulung gut vorzubereiten. Dazu gehört, die Schule gemeinsam zu besuchen und eine positive Einstellung zu vermitteln. Es ist wichtig, die Kinder emotional zu unterstützen und sie in ihrer Selbstständigkeit zu fördern.
Bindung vor Bildung
Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern sollte im Vordergrund stehen. Kinder lernen am besten in einer positiven und verbindenden Atmosphäre, nicht unter Druck. Eltern sollten sich selbst Mitgefühl entgegenbringen und erkennen, dass Fehler in der Erziehung normal sind. Das Ziel ist es, eine gute Beziehung aufrechtzuerhalten, während man den schulischen Anforderungen begegnet.