
Teetied und Rosinenbrot - Der Nordsee Podcast
Dornum Tourismus
Beschreibung
Doch Vorsicht! Manchmal erzählt Marlene auch ordentliches Seemannsgarn. Wußtest du eigentlich, dass die Baumelbänke in Dornum erfunden wurden? Weshalb die Schafe schiefe Beine haben? Warum sich Robben am Strand nicht langweilen?
So nimm dir eine gute Tasse Tee, setz dich in deinen Lieblingssessel und lausche der neuen Episoden vom Nordsee-Podcast Teetied & Rosinenbrot.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Der magische Klang der Holy-Orgel in Dornum
Ein magischer Abend in Dornum
Die Episode beschreibt einen warmen Augustabend in Dornum, als der Sprecher die besondere Atmosphäre auf dem Weg zur St. Bartholomeus-Kirche erlebt. Die Kirche, auf einer Warft gelegen, wird von Kerzenlicht erhellt und zieht Besucher an.
Die beeindruckende Orgel
Die Kirchenorgel, erbaut zwischen 1710 und 1711, ist eine der größten Barockorgeln Ostfrieslands mit 32 Registern und 1770 Pfeifen. Sie zieht Organisten aus aller Welt an, die bei der Konzertreihe "Nachtoggel bei Kerzenschein" spielen.
Geschichte und Bedeutung der Orgel
Die Orgel wurde auf Auftrag der Dornumer Herrscherfamilie von dem renommierten Orgelbauer Gerhard von Hohli gefertigt. Dank der Restaurierung durch Jürgen Arendt kann sie heute wieder in ihrem ursprünglichen Klang erlebt werden.
Ostfriesland als Paradies für Orgelfreunde
In Ostfriesland gibt es rund 150 historische Orgeln, viele davon aus dem 18. Jahrhundert. Die Pflege und Reparatur dieser Instrumente über Generationen hat zu ihrer Erhaltung beigetragen. Experten rätseln über das Geheimnis des besonderen Klangs der alten Orgeln.
Große Orgelbauer und ihre Werke
Der berühmte Orgelbauer Arp Schnittger hinterließ in Ostfriesland bedeutende Werke, darunter die größte Orgel in der Ludgerikirche in Norden. Auch die älteste noch spielbare Orgel Deutschlands befindet sich in Riesum und erzählt von fast sechs Jahrhunderten Musikgeschichte.
Eine Einladung zur Entdeckung
Der Sprecher ermutigt die Zuhörer, Kirchen zu besuchen und die Geschichten hinter den Orgeln zu entdecken, die von meisterhaftem Handwerk und jahrhundertealter Musik erzählen.

Auf zur grünen Insel Spiekeroog
Willkommen auf Spiekeroog
Die Folge führt zu Spiekeroog, einer charmanten kleinen ostfriesischen Insel, die für ihre historische Architektur und unberührte Natur bekannt ist. Die Insel ist autofrei, was zur ruhigen Atmosphäre beiträgt und Besucher dazu ermutigt, die Umgebung zu Fuß oder mit Pferdekutschen zu erkunden.
Die einzigartige Architektur
Spiekeroog bietet eine gut erhaltene historische Dorfstruktur mit roten Backsteinhäusern und einheitlichen Farben. Die Entscheidung, keine modernen, mehrgeschossigen Bauten zuzulassen, trägt zur Erhaltung des nostalgischen Charmes bei.
Der Strand und die Natur
Die Insel hat 15 Kilometer weißen Sandstrand und ist ideal für einen entspannten Strandtag oder aktive Erkundungstouren. Die Dünenlandschaft und die kleinen Wäldchen sind einmalig und machen Spiekeroog zur „Grünen Insel“.
Erkundungstouren und Aktivitäten
Besucher können die Insel durch Spaziergänge entlang des Strandes und durch die Dünenlandschaften erkunden. Der Dünenspaziergang bietet interessante Einblicke in die Flora und Fauna der Region und zeigt, wie die Insulaner früher die Landschaft pflegten.
Historische Highlights
Ein Besuch der alten Inselkirche und der historischen Gebäude im ältesten Teil des Dorfes ist ein Muss. Die speziellen „Schwimmdächer“ der Häuser sind ein faszinierendes architektonisches Merkmal, das Geschichten aus der Vergangenheit erzählt.
Abreise und Tipps
Die Fähren nach Spiekeroog fahren tideabhängig und sollten im Voraus gebucht werden. Es wird empfohlen, sich rechtzeitig über Abfahrtszeiten und Preise zu informieren, um einen entspannten Tagesausflug zu gewährleisten.

Die Häuptlingsgruft in Dornum
Einführung und historischer Kontext
Die Folge führt in die St. Bartholomeus-Kirche in Dornum ein und beschreibt eine spezielle Gruft unter dem Altarraum. Die Kirche steht auf einer Warft im historischen Kern, und die Gruft war jahrhundertelang der Begräbnisort der Häuptlingsfamilien von Dornum, insbesondere der Kloster-Familie. Die Anlage dient als zeitlose Erinnerung an die vermehrte Verankerung adeliger Familien in der Kirchenraumgestaltung.
Historische Entwicklung und Restaurierung
Die Gruft wurde seit dem späten 17. Jahrhundert vorwiegend von der Häuptlingsfamilie von Kloster genutzt. Nach einem langen Zeitraum der Vernachlässigung begann 2010 eine Restaurierung, die Beobachtung, Konservierung und Rückführung der Särge umfasste. Wissenschaftler aus Anthropologie, Archäologie und Kunstgeschichte arbeiteten zusammen, um die Bestattungskultur jener Zeit zu rekonstruieren und zu bewahren.
Särge, Gestaltung und Besonderheiten
In der Gruft stehen heute acht barocke Särge, von ursprünglich mehr bestehenden. Typisch sind Innen- und Außensarg in konischer Form, schwere Eichenholzaußen- und leichtere Innenholzverkleidungen. Zwei Kindersärge zeigen besonders kunstvolle Verzierung: eine mit Wappen und Inscriptions, die andere mit Tausenden Eisenlinsenkopfnägeln dicht verziert. Die Särge spiegeln handwerkliche Meisterschaft und Trauerschätzung wider.
Kulturrelevanz und Besuchersicht
Zusammen mit Grabplatten der Häuptlingsfamilien und Totenschildern bildet die Anlage ein eindrückliches Bild der regionalen Herrschaftsapparatins. Die Gruft und der Kirchenraum illustrieren, wie Repräsentation, Pracht und Trauer sich in der Kirche vereinen. Besucherinnen und Besucher können durch eine Glaswand den Blick auf die Gruft werfen, während weitere historische Steine und Platten den Kontext ergänzen.