Mund zu! Ohren auf! – Der Podcast der Bildungsgewerkschaft GEW
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Mund zu! Ohren auf! – Der Podcast der Bildungsgewerkschaft GEW

GEW Baden-Württemberg

Beschreibung

Mit unseren Gästen diskutieren wir über aktuelle bildungspolitische Themen in Baden-Württemberg – aus gewerkschaftlicher Perspektive.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Wie Schulen queerfreundlicher werden können (Staffel 2, Episode 27)

16.07.2026

Einleitung zur Thematik

In dieser Episode wird die Situation queerer Menschen an Schulen thematisiert. Trotz höherer Akzeptanz in den letzten Jahren gibt es noch immer Diskriminierung, sowohl subtil als auch offen. Experten diskutieren die Fortschritte sowie die bestehenden Herausforderungen und Rückschritte.

Expertise und Motivation der Gäste

Die Gäste, Lisa Busam und Pat Wagner, setzen sich seit Jahren gegen Diskriminierung ein. Pat, als nicht-binäre Lehrkraft, betont, dass es wichtig ist, eine diskriminierungsarme Umgebung zu schaffen, während Lisa die Breite von Queerness erklärt und die Vielzahl von Identitäten hervorhebt, die unter diesen Begriff fallen.

Diskriminierungserfahrungen

Diskriminierung zeigt sich nicht nur in Beleidigungen, sondern auch in der gesellschaftlichen Wahrnehmung und in Schulmaterialien, die heteronormative Vorstellungen reproduzieren. Lehrkräfte berichten von Ängsten, sich zu outen, was zu einem hohen Leidensdruck führt.

Hilfe und Unterstützung

Es gibt einige Anlaufstellen für Betroffene, allerdings sind diese oft nicht ausreichend institutionalisiert. Schulexterne Netzwerke bieten Beratungen an, während interne Unterstützungssysteme noch im Aufbau sind.

Fortschritte in der Kultuspolitik

Die Kultuspolitik hat Fortschritte gemacht, indem sie spezielle Fortbildungen und das Thema Queerness in den Bildungsplan integriert hat. Dennoch gibt es Bedenken, dass diese Ansätze oft nur als Vorzeigeprojekte wahrgenommen werden.

Rolle der PädagogInnen

PädagogInnen können durch Sensibilisierungsfortbildungen und eine aktive Auseinandersetzung mit Diskriminierung einen wichtigen Beitrag leisten. Es wird ein gemeinschaftliches Engagement gefordert, um eine diskriminierungsarme Schulumgebung zu schaffen.

Die Rolle der GEW

Die Gewerkschaft wird als wichtige Stimme für queere Belange an Schulen gesehen. Es wird gewünscht, dass sie weiterhin Druck auf die Politik ausübt, um mehr Vielfalt und Unterstützung in den Schulen zu erreichen.

Einleitung zur Thematik

In dieser Episode wird die Situation queerer Menschen an Schulen thematisiert. Trotz höherer Akzeptanz in den letzten Jahren gibt es noch immer Diskriminierung, sowohl subtil als auch offen. Experten diskutieren die Fortschritte sowie die bestehenden Herausforderungen und Rückschritte.

Expertise und Motivation der Gäste

Die Gäste, Lisa Busam und Pat Wagner, setzen sich seit Jahren gegen Diskriminierung ein. Pat, als nicht-binäre Lehrkraft, betont, dass es wichtig ist, eine diskriminierungsarme Umgebung zu schaffen, während Lisa die Breite von Queerness erklärt und die Vielzahl von Identitäten hervorhebt, die unter diesen Begriff fallen.

Diskriminierungserfahrungen

Diskriminierung zeigt sich nicht nur in Beleidigungen, sondern auch in der gesellschaftlichen Wahrnehmung und in Schulmaterialien, die heteronormative Vorstellungen reproduzieren. Lehrkräfte berichten von Ängsten, sich zu outen, was zu einem hohen Leidensdruck führt.

Hilfe und Unterstützung

Es gibt einige Anlaufstellen für Betroffene, allerdings sind diese oft nicht ausreichend institutionalisiert. Schulexterne Netzwerke bieten Beratungen an, während interne Unterstützungssysteme noch im Aufbau sind.

Fortschritte in der Kultuspolitik

Die Kultuspolitik hat Fortschritte gemacht, indem sie spezielle Fortbildungen und das Thema Queerness in den Bildungsplan integriert hat. Dennoch gibt es Bedenken, dass diese Ansätze oft nur als Vorzeigeprojekte wahrgenommen werden.

Rolle der PädagogInnen

PädagogInnen können durch Sensibilisierungsfortbildungen und eine aktive Auseinandersetzung mit Diskriminierung einen wichtigen Beitrag leisten. Es wird ein gemeinschaftliches Engagement gefordert, um eine diskriminierungsarme Schulumgebung zu schaffen.

