
Wissenschaft im Einsatz
Disaster Competence Network Austria
Beschreibung
Wir beleuchten die Krisen- und Katastrophenforschung aus verschiedenen Perspektiven, blicken hinter die Kulissen des wissenschaftlichen Arbeitens und geben konkrete Einblicke in die Arbeit von Forscher:innen und Einsatzkräften.
Wie werden Forschungsergebnisse an die entscheidenden Stellen weitergeleitet? Welche Fachgebiete gehören zur Katastrophenforschung? Wie sieht die Arbeit von Wissenschaftler:innen und Einsatzkräften aus? Diese Fragen und noch viele mehr stellen wir unseren Gästen im Podcast „Wissenschaft im Einsatz“.
Haben Sie Fragen, Kritik oder Anregungen zum Podcast? Möchten Sie uns einen Gast vorschlagen? Sie erreichen uns unter podcast@dcna.at.
„Wissenschaft im Einsatz“ ist ein Podcast des Disaster Competence Network Austria.
Intro-Musik:
"Rollin at 5" Kevin MacLeod (incompetech.com)
Licensed under Creative Commons: By Attribution 4.0 License
http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Tödlichste Naturgefahr: Was fehlt uns für den Umgang mit der Hitze im Jahr 2050?
Hitze als größte Naturgefahr in Österreich
Die Hitzewelle im Juni führte bereits zu über 2000 Todesfällen in Europa, und auch Österreich wird mit steigenden Temperaturen konfrontiert. Prognosen deuten darauf hin, dass bis 2050 Temperaturen von bis zu 45 Grad möglich sind, was die gesundheitlichen Risiken erhöht.
Gesundheitliche Auswirkungen und gefährdete Gruppen
Hitze kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, insbesondere bei älteren Menschen, Kindern und Personen mit Vorerkrankungen. Es ist entscheidend, diese vulnerablen Gruppen zu unterstützen und präventive Maßnahmen zu ergreifen.
Rolle der Forschung und Anpassung
Forschung zur Anpassung an Hitzeereignisse ist wichtig, um geeignete Maßnahmen zu entwickeln. Interdisziplinäre Ansätze sind erforderlich, um die gesundheitlichen, infrastrukturellen und sozialen Auswirkungen der Hitze zu adressieren.
Notwendige Maßnahmen und gesellschaftlicher Umgang
Ein umfassender Hitzeschutzplan und Sensibilisierung der Bevölkerung sind erforderlich. Es müssen auch gesellschaftliche Strukturen geschaffen werden, die den Umgang mit Hitze erleichtern, wie z.B. kühlere öffentliche Räume und bessere Informationssysteme.
Internationale Vergleiche und Best Practices
Österreich kann von Ländern lernen, die bereits mit extremer Hitze umgehen. Dazu gehören städtebauliche Maßnahmen wie Begrünung und Beschattung sowie soziale Strukturen, die den Austausch und die Unterstützung vulnerabler Gruppen fördern.

Weltraumgefahren: Wie Sonnenstürme, abgestürzte Satelliten und Co. kritische Infrastruktur stören können
Gefahren aus dem Weltraum und deren Auswirkungen
Der Weltraum birgt Risiken für Menschheit und Infrastruktur: Sonnenaktivität erzeugt Stürme, Teilchenflüsse und Plasmaströme, die Erdmagnetfeld, Satelliten und Bodeninfrastruktur beeinflussen können. Starke Sonnenausbrüche können Radio- und Navigationsdienste stören, Elektronik schädigen und in Extremfällen zu Netzschäden führen. Zusätzlich wächst die Menge an Weltraumschrott, der bei Annäherungen oder Abstürzen Risiken für Orbitalbetriebene Systeme erhöht.
