
Seelenfutter
Susanne Garsoffky, Friedemann Magaard & Kirche Husum
Beschreibung
Gespräche über das, was nährt.
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Mit „Seelenfutter“ liefern Susanne Garsoffky,
Publizistin aus Hamburg, und Friedemann Magaard, Pastor aus Husum, deshalb
alternative Lebensmittel frei Haus.
In ihrem Podcast bringen die beiden lyrische und biblische Texte zusammen und lassen sich dabei zuhören, was sie entdecken.
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Mit „Seelenfutter“ liefern Susanne Garsoffky,
Publizistin aus Hamburg, und Friedemann Magaard, Pastor aus Husum, deshalb
alternative Lebensmittel frei Haus.
In ihrem Podcast bringen die beiden lyrische und biblische Texte zusammen und lassen sich dabei zuhören, was sie entdecken.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Seelenfutter 310: Von rosigem Flimmern und offenen Kinderaugen. Gedichte von Jakob Haringer und Jakob Bosshart
02.10.2026
„Immer steht man daneben“. Mit einem Leben an der Seitenlinie, daneben statt mittendrin, kennt sich der Dichter Jakob Haringer aus. Er lebte Jahrzehnte als Vagabund, unstet, getrieben, heimat- und oft auch obdachlos. Sein Gedicht „Land der Zauberer“ findet Worte dafür, dass Enttäuschung und Verzweiflung sich permanent anfühlen können: „Immer in Sehnsucht verwarten,… Hand ohne Glück, ohne Land!“ Und doch, zum Ende seines sehr bemerkenswerten Gedichts, leuchtet etwas auf, das fast nach Hoffnung klingt. Ein Wunder? Dazu stellen die beiden Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Wohin ich schaue“ des Schweizer Poeten Jakob Bosshart, dass vom Umgang mit Wundern handelt, vom Hadern bis zur intellektuellen Rationalisierung. Doch wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…: „Nun halt ich wieder Kinderaugen offen und weiß, das Wunder ist der Grund der Welt.“ Einfach wundervoll“ Dazu gibt es Bibelworte nach Markus und aus den Psalmen.
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Seelenfutter 309: Von verbrauchten Besen und gepflegten Zweifeln. Gedichte von Joachim Ringelnatz und Therese Chromik
18.09.2026
Als politischer Dichter hat sich Joachim Ringelnatz eher keinen Namen gemacht. Aber wenn er will, dann kann er. Sein Gedicht „Auskehr“ von 1927 nimmt klar Stellung, gegen die Saubermänner, gegen die „schundigen, verbrauchten Besen“, die alles auskehren wollen, nur nicht vor der eigenen Haustür. Da hilft nur ein zauberlehrlingsartiger Befehlston: „Sagen wir nur: Nein! In die Ecke, Besen, Besen!“ Und dazu kommt ein offenes Bekenntnis zu Schmutz und Schund, vor allem aber zur Freiheit. Großes Kino! Dazu stellen die beiden Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Zwiespalt“ von Therese Chromik, eine lyrische Fingerübung zu den Grundfiguren der Aufklärungsphilosophie und dem Zweifeln am Zweifeln. Aus der Vogelperspektive auf die Irrnisse und Wirrnisse früherer und heutiger Zeiten. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus und nach Matthäus.

Seelenfutter 308: Von einem Pflaumenbaum und kleinen Veilchensträußen
04.09.2026
Liebe. Irgendwie unkaputtbar. Selbst bei den Dichtern der neuen Sachlichkeit verirren sich zarte Empfindungen, möglicherweise zur Verwunderung der Dichter selbst. Bert Brecht sinniert in „Erinnerung an die Marie A.“ einer alten und lange vergangenen Liebe nach. So viel verblasst und vergessen ist, die alte Gestimmtheit hinterlässt Spuren. Dazu stellen die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „In der Stadtbahn“ von Klabund, in der die Begegnung zwischen einer Prostituierten und einem lebensunerfahrenen „Jüngling“ zu beider Überraschung ganz erstaunliches hervorbringt. Bezaubernd das. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus und aus den Psalmen.
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