Marsilius im Gespräch
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Marsilius im Gespräch

Marsilius-Kolleg der Universität Heidelberg

Beschreibung

„Marsilius im Gespräch“ gewährt Einblicke in die interdisziplinäre Forschung am Marsilius-Kolleg. Beteiligte Wissenschaftler*innen berichten aus der Praxis interdisziplinärer Forschung: Möglichkeiten und Schwierigkeiten, Erfolge und Enttäuschungen, Effekte und Nebeneffekte. Das Marsilius-Kolleg widmet sich seit 2007 dem Dialog und der Zusammenarbeit zwischen weit auseinanderliegenden Disziplinen – kurz: zwischen Geistes-, Lebens- und Naturwissenschaften.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Episode 13: Biohybride Systeme – technologische Perspektiven und gesellschaftliche Implikationen

09.04.2026

Biohybride als Forschungsrahmen

Der Podcast beleuchtet biohybride Systeme, die lebende Zellen mit Technik verbinden, und thematisiert dabei ethische Abgründe, Verantwortungen und die Grenzen aktueller Möglichkeiten. Die Gastgeberinnen diskutieren, wie diese Technologien zu neuen Forschungsmöglichkeiten führen, aber auch zu Fragen nach Leben, Identität und Benennung. Partizipative Wissenschaftsethik wird als Weg gesehen, Perspektivenvielfalt einzubeziehen und Formen des Austauschs jenseits von Expertenlaboren zu prüfen.

Schnittstellen von Leben und Technik

Die Diskussion fokussiert Organoide als Zwischenformen, deren Entwicklung stark von Signalen beeinflusst wird. Es wird erörtert, ob steuerbare Signale neue Entwicklungen ermöglichen, die sich von organischen Mustern unterscheiden. Die Grenze zwischen Lebendigem und Technischem wird als zentrale ethische Frage gesehen, die aus theologischer sowie philosophischer Perspektive reflektiert wird und eine fundamentale Nicht-Objektivierbarkeit des Lebens betont.

Partizipative Wissenschaftsethik

Es wird beschrieben, wie partizipative Ethik Räume jenseits von Expertenwissen schaffen soll, etwa durch öffentliche Veranstaltungen, Seminare und Summer Schools. Formate wie Brückenseminarveranstaltungen und interdisziplinäre Diskussionen mit Ethik und Biologie ermöglichen wechselseitiges Verständnis, Reflexion und die Entwicklung gehaltvoller Beteiligung an ethischen Debatten, wobei auch Herausforderungen wie unterschiedliche Blickwinkel und epistemische Grundvertrauen thematisiert werden.

Ausblick und gesellschaftliche Perspektiven

Zukünftige Entwicklungen biohybrider Systeme bergen Potenzial, aber auch Fragen politischer Regulierung, Macht- und Reproduktionsaspekte. Die Befunde legen nahe, dass Bildung und verantwortungsvolle Praxis wichtiger sind als frühe normative Beschränkungen. Gesellschaften müssen sich intensiver mit der Vermischung biologischer, technischer und informationeller Felder auseinandersetzen, um belastbare, differenzierte Antworten zu finden.

Biohybride als Forschungsrahmen

Der Podcast beleuchtet biohybride Systeme, die lebende Zellen mit Technik verbinden, und thematisiert dabei ethische Abgründe, Verantwortungen und die Grenzen aktueller Möglichkeiten. Die Gastgeberinnen diskutieren, wie diese Technologien zu neuen Forschungsmöglichkeiten führen, aber auch zu Fragen nach Leben, Identität und Benennung. Partizipative Wissenschaftsethik wird als Weg gesehen, Perspektivenvielfalt einzubeziehen und Formen des Austauschs jenseits von Expertenlaboren zu prüfen.

Schnittstellen von Leben und Technik

Die Diskussion fokussiert Organoide als Zwischenformen, deren Entwicklung stark von Signalen beeinflusst wird. Es wird erörtert, ob steuerbare Signale neue Entwicklungen ermöglichen, die sich von organischen Mustern unterscheiden. Die Grenze zwischen Lebendigem und Technischem wird als zentrale ethische Frage gesehen, die aus theologischer sowie philosophischer Perspektive reflektiert wird und eine fundamentale Nicht-Objektivierbarkeit des Lebens betont.

Partizipative Wissenschaftsethik

Es wird beschrieben, wie partizipative Ethik Räume jenseits von Expertenwissen schaffen soll, etwa durch öffentliche Veranstaltungen, Seminare und Summer Schools. Formate wie Brückenseminarveranstaltungen und interdisziplinäre Diskussionen mit Ethik und Biologie ermöglichen wechselseitiges Verständnis, Reflexion und die Entwicklung gehaltvoller Beteiligung an ethischen Debatten, wobei auch Herausforderungen wie unterschiedliche Blickwinkel und epistemische Grundvertrauen thematisiert werden.

Ausblick und gesellschaftliche Perspektiven

Zukünftige Entwicklungen biohybrider Systeme bergen Potenzial, aber auch Fragen politischer Regulierung, Macht- und Reproduktionsaspekte. Die Befunde legen nahe, dass Bildung und verantwortungsvolle Praxis wichtiger sind als frühe normative Beschränkungen. Gesellschaften müssen sich intensiver mit der Vermischung biologischer, technischer und informationeller Felder auseinandersetzen, um belastbare, differenzierte Antworten zu finden.

Episode 12: Mix and Match? Chancen und Herausforderungen von Mixed-Reality Lehr-Lernumgebungen

17.12.2024
Technologieunterstütztes Lernen kann Realität und virtuelle Welt in Mixed-Reality Lehr-Lernumgebungen (MRLL) verbinden. Im Bildungsbereich wird diese Technologie mittlerweile genutzt, bleibt aber bislang eine Randerscheinung. Zwei Marsilius-Fellows haben sich damit beschäftigt, wie solche Technologien ganz konkret für die Lehre in der Physik sinnvoll eingesetzt und wissenschaftlich evaluiert werden können. Worum es dabei geht und was sie gemeinsam herausgefunden haben, darüber sprechen Silke Hertel (Bildungswissenschaftlerin) und Wolfram Pernice (Experimentelle Physik) mit Michael Boutros (Genomforschung, Direktor des Marsilius-Kollegs).

Episode 11: Erfolgskriterien medizinischer Aufklärung

13.05.2024
Patient:innen in Deutschland haben einen rechtlichen Anspruch darauf, vor medizinischen Untersuchungen und Behandlungen ärztlich aufgeklärt zu werden. Woran aber lässt sich erkennen, ob eine Aufklärung auch erfolgreich war? Und wie gehen Mediziner:innen angemessen auf die Wünsche, Hoffnungen, Sorgen oder Befürchtungen ihrer Patient:innen ein? Am Beispiel der humangenetischen Aufklärung haben sich zwei Fellows des Marsilius-Kollegs ein Jahr lang mit Fragen wie diesen beschäftigt und dabei nicht zuletzt den besonderen Wert des interdisziplinären Austauschs (wieder-)entdeckt. Aus ihrer Zusammenarbeit berichten in dieser Folge von "Marsilius im Gespräch" Maja Hempel (Humangenetik) und Stefan Bär (Soziologie). Moderation: Michael Boutros