Weltraumschrott und andere Gefahren
Ursachen für Schrott sind zunehmende Satellitenkonstellationen und ältere, unfreiwillig zurückbleibende Objekte. Sogenannte Space Situational Awareness fasst solche Gefahren zusammen: Wetter im Weltraum, abgegebene Teilchenstrahlung sowie herabfallende Trümmer. Asteroiden oder Trümmerteile können weiteres Risiko darstellen, weshalb Ausweichmanöver und präzises Tracking essenziell sind.
Vorhersage, Warnungen und Infrastruktur in Österreich
Auf dem Weg zu besseren Vorhersagen beobachten bodengebundene Observatorien und Satelliten die Sonne kontinuierlich. In Österreich arbeiten Einrichtungen an Vorhersagemodellen, Netzwerken und Datenplattformen, die Warnungen zeitnah an Betreiber weitergeben. Das System verbindet Forschungszentren, Ministerien und Branchenakteure, um ein fundiertes Weltraumlagebild zu schaffen und Überschneidungen mit Krisenmanagement zu ermöglichen.
Forschung, Zusammenarbeit und Zukunftsperspektiven
Internationale Kooperationen mit ESA und NASA ermöglichen Datenzugang, Missionen und den Austausch von Wissen. Forschungsarbeiten zielen darauf ab, Modelle zu verbessern und mehr physikalische Größen aus Beobachtungen abzuleiten. Langfristig soll Weltraumwetter integraler Bestandteil von Strategien zur Krisenbewältigung und zur Sicherung kritischer Technologien werden.

Wenn Öl, Gas oder Lebensmittel plötzlich knapp werden: Strategische Bevorratung für mehr Versorgungssicherheit
Transparenz, Akteure und Krisenmanagement
In der Diskussion werden Transparenz in Lieferketten und das Augenmerk auf Versorgungssicherheit als zentrale Treiber genannt. Eine Taskforce aus Wissenschaft, Wirtschaftskammer, Ministerien beobachtet die Lage kontinuierlich. Geopolitische Spannungen, wie Konflikte um Öl, rücken ins Bewusstsein, und der Dialog über Strategien der Bevorratung und Resilienz wird intensiver geführt. Es geht darum, wie europäische Strukturen und nationale Maßnahmen zusammenwirken, um Krisen proaktiv zu bewerten und zu steuern.
Begriffe, Player und rechtliche Abläufe
Begriffe wie strategische Bevorratung und Versorgungssicherheit werden definiert als Schlüsselkonzepte für die Grundversorgung von Bevölkerung und Industrie. Verantwortliche Akteure reichen von Behörden und Kammern bis zu Industrieunternehmen, mit koordinierenden Regelwerken und Ausschüssen. Strikte gesetzliche Abläufe legen fest, wie Verordnungen entstehen, Entscheidungen getroffen und Ressourcen zugewiesen werden. Dabei spielen Transparenz, Vertraulichkeit und Krisenkommunikation eine bedeutende Rolle.
Risiken, Messung und Instrumente
Es wird betont, dass moderne Lieferketten durch Vernetzung und geringe Lagerbestände anfällig sind. Diversifikation, Redundanz und regionale Lagerstrukturen dienen als Gegenmaßnahme, werden aber kostenintensiv. Wissenschaftliche Modelle unterstützen Risikobewertung, Frühwarnsysteme und Resilienzbewertungen, wobei Herausforderungen in der Datenintegration, Skalierbarkeit und der operativen Umsetzung liegen. Auf EU-Ebene existieren Beurteilungsrahmen und spezielle Regulierungen für kritische Güter.
Ausblick: Forschung, Zusammenarbeit und Umsetzung
Zukunftsthemen umfassen stärkere europäische Industrieproduktion, smarte Frühwarnsysteme und die Balance von Kosteneffizienz und Resilienz. Die Forschung soll Daten, Modelle und Bewertungsverfahren liefern, die praktisch nutzbar sind. Ein zentraler Punkt ist die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis: Transparenz, Datennutzung, Koordination von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie kontinuierliche Anpassung an sich wandelnde Branchenstrukturen.