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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Fabian Scheidler über den Abstieg der Weltmacht USA und friedenstüchtig vs. kriegstüchtig
Globale Machtverschiebung und Konfliktlinien
Analysiert wird der Abstieg des US‑Imperiums als dominante Weltmacht, während militärische Strategien, der Irak‑ und Iran‑Konflikt sowie Angriffe auf Golfstaaten das Vertrauen in Verhandlungen untergraben. Der Fokus liegt auf der Verknüpfung von Erdöl, Petrodollarsystem und regionaler Neuordnung, die Golfstaaten Richtung Asien und China bewegt. Globale Spannungen entstehen dort, wo alte Machtstrukturen unter Druck geraten und neue Allianzen gesucht werden.
Europa und Deutschland im Spannungsfeld
Es wird kritisch betrachtet, wie NATO‑Bündnisse und Rüstungspolitik Europas Sicherheitslogiken prägen. Basen wie Ramstein, Vorhaben zur Stationierung neuer Mittelstreckenwaffen und die Debatte um parlamentarische Mitbestimmung zeigen eine Haltung, die als Abhängigkeit von US‑Entscheidungen gesehen wird. Eine unabhängige Außenpolitik und Diplomatie könnten nach Ansicht der Gesprächspartner zu mehr Stabilität beitragen.
Ukraine, Diplomatie und Sicherheitsarchitektur
Der Konflikt in der Ukraine wird als Teil eines größeren Machtspiels verstanden. Diplomatische Lösungen werden gefordert, während Waffenstillstände und NATO‑Präsenz als destruktiv kritisiert werden. Die Idee einer gemeinsamen Sicherheit betont die Gleichwertigkeit der Sicherheitsinteressen aller Beteiligten, einschließlich Palästina, Iran, Russland und der USA, um eine neue friedliche Ordnung zu ermöglichen.
Wege zu Frieden und Zusammenarbeit
Vorgeschlagen wird, Brücken zwischen Umwelt-, Sozial- und Friedensbewegungen zu schlagen, um Aufrüstung zu stoppen und Ressourcen in Klima- und Sozialstaat zu lenken. Zentrale Konzepte sind koordinierte Diplomatie, UN‑Charta als Grundlage und die Bildung breiter Bündnisse jenseits von Militärexpansion. Die Rolle der Zivilgesellschaft wird als Schlüssel gesehen, um nachhaltige Sicherheitsarchitekturen zu gestalten und Rüstungsinteressen entgegenzuwirken.

400 Tote bei Angriff in Afghanistan – Emran Feroz über das Schweigen der Medien
Einführung in Emran Feroz
Emran Feroz, Journalist und Autor, berichtet über Kriege, Konflikte und Migration, mit einem Schwerpunkt auf Afghanistan. Sein neuestes Buch thematisiert den Genozid in Gaza und verknüpft diesen mit dem amerikanischen "War on Terror".
Pessimismus im Journalismus
Feroz äußert tiefen Pessimismus über den Zustand des Journalismus und die Berichterstattung über Kriege. Er kritisiert die Entmenschlichung von Journalisten und die unzureichende Berichterstattung über die Opfer von Konflikten, insbesondere im Gazastreifen.
Kritik an westlichen Medien
Er thematisiert, dass die Berichterstattung in deutschsprachigen Medien oft von rassistischen und neokolonialen Sichtweisen geprägt ist. Die Ignoranz gegenüber den realen Problemen in Afghanistan und Gaza wird scharf kritisiert.
Unabhängiger Journalismus
Feroz betont die Wichtigkeit von unabhängigem Journalismus, der nicht von etablierten Medienstrukturen beeinflusst wird. Er selbst hat nie in einer Redaktion festgearbeitet, sondern verfolgt einen freiberuflichen Ansatz.
Persönliche Haltung und Mut
Er erklärt, dass er keine Angst verspürt, wenn es darum geht, die Wahrheit zu berichten. Sein Ansatz ist, die Geschichten der Menschen im Fokus zu haben und nicht den eigenen Karriereweg.
Die Situation in Afghanistan und Iran
Die anhaltende Notlage in Afghanistan wird durch die aktuelle politische Lage im Iran und den Konflikten in der Region verschärft. Feroz erläutert, wie die geopolitischen Entwicklungen die afghanische Bevölkerung weiter belasten und zu massiven Vertreibungen führen.
Technologie und Kriegsführung
Der Einsatz von KI-gesteuerten Drohnen im Krieg ist ein zentrales Thema in Feroz' Arbeit. Er sieht die Entwicklung dieser Technologien als eine besorgniserregende Dystopie, die ethische Fragen für die westlichen Gesellschaften aufwirft.
Virtuelle Gedenkstätte
Feroz hat die virtuelle Gedenkstätte "Drone Memorial" gegründet, um die zivilen Opfer von Drohnenangriffen zu ehren und die Öffentlichkeit über diese tragischen Schicksale zu informieren.

Roland Popp über die Geschichte und Hintergründe des Angriffs auf den Iran durch die USA und Israel
Einführung in die Thematik
Johannes Fähr von Mera25 begrüßt die Zuhörer und stellt die aktuelle Situation im Iran als zentrales Thema der Diskussion vor. Dr. Roland Popp, ein Experte für Militär- und Außenpolitik, wird als Gast eingeführt, um Einblicke in die historischen und aktuellen Konflikte zwischen den USA, Israel und dem Iran zu geben.
Historische Verbindungen zum Iran
Dr. Popp beschreibt seine persönliche Verbindung zum Iran und thematisiert die lange Geschichte der US-Interventionen im Land. Er betont, dass die amerikanische Außenpolitik und die Unterstützung des Schahs in der Vergangenheit zur Feindschaft zwischen den USA und dem Iran beigetragen haben.
Der aktuelle Konflikt und dessen Hintergründe
Die Diskussion wechselt zu den Ursachen des aktuellen Krieges, der als Kulmination jahrelanger Spannungen beschrieben wird. Popp diskutiert die Rolle von Donald Trump und die enge Beziehung zu Israel, die maßgeblich zu den militärischen Auseinandersetzungen beigetragen hat.
Interne Situation im Iran
Die Unzufriedenheit der iranischen Bevölkerung mit dem islamischen Regime wird angesprochen. Popp erläutert, dass trotz der repressiven Herrschaft große Teile der Gesellschaft für ein demokratisches System sind und dass die Regierung durch äußere Angriffe geschwächt werden könnte.
Fehlprognosen und militärische Strategie
Die Diskussion thematisiert die Fehleinschätzungen der militärischen Fähigkeiten des Iran und die unterschätzte Reaktion auf die militärischen Angriffe. Popp kritisiert die amerikanischen und israelischen Strategien und deren Unfähigkeit, den Konflikt erfolgreich zu lösen.
Europäische Rolle und Sanktionen
Die Rolle der europäischen Länder, insbesondere Deutschlands, wird kritisch betrachtet. Popp argumentiert, dass die Unterstützung für Sanktionen gegen den Iran und die militärische Zusammenarbeit mit den USA die europäische Einflussnahme im Nahen Osten verringert haben.
Ausblick auf die Zukunft
Der Ausblick auf den Konflikt und die Möglichkeit eines langen Krieges wird diskutiert. Popp äußert Bedenken hinsichtlich der geopolitischen Auswirkungen und der Notwendigkeit, die Kriegskosten zu berücksichtigen. Es wird die Hoffnung geäußert, dass ein diplomatischer Weg gefunden werden kann, um den Konflikt zu beenden.