Pionierinnen der deutschen Wirtschaft
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Pionierinnen der deutschen Wirtschaft

Ines Körner

Beschreibung

Willkommen zum Podcast „Pionierinnen der deutschen Wirtschaft“.

Irgendwann entstand in mir der Gedanke und der Wunsch, etwas über meine beiden Großmütter, über interessante Frauenpersönlichkeiten aus ihrer Zeit, deren Leistungen, und das Vermächtnis, das sie hinterlassen haben, und eben auch über Dresden zu machen.

Mein Ziel ist es, bekannte und unbekannte Geschichten über Persönlichkeiten des vorigen Jahrhunderts zu erzählen. Geschichten, die auch die Innovations- und Wirtschaftskraft sowie den Erfinderreichtum der damaligen Zeit wieder lebendig werden lassen. Und durch die Geschichten, die auch vom Mut und dem Pioniergeist der Menschen von damals erzählen, kann man sich ja inspirieren und begeistern lassen, beispielsweise für neue Ideen und eigene Projekte.

Viel Freude beim Hören.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#25 Bedeutende Frauenbiografien vom Johannisfriedhof Dresden – im Gespräch mit Beatrice Teichmann

18.05.2026

Kontext und Ziel

Die Spurensuche auf dem Johannesfriedhof in Dresden widmet sich den Lebensgeschichten von Frauen, die im städtischen Leben eine Rolle spielten, aber oft nur fragmentarisch überliefert sind. Ehrenamtlich engagierte Forscherinnen sammeln Hinweise, verifizieren Quellen und setzen Biografien in einen größeren historischen Zusammenhang, um vernachlässigte Female-Geschichte sichtbar zu machen. Dabei geht es um Perspektiven jenseits bekannter Persönlichkeiten und um eine zeitlose Perspektive auf Dresdner Stadtgeschichte.

Vorgehen und Ergebnisse

Ausgehend von vorhandenen Aussagen des Friedhofspersonals und Angehörigen wurden rund 20 bekannte Frauen identifiziert. Durchforstung von Bestattungsregistern seit 1881, ergänzt durch Wikipedia, sächsische Biografien und Archivmaterial, führte zu einer systematischen Auswertung von ca. 130.000 Einträgen. In knapp dreiviertel Jahr fanden die Ehrenamtlichen rund 200 weitere potenzielle Namen, die weiterer Recherche bedürfen.

Ausgewählte Frauen und Grabstätten

Zu den Entdeckungen gehören u. a. Cornelia Gorlitt, Malerin des Expressionismus, Vera Meyer-Waldeck, Bauhaus-Architektin, sowie die Striesner Strumpfmädels mit zentraler Gruft. Weitere Bezüge bilden Arbeiten der Bildhauerin Juli Gente, die Grabstelle von Felix Schweighofer und die Verbindung zu Kunst, Kultur und sozialem Engagement. Die Funde zeigen Vielfalt in Berufen, Lebensentwürfen und künstlerischer Aktivität.

Zukunft, Formate und Bedeutung

Geplant sind weitere Führungen, thematische Panels zu Frauen des Wortes, Sängerinnen, Bildhauerinnen und Opfer- bzw. Frauenschicksalen. Langfristig sollen Biografien veröffentlicht und dauerhaft Führungen etabliert werden. Grabpatenschaften, Kooperationen mit Institutionen und Floristikprojekte bilden zusätzliche Ansätze, um Friedhöfe als Orte der Begegnung, Entdeckung und Erinnerung zu nutzen, jenseits von Trauerarkaden.

Kontext und Ziel

Die Spurensuche auf dem Johannesfriedhof in Dresden widmet sich den Lebensgeschichten von Frauen, die im städtischen Leben eine Rolle spielten, aber oft nur fragmentarisch überliefert sind. Ehrenamtlich engagierte Forscherinnen sammeln Hinweise, verifizieren Quellen und setzen Biografien in einen größeren historischen Zusammenhang, um vernachlässigte Female-Geschichte sichtbar zu machen. Dabei geht es um Perspektiven jenseits bekannter Persönlichkeiten und um eine zeitlose Perspektive auf Dresdner Stadtgeschichte.

Vorgehen und Ergebnisse

Ausgehend von vorhandenen Aussagen des Friedhofspersonals und Angehörigen wurden rund 20 bekannte Frauen identifiziert. Durchforstung von Bestattungsregistern seit 1881, ergänzt durch Wikipedia, sächsische Biografien und Archivmaterial, führte zu einer systematischen Auswertung von ca. 130.000 Einträgen. In knapp dreiviertel Jahr fanden die Ehrenamtlichen rund 200 weitere potenzielle Namen, die weiterer Recherche bedürfen.

Ausgewählte Frauen und Grabstätten

Zu den Entdeckungen gehören u. a. Cornelia Gorlitt, Malerin des Expressionismus, Vera Meyer-Waldeck, Bauhaus-Architektin, sowie die Striesner Strumpfmädels mit zentraler Gruft. Weitere Bezüge bilden Arbeiten der Bildhauerin Juli Gente, die Grabstelle von Felix Schweighofer und die Verbindung zu Kunst, Kultur und sozialem Engagement. Die Funde zeigen Vielfalt in Berufen, Lebensentwürfen und künstlerischer Aktivität.

Zukunft, Formate und Bedeutung

Geplant sind weitere Führungen, thematische Panels zu Frauen des Wortes, Sängerinnen, Bildhauerinnen und Opfer- bzw. Frauenschicksalen. Langfristig sollen Biografien veröffentlicht und dauerhaft Führungen etabliert werden. Grabpatenschaften, Kooperationen mit Institutionen und Floristikprojekte bilden zusätzliche Ansätze, um Friedhöfe als Orte der Begegnung, Entdeckung und Erinnerung zu nutzen, jenseits von Trauerarkaden.

#24 Paula Modersohn-Becker – Wegbereiterin des Expressionismus

28.02.2026

Einführung in Paula Modersen-Becker

Paula Modersen-Becker wird als eine stille, aber bedeutende Künstlerin beschrieben, die mit ihren Arbeiten den Expressionismus vorantrieb. Trotz eines kurzen Lebens von nur 31 Jahren hinterließ sie einen bleibenden Eindruck mit ihren Bildern, die Frauen, Mütter und sich selbst darstellen.

Biografische Hintergründe

Geboren 1876 in Dresden in eine gebildete Familie, erlebte Paula die Herausforderungen, die Frauen in der Kunstszene des 19. Jahrhunderts gegenüberstanden. Ihre Ausbildung war durch geschlechtsspezifische Einschränkungen geprägt, was ihren künstlerischen Werdegang beeinflusste.

Künstlerische Entwicklung

In Worpswede fand Paula einen Ort der Inspiration, wo sie ihre Liebe zur Natur und zur Malerei entwickelte. Sie schuf Werke, die sich von traditionellen Darstellungen abgrenzten und ihren eigenen unverwechselbaren Stil fanden.

Einfluss von Paris

Mehrere Aufenthalte in Paris revolutionierten ihre Malweise. Sie erlebte dort eine künstlerische Befreiung und entdeckte neue Ausdrucksformen, die ihr Werk maßgeblich beeinflussten.

Thematisierung von Weiblichkeit

Paulas Werke thematisieren oft Frauen und Mutterschaft, ohne diese zu idealisieren. Ihr Selbstbildnis am sechsten Hochzeitstag gilt als wegweisend, da es den weiblichen Körper als selbstbewusstes Subjekt darstellt.

Gesellschaftliche Herausforderungen

Paula lebte in einer Zeit, in der Frauen in der Kunst stark eingeschränkt waren. Trotz der gesellschaftlichen Normen kämpfte sie für ihre künstlerische Identität und stellte ihre Arbeit in den Mittelpunkt ihres Lebens.

Vermächtnis

Nach ihrem frühen Tod 1907 wurde Paula Modersen-Becker posthum gewürdigt. Ihr Werk wird heute als bedeutend für den Übergang zwischen Realismus und Expressionismus angesehen und inspirierte viele Künstlerinnen.

