SF & More
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Marcus Weible und Gabriele Leucht

Beschreibung

Gabriele Leucht und Marcus Weible sammeln in dieser Rubrik Beiträge, die sie für das Münchner Literatur Radio Hörbahn eingesprochen haben. Sie folgen keiner bestimmten Reihenfolge und befassen sich mit Themen, Schriftsteller*innen und Werken der Zukunftsforschung und der Science Fiction Literatur.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

"Vergessene Autoren, verschollene Schätze": Gene Wolfe - "Peace"

12.04.2026

Hintergrund und Kontext

In dem Gespräch wird Gene Wolfe vorgestellt, dessen Werk Peace als Übersetzungstext im Fokus steht. Es wird erläutert, wie Wolfe in der US-SF-Fantasy-Szene arbeitet, sowie die Übersetzungsleistung des Memoranda-Verlags und die Verbindung zum Carcosa-Verlag. Der Erzähler Dennis Weir wird als zentrale Figur eingeführt, deren Lebensweg durch Erinnerungen und Legenden geformt wird.

Struktur und Erzähltechnik

Der Roman erzählt Dennis’ Lebensgeschichte nicht chronologisch, sondern als eine vielschichtige Haus- und Gedächtnisreise. Episoden werden durch Erzählungen anderer Figuren, Gespräche mit Zuhörern und Legenden aus verschiedenen Kulturen ergänzt. Offene Enden, unzuverlässige Erzähler und verschachtelte Erzählebenen betonen das Erzählen selbst als zentrales Thema.

Charaktere und Kapitel‑Schwerpunkte

Die Kapitel widmen sich unterschiedlichen Figuren und Motiven, darunter Tante Olivia, der Alchemist Julius und der Buchhändler Gold. Oft mischt Wolfe Realität, Legenden und Fiktion, sodass Protagonisten täuschen oder täuschen lassen wirken. Nebenthemen sind Fälschung, Erinnerung und die Frage nach Erlösung, während Artefakte wie das chinesische Ei zentrale Symbole bleiben.

Stil, Einflüsse und Abschluss

Der Stil wird mit Nabokov, Borges und goethischen Bezügen verglichen, was eine literarische Tiefe jenseits typischer SF-Tropen verdeutlicht. Wolfe setzt auf Vergleiche, Metaphern und pointierte Dialoge, die den Leser zur aktiven Interpretation zwingen. Die Darstellung von Geschichten als Prozess, der Leserinnen und Leser mit einbezieht, macht den Text zeitlos und anspruchsvoll.

Hintergrund und Kontext

In dem Gespräch wird Gene Wolfe vorgestellt, dessen Werk Peace als Übersetzungstext im Fokus steht. Es wird erläutert, wie Wolfe in der US-SF-Fantasy-Szene arbeitet, sowie die Übersetzungsleistung des Memoranda-Verlags und die Verbindung zum Carcosa-Verlag. Der Erzähler Dennis Weir wird als zentrale Figur eingeführt, deren Lebensweg durch Erinnerungen und Legenden geformt wird.

Struktur und Erzähltechnik

Der Roman erzählt Dennis’ Lebensgeschichte nicht chronologisch, sondern als eine vielschichtige Haus- und Gedächtnisreise. Episoden werden durch Erzählungen anderer Figuren, Gespräche mit Zuhörern und Legenden aus verschiedenen Kulturen ergänzt. Offene Enden, unzuverlässige Erzähler und verschachtelte Erzählebenen betonen das Erzählen selbst als zentrales Thema.

Charaktere und Kapitel‑Schwerpunkte

Die Kapitel widmen sich unterschiedlichen Figuren und Motiven, darunter Tante Olivia, der Alchemist Julius und der Buchhändler Gold. Oft mischt Wolfe Realität, Legenden und Fiktion, sodass Protagonisten täuschen oder täuschen lassen wirken. Nebenthemen sind Fälschung, Erinnerung und die Frage nach Erlösung, während Artefakte wie das chinesische Ei zentrale Symbole bleiben.

Stil, Einflüsse und Abschluss

Der Stil wird mit Nabokov, Borges und goethischen Bezügen verglichen, was eine literarische Tiefe jenseits typischer SF-Tropen verdeutlicht. Wolfe setzt auf Vergleiche, Metaphern und pointierte Dialoge, die den Leser zur aktiven Interpretation zwingen. Die Darstellung von Geschichten als Prozess, der Leserinnen und Leser mit einbezieht, macht den Text zeitlos und anspruchsvoll.

“Science Fiction und Demokratie” – Münchner Phantasten Stammtisch

15.06.2025

Thema Science Fiction und Demokratie

Der Stammtisch diskutiert die Schnittstelle zwischen Science Fiction und Demokratie, wobei die Abwesenheit von demokratischen Strukturen in dystopischen Szenarien hervorgehoben wird. Diese Dystopien zeigen, was verloren geht, wenn Demokratie nicht vorhanden ist, und veranlassen zur Reflexion über die Bedeutung demokratischer Prinzipien.

Hierarchien in Science Fiction

Die Gespräche thematisieren das oft militärische und hierarchische Verhalten in Science-Fiction-Werken wie Star Trek. Hier wird die Frage aufgeworfen, ob in Krisensituationen demokratische Strukturen aufrechterhalten werden können oder ob schnelle Entscheidungen durch autoritäre Strukturen notwendig sind.

Demokratie und Krisensituationen

Die Diskussion beleuchtet, dass in Krisensituationen eine zentralisierte Entscheidungsfindung oft unvermeidlich ist. Es wird die Notwendigkeit betont, zwischen Notfällen und normalen Entscheidungsstrukturen zu differenzieren und die Rolle von Bürgerbeteiligung in diesen Prozessen zu hinterfragen.

Einfluss der KI auf die Zukunft

Die Rolle von Künstlicher Intelligenz in zukünftigen politischen Systemen wird erörtert, wobei die Frage aufkommt, inwieweit KIs demokratische Prinzipien fördern oder untergraben könnten. Die Diskussion zeigt auf, dass die Werte, die in KIs implementiert werden, entscheidend für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft sind.

Vergangenheit und Zukunft der Demokratie in Sci-Fi

Die Diskussion reflektiert, wie sich demokratische Strukturen im Laufe der Zeit verändert haben und ob diese Veränderungen in der Science Fiction adäquat dargestellt werden. Werke wie Dune und Foundation werden erwähnt, die sich mit der Evolution von Machtstrukturen und Demokratie auseinandersetzen.

Gesellschaftliche Reflexion und Literatur

Der Stammtisch thematisiert auch, wie Science Fiction als Spiegel der Gesellschaft fungiert. Die Probleme und Bedürfnisse der Menschen werden in diesen Geschichten reflektiert, und es wird die Frage aufgeworfen, ob Science Fiction genug positive Beispiele für Demokratie bietet.

Thema Science Fiction und Demokratie

Der Stammtisch diskutiert die Schnittstelle zwischen Science Fiction und Demokratie, wobei die Abwesenheit von demokratischen Strukturen in dystopischen Szenarien hervorgehoben wird. Diese Dystopien zeigen, was verloren geht, wenn Demokratie nicht vorhanden ist, und veranlassen zur Reflexion über die Bedeutung demokratischer Prinzipien.

Hierarchien in Science Fiction

Die Gespräche thematisieren das oft militärische und hierarchische Verhalten in Science-Fiction-Werken wie Star Trek. Hier wird die Frage aufgeworfen, ob in Krisensituationen demokratische Strukturen aufrechterhalten werden können oder ob schnelle Entscheidungen durch autoritäre Strukturen notwendig sind.

Demokratie und Krisensituationen

Die Diskussion beleuchtet, dass in Krisensituationen eine zentralisierte Entscheidungsfindung oft unvermeidlich ist. Es wird die Notwendigkeit betont, zwischen Notfällen und normalen Entscheidungsstrukturen zu differenzieren und die Rolle von Bürgerbeteiligung in diesen Prozessen zu hinterfragen.

Einfluss der KI auf die Zukunft

Die Rolle von Künstlicher Intelligenz in zukünftigen politischen Systemen wird erörtert, wobei die Frage aufkommt, inwieweit KIs demokratische Prinzipien fördern oder untergraben könnten. Die Diskussion zeigt auf, dass die Werte, die in KIs implementiert werden, entscheidend für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft sind.

Vergangenheit und Zukunft der Demokratie in Sci-Fi

Die Diskussion reflektiert, wie sich demokratische Strukturen im Laufe der Zeit verändert haben und ob diese Veränderungen in der Science Fiction adäquat dargestellt werden. Werke wie Dune und Foundation werden erwähnt, die sich mit der Evolution von Machtstrukturen und Demokratie auseinandersetzen.

Gesellschaftliche Reflexion und Literatur

Der Stammtisch thematisiert auch, wie Science Fiction als Spiegel der Gesellschaft fungiert. Die Probleme und Bedürfnisse der Menschen werden in diesen Geschichten reflektiert, und es wird die Frage aufgeworfen, ob Science Fiction genug positive Beispiele für Demokratie bietet.

