
LensEU / East Side Stories
Die Presse
Beschreibung
1. East Side Stories - der Podcast zu Politik und Wirtschaft in Osteuropa vom Team der "European Voices". Einmal im Monat sprechen Martyna Czarnowska und Thomas Seifert über die drängendsten Themen und Debatten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Dazu laden sie sich vielseitige Gäste zum Gespräch ein und bekommen jeweils eine Voice Message aus einer Stadt der Region.
Seifert und Czarnowska leiten das englischsprachige Magazin "European Voices", das "Die Presse" seit 2024 gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten Nationen herausbringt. Mehr Infos unter: europeanvoices.eu
Dieser Podcast wird unterstützt von Erste Group und Vienna Insurance Group
Hosts: Martyna Czarnowska, Thomas Seifert
Redaktion: Anna Wallner, Christine Mayrhofer
Produktion: Georg Gferer/audio-funnel.com
Grafik: "Die Presse"/Hanseli
Foto: Jana Madzigon
2. LensEU: Jede Woche liefern wir hier außerdem eine Folge des EU-Podcast-Joint-Ventures "lensEU". Acht Medienpartner aus der Europäischen Union produzieren ab sofort jede Woche einen Podcast und einen Newsletter in fünf Sprachen. Die Medien kommen aus Deutschland, Frankreich, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Polen und Österreich.
Unterstützt wird das Projekt von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Multimedia Actions. Mehr dazu in den Shownotes der einzelnen Folgen.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

LensEU #11: Wie Trump 80 Jahre transatlantische Beziehungen demontiert
Einführung und Gäste
Filip Raunic, Host und Redakteur, spricht mit Dzivo Djurovic, Journalist und Außenpolitik-Experte, über den Zusammenbruch der liberalen Ordnung, die durch Pax Americana geprägt ist.
Pax Americana und ihre Grundlagen
Nach dem Zweiten Weltkrieg schufen die USA ein Regelwerk zur Stabilisierung Europas, einschließlich Bretton Woods, Weltbank und NATO, um Frieden und Wohlstand zu fördern. Dies führte zur militärischen und wirtschaftlichen Dominanz der USA in der westlichen Welt.
Der Zerfall der liberalen Ordnung
Die gegenwärtige amerikanische Regierung unter Donald Trump trägt zur Demontage von 80 Jahren transatlantischer Beziehungen bei, was sich in Drohungen, Zöllen und einem Rückzug amerikanischer Truppen zeigt.
Europas Reaktion und Zukunft
Europa muss seine Außen- und Verteidigungspolitik überdenken und sich auf eine Zukunft ohne die traditionelle amerikanische Unterstützung vorbereiten. Dies könnte zu einer stärkeren militärischen Eigenverantwortung führen.
Polens Perspektive
Polen bleibt an der Seite der USA, strebt jedoch auch nach einer verstärkten europäischen Verteidigung. Trotz interner politischer Spannungen versucht Polen, gute Beziehungen zu Washington aufrechtzuerhalten.
Schlussfolgerungen
Die Beziehung zwischen Europa und den USA hat sich grundlegend gewandelt. Europa entwickelt zunehmend eine eigene Verteidigungsfähigkeit, während das Vertrauen in die amerikanische Zuverlässigkeit schwindet.

