Ressourcen Neu Denken - Fachlicher Input zu Trends der Kreislaufwirtschaft
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Ressourcen Neu Denken - Fachlicher Input zu Trends der Kreislaufwirtschaft

Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e. V.

Beschreibung

Der DGAW-Podcast: In rund 20 Minuten erfahren Hörerinnen und Hörer, warum mutige Innovationen und ein neues Denken notwendig sind, um den Herausforderungen unserer Zeit mit nachhaltigen Lösungen zu begegnen und den Weg zu einer Circular Economy einzuschlagen.

Den DGAW-Podcast finden Sie auf unserer Website und auf allen Streaming-Plattformen.

Moderation und Produktion: Studio Grüner Ton - Marvin Müller (www.gruener-ton.de)

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Folge 62 - SRU Sondergutachten: Umweltrecht zwischen Anspruch und Realität

30.06.2026

Einführung in das Sondergutachten

Marvin Müller begrüßt die Hörer zu einer Diskussion über ein neues Sondergutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen, das Implementationsdefizite im Umweltrecht untersucht. Der Gast, Frau Prof. Dr. Annette Elisabeth Töller, erläutert die Kernfrage des Gutachtens: Warum bleibt die praktische Anwendung des Umweltrechts oft hinter den gesetzlichen Vorgaben zurück?

Praxiseingriffe und Herausforderungen

Das Gutachten zeigt, dass trotz anspruchsvoller Gesetze die Implementierung in der Praxis oft schlecht ist. Beispiele wie die Luftreinhaltung und Gewässerschutz verdeutlichen die Lücken zwischen Anspruch und Realität. Töller erklärt, dass die Gewerbeabfallverordnung oft unzureichend umgesetzt wird, was zu einer Verschwendung von Ressourcen und erhöhten Treibhausgasemissionen führt.

Ursachen der Implementationsdefizite

Es werden drei Hauptursachen für die mangelhafte Umsetzung des Umweltrechts identifiziert: ungenau formulierte Gesetze, schlecht ausgestattete Vollzugsbehörden und fehlende Anreize für die Adressaten. Töller hebt hervor, dass die Komplexität der Gesetze und die ungleiche Kontrolle zwischen den Bundesländern die Situation verschärfen.

Rolle der Digitalisierung und der NGOs

Die Diskussion über mögliche digitale Lösungen zur Verbesserung der Implementierung wird angesprochen. Töller erörtert, dass NGOs eine wichtige Rolle im Umweltschutz spielen, insbesondere durch Klagen, die positive Auswirkungen auf die Luftqualität hatten. Sie warnt jedoch vor Bestrebungen, das Klagerecht der Umweltverbände einzuschränken.

Vorschläge zur Verbesserung

Abschließend fordert Töller strukturelle Veränderungen, um Fehlanreize in der Kreislaufwirtschaft zu beseitigen, insbesondere durch eine bessere Koordination der Kapazitäten in thermischen Verwertungsanlagen. Sie sieht Potenzial in der Bündelung von Aufgaben und der stärkeren Einbindung von NGOs in den Prozess.

Einführung in das Sondergutachten

Marvin Müller begrüßt die Hörer zu einer Diskussion über ein neues Sondergutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen, das Implementationsdefizite im Umweltrecht untersucht. Der Gast, Frau Prof. Dr. Annette Elisabeth Töller, erläutert die Kernfrage des Gutachtens: Warum bleibt die praktische Anwendung des Umweltrechts oft hinter den gesetzlichen Vorgaben zurück?

Praxiseingriffe und Herausforderungen

Das Gutachten zeigt, dass trotz anspruchsvoller Gesetze die Implementierung in der Praxis oft schlecht ist. Beispiele wie die Luftreinhaltung und Gewässerschutz verdeutlichen die Lücken zwischen Anspruch und Realität. Töller erklärt, dass die Gewerbeabfallverordnung oft unzureichend umgesetzt wird, was zu einer Verschwendung von Ressourcen und erhöhten Treibhausgasemissionen führt.

Ursachen der Implementationsdefizite

Es werden drei Hauptursachen für die mangelhafte Umsetzung des Umweltrechts identifiziert: ungenau formulierte Gesetze, schlecht ausgestattete Vollzugsbehörden und fehlende Anreize für die Adressaten. Töller hebt hervor, dass die Komplexität der Gesetze und die ungleiche Kontrolle zwischen den Bundesländern die Situation verschärfen.

Rolle der Digitalisierung und der NGOs

Die Diskussion über mögliche digitale Lösungen zur Verbesserung der Implementierung wird angesprochen. Töller erörtert, dass NGOs eine wichtige Rolle im Umweltschutz spielen, insbesondere durch Klagen, die positive Auswirkungen auf die Luftqualität hatten. Sie warnt jedoch vor Bestrebungen, das Klagerecht der Umweltverbände einzuschränken.