"Vergessene Autoren, verschollene Schätze": David Lindsay - „Die Reise zum Arcturus"

01.06.2025

Einführung in David Lindsay

David Lindsay, ein wenig bekannter Autor (1876-1945), hat mit seinem Werk "Die Reise zum Arcturus" einen Platz in der fantastischen Literatur gefunden. Obwohl er im deutschen Sprachraum fast vergessen ist, wird sein Werk im englischen Raum etwas mehr gewürdigt.

Das Genre und die Themen des Romans

Der Roman wird oft als Zwischenwerk betrachtet, was Lindsay möglicherweise missfallen würde. Er gehört eher zur fantastischen und mysteriösen Literatur, beeinflusst von Autoren wie Shelley und Philosophen wie Nietzsche und Schopenhauer. Die Geschichte ist ein Entwicklungsroman, der die Reise des Protagonisten Meskel beschreibt, der auf dem Planeten Tormunds verschiedene spirituelle und philosophische Erkenntnisse sucht.

Die Handlung und ihre Symbolik

Die Erzählung beginnt mit einer spirituellen Sitzung in London, die von einem mysteriösen Geistwesen unterbrochen wird. Meskel begibt sich auf eine Reise, bei der er auf groteske und teils gewalttätige Gestalten trifft, was die düstere und traumhafte Atmosphäre des Planeten widerspiegelt. Seine Begegnungen und Herausforderungen sind symbolisch für seine innere Entwicklung und den Kampf mit seinem Ego.

Die Charaktere und ihre Bedeutung

Meskel, als Lernender, kämpft mit seinen Instinkten und verliert allmählich seine gewaltsame Natur. Die Figur Craig, die ihn auf die Reise gebracht hat, entpuppt sich als Surtur, ein symbolisches Wesen, das seine innere Dunkelheit personifiziert. Der Kristallmann steht für das personifizierte Böse und sabotiert Meskel auf seiner Reise.

Interpretationen und persönliche Reflexionen

Der Roman bietet Raum für verschiedene Interpretationen, sei es als Katharsis oder als Blick auf das buddhistische Nirvana. Die Erkenntnisse des Romans entfalten sich oft erst nach der Lektüre und erfordern eine tiefere Reflexion. Lindsay, dessen Leben tragisch endete, verdient es, wiederentdeckt zu werden, da sein Werk viele spätere Autoren inspiriert hat.

Einführung in David Lindsay

David Lindsay, ein wenig bekannter Autor (1876-1945), hat mit seinem Werk "Die Reise zum Arcturus" einen Platz in der fantastischen Literatur gefunden. Obwohl er im deutschen Sprachraum fast vergessen ist, wird sein Werk im englischen Raum etwas mehr gewürdigt.

Das Genre und die Themen des Romans

Der Roman wird oft als Zwischenwerk betrachtet, was Lindsay möglicherweise missfallen würde. Er gehört eher zur fantastischen und mysteriösen Literatur, beeinflusst von Autoren wie Shelley und Philosophen wie Nietzsche und Schopenhauer. Die Geschichte ist ein Entwicklungsroman, der die Reise des Protagonisten Meskel beschreibt, der auf dem Planeten Tormunds verschiedene spirituelle und philosophische Erkenntnisse sucht.

Die Handlung und ihre Symbolik

Die Erzählung beginnt mit einer spirituellen Sitzung in London, die von einem mysteriösen Geistwesen unterbrochen wird. Meskel begibt sich auf eine Reise, bei der er auf groteske und teils gewalttätige Gestalten trifft, was die düstere und traumhafte Atmosphäre des Planeten widerspiegelt. Seine Begegnungen und Herausforderungen sind symbolisch für seine innere Entwicklung und den Kampf mit seinem Ego.

Die Charaktere und ihre Bedeutung

Meskel, als Lernender, kämpft mit seinen Instinkten und verliert allmählich seine gewaltsame Natur. Die Figur Craig, die ihn auf die Reise gebracht hat, entpuppt sich als Surtur, ein symbolisches Wesen, das seine innere Dunkelheit personifiziert. Der Kristallmann steht für das personifizierte Böse und sabotiert Meskel auf seiner Reise.

Interpretationen und persönliche Reflexionen

Der Roman bietet Raum für verschiedene Interpretationen, sei es als Katharsis oder als Blick auf das buddhistische Nirvana. Die Erkenntnisse des Romans entfalten sich oft erst nach der Lektüre und erfordern eine tiefere Reflexion. Lindsay, dessen Leben tragisch endete, verdient es, wiederentdeckt zu werden, da sein Werk viele spätere Autoren inspiriert hat.