LensEU #10: Wie sich Putins Propaganda heute in Europa verbreitet
Einleitung zur Propaganda und ihren Veränderungen
Im Podcast wird erörtert, was geschieht, wenn Propaganda ihr Hauptmedium verliert und wie sie sich anpassen kann, um weiterhin Einfluss zu nehmen. Der Fokus liegt auf der Anpassung der Kreml-Propaganda an digitale Plattformen und den Auswirkungen auf die europäische Informationslandschaft.
Einfluss der Einschränkungen russischer Staatsmedien
Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine haben viele europäische Länder, darunter Lettland, russische Staatsmedien stark eingeschränkt. Diese Maßnahmen verringerten die Reichweite der Kreml-nahen Sender erheblich, jedoch verschwanden die zugrunde liegenden Narrative nicht und fanden neue Verbreitungskanäle, insbesondere über soziale Medien.
Das Phänomen der ausländischen Informationsmanipulation
Die Anpassung der Propaganda zeigt, dass narrative Manipulation nicht nur auf traditionelle Medien beschränkt ist. Fälschungen, emotionale Darstellungen und gezielte Auslassungen sind Teil der ausländischen Informationsmanipulation (FIMI), die darauf abzielt, Misstrauen zu schüren und soziale Spaltungen zu vertiefen.
Demografische und historische Einflüsse in Lettland
Lettland dient als Fallbeispiel für die Auswirkungen russischer Propaganda. Die demografische Veränderung durch sowjetische Besatzung und Migration hat zu parallelen Informationsräumen geführt, in denen russischsprachige Inhalte weit verbreitet sind. Die Unterschiede in der Unterstützung für die Ukraine und NATO zwischen lettisch- und russischsprachigen Bürgern sind signifikant.
Unterschiedliche Strategien in Polen
Im Gegensatz zu Lettland betrachtet Polen eine andere Strategie, da hier keine signifikante russischsprachige Minderheit existiert. Russlands Einflussoperationen zielen darauf ab, die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen, indem sie Ängste und historische Spannungen ausnutzen.
Technologische Methoden der Propaganda
In Polen nutzen Propagandisten moderne Technologien wie Spam-Netzwerke und KI, um ihre Narrative zu verbreiten. Dies geschieht in einem Umfeld, in dem die gesellschaftliche Akzeptanz von Fehlinformationen zunimmt und politische Akteure diese Narrative verstärken.
Schlussfolgerungen zur Resilienz gegen Desinformation
Die Bekämpfung von Propaganda erfordert mehr als nur regulatorische Maßnahmen. Es ist wichtig, Vertrauen in den Journalismus zu schaffen und den Zugang zu glaubwürdigen Informationen zu fördern. Die Herausforderungen durch digitale Manipulation und die Notwendigkeit eines gemeinsamen öffentlichen Diskurses sind entscheidend für die Resilienz der Gesellschaft.

LensEU #9: Ist eine EU mit 35 Mitgliedern noch entscheidungsfähig?
Einleitung zur EU-Erweiterung
Paulina Parkour von OKO-Press introduziert den Podcast, der sich mit der Zukunft und den Herausforderungen der Europäischen Union beschäftigt. Die Diskussion dreht sich um die bevorstehende Erweiterung der EU und die damit verbundenen geopolitischen und gesellschaftlichen Herausforderungen.
Historie der EU-Erweiterungen
Seit ihrer Gründung hat die EU sieben Erweiterungsrunden durchlaufen, wobei die letzte im Jahr 2013 stattfand. Derzeit streben zehn europäische Länder die Mitgliedschaft an, wobei die Beitrittsprozesse stark variieren.
Herausforderungen der Beitrittskandidaten
Die westlichen Balkanstaaten, darunter Montenegro und Albanien, haben bereits Schritte in Richtung EU-Mitgliedschaft unternommen, kämpfen jedoch mit bilateralen Streitigkeiten und politischen Herausforderungen. Serbien zeigt Widerstand gegen die Angleichung an die EU-Außenpolitik.
Geopolitische Dimensionen
Die EU-Erweiterung wird zunehmend als geopolitische Notwendigkeit gesehen, um den Einfluss externer Akteure wie Russland einzudämmen. Dies führt zu einer neuen Entschlossenheit unter EU-Führern, den Erweiterungsprozess voranzutreiben.
Öffentliche Wahrnehmung und politische Debatte
In Kroatien und anderen EU-Staaten gibt es gemischte Ansichten über die Erweiterung, wobei Innenpolitik, historische Ressentiments und bilaterale Streitigkeiten oft die öffentliche Debatte dominieren. Lettland hingegen sieht die Erweiterung als Sicherheitsfrage und unterstützt aktiv die Beitrittsbestrebungen von Ländern wie der Ukraine und Moldau.
Schlussfolgerung und Ausblick
Die bevorstehende EU-Erweiterung wird komplexer und herausfordernder sein als frühere Runden. Die EU steht vor der Frage, wie sie eine größere Union effektiv gestalten kann, ohne sich selbst zu schwächen. Reformen sind notwendig, um sicherzustellen, dass die Union auch mit mehr Mitgliedstaaten funktionsfähig bleibt.