
Stiege 24/7 - Gemeindebau Magazin mit Alex Scheurer
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Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Das Ziel ist erst erreich, wenns eine echte Gleichberechtigung in allen Lebenslagen gibt – Elke Hanel-Torsch im Gespräch
Leistbares Wohnen als Grundrecht
Wohnen wird als Grundrecht verstanden, insbesondere für Frauen. Notwendigkeit, geförderten Wohnbau zu erhalten, zu sanieren und an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten. Eine Reform des Mitrechtsgesetzes wird als Aufgabe gesehen, um Verbesserungen unabhängig von Bundesentscheidungen voranzutreiben.
Gemeindebau: Bestand sichern statt verkaufen
Der Bestand an Gemeindewohnungen in Wien wird als kritisch wichtig betrachtet. Verkäufe anderer Regionen zeigen Folgen wie steigende Mieten und Krisen im Immobilienmarkt. Wien wird als Vorbild gesehen, und es soll kein Verkauf von Gemeindebauten erfolgen, damit Wohnen für alle leistbar, sicher und qualitätsvoll bleibt.
Gleichberechtigung und Chancengleichheit
In Wien besteht in Bezug auf Bezahlung und Gewaltschutz eine bessere Ausgangslage, doch echte Gleichberechtigung bleibt ein Ziel. Es geht um gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit und fortlaufende Maßnahmen, damit Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen selbstverständlich wird.
Vor-Ort-Dialoge mit Menschen
Geplant sind Besuche größerer Wohnanlagen, um persönlich mit Bewohnerinnen und Bewohnern ins Gespräch zu kommen. Eine umfassende Liste potenzieller Anlagen soll erstellt werden, damit der direkte Austausch kontinuierlich stattfinden kann und Bedürfnisse sichtbar werden.

Mein Herz Schlag eher für die Physik als für die Wissenschaft – Susanne Pöchacker im Gespräch
Werdegang und Motivation
Die Erzählerin reflektiert eine Dualität zwischen Wissenschaft und Kunst, doch ihr Herz schlägt stärker für Physik. Beeinflusst wurde sie von begeisternden Mathematik- und Physik-Lehrenden; ein inspirierendes Video über Zern und Quarks weckte ihre Neugier. Sie strebt an, komplexe Phänomene zu verstehen und findet in der Physik eine kreative Faszination, die über reine Theorien hinausgeht.
Vom Physikstudium zur systemischen Beratung
Nach dem Diplom verläuft der Weg unüblich: Reisen, Lernen, eine aufgelöste Arbeitsgruppe und schließlich der Wechsel in die Erwachsenenbildung. Aus der Physik-Erfahrung heraus entsteht ein Interesse an der Systemik: Dinge können auch anders sein, und Ungewissheit gehört dazu. Der Konstruktivismus dient als Fundament, um Erklärungen flexibel zu prüfen und Handlungsspielräume zu eröffnen.
Improvisation, Schlagfertigkeit und Praxis
Die Kombination aus Improvisation und Praxis führt zu Workshops, die sich mit Schlagfertigkeit befassen. Statt stumpfer Antworten wird Flexibilität betont: Situationen offen zu betrachten und spontan passende Reaktionen zu finden. Als Beispiel dient eine Alltagsszene, in der verschiedene Erklärungen möglich sind und dadurch mehr Handlungen rational abgeleitet werden können.

Die Offenheit von Planung ist wichtig, weil sich die Wohnbedürfnisse verändern – Raimund Gutmann im Gespräch
Werte und Vorgehen in der Planung
Der Experte erklärt, dass fundierte Entscheidungen auf empirischen Daten, Demografie-Analysen und langfristigen Trendbewegungen beruhen. Befragungen und qualitative Gespräche mit Stakeholdern ergänzen die Fakten, um belastbare Empfehlungen zu liefern. Es geht darum, Planungen gegenwartsnah und zukunftsfähig zu machen, ohne auf Spekulationen zu setzen.
Offenheit der Planung und Platzbedarf
Zentrale Idee ist eine offene, neutrale Planung, die sich flexibel an veränderte Wohnbedürfnisse anpasst. Der Flächenbedarf variiert je nach Einkommenslage: Mehr Quadratmeter stehen bestimmten Gruppen zur Verfügung, während andere geförderte Wohnungen nutzen. Funktionen können ausgelagert werden, um Räume für gemeinsame Nutzung frei zu halten. Sharing statt Besitz wird als hilfreicher Faktor gesehen.
Flexible Räume und Gemeinschaftsbereiche
Mobile Wände, verschiebbare Möbel und gemeinsame Flächen ermöglichen unterschiedliche Nutzungen, ohne dass die Grundfläche starr festgelegt ist. Homeoffice und Arbeitsbereiche lassen sich durch flexible Einrichtungslösungen integrieren. In Beispielen wie der Seestadt wird aufgezeigt, wie Basisausstattungen Verschiebbarkeit unterstützen und Räume jenseits klarem Funktionsschema schaffen.
Herausforderungen und konkrete Umsetzung
Große Familienstämme stellen Planerinnen vor Herausforderungen bei der Schaffung ausreichender privater Rückzugsräume. Durchdachte Nischensituationen und gute Belichtung spielen eine Rolle, ebenso wie die Integration von Arbeits- und Wohnbereichen. Die Bedeutung liegt in der pragmatischen Anpassbarkeit der Räume an sich wandelnde Lebensformen, ohne festgelegte Nutzungen zu erzwingen.