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Philosophische Spaziergänge

Reinhard Krenn

Beschreibung

Adäquate Gedanken, die zum Stoff des Lebens passen.Entwickelt in der Philosophischen Praxis von Reinhard Krenn

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Was ist liebenswürdig?

27.05.2026

Was Liebenswürdigkeit ausmacht

Die Frage, was liebenswürdig macht, wird als Balance zwischen sinnlichen Reizen, Verstehen und guter Absicht benannt. Der Text setzt diesen Begriff in Beziehung zur Natur, Wahrnehmung und dem inneren Streben nach Verbundenheit. Es wird beobachtet, wie Umgebungsstimuli Gefühle wecken, doch die eigentliche Liebenswürdigkeit entsteht aus Aufmerksamkeit, Reflexion und einer Fähigkeit, das Begehren in einen sinnvollen Zusammenhang zu stellen, ohne sich von oberflächlicher Verführung treiben zu lassen.

Gerechtigkeit als Grenzfigur des Liebenswürdigen

Eine zentrale these betont die Notwendigkeit von Grenzdefinitionen: Gleichverteilung allein genügt nicht, denn echte Liebenswürdigkeit braucht abgestufte, gerechte Strukturen. Spinoza wird herangezogen, um zu zeigen, dass Ordnung und Vernetzung der Ideen mit der Welt verbunden sein müssen. Wer das Liebenswürdige erweitern will, muss das Ordnungskonzept der Gerechtigkeit adaptieren, sodass Unterschiede sichtbar bleiben und Integrität bewahrt wird.

Gesellschaft, Wahrnehmung und Selbstreflexion

Der Text thematisiert den Einfluss von Zeitgeist, Inklusion und gesellschaftlichen Normen auf das, was als liebenswürdig gilt. Sinnesreize allein reichen nicht; Stabilität des Wertesystems und bewusste Reflexion schützen vor Ausgrenzung oder Überforderung. Aufmerksamkeit, wie von Malebranche beschrieben, wird als natürliche Praxis des Geistes verstanden, die das Begehren in geordnete Bahnen lenkt und das Liebenswürdige in angemessenen Verhältnissen verankert.

Begehren, Bewusstsein und autonomes Denken

Am Ende wird Begehren als inneres Licht verstanden, das durch Bewusstseinsarbeit geordnet werden muss. Das Unbewusste birgt Potenziale, doch ohne reflektierte Sinneserfahrung drohen Verzerrungen. Die Rolle von Aufmerksamkeit, Selbstregulation und vernünftiger Abwägung wird betont, um das Begehren nicht zu missbrauchen und eine gerechte, geordnete Form des Liebenswürdigen zu bewahren.

Was Liebenswürdigkeit ausmacht

Die Frage, was liebenswürdig macht, wird als Balance zwischen sinnlichen Reizen, Verstehen und guter Absicht benannt. Der Text setzt diesen Begriff in Beziehung zur Natur, Wahrnehmung und dem inneren Streben nach Verbundenheit. Es wird beobachtet, wie Umgebungsstimuli Gefühle wecken, doch die eigentliche Liebenswürdigkeit entsteht aus Aufmerksamkeit, Reflexion und einer Fähigkeit, das Begehren in einen sinnvollen Zusammenhang zu stellen, ohne sich von oberflächlicher Verführung treiben zu lassen.

Gerechtigkeit als Grenzfigur des Liebenswürdigen

Eine zentrale these betont die Notwendigkeit von Grenzdefinitionen: Gleichverteilung allein genügt nicht, denn echte Liebenswürdigkeit braucht abgestufte, gerechte Strukturen. Spinoza wird herangezogen, um zu zeigen, dass Ordnung und Vernetzung der Ideen mit der Welt verbunden sein müssen. Wer das Liebenswürdige erweitern will, muss das Ordnungskonzept der Gerechtigkeit adaptieren, sodass Unterschiede sichtbar bleiben und Integrität bewahrt wird.

Gesellschaft, Wahrnehmung und Selbstreflexion

Der Text thematisiert den Einfluss von Zeitgeist, Inklusion und gesellschaftlichen Normen auf das, was als liebenswürdig gilt. Sinnesreize allein reichen nicht; Stabilität des Wertesystems und bewusste Reflexion schützen vor Ausgrenzung oder Überforderung. Aufmerksamkeit, wie von Malebranche beschrieben, wird als natürliche Praxis des Geistes verstanden, die das Begehren in geordnete Bahnen lenkt und das Liebenswürdige in angemessenen Verhältnissen verankert.

Begehren, Bewusstsein und autonomes Denken

Am Ende wird Begehren als inneres Licht verstanden, das durch Bewusstseinsarbeit geordnet werden muss. Das Unbewusste birgt Potenziale, doch ohne reflektierte Sinneserfahrung drohen Verzerrungen. Die Rolle von Aufmerksamkeit, Selbstregulation und vernünftiger Abwägung wird betont, um das Begehren nicht zu missbrauchen und eine gerechte, geordnete Form des Liebenswürdigen zu bewahren.

