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SFB 1472 Transformationen des Populären

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Beschreibung

Populär ist, was bei vielen Beachtung findet. Seit der frühen Neuzeit nimmt das Populäre an Umfang und Reichweite zunächst langsam, im 20. Jahrhundert rasant und sprunghaft zu. Wie verändert sich dadurch der gesellschaftliche Status des Populären? Und wie verändert das Populäre die Gesellschaft?

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#17 Ulrike Zitzlsperger: Ratgeber in den 1920er Jahren

22.12.2025

Einführung in das Thema

Im Podcast wird die Rolle von Etikette- und Benimmratgebern seit dem 19. Jahrhundert untersucht, insbesondere in Bezug auf die 1920er Jahre. Professorin Maren Lickert und Ulrike Zitzelsberger diskutieren die kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen während dieser Übergangszeit in Deutschland und Großbritannien.

Die 1920er Jahre als Übergangszeit

Die 1920er Jahre sind geprägt von einem Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden neue gesellschaftliche Strukturen und Technologien, die das Leben veränderten. Die Entwicklung von Radio, Telefon und das Konzept des Wochenendes führten zu einer beschleunigten Lebensweise, die die Menschen verunsicherte.

Frauenbilder und Reisegewohnheiten

In dieser Zeit erlebte das Frauenbild tiefgreifende Veränderungen. Während Frauen erstmals politische Mitbestimmung erlangten, blieben sie oft mit restriktiven gesellschaftlichen Normen konfrontiert. Reisen wurde für Frauen zugänglicher, jedoch war es oft noch ein Privileg der Wohlhabenden.

Etikette und Ratgeberliteratur

Ulrike Zitzelsberger stellt Emma Kallmanns Ratgeber „Der gute Ton“ vor, der einen restriktiven Blick auf Frauen und gesellschaftliche Normen bietet. Im Gegensatz dazu präsentiert Kurt Morex in seinem „Führer durch das lasterhafte Berlin“ die Freuden und Herausforderungen des Berliner Nachtlebens, was einen kritischen Blick auf die gesellschaftlichen Konventionen wirft.

Tourismus und Konsumverhalten

Der Einfluss von Reiseführern und Ratgebern auf das Verhalten von Reisenden wird als „Tourist Gaze“ beschrieben, der die Erwartungen und Erfahrungen von Touristen prägt. Diese Guides bieten eine Anleitung, wie man sich in neuen Umgebungen verhält, und reflektieren die kapitalistischen Strukturen ihrer Zeit.

Fazit und Ausblick

Der Podcast betont die Komplexität der 1920er Jahre, in der Etikette und moderne Lebensweise aufeinanderprallen. Die Diskussion liefert wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Veränderungen, die diese Zeit prägten, und regt zur Reflexion über die gesellschaftlichen Normen und deren Einfluss auf individuelle Identitäten an.

Einführung in das Thema

Im Podcast wird die Rolle von Etikette- und Benimmratgebern seit dem 19. Jahrhundert untersucht, insbesondere in Bezug auf die 1920er Jahre. Professorin Maren Lickert und Ulrike Zitzelsberger diskutieren die kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen während dieser Übergangszeit in Deutschland und Großbritannien.

Die 1920er Jahre als Übergangszeit

Die 1920er Jahre sind geprägt von einem Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden neue gesellschaftliche Strukturen und Technologien, die das Leben veränderten. Die Entwicklung von Radio, Telefon und das Konzept des Wochenendes führten zu einer beschleunigten Lebensweise, die die Menschen verunsicherte.

Frauenbilder und Reisegewohnheiten

In dieser Zeit erlebte das Frauenbild tiefgreifende Veränderungen. Während Frauen erstmals politische Mitbestimmung erlangten, blieben sie oft mit restriktiven gesellschaftlichen Normen konfrontiert. Reisen wurde für Frauen zugänglicher, jedoch war es oft noch ein Privileg der Wohlhabenden.