Die Rolle der GEW

Die Gewerkschaft wird als wichtige Stimme für queere Belange an Schulen gesehen. Es wird gewünscht, dass sie weiterhin Druck auf die Politik ausübt, um mehr Vielfalt und Unterstützung in den Schulen zu erreichen.

Was (nicht) im Koalitionsvertrag steht (Staffel 2, Episode 26)

26.05.2026

Bildungskontext und roter Faden

Im Koalitionsvertrag lassen sich Kontinuitäten in der Bildungsagenda erkennen: Fortführung früherer Vorhaben, insbesondere Stärkung der frühkindlichen Bildung und Grundlagenbildung. Dennoch bleibt vieles abhängig von der Finanzierung, wodurch sich Engagement und Umsetzung oft nur an einzelnen Punkten realisieren lassen. Leistung, Chancengerechtigkeit und Wohlbefinden bilden den inhaltlichen Schwerpunkt, doch es gibt Bedenken, ob die gewünschten Maßnahmen tatsächlich finanziert werden können oder ob eine Schuldenbremse hindert.

Frühkindliche Bildung: Kita-Jahr, Kostenfreiheit und Vorläuferfähigkeiten

Im Fokus steht das verbindliche letzte Kita-Jahr statt einer vollständigen Vorziehung der Schulpflicht. Kostenfreiheit wird als zentrale Forderung betont, doch es gibt Debatten über die konkrete Ausgestaltung und Finanzierung. Sprachförderung und Vorläuferfähigkeiten treten stärker in den Blick; Ziel ist Bildungskompetenz, ohne eine Verschulung der frühkindlichen Bereiche zu ermöglichen. Die Umsetzung erfordert klare Rahmenbedingungen und Ressourcen.

Schulstruktur, Qualitätsentwicklung und Grundschulempfehlung

Datengestützte Qualitätsentwicklung wird als wichtiges Steuerungsinstrument gewertet, bleibt aber sinnlos ohne konkrete Maßnahmen und Ressourcen. Die Grundschulempfehlung bleibt 2 aus 3, doch eine verbindliche Zuordnung wird kritisch gesehen. Verschärfungen bei Schulformen und der mögliche Weg zu stärkerer Gliederung sorgen für angespannte Diskussionen. Eine tatsächliche Zusammenführung der Schularten fehlt im Koalitionsvertrag, während Verschärfungen in Teilbereichen angedacht werden.

Ausblick und Perspektive der GEW

Ethik in der Grundschule wird als notwendiger Schritt gesehen, mit konkreter Umsetzung und gleichberechtigter Bildung für alle Kinder. Die GEW betont die Bedeutung einer ausgewogenen Partnerschaft mit der Regierung, warnt vor Verschulung, fordert faire Besoldung von Lehrkräften und eine verlässliche Personal- bzw. Ressourcenbasis. Kritik richtet sich an fehlende A13-Versprechen und an unklaren Detailregelungen, doch konstruktive Zusammenarbeit wird angestrebt.

Bildungskontext und roter Faden

Im Koalitionsvertrag lassen sich Kontinuitäten in der Bildungsagenda erkennen: Fortführung früherer Vorhaben, insbesondere Stärkung der frühkindlichen Bildung und Grundlagenbildung. Dennoch bleibt vieles abhängig von der Finanzierung, wodurch sich Engagement und Umsetzung oft nur an einzelnen Punkten realisieren lassen. Leistung, Chancengerechtigkeit und Wohlbefinden bilden den inhaltlichen Schwerpunkt, doch es gibt Bedenken, ob die gewünschten Maßnahmen tatsächlich finanziert werden können oder ob eine Schuldenbremse hindert.

Frühkindliche Bildung: Kita-Jahr, Kostenfreiheit und Vorläuferfähigkeiten

Im Fokus steht das verbindliche letzte Kita-Jahr statt einer vollständigen Vorziehung der Schulpflicht. Kostenfreiheit wird als zentrale Forderung betont, doch es gibt Debatten über die konkrete Ausgestaltung und Finanzierung. Sprachförderung und Vorläuferfähigkeiten treten stärker in den Blick; Ziel ist Bildungskompetenz, ohne eine Verschulung der frühkindlichen Bereiche zu ermöglichen. Die Umsetzung erfordert klare Rahmenbedingungen und Ressourcen.

Schulstruktur, Qualitätsentwicklung und Grundschulempfehlung

Datengestützte Qualitätsentwicklung wird als wichtiges Steuerungsinstrument gewertet, bleibt aber sinnlos ohne konkrete Maßnahmen und Ressourcen. Die Grundschulempfehlung bleibt 2 aus 3, doch eine verbindliche Zuordnung wird kritisch gesehen. Verschärfungen bei Schulformen und der mögliche Weg zu stärkerer Gliederung sorgen für angespannte Diskussionen. Eine tatsächliche Zusammenführung der Schularten fehlt im Koalitionsvertrag, während Verschärfungen in Teilbereichen angedacht werden.

