Roundtable Osteuropa
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Roundtable Osteuropa

ZOiS Berlin

Beschreibung

Der Roundtable Osteuropa ist ein Podcast des Zentrums für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS). Hier diskutieren Wissenschaftler*innen des ZOiS und Gäste über ihre Forschung zu Osteuropa. Dabei gehen wir auf aktuelle Ereignisse in Politik und Gesellschaft ein, versuchen aber auch, unbekanntere Themen zu beleuchten. Mit Einblicken aus Soziologie, Politikwissenschaften, Geografie, Sozialanthropologie, Kulturwissenschaften und Theologie.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Wissenschaft und Literatur: Neue Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg

02.07.2026

Einführung in die Themenreihe

Der Podcast thematisiert eine Veranstaltungsreihe, die sich mit drei Büchern über den Zweiten Weltkrieg auseinandersetzt. Die Moderatoren Johanna Mokwitz und Felix Krawacek erläutern, wie Literatur unser geschichtliches Wissen prägt und die Erinnerungsprozesse beeinflusst.

Die Bücher und ihre Themen

Die vorgestellten Werke sind Viktor Remisovs "Permafrost", Petra Rautjeinens "Land aus Schnee und Asche" und Oleg Serebrians "Tango in Tschernowitz". Jedes Buch behandelt unterschiedliche Aspekte der Geschichte und der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in verschiedenen Regionen Europas.

Literatur und Geschichtswissenschaft

Im Gespräch wird hervorgehoben, wie Literatur nicht nur historische Fakten vermittelt, sondern auch individuelle Schicksale beleuchtet. Dies ermöglicht eine multiperspektivische Sicht auf die Geschichte, die oft in der Wissenschaft schwer zu erreichen ist.

Der historische Kontext

Felix Krawacek gibt einen Überblick über den geschichtlichen Kontext der Bücher, insbesondere über die Rolle Finnlands und der Bukowina im Zweiten Weltkrieg, und diskutiert, wie diese Themen oft im deutschen Geschichtsunterricht vernachlässigt werden.

Schlussfolgerung und Empfehlungen

Die Moderatoren empfehlen die Bücher für unterschiedliche Leseerfahrungen und betonen die Wichtigkeit, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, um das Verständnis für die komplexen historischen Zusammenhänge zu vertiefen.

Einführung in die Themenreihe

Der Podcast thematisiert eine Veranstaltungsreihe, die sich mit drei Büchern über den Zweiten Weltkrieg auseinandersetzt. Die Moderatoren Johanna Mokwitz und Felix Krawacek erläutern, wie Literatur unser geschichtliches Wissen prägt und die Erinnerungsprozesse beeinflusst.

Die Bücher und ihre Themen

Die vorgestellten Werke sind Viktor Remisovs "Permafrost", Petra Rautjeinens "Land aus Schnee und Asche" und Oleg Serebrians "Tango in Tschernowitz". Jedes Buch behandelt unterschiedliche Aspekte der Geschichte und der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in verschiedenen Regionen Europas.

Literatur und Geschichtswissenschaft

Im Gespräch wird hervorgehoben, wie Literatur nicht nur historische Fakten vermittelt, sondern auch individuelle Schicksale beleuchtet. Dies ermöglicht eine multiperspektivische Sicht auf die Geschichte, die oft in der Wissenschaft schwer zu erreichen ist.

Der historische Kontext

Felix Krawacek gibt einen Überblick über den geschichtlichen Kontext der Bücher, insbesondere über die Rolle Finnlands und der Bukowina im Zweiten Weltkrieg, und diskutiert, wie diese Themen oft im deutschen Geschichtsunterricht vernachlässigt werden.

Schlussfolgerung und Empfehlungen

Die Moderatoren empfehlen die Bücher für unterschiedliche Leseerfahrungen und betonen die Wichtigkeit, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, um das Verständnis für die komplexen historischen Zusammenhänge zu vertiefen.

Armenia's Election: Between Moscow, Brussels and Its Own Path

05.06.2026

Kontext und Kernfragen der Wahlen

Die Wahlen in Armenien erfolgen in einem komplexen Umfeld: Nachkriegserfahrungen, Sicherheitsunsicherheit und externen Druck treffen auf eine sich wandelnde Außenpolitik. Zugleich wird die innenpolitische Landschaft fragmentiert wahrgenommen, wodurch sich Fragen nach der tatsächlichen Bedeutung der Wahl jenseits des persönlichen Wahlausgangs stellen. Der Fokus liegt auf Armeniens Streben nach größerer regionaler Vernetzung, während es seine politische Stabilität und demokratische Konsolidierung neu ausbalanciert.