Abschluss

Paula Modersen-Becker bleibt eine Pionierin der Malerei, deren Einfluss bis heute spürbar ist. Ihr Lebenswerk ist ein Beispiel für Mut, Modernität und künstlerische Vision.

Einführung in Paula Modersen-Becker

Paula Modersen-Becker wird als eine stille, aber bedeutende Künstlerin beschrieben, die mit ihren Arbeiten den Expressionismus vorantrieb. Trotz eines kurzen Lebens von nur 31 Jahren hinterließ sie einen bleibenden Eindruck mit ihren Bildern, die Frauen, Mütter und sich selbst darstellen.

Biografische Hintergründe

Geboren 1876 in Dresden in eine gebildete Familie, erlebte Paula die Herausforderungen, die Frauen in der Kunstszene des 19. Jahrhunderts gegenüberstanden. Ihre Ausbildung war durch geschlechtsspezifische Einschränkungen geprägt, was ihren künstlerischen Werdegang beeinflusste.

Künstlerische Entwicklung

In Worpswede fand Paula einen Ort der Inspiration, wo sie ihre Liebe zur Natur und zur Malerei entwickelte. Sie schuf Werke, die sich von traditionellen Darstellungen abgrenzten und ihren eigenen unverwechselbaren Stil fanden.

Einfluss von Paris

Mehrere Aufenthalte in Paris revolutionierten ihre Malweise. Sie erlebte dort eine künstlerische Befreiung und entdeckte neue Ausdrucksformen, die ihr Werk maßgeblich beeinflussten.

Thematisierung von Weiblichkeit

Paulas Werke thematisieren oft Frauen und Mutterschaft, ohne diese zu idealisieren. Ihr Selbstbildnis am sechsten Hochzeitstag gilt als wegweisend, da es den weiblichen Körper als selbstbewusstes Subjekt darstellt.

Gesellschaftliche Herausforderungen

Paula lebte in einer Zeit, in der Frauen in der Kunst stark eingeschränkt waren. Trotz der gesellschaftlichen Normen kämpfte sie für ihre künstlerische Identität und stellte ihre Arbeit in den Mittelpunkt ihres Lebens.

Vermächtnis

Nach ihrem frühen Tod 1907 wurde Paula Modersen-Becker posthum gewürdigt. Ihr Werk wird heute als bedeutend für den Übergang zwischen Realismus und Expressionismus angesehen und inspirierte viele Künstlerinnen.

Abschluss

Paula Modersen-Becker bleibt eine Pionierin der Malerei, deren Einfluss bis heute spürbar ist. Ihr Lebenswerk ist ein Beispiel für Mut, Modernität und künstlerische Vision.

#23 Die Arbeiterinnen der Porzellanmanufaktur Meissen – ein Beitrag über weibliche Erwerbstätigkeit in der DDR

20.01.2026

Einführung zur Ausstellung

Die Podcast-Folge thematisiert die Sonderausstellung "Die blauen Schwerter Meissen in der DDR" im japanischen Palais, die einen oft vernachlässigten Teil der deutschen Industrie- und Kulturgeschichte beleuchtet: die Porzellanmanufaktur Meissen im sozialistischen Staat. Die Manufaktur war nicht nur ein Traditionsbetrieb, sondern spielte auch eine wichtige Rolle als Devisenbringer und kulturelles Aushängeschild der DDR.

Rolle der Frauen in der Manufaktur

Ein zentraler Fokus der Diskussion liegt auf den Frauen, die in der Porzellanherstellung tätig waren. Die meisten Mitarbeiterinnen waren in der Malerei und anderen kreativen Bereichen beschäftigt, was die Manufaktur zu einem "Frauenbetrieb" machte. Ihre Lebensrealitäten und Herausforderungen werden in der Ausstellung sichtbar gemacht.