Etikette und Ratgeberliteratur

Ulrike Zitzelsberger stellt Emma Kallmanns Ratgeber „Der gute Ton“ vor, der einen restriktiven Blick auf Frauen und gesellschaftliche Normen bietet. Im Gegensatz dazu präsentiert Kurt Morex in seinem „Führer durch das lasterhafte Berlin“ die Freuden und Herausforderungen des Berliner Nachtlebens, was einen kritischen Blick auf die gesellschaftlichen Konventionen wirft.

Tourismus und Konsumverhalten

Der Einfluss von Reiseführern und Ratgebern auf das Verhalten von Reisenden wird als „Tourist Gaze“ beschrieben, der die Erwartungen und Erfahrungen von Touristen prägt. Diese Guides bieten eine Anleitung, wie man sich in neuen Umgebungen verhält, und reflektieren die kapitalistischen Strukturen ihrer Zeit.

Fazit und Ausblick

Der Podcast betont die Komplexität der 1920er Jahre, in der Etikette und moderne Lebensweise aufeinanderprallen. Die Diskussion liefert wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Veränderungen, die diese Zeit prägten, und regt zur Reflexion über die gesellschaftlichen Normen und deren Einfluss auf individuelle Identitäten an.

#16 Stephan Braese und Peter Kemper: Wie populär kann Gegenkultur sein?

30.10.2025

Einführung in die Jazz-Diskussion

Der Podcast behandelt die Bedeutung von Jazz innerhalb der populären Kultur des 20. Jahrhunderts. Jazz wird als politische Musik und Freiheitsversprechen betrachtet, das parallel zur Emanzipationsbewegung der Afroamerikaner in den USA entstanden ist. Trotz seiner Globalisierung behält Jazz seinen rebellischen Nimbus.

Die Gäste und ihre Expertise

Jörg Döring diskutiert mit Peter Kemper, Musikkritiker und Autor von "The Sound of Rebellion", und Stefan Bräse, Professor für europäisch-jüdische Literatur und Autor von "Cool! Jazz als Gegenkultur im westlichen Nachkriegsdeutschland". Beide Gäste haben bedeutende Werke über Jazz verfasst und bringen persönliche Erfahrungen sowie historische Perspektiven in die Diskussion ein.

Persönliche Affinitäten zum Jazz

Peter Kemper beschreibt, dass seine Liebe zum Jazz über den Blues entstand, während Stefan Bräse in den 1970er Jahren zum Jazz fand und die Live-Erlebnisse prägten.

Analyse der Bücher

Beide Bücher thematisieren die Rezeption von Jazz in Deutschland, wobei Kemper die politische Ästhetik des Jazz und Bräse die Rezeption in der Nachkriegsgesellschaft beleuchtet. Kemper hebt hervor, dass Jazz als Kunstform politische Denkprozesse anstoßen kann, während Bräse den Jazz als Soundtrack einer Jugendkultur sieht, die sich von der Elterngeneration abgrenzen wollte.

Politische Dimensionen des Jazz

Die Diskussion führt zu der Frage, inwiefern Klänge selbst politische Bedeutung tragen können. Beispiele wie John Coltranes "Alabama" zeigen, dass die politische Aufladung von Musik oft vom Kontext abhängt, in dem sie gehört wird.

Gegenkultur und Jazz

Die beiden Autoren reflektieren über die Rolle des Jazz in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft und die Herausforderungen der Kommerzialisierung. Der Jazz wird als ein Ausdruck von Emanzipation und Gegenkultur verstanden, allerdings mit unterschiedlichen sozialen und politischen Hintergründen in Deutschland und den USA.

Zusammenfassung der Hauptpunkte

Der Podcast bietet einen tiefen Einblick in die kulturelle und politische Relevanz des Jazz und zeigt, wie verschiedene gesellschaftliche Kontexte dessen Wahrnehmung und Bedeutung prägen. Die leidenschaftlichen Argumente der Gäste verdeutlichen die Komplexität des Themas und laden die Zuhörer ein, sich intensiver mit Jazz und seiner Geschichte auseinanderzusetzen.