Regionale Vernetzung und Diversifikation der Außenpolitik

Der Diskurs betont eine verstärkte connectivity im Südkaukasus und eine Diversifikation der Beziehungen jenseits traditioneller Bindungen an Russland. US-amerikanische Initiativen, EU-Engagement und Kooperationen in Bereichen wie Infrastruktur, Handel und Technik prägen Armeniens strategische Spielräume. Ziel ist es, Armeniens Souveränität zu stärken, die regionale Stabilität zu fördern und Russland weniger dominierend erscheinen zu lassen, ohne eine vollständige Abkopplung zu verfolgen.

Sicherheit, Russland und politische Narrativen

Die Sicherheitslage formt politische Angebote: Der Amtsinhaber betont den Friedensprozess, während die Balance zwischen europäischen Kontakten und russischem Einfluss ständig neu verhandelt wird. Russlands Rolle bleibt zentral, doch Armenien versucht, die politische Opposition zu stärken und die Demokratie vor externen Druckversuchen zu schützen. Propaganda und geopolitische Polarisierung erhöhen die Bedeutung eines robusten, zivilgesellschaftlich getragenen Feedback- und Kontrollsystems.

Diasporagemeinschaften beeinflussen Debatten je nach Land unterschiedlich, von pro-russischen bis zu pro-europäischen Positionen. Ihre politische Mobilisierung, institutionelle Verbindungen und wirtschaftliche Aktivitäten prägen Armeniens außenpolitische Optionen sowie die demokratische Diskussion vor Ort. Aus der Perspektive einer kleinen, außenpolitisch vernetzten Nation zeigen sich Muster von Diversifikation, institutioneller Stärkung und der Notwendigkeit starker innerer Mechanismen zur Außenpolitik- und Demokratiesteuerung.

Kontext und Kernfragen der Wahlen

Die Wahlen in Armenien erfolgen in einem komplexen Umfeld: Nachkriegserfahrungen, Sicherheitsunsicherheit und externen Druck treffen auf eine sich wandelnde Außenpolitik. Zugleich wird die innenpolitische Landschaft fragmentiert wahrgenommen, wodurch sich Fragen nach der tatsächlichen Bedeutung der Wahl jenseits des persönlichen Wahlausgangs stellen. Der Fokus liegt auf Armeniens Streben nach größerer regionaler Vernetzung, während es seine politische Stabilität und demokratische Konsolidierung neu ausbalanciert.

Regionale Vernetzung und Diversifikation der Außenpolitik

Der Diskurs betont eine verstärkte connectivity im Südkaukasus und eine Diversifikation der Beziehungen jenseits traditioneller Bindungen an Russland. US-amerikanische Initiativen, EU-Engagement und Kooperationen in Bereichen wie Infrastruktur, Handel und Technik prägen Armeniens strategische Spielräume. Ziel ist es, Armeniens Souveränität zu stärken, die regionale Stabilität zu fördern und Russland weniger dominierend erscheinen zu lassen, ohne eine vollständige Abkopplung zu verfolgen.

Sicherheit, Russland und politische Narrativen

Die Sicherheitslage formt politische Angebote: Der Amtsinhaber betont den Friedensprozess, während die Balance zwischen europäischen Kontakten und russischem Einfluss ständig neu verhandelt wird. Russlands Rolle bleibt zentral, doch Armenien versucht, die politische Opposition zu stärken und die Demokratie vor externen Druckversuchen zu schützen. Propaganda und geopolitische Polarisierung erhöhen die Bedeutung eines robusten, zivilgesellschaftlich getragenen Feedback- und Kontrollsystems.

Diasporagemeinschaften beeinflussen Debatten je nach Land unterschiedlich, von pro-russischen bis zu pro-europäischen Positionen. Ihre politische Mobilisierung, institutionelle Verbindungen und wirtschaftliche Aktivitäten prägen Armeniens außenpolitische Optionen sowie die demokratische Diskussion vor Ort. Aus der Perspektive einer kleinen, außenpolitisch vernetzten Nation zeigen sich Muster von Diversifikation, institutioneller Stärkung und der Notwendigkeit starker innerer Mechanismen zur Außenpolitik- und Demokratiesteuerung.