Was ist eine Bürde?

23.04.2026

Was ist eine Bürde?

Die Bürde wird als Last verstanden, die getragen oder erzeugt wird, verbunden mit dem Sein im Körper, dem Bedarf zu atmen, zu handeln und Gefahren zu meistern. Etymologisch verweist das Wort auf Tragen und Bringenskraft. Die Vorstellung von Erleichterung kommt erst, wenn sich der Blick über materielle Grenzen erhebt; doch Sorge und Befürchtungen melden sich oft erneut, sobald sich die Welt der Verhältnisse zeigt und der Alltag belastet.

Historische und soziale Verbindungen der Bürde

Eine Beobachtung zielt auf die Verknüpfung von Bürde und Verstrickung mit Vergangenheit und Zukunft. Versprechen, Erziehung, Care-Arbeit und gesellschaftliche Rollenzuschreibungen formen das Tragen von Lasten. Die Erzählung einer betreuten Cousine illustriert, wie Sorgearbeit oft geschlechtsspezifisch getragen wird und welche moralischen Ornamentikformen dieses Tragen prägen. Dabei bleibt fraglich, wie Verantwortung sinnvoll übernommen wird.

Zeit, Sinn und literarische Anker

Philosophische Figuren wie Sisyphos und zentrale Denker zeigen, dass eine Bürde auch als sinnstiftende Erfahrung gelten kann. Der Ring als Metapher verdeutlicht den Balanceakt zwischen Pflichten und Freiheit, zwischen Anfang und Ziel. Der Zeitgeist verschiebt Maßstäbe, doch das Streben nach einem Gegengewicht bleibt essenziell. Sinnfragen, Zukunfts- und Vergangenheitsverknotungen stellen sich als Daueraufgabe des Denkens und Erlebens.

Umgebungen, Praxis und stille Perspektiven

Die Auseinandersetzung zielt auf Wege, Lasten sinnvoll zu begegnen, ohne äußere Imperative. Schattenarbeit, innere Beobachtung und paradoxe Interventionen aus östlichen Weisheitsstrukturen beschreiben Formate, in denen man die Bürde transformiert. Dabei geht es um die Kunst der Selbstbeladung, um Gelassenheit als innere Haltung und darum, Brücken zwischen dem Sinn des Für-sich und dem Sein des Allgemeinen zu ziehen.

Was ist eine Bürde?

Die Bürde wird als Last verstanden, die getragen oder erzeugt wird, verbunden mit dem Sein im Körper, dem Bedarf zu atmen, zu handeln und Gefahren zu meistern. Etymologisch verweist das Wort auf Tragen und Bringenskraft. Die Vorstellung von Erleichterung kommt erst, wenn sich der Blick über materielle Grenzen erhebt; doch Sorge und Befürchtungen melden sich oft erneut, sobald sich die Welt der Verhältnisse zeigt und der Alltag belastet.

Historische und soziale Verbindungen der Bürde

Eine Beobachtung zielt auf die Verknüpfung von Bürde und Verstrickung mit Vergangenheit und Zukunft. Versprechen, Erziehung, Care-Arbeit und gesellschaftliche Rollenzuschreibungen formen das Tragen von Lasten. Die Erzählung einer betreuten Cousine illustriert, wie Sorgearbeit oft geschlechtsspezifisch getragen wird und welche moralischen Ornamentikformen dieses Tragen prägen. Dabei bleibt fraglich, wie Verantwortung sinnvoll übernommen wird.

Zeit, Sinn und literarische Anker

Philosophische Figuren wie Sisyphos und zentrale Denker zeigen, dass eine Bürde auch als sinnstiftende Erfahrung gelten kann. Der Ring als Metapher verdeutlicht den Balanceakt zwischen Pflichten und Freiheit, zwischen Anfang und Ziel. Der Zeitgeist verschiebt Maßstäbe, doch das Streben nach einem Gegengewicht bleibt essenziell. Sinnfragen, Zukunfts- und Vergangenheitsverknotungen stellen sich als Daueraufgabe des Denkens und Erlebens.

Umgebungen, Praxis und stille Perspektiven

Die Auseinandersetzung zielt auf Wege, Lasten sinnvoll zu begegnen, ohne äußere Imperative. Schattenarbeit, innere Beobachtung und paradoxe Interventionen aus östlichen Weisheitsstrukturen beschreiben Formate, in denen man die Bürde transformiert. Dabei geht es um die Kunst der Selbstbeladung, um Gelassenheit als innere Haltung und darum, Brücken zwischen dem Sinn des Für-sich und dem Sein des Allgemeinen zu ziehen.