Einführung in die Jazz-Diskussion

Der Podcast behandelt die Bedeutung von Jazz innerhalb der populären Kultur des 20. Jahrhunderts. Jazz wird als politische Musik und Freiheitsversprechen betrachtet, das parallel zur Emanzipationsbewegung der Afroamerikaner in den USA entstanden ist. Trotz seiner Globalisierung behält Jazz seinen rebellischen Nimbus.

Die Gäste und ihre Expertise

Jörg Döring diskutiert mit Peter Kemper, Musikkritiker und Autor von "The Sound of Rebellion", und Stefan Bräse, Professor für europäisch-jüdische Literatur und Autor von "Cool! Jazz als Gegenkultur im westlichen Nachkriegsdeutschland". Beide Gäste haben bedeutende Werke über Jazz verfasst und bringen persönliche Erfahrungen sowie historische Perspektiven in die Diskussion ein.

Persönliche Affinitäten zum Jazz

Peter Kemper beschreibt, dass seine Liebe zum Jazz über den Blues entstand, während Stefan Bräse in den 1970er Jahren zum Jazz fand und die Live-Erlebnisse prägten.

Analyse der Bücher

Beide Bücher thematisieren die Rezeption von Jazz in Deutschland, wobei Kemper die politische Ästhetik des Jazz und Bräse die Rezeption in der Nachkriegsgesellschaft beleuchtet. Kemper hebt hervor, dass Jazz als Kunstform politische Denkprozesse anstoßen kann, während Bräse den Jazz als Soundtrack einer Jugendkultur sieht, die sich von der Elterngeneration abgrenzen wollte.

Politische Dimensionen des Jazz

Die Diskussion führt zu der Frage, inwiefern Klänge selbst politische Bedeutung tragen können. Beispiele wie John Coltranes "Alabama" zeigen, dass die politische Aufladung von Musik oft vom Kontext abhängt, in dem sie gehört wird.

Gegenkultur und Jazz

Die beiden Autoren reflektieren über die Rolle des Jazz in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft und die Herausforderungen der Kommerzialisierung. Der Jazz wird als ein Ausdruck von Emanzipation und Gegenkultur verstanden, allerdings mit unterschiedlichen sozialen und politischen Hintergründen in Deutschland und den USA.

Zusammenfassung der Hauptpunkte

Der Podcast bietet einen tiefen Einblick in die kulturelle und politische Relevanz des Jazz und zeigt, wie verschiedene gesellschaftliche Kontexte dessen Wahrnehmung und Bedeutung prägen. Die leidenschaftlichen Argumente der Gäste verdeutlichen die Komplexität des Themas und laden die Zuhörer ein, sich intensiver mit Jazz und seiner Geschichte auseinanderzusetzen.

#15 Eckhart Nickel: „Hysteria“ – „Spitzweg“ – „Punk“: Ein Triptychon der Popliteratur

30.06.2025

Einleitung und akustische Gewalt

Im Podcast wird über ein erschreckendes Ereignis berichtet, das sogar das Katastrophenwarnsystem auslöste. Menschen, darunter auch Senioren, gerieten in Panik und suchten verzweifelt nach Fluchtorten. Diese dramatischen Schilderungen leiten das Gespräch mit dem Autor Eckhard Nickel über seine Romane ein.

Gespräch mit Eckhard Nickel

Eckhard Nickel spricht über sein literarisches Werk, insbesondere über sein Tryptichon, das die Romane "Spitzweg", "Hysteria" und "Punk" umfasst. Dabei wird die Verbindung zwischen diesen Romanen sowie deren thematische Schwerpunkte diskutiert, wie der Verlust von Natürlichkeit und emotionaler Verbindung in der modernen Welt.