Russlands Angriffskrieg und die blinden Flecken der Friedensbewegung

13.05.2026

Ostermärsche, Kritik und Solidarität

Diskutiert wird, wie Ostermärsche Friedensforderungen vertreten, doch zugleich Kritik an einfachen Parolen äußert. Es wird aufmerksam gemacht auf die Schwierigkeit, komplexe Konfliktlagen zu erfassen, besonders im Zusammenhang mit Russlands Krieg in der Ukraine. Das Nebeneinander von Antikriegssymbolen und Solidaritätsbekundungen wird als widersprüchlich wahrgenommen, da Betroffene direkt betroffen sind und Solidarität wahrgenommen werden sollte.

Kirchliche Friedensarbeit und ökumenische Perspektiven

Es wird herausgearbeitet, wie Kirchen im 20. Jahrhundert Friedensthemen mit ökumenischer Bewegung verknüpft haben. Die Rolle der Kirchen in der DDR sowie der ökumenische Rat der Kirchen werden betont. Wichtig ist die Erkenntnis, dass Friedensethik heute differenzierter gedacht wird, um historische Erfahrungen nicht eins zu eins zu übertragen.

Linke Imperialismuskritik und Blindstellen

Die Diskussion beleuchtet, dass linke Imperialismuskritik Westzentriertheit neigt und nonwestliche Imperien oft ausblendet. Es gibt Bruchlinien innerhalb der Friedensbewegung zwischen Forderungen nach Verhandlungen und militärischer Unterstützung. Es wird betont, dass eine feinteilige Analyse nötig ist, um die komplexen Dynamiken des Krieges zu erfassen.

Friedensdiskurs, Gerechter Frieden und Zukunftsperspektiven

Der Diskurs über Frieden wandelt sich: Weg von simplen Forderungen hin zu einem menschenrechtsbasierten, gerechten Friedensbegriff. Kirchen und Institutionen suchen nuancierte Ansätze, die Sicherheit, Schuldfragen und Aufarbeitung berücksichtigen. Offene Fragen bleiben zu Adressat, Verantwortung und politischer Praxis in Krisenzeit, um einen breit tragfähigen Friedensweg zu erkennen.

Ostermärsche, Kritik und Solidarität

Diskutiert wird, wie Ostermärsche Friedensforderungen vertreten, doch zugleich Kritik an einfachen Parolen äußert. Es wird aufmerksam gemacht auf die Schwierigkeit, komplexe Konfliktlagen zu erfassen, besonders im Zusammenhang mit Russlands Krieg in der Ukraine. Das Nebeneinander von Antikriegssymbolen und Solidaritätsbekundungen wird als widersprüchlich wahrgenommen, da Betroffene direkt betroffen sind und Solidarität wahrgenommen werden sollte.

Kirchliche Friedensarbeit und ökumenische Perspektiven

Es wird herausgearbeitet, wie Kirchen im 20. Jahrhundert Friedensthemen mit ökumenischer Bewegung verknüpft haben. Die Rolle der Kirchen in der DDR sowie der ökumenische Rat der Kirchen werden betont. Wichtig ist die Erkenntnis, dass Friedensethik heute differenzierter gedacht wird, um historische Erfahrungen nicht eins zu eins zu übertragen.

Linke Imperialismuskritik und Blindstellen

Die Diskussion beleuchtet, dass linke Imperialismuskritik Westzentriertheit neigt und nonwestliche Imperien oft ausblendet. Es gibt Bruchlinien innerhalb der Friedensbewegung zwischen Forderungen nach Verhandlungen und militärischer Unterstützung. Es wird betont, dass eine feinteilige Analyse nötig ist, um die komplexen Dynamiken des Krieges zu erfassen.

Friedensdiskurs, Gerechter Frieden und Zukunftsperspektiven

Der Diskurs über Frieden wandelt sich: Weg von simplen Forderungen hin zu einem menschenrechtsbasierten, gerechten Friedensbegriff. Kirchen und Institutionen suchen nuancierte Ansätze, die Sicherheit, Schuldfragen und Aufarbeitung berücksichtigen. Offene Fragen bleiben zu Adressat, Verantwortung und politischer Praxis in Krisenzeit, um einen breit tragfähigen Friedensweg zu erkennen.