Einblicke in die Lebensgeschichten

Dr. Julia Weber, Direktorin der Porzellansammlung, berichtet von den Biografien ehemaliger Mitarbeiterinnen wie Annette Lorenz und Beate Preuß, die unterschiedliche Wege in der Manufaktur eingeschlagen haben. Lorenz beschreibt, wie sie als Staffage-Malerin in Meißen arbeitete, während Preuß als Ingenieurin aufstieg und schließlich Produktionsleiterin wurde.

Unterstützung und Herausforderungen für Frauen

Die Porzellanmanufaktur bot Frauen spezielle Förderprogramme zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie an, darunter Betriebskindergärten und Weiterbildungsmöglichkeiten. Dennoch mussten Frauen oft doppelt so hart arbeiten, um in einer von Männern dominierten Umgebung anerkannt zu werden.

Künstlerische Entwicklung und Einfluss

Silvia Klöde wird als Beispiel für eine Frau vorgestellt, die in der Manufaktur zur Künstlerin aufstieg. Ihre Erfahrungen zeigen, dass trotz der Herausforderungen auch Möglichkeiten zur künstlerischen Entfaltung vorhanden waren, was durch die Unterstützung von Vorgesetzten und Kollegen gefördert wurde.

Schlussfolgerung und Empfehlung

Die Ausstellung bietet einen eindrucksvollen Einblick in die Welt der Porzellanmanufaktur und hebt die Bedeutung weiblicher Erwerbstätigkeit in der DDR hervor. Die Zuhörer werden ermutigt, die Ausstellung zu besuchen und sich selbst ein Bild von den präsentierten Kunstwerken und Fotografien zu machen.

Einführung zur Ausstellung

Die Podcast-Folge thematisiert die Sonderausstellung "Die blauen Schwerter Meissen in der DDR" im japanischen Palais, die einen oft vernachlässigten Teil der deutschen Industrie- und Kulturgeschichte beleuchtet: die Porzellanmanufaktur Meissen im sozialistischen Staat. Die Manufaktur war nicht nur ein Traditionsbetrieb, sondern spielte auch eine wichtige Rolle als Devisenbringer und kulturelles Aushängeschild der DDR.

Rolle der Frauen in der Manufaktur

Ein zentraler Fokus der Diskussion liegt auf den Frauen, die in der Porzellanherstellung tätig waren. Die meisten Mitarbeiterinnen waren in der Malerei und anderen kreativen Bereichen beschäftigt, was die Manufaktur zu einem "Frauenbetrieb" machte. Ihre Lebensrealitäten und Herausforderungen werden in der Ausstellung sichtbar gemacht.

Einblicke in die Lebensgeschichten

Dr. Julia Weber, Direktorin der Porzellansammlung, berichtet von den Biografien ehemaliger Mitarbeiterinnen wie Annette Lorenz und Beate Preuß, die unterschiedliche Wege in der Manufaktur eingeschlagen haben. Lorenz beschreibt, wie sie als Staffage-Malerin in Meißen arbeitete, während Preuß als Ingenieurin aufstieg und schließlich Produktionsleiterin wurde.

Unterstützung und Herausforderungen für Frauen

Die Porzellanmanufaktur bot Frauen spezielle Förderprogramme zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie an, darunter Betriebskindergärten und Weiterbildungsmöglichkeiten. Dennoch mussten Frauen oft doppelt so hart arbeiten, um in einer von Männern dominierten Umgebung anerkannt zu werden.

Künstlerische Entwicklung und Einfluss

Silvia Klöde wird als Beispiel für eine Frau vorgestellt, die in der Manufaktur zur Künstlerin aufstieg. Ihre Erfahrungen zeigen, dass trotz der Herausforderungen auch Möglichkeiten zur künstlerischen Entfaltung vorhanden waren, was durch die Unterstützung von Vorgesetzten und Kollegen gefördert wurde.

Schlussfolgerung und Empfehlung

Die Ausstellung bietet einen eindrucksvollen Einblick in die Welt der Porzellanmanufaktur und hebt die Bedeutung weiblicher Erwerbstätigkeit in der DDR hervor. Die Zuhörer werden ermutigt, die Ausstellung zu besuchen und sich selbst ein Bild von den präsentierten Kunstwerken und Fotografien zu machen.