Ästhetizismus und Sprache

Die Sprache in Nickels Texten wird als kraftvoll und präzise beschrieben. Es wird betont, wie wichtig die sprachliche Gestaltung für das Verständnis der Figuren und deren Beziehungen zur Welt ist. Nickels Zugang zur Sprache wird als intakt und reichhaltig charakterisiert, was sich in den beschriebenen Szenen zeigt.

Populäre Kultur und Literatur

Der Podcast thematisiert auch die problematische Popularität von Literatur und den Einfluss von Bestsellerlisten. Nickel reflektiert über die Spannung zwischen dem kanonischen Status seiner Werke und der Tatsache, dass sie auch auf Bestsellerlisten erscheinen.

Unerfüllte Liebe und Jugend

Ein zentraler Punkt in Nickels Arbeit ist das Thema unerfüllte Liebe, das in seinen Romanen immer wieder auftaucht. Diese Thematik korrespondiert mit der jugendlichen Erfahrung und dem Streben nach Selbstfindung.

Die Rolle des Journalismus

Nickel betrachtet seine journalistischen Texte als integralen Bestandteil seines literarischen Schaffens. Die Verbindung zwischen Journalismus und Literatur wird als fruchtbar und wechselseitig bereichernd beschrieben.

Abschluss und Ausblick

Das Gespräch schließt mit einem Ausblick auf Nickels zukünftige Projekte und die anhaltende Relevanz seiner Werke, während er die Zuhörer einlädt, sich mit seinen Texten auseinanderzusetzen.

Einleitung und akustische Gewalt

Im Podcast wird über ein erschreckendes Ereignis berichtet, das sogar das Katastrophenwarnsystem auslöste. Menschen, darunter auch Senioren, gerieten in Panik und suchten verzweifelt nach Fluchtorten. Diese dramatischen Schilderungen leiten das Gespräch mit dem Autor Eckhard Nickel über seine Romane ein.

Gespräch mit Eckhard Nickel

Eckhard Nickel spricht über sein literarisches Werk, insbesondere über sein Tryptichon, das die Romane "Spitzweg", "Hysteria" und "Punk" umfasst. Dabei wird die Verbindung zwischen diesen Romanen sowie deren thematische Schwerpunkte diskutiert, wie der Verlust von Natürlichkeit und emotionaler Verbindung in der modernen Welt.

Ästhetizismus und Sprache

Die Sprache in Nickels Texten wird als kraftvoll und präzise beschrieben. Es wird betont, wie wichtig die sprachliche Gestaltung für das Verständnis der Figuren und deren Beziehungen zur Welt ist. Nickels Zugang zur Sprache wird als intakt und reichhaltig charakterisiert, was sich in den beschriebenen Szenen zeigt.

Populäre Kultur und Literatur

Der Podcast thematisiert auch die problematische Popularität von Literatur und den Einfluss von Bestsellerlisten. Nickel reflektiert über die Spannung zwischen dem kanonischen Status seiner Werke und der Tatsache, dass sie auch auf Bestsellerlisten erscheinen.

Unerfüllte Liebe und Jugend

Ein zentraler Punkt in Nickels Arbeit ist das Thema unerfüllte Liebe, das in seinen Romanen immer wieder auftaucht. Diese Thematik korrespondiert mit der jugendlichen Erfahrung und dem Streben nach Selbstfindung.

Die Rolle des Journalismus

Nickel betrachtet seine journalistischen Texte als integralen Bestandteil seines literarischen Schaffens. Die Verbindung zwischen Journalismus und Literatur wird als fruchtbar und wechselseitig bereichernd beschrieben.

Abschluss und Ausblick

Das Gespräch schließt mit einem Ausblick auf Nickels zukünftige Projekte und die anhaltende Relevanz seiner Werke, während er die Zuhörer einlädt, sich mit seinen Texten auseinanderzusetzen.