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Evangelische Akademie Frankfurt
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Alles Frankfurt. Warum wir uns engagieren
Ehrentag des Ehrenamts in Frankfurt
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat einen Ehrentag ins Leben gerufen, um das Ehrenamt zu würdigen. Dies geschieht im Rahmen einer Veranstaltung von "Alles Frankfurt", die sich mit der Lage des Ehrenamts in Frankfurt beschäftigt.
Engagement für Vielfalt und Zusammenhalt
Die Moderation übernimmt Dr. Annegret Schilling, während Constanze Ohms und Doris Albarak über ihr Engagement für Frankfurt sprechen. Beide haben unterschiedliche Hintergründe, engagieren sich aber leidenschaftlich für die Gemeinschaft.
Was bedeutet es, ein "echter Frankfurter" zu sein?
Die Diskussion geht um die Definition eines "echten Frankfurters". Dabei wird betont, dass es weniger um lokale Bräuche geht, sondern um universelle Werte wie Respekt und Offenheit.
Persönliche Geschichten und Erfahrungen
Constanze erzählt von ihrem Werdegang im Aktivismus und der Gründung des Vereins Broken Rainbow, der sich für queere Menschen einsetzt. Doris berichtet von ihrer Schwester Tutsche, die durch Zivilcourage starb und deren Werte sie nun im Verein weiterträgt.
Die Herausforderungen des Ehrenamts
Beide Akteurinnen reflektieren über die Herausforderungen des Ehrenamts, insbesondere die Notwendigkeit einer soliden Finanzierung und professioneller Strukturen, um ihre Arbeit effizient zu gestalten.
Die Rolle der Wut im Engagement
Wut wird als ein aktiver und treibender Faktor im Engagement betrachtet, der genutzt werden kann, um positive Veränderungen herbeizuführen, anstatt in Hass zu verfallen.
Sichtbarkeit und Wertschätzung des Ehrenamts
Preise und Auszeichnungen werden als wichtig erachtet, um das Engagement sichtbar zu machen und Wertschätzung für die geleistete Arbeit zu zeigen.
Vielfalt und Sicherheit in Frankfurt
Die Diskussion thematisiert auch die Herausforderungen und die gelebte Vielfalt in Frankfurt, sowie die Sicherheit von queeren Menschen und die Notwendigkeit von Schutzräumen.

Männlichkeit – Autoritäre Strukturen – Geschlechterbilder
Einführung und Moderation
Klaus Walter eröffnet die Veranstaltung mit einem Dank an die Akademie und stellt Kim Gordons Song "Bye Bye 25" vor, der sich mit autoritären Strukturen und Geschlechterbildern auseinandersetzt. Er begrüßt die Gäste Veronika Kracher und Ilka Quindow und gibt einen Überblick über deren Hintergründe und Themen.
Thema: Männlichkeit und autoritäre Strukturen
Die Diskussion dreht sich um die Attraktivität autoritärer Bewegungen, die oft einfache Antworten auf komplexe gesellschaftliche Probleme bieten und den Wunsch nach Gemeinschaft und Eindeutigkeit ansprechen. Kracher und Quindow beleuchten, wie solche Strukturen sowohl Männer als auch Frauen betreffen und wie Geschlechterrollen die Dynamik verstärken.
Einfluss von Geschlechterbildern
Die Sprechenden thematisieren die soziale Prägung von Geschlechterrollen in der Kindheit und den Einfluss von institutionellen Strukturen. Es wird betont, wie wichtig es ist, Geschlechterbilder in Bildungseinrichtungen zu hinterfragen und zu verändern, um eine gerechtere Gesellschaft zu fördern.
Gesellschaftliche Rollen und Herausforderungen
Die Rolle von Müttern und Vätern in der Erziehung wird diskutiert, wobei die Notwendigkeit hervorgehoben wird, die Geschlechterhierarchien und die patriarchalen Strukturen zu adressieren. Es wird darauf hingewiesen, dass sowohl Männer als auch Frauen Verantwortung tragen, um Geschlechterstereotypen aufzubrechen.
Rückblick auf autoritäre Charaktere und Gewalt
Die Diskussion über den autoritären Charakter wird vertieft, wobei die Sprechenden die Komplexität und die unterschiedlichen Ursachen für männliche Gewalt gegen Frauen und Kinder ansprechen. Es wird die Verbindung zwischen Antifeminismus, Misogynie und Antisemitismus thematisiert.
Abschluss und Ausblick
Die Veranstaltung endet mit einem Aufruf zur Auseinandersetzung mit diesen Themen in der Gesellschaft. Walter bedankt sich bei den Teilnehmenden und weist auf die Möglichkeit hin, die Bücher der Sprechenden zu kaufen und zu signieren.

Inside: CumEx. Anne Brorhilker und Massimo Bognanni über den größten Steuerskandal Deutschlands
Cum-Ex: Struktur des Skandals und zentrale Akteure
Der Cum-Ex-Skandal wird als größter Steuerskandal Deutschlands beschrieben. Bankensektor, Rechtsanwälte und Steuerbehörden werden in komplexe Aktien- und Bescheinigungsgeschäfte verwickelt. Kernmechanismus ist die Erstattung von Steuern für Aktien, die nie besessen wurden, über Leerverkäufe, gestützt durch Gutachten renommierten Anwaltskanzleien. Hanno Berger, Anne Brohlke und andere Figuren erscheinen als zentrale Protagonisten in den Untersuchungen und öffentlichen Debatten.
Journalistische Aufklärung und methodische Ansätze
Der Abend hebt hervor, wie investigativer Journalismus und Podcasthistorien diese komplexen Strukturen sichtbar machen. Durch Interviews, O-Töne und Live-Demonstrationen wird erläutert, wie Akteure ein System auslegen, wie Beweise gesammelt werden und welche Hindernisse Behörden und Medien begegnen. Kronzeugen, Durchsuchungen und aktenbasierte Recherchen entlarven Muster und zeigen den globalen Charakter der Praxis.
Staatsverwaltung, Lobbyismus und institutionelle Hürden
Diskutiert wird die Rolle von Verwaltungen, Loyalität, Transparenzverlust und staatsbürgerlicher Vertrauensverlust. Lobbyismus der Finanzbranche, fragmentierte Strukturen und Ineffizienzen in Aufsichts- und Steuerbehörden erschweren Aufklärung. Die Debatte verknüpft interne Politik, gesetzliche Feinschmieden und Praxis im Alltag und verweist auf wiederkehrende Muster, in denen große Akteure mögliche Strafverfolgung umgehen oder verlangsamen.
Zukunftsperspektiven: Reformbedarf und zivilgesellschaftlicher Druck
Es wird betont, dass zentrale Aufklärungsstellen auf Bundesebene nötig sind und Finanzausgaben, Durchsetzungskräfte sowie Europas Kooperation gestärkt werden müssen. Die Bedeutung von Zivilgesellschaft, Petitionen und öffentlichem Druck wird hervorgehoben, um politische Maßnahmen zu beschleunigen. Trotz Rückschlägen bleibt der Kernauftrag: Gerechtigkeit wahren, Rechtsstaat stärken und das Vertrauen in Institutionen langfristig rehabilitieren.