Was ist geistige Landesverteidigung?

20.03.2026

Einführung in die geistige Landesverteidigung

Das Konzept der geistigen Landesverteidigung wird als notwendig erachtet, um die Demokratie zu stärken, insbesondere angesichts der Verdopplung des österreichischen Heeresbudgets. Es wird auf die Bedeutung einer informierten und reflektierenden Bürgerschaft hingewiesen, die gegen Propaganda und Desinformation gewappnet sein muss.

Geschichtlicher Kontext

Der Begriff wurde in der Schweiz entwickelt, um demokratische Werte gegen totalitäre Ideologien zu verteidigen. In Österreich wird dies auch im Regierungsprogramm verankert, wobei Demokratiebildung und Diskussionskultur betont werden.

Reflexion und Goethe

Die Reflexion wird als zentrale geistige Waffe betrachtet. Ein Zitat aus Goethes Faust wird analysiert, um die Notwendigkeit zu verdeutlichen, das Erbe der Väter aktiv zu bearbeiten und nicht passiv zu tragen.

Hegels Erbfolge-Dreisprung

Georg Wilhelm Friedrich Hegel wird zitiert, um den Prozess der persönlichen und kollektiven Identitätsentwicklung zu erklären. Die Idee des Dreisprungs – Verschmelzung, Negation und Aufhebung – wird als Modell verwendet, um die Entwicklung des Selbstkonzepts zu beschreiben.

Die Rolle der Vergangenheit

Die Vergangenheit wird als Munitionsfabrik für die geistige Landesverteidigung dargestellt. Der Umgang mit historischen Erbes ist entscheidend für die Entwicklung eines effektiven Selbstkonzepts und der Fähigkeit, gegen gegenwärtige Herausforderungen zu bestehen.

Aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen

Die gegenwärtige politische Landschaft wird kritisiert, insbesondere die Verlockungen einer Identitätspolitik, die an historische Narrative anknüpft, jedoch oft die eigene Mündigkeit untergräbt. Der Krieg in der Ukraine wird als Beispiel für den Kampf um das eigene Erbe und die eigene Identität betrachtet.

Schlussfolgerungen

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und den damit verbundenen Erbes ist für die geistige Landesverteidigung unerlässlich. Die Philosophie Spinozas wird als relevant für die gegenwärtigen Herausforderungen betrachtet, insbesondere in Bezug auf Furcht und Manipulation in politischen Systemen.

Einführung in die geistige Landesverteidigung

Das Konzept der geistigen Landesverteidigung wird als notwendig erachtet, um die Demokratie zu stärken, insbesondere angesichts der Verdopplung des österreichischen Heeresbudgets. Es wird auf die Bedeutung einer informierten und reflektierenden Bürgerschaft hingewiesen, die gegen Propaganda und Desinformation gewappnet sein muss.

Geschichtlicher Kontext

Der Begriff wurde in der Schweiz entwickelt, um demokratische Werte gegen totalitäre Ideologien zu verteidigen. In Österreich wird dies auch im Regierungsprogramm verankert, wobei Demokratiebildung und Diskussionskultur betont werden.

Reflexion und Goethe

Die Reflexion wird als zentrale geistige Waffe betrachtet. Ein Zitat aus Goethes Faust wird analysiert, um die Notwendigkeit zu verdeutlichen, das Erbe der Väter aktiv zu bearbeiten und nicht passiv zu tragen.

Hegels Erbfolge-Dreisprung

Georg Wilhelm Friedrich Hegel wird zitiert, um den Prozess der persönlichen und kollektiven Identitätsentwicklung zu erklären. Die Idee des Dreisprungs – Verschmelzung, Negation und Aufhebung – wird als Modell verwendet, um die Entwicklung des Selbstkonzepts zu beschreiben.

Die Rolle der Vergangenheit

Die Vergangenheit wird als Munitionsfabrik für die geistige Landesverteidigung dargestellt. Der Umgang mit historischen Erbes ist entscheidend für die Entwicklung eines effektiven Selbstkonzepts und der Fähigkeit, gegen gegenwärtige Herausforderungen zu bestehen.

Aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen

Die gegenwärtige politische Landschaft wird kritisiert, insbesondere die Verlockungen einer Identitätspolitik, die an historische Narrative anknüpft, jedoch oft die eigene Mündigkeit untergräbt. Der Krieg in der Ukraine wird als Beispiel für den Kampf um das eigene Erbe und die eigene Identität betrachtet.

Schlussfolgerungen

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und den damit verbundenen Erbes ist für die geistige Landesverteidigung unerlässlich. Die Philosophie Spinozas wird als relevant für die gegenwärtigen Herausforderungen betrachtet, insbesondere in Bezug auf Furcht und Manipulation in politischen Systemen.