Vorschläge zur Verbesserung

Abschließend fordert Töller strukturelle Veränderungen, um Fehlanreize in der Kreislaufwirtschaft zu beseitigen, insbesondere durch eine bessere Koordination der Kapazitäten in thermischen Verwertungsanlagen. Sie sieht Potenzial in der Bündelung von Aufgaben und der stärkeren Einbindung von NGOs in den Prozess.

Folge 61 - Kann eine App Kartons eine zweite Chance geben?

02.06.2026

Themen und Fokus der Gründung

Der Podcast beleuchtet, welche Potenziale die Kreislaufwirtschaft für Geschäftsmodelle, Innovationen und digitale Lösungen bietet. Im Gespräch wird der Fokus auf Verpackungen gelegt, mit dem Ziel, Ressourcen zu schonen, Abfälle zu verringern und Logistikprozesse zu verbessern. Die Gründer Martin Beitz und Katrin Wehry berichten von einer Ausrichtung auf kleine bis mittlere Unternehmen sowie konkrete Projekte aus der grünen Projektmanufaktur.

Digitale Lösung und Praxisprojekt

Im Mittelpunkt steht die Repacket-App, die Händler und Privathaushalte vernetzt, um Verpackungsmaterial wiederzuverwenden. Nutzer finden passende Kartonarten per Standort-Filter, geben Kartons ab und nutzen einen QR-Code, um Abgaben nachzuverfolgen. Die Anwendung wird als vernetztes, nachhaltiges System beschrieben, das Transparenz über Abfallreduktion und Materialkreislauf ermöglicht.

Rollen, Finanzierung und Messbarkeit

Es wird erörtert, wie Startups in der Kreislaufwirtschaft wirtschaftlich bestehen können. Das Team berichtet von Bootstrapping und projektbasierter Finanzierung, von der Bedeutung langfristiger Planung und von Schwierigkeiten bei Förderprogrammen. Messgrößen wie CO2- und Wassereinsparungen sollen Transparenz schaffen, während die App bisher auf Registrierungen und Downloads basiert.

Zukünftige Entwicklungen und Netzwerkbedarf

Geplant ist der Aufbau eines unternehmensweiten Netzwerks zum Austausch von Verpackungsmaterial, um weitere Kreislaufprozesse zu ermöglichen. Erste Tests sind für einen geplanten Zeitraum vorgesehen, während parallel an der Verbreitung und Akzeptanz gearbeitet wird. Teil der Vision ist eine breitere Teilnahme von Unternehmen und eine stärkere Vernetzung im Bereich Verpackungsrecycling.

Themen und Fokus der Gründung

Der Podcast beleuchtet, welche Potenziale die Kreislaufwirtschaft für Geschäftsmodelle, Innovationen und digitale Lösungen bietet. Im Gespräch wird der Fokus auf Verpackungen gelegt, mit dem Ziel, Ressourcen zu schonen, Abfälle zu verringern und Logistikprozesse zu verbessern. Die Gründer Martin Beitz und Katrin Wehry berichten von einer Ausrichtung auf kleine bis mittlere Unternehmen sowie konkrete Projekte aus der grünen Projektmanufaktur.

Digitale Lösung und Praxisprojekt

Im Mittelpunkt steht die Repacket-App, die Händler und Privathaushalte vernetzt, um Verpackungsmaterial wiederzuverwenden. Nutzer finden passende Kartonarten per Standort-Filter, geben Kartons ab und nutzen einen QR-Code, um Abgaben nachzuverfolgen. Die Anwendung wird als vernetztes, nachhaltiges System beschrieben, das Transparenz über Abfallreduktion und Materialkreislauf ermöglicht.

Rollen, Finanzierung und Messbarkeit

Es wird erörtert, wie Startups in der Kreislaufwirtschaft wirtschaftlich bestehen können. Das Team berichtet von Bootstrapping und projektbasierter Finanzierung, von der Bedeutung langfristiger Planung und von Schwierigkeiten bei Förderprogrammen. Messgrößen wie CO2- und Wassereinsparungen sollen Transparenz schaffen, während die App bisher auf Registrierungen und Downloads basiert.

Zukünftige Entwicklungen und Netzwerkbedarf

Geplant ist der Aufbau eines unternehmensweiten Netzwerks zum Austausch von Verpackungsmaterial, um weitere Kreislaufprozesse zu ermöglichen. Erste Tests sind für einen geplanten Zeitraum vorgesehen, während parallel an der Verbreitung und Akzeptanz gearbeitet wird. Teil der Vision ist eine breitere Teilnahme von Unternehmen und eine stärkere Vernetzung im Bereich Verpackungsrecycling.