Ausblick und Perspektive der GEW

Ethik in der Grundschule wird als notwendiger Schritt gesehen, mit konkreter Umsetzung und gleichberechtigter Bildung für alle Kinder. Die GEW betont die Bedeutung einer ausgewogenen Partnerschaft mit der Regierung, warnt vor Verschulung, fordert faire Besoldung von Lehrkräften und eine verlässliche Personal- bzw. Ressourcenbasis. Kritik richtet sich an fehlende A13-Versprechen und an unklaren Detailregelungen, doch konstruktive Zusammenarbeit wird angestrebt.

Warum Schulsport wichtig ist (Staffel 2, Episode 25)

11.05.2026

Bedeutung des Schulsports und aktuelle Wahrnehmung

Der Podcast untersucht, warum Schulsport für Schülerinnen und Gesellschaft relevant ist, und beleuchtet den Eindruck, dass Sport oft in der Bildungspolitik ein Schattendasein führt. Es geht um die Frage, welche Reformen nötig sind, damit der Sportunterricht stärker im Bildungssystem berücksichtigt wird. Eine Bewegung vom Rand ins zentrale Bildungsfeld wird als Ziel beschrieben, ohne konkrete Maßnahmen vorzuziehen.

Aus der Praxis: Grundschule vs. Weiterführung

In der Grundschule wird Sport häufig als Nebenfach angesehen, obwohl er wichtige Lernfelder unterstützt, etwa Konzentration und Frustrationstoleranz. Fachfremder Unterricht und geringe Verfügbarkeit von Räumen oder Hallen erschweren Bewegungszeit. Im Gymnasium verändert sich der Bedarf: Motivation schwankt, und es bedarf motivierender, differenzierter Ansätze, um unterschiedliche Schülergruppen abzuholen und gemeinsamen Unterricht zu ermöglichen.

Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Lernziele

Die Praxis zeigt offene Widersprüche zwischen der Bedeutung von Bewegung und den realen Strukturen: Zeitfenster, Infrastruktur und qualifiziertes Personal reichen oft nicht aus. Bewegungszeit wird durch An- und Abreise sowie Umkleidezeiten weniger als geplant genutzt. Es gibt Bedarf an mehr Hallen, besserer Ausstattung und mehr Fachkräften, um Sport ganzheitlich in den Alltag zu integrieren und Frustrationstoleranz zu fördern.

Reformbedarf und Ausblick

Der Kernvorschlag lautet, Bewegungszeit zu einer täglichen Gewohnheit zu machen, idealerweise 60 Minuten darüber hinaus, ohne Notengebung; es geht um einen rhythmisierten Schulalltag, der Bewegung in sämtliche Lernorte einbindet. Ergänzend soll der Pausenhof als bewegungsfördernder Raum stärker genutzt werden, um ganzheitliches Lernen durch Bewegung zu ermöglichen.

Bedeutung des Schulsports und aktuelle Wahrnehmung

Der Podcast untersucht, warum Schulsport für Schülerinnen und Gesellschaft relevant ist, und beleuchtet den Eindruck, dass Sport oft in der Bildungspolitik ein Schattendasein führt. Es geht um die Frage, welche Reformen nötig sind, damit der Sportunterricht stärker im Bildungssystem berücksichtigt wird. Eine Bewegung vom Rand ins zentrale Bildungsfeld wird als Ziel beschrieben, ohne konkrete Maßnahmen vorzuziehen.

Aus der Praxis: Grundschule vs. Weiterführung

In der Grundschule wird Sport häufig als Nebenfach angesehen, obwohl er wichtige Lernfelder unterstützt, etwa Konzentration und Frustrationstoleranz. Fachfremder Unterricht und geringe Verfügbarkeit von Räumen oder Hallen erschweren Bewegungszeit. Im Gymnasium verändert sich der Bedarf: Motivation schwankt, und es bedarf motivierender, differenzierter Ansätze, um unterschiedliche Schülergruppen abzuholen und gemeinsamen Unterricht zu ermöglichen.

Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Lernziele

Die Praxis zeigt offene Widersprüche zwischen der Bedeutung von Bewegung und den realen Strukturen: Zeitfenster, Infrastruktur und qualifiziertes Personal reichen oft nicht aus. Bewegungszeit wird durch An- und Abreise sowie Umkleidezeiten weniger als geplant genutzt. Es gibt Bedarf an mehr Hallen, besserer Ausstattung und mehr Fachkräften, um Sport ganzheitlich in den Alltag zu integrieren und Frustrationstoleranz zu fördern.

Reformbedarf und Ausblick

Der Kernvorschlag lautet, Bewegungszeit zu einer täglichen Gewohnheit zu machen, idealerweise 60 Minuten darüber hinaus, ohne Notengebung; es geht um einen rhythmisierten Schulalltag, der Bewegung in sämtliche Lernorte einbindet. Ergänzend soll der Pausenhof als bewegungsfördernder Raum stärker genutzt werden, um ganzheitliches Lernen durch Bewegung zu ermöglichen.