Folge 60 - Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2026

29.04.2026

Überblick zum Statusbericht und Zielsetzung

Der Statusbericht zur deutschen Kreislaufwirtschaft bietet einen umfassenden Marktüberblick und analysiert aktuelle sowie künftige Aufgaben, Leistungen und Ziele der Branche. Er entsteht im Zusammenschluss von Prognos, Infa und weiteren Partnern und richtet sich an Politik, Wirtschaft, Medien sowie fachöffentliches Interesse. Der Bericht gliedert sich in mehrere Kapitel und beleuchtet neben Zahlen auch Spezialthemen, um Struktur, Funktionen und Entwicklungen der Kreislaufwirtschaft sichtbar zu machen.

Wesentliche Befunde zu Abfallmengen, Infrastruktur und Trends

Die Abfallmengen zeigen insgesamt kaum Veränderungen, während einzelne Fraktionen leicht rückläufig sind. Die Anzahl Behandlungs- und Aufbereitungsanlagen nimmt ab, was auf Konsolidierung und Investitionszurückhaltung hindeutet. Gleichzeitig wird deutlich, dass neue Technologien wie KI als Wachstumsfeld erkannt werden und die Branche robuster auf Krisen reagiert, obwohl wirtschaftliche Rahmenbedingungen unter Druck stehen.

Regulatorische Rahmenbedingungen, Investitionen und Digitalisierung

Schwerpunkte liegen auf regulatorischen Hürden, insbesondere End-of-Waste-Regeln und verbindlichen Rezyklateinsatzquoten, die Investitionssicherheit erhöhen könnten. Digitalisierung, KI, IoT und standardisierte Datenschnittstellen gelten als notwendige Treiber, um Transparenz, Nachverfolgbarkeit und effiziente Kreislaufentscheidungen zu ermöglichen. Öffentliche Beschaffung wird als wichtiger Hebel diskutiert, um Märkte zu stärken und Sortierprozesse zu unterstützen.

EU-Perspektive, Unterschiede zwischen Mitgliedstaaten und Perspektiven

Auf EU-Ebene bleibt der normative Anspruch hoch, doch Umsetzung variiert stark zwischen Ländern. Deponiequoten, Infrastruktur und administrative Kapazitäten beeinflussen Zielerreichung. Zentrale Aufgaben umfassen praxisnahe End-of-Waste-Regeln, verbindliche Rezyklateinsatzquoten und stärkere Einbindung von öffentlicher Beschaffung, Produktentwicklung und Bürgerkommunikation, um eine hochwertige Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen.

Überblick zum Statusbericht und Zielsetzung

Der Statusbericht zur deutschen Kreislaufwirtschaft bietet einen umfassenden Marktüberblick und analysiert aktuelle sowie künftige Aufgaben, Leistungen und Ziele der Branche. Er entsteht im Zusammenschluss von Prognos, Infa und weiteren Partnern und richtet sich an Politik, Wirtschaft, Medien sowie fachöffentliches Interesse. Der Bericht gliedert sich in mehrere Kapitel und beleuchtet neben Zahlen auch Spezialthemen, um Struktur, Funktionen und Entwicklungen der Kreislaufwirtschaft sichtbar zu machen.

Wesentliche Befunde zu Abfallmengen, Infrastruktur und Trends

Die Abfallmengen zeigen insgesamt kaum Veränderungen, während einzelne Fraktionen leicht rückläufig sind. Die Anzahl Behandlungs- und Aufbereitungsanlagen nimmt ab, was auf Konsolidierung und Investitionszurückhaltung hindeutet. Gleichzeitig wird deutlich, dass neue Technologien wie KI als Wachstumsfeld erkannt werden und die Branche robuster auf Krisen reagiert, obwohl wirtschaftliche Rahmenbedingungen unter Druck stehen.

Regulatorische Rahmenbedingungen, Investitionen und Digitalisierung

Schwerpunkte liegen auf regulatorischen Hürden, insbesondere End-of-Waste-Regeln und verbindlichen Rezyklateinsatzquoten, die Investitionssicherheit erhöhen könnten. Digitalisierung, KI, IoT und standardisierte Datenschnittstellen gelten als notwendige Treiber, um Transparenz, Nachverfolgbarkeit und effiziente Kreislaufentscheidungen zu ermöglichen. Öffentliche Beschaffung wird als wichtiger Hebel diskutiert, um Märkte zu stärken und Sortierprozesse zu unterstützen.

EU-Perspektive, Unterschiede zwischen Mitgliedstaaten und Perspektiven

Auf EU-Ebene bleibt der normative Anspruch hoch, doch Umsetzung variiert stark zwischen Ländern. Deponiequoten, Infrastruktur und administrative Kapazitäten beeinflussen Zielerreichung. Zentrale Aufgaben umfassen praxisnahe End-of-Waste-Regeln, verbindliche Rezyklateinsatzquoten und stärkere Einbindung von öffentlicher Beschaffung, Produktentwicklung und Bürgerkommunikation, um eine hochwertige Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen.