O-Ton Diabetologie
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O-Ton Diabetologie

MedTriX GmbH

Beschreibung

O-Ton Diabetologie ist der Podcast für alle, die Diabetologie leben – praxisnah, kritisch und interdisziplinär. Unser Podcast richtet sich an Diabetolog:innen, Diabetesberater:innen, Ärzt:innen aus Klinikund Praxis, Pflegekräfte, Wissenschaftler:innen sowie alle, die sich für Diabetes interessieren. Alle zwei Wochen, immer mittwochs, treffen wir Expert:innen aus der Diabetologie, der Adipositas-Therapie und aus angrenzenden Fachgebieten.

Es geht um Diagnose und Behandlung, umDiabetes-Technologien und Digitalisierungstrends, um neue Forschungsergebnisse und Leitlinien. Zusammen mit unseren Gästen schauen wir genau hin, diskutieren die Herausforderungen im Praxisalltag – und besprechen, was besser laufen sollte. Moderiert wird der Podcast von Nicole Finkenauer (Redakteurin „diabetes zeitung“ der DDG) und Günter Nuber (Teamleiter Diabetologie und Gesamtredaktionsleiter Deutschland der MedTriXGroup).

Regelmäßige Specials sind die „Tec-Update“-Folgen, sprich Diabetestechnologie-News mit den renommierten Szene-Köpfen Prof. Lutz Heinemann und Prof. Bernd Kulzer. Und auch junge Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen sind regelmäßig zu Gast, denn zweimal im Jahr treffen wir uns mit der AG Nachwuchs der DDG auf Kongressen zu Vor-Ort-Podcast-Sessions. All das macht O-Ton Diabetologie zu einem echten Wissens-Hotspot.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Diabetes im Alter

09.09.2026

Herausforderungen bei der Diabetesversorgung im Alter

Im hohen Lebensalter sind komplexe Insulinschemata und straffe Therapieeinstellungen häufig zu beobachten, was zu Hypoglykämien führen kann. Therapien, die das Risiko für Hypoglykämien erhöhen, wie Sulfonyl-Harnstoffe, werden weiterhin verordnet, obwohl sie für ältere Patienten weniger geeignet sind. Eine systematische Deeskalation von Therapien fehlt oft, was die Betreuung älterer Menschen mit Diabetes erschwert.

Die medizinische Situation älterer Diabetiker

In Deutschland leben etwa zwei Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes über 75 Jahre, viele davon sind multimorbide. Die Behandlung dieser Gruppe erfordert eine individuelle Betrachtung ihrer Lebenssituation und gesundheitlichen Bedürfnisse, da Diabetes oft mit weiteren Erkrankungen einhergeht.

Hypoglykämien und Behandlungsziele

Das Vermeiden von Hypoglykämien ist das primäre Behandlungsziel bei älteren Menschen mit Diabetes. Viele dieser Patienten sind sich der Symptome von Hypoglykämien nicht bewusst, was die Gefahr von Stürzen und weiteren gesundheitlichen Problemen erhöht.

Individuelle Therapieansätze

Die Therapie sollte an die individuellen Fähigkeiten und die Lebenssituation des Patienten angepasst werden, wobei kognitive Defizite und funktionale Einschränkungen berücksichtigt werden müssen. Ein strukturiertes Assessment kann helfen, die geeignete Therapie zu bestimmen.

Rolle der kontinuierlichen Glucosemessung

Moderne kontinuierliche Glucosemesssysteme (CGM) können älteren Patienten helfen, indem sie Hypoglykämien besser detektieren und die Therapie anpassen. Diese Systeme bieten zudem eine Entlastung für Angehörige und Pflegepersonal.

Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Diabetologen, Geriatern, Pflegekräften und Apothekern ist entscheidend für die erfolgreiche Betreuung älterer Menschen mit Diabetes. Es gibt jedoch noch Herausforderungen, insbesondere in der Übergabe zwischen Klinik und Pflegeheim.

Aktuelle Projekte und Entwicklungen

Aktuelle Projekte in der Diabetesversorgung fokussieren auf die Verbesserung der Behandlungsleitlinien und die Entwicklung von SOPs für die Handhabung von Hypoglykämien. Diese sollen eine einheitliche Vorgehensweise für Pflegekräfte und Ärzte bieten.

Herausforderungen bei der Diabetesversorgung im Alter

Im hohen Lebensalter sind komplexe Insulinschemata und straffe Therapieeinstellungen häufig zu beobachten, was zu Hypoglykämien führen kann. Therapien, die das Risiko für Hypoglykämien erhöhen, wie Sulfonyl-Harnstoffe, werden weiterhin verordnet, obwohl sie für ältere Patienten weniger geeignet sind. Eine systematische Deeskalation von Therapien fehlt oft, was die Betreuung älterer Menschen mit Diabetes erschwert.

Die medizinische Situation älterer Diabetiker

In Deutschland leben etwa zwei Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes über 75 Jahre, viele davon sind multimorbide. Die Behandlung dieser Gruppe erfordert eine individuelle Betrachtung ihrer Lebenssituation und gesundheitlichen Bedürfnisse, da Diabetes oft mit weiteren Erkrankungen einhergeht.

Hypoglykämien und Behandlungsziele

Das Vermeiden von Hypoglykämien ist das primäre Behandlungsziel bei älteren Menschen mit Diabetes. Viele dieser Patienten sind sich der Symptome von Hypoglykämien nicht bewusst, was die Gefahr von Stürzen und weiteren gesundheitlichen Problemen erhöht.

Individuelle Therapieansätze

Die Therapie sollte an die individuellen Fähigkeiten und die Lebenssituation des Patienten angepasst werden, wobei kognitive Defizite und funktionale Einschränkungen berücksichtigt werden müssen. Ein strukturiertes Assessment kann helfen, die geeignete Therapie zu bestimmen.

Rolle der kontinuierlichen Glucosemessung

Moderne kontinuierliche Glucosemesssysteme (CGM) können älteren Patienten helfen, indem sie Hypoglykämien besser detektieren und die Therapie anpassen. Diese Systeme bieten zudem eine Entlastung für Angehörige und Pflegepersonal.

Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Diabetologen, Geriatern, Pflegekräften und Apothekern ist entscheidend für die erfolgreiche Betreuung älterer Menschen mit Diabetes. Es gibt jedoch noch Herausforderungen, insbesondere in der Übergabe zwischen Klinik und Pflegeheim.

Aktuelle Projekte und Entwicklungen

Aktuelle Projekte in der Diabetesversorgung fokussieren auf die Verbesserung der Behandlungsleitlinien und die Entwicklung von SOPs für die Handhabung von Hypoglykämien. Diese sollen eine einheitliche Vorgehensweise für Pflegekräfte und Ärzte bieten.

Raus aus Klinik und Praxis, rein in den Ruhestand

25.08.2026

Einleitung und Sponsoring

Die Episode wird durch Böhringer Ilheim unterstützt und thematisiert den Übergang von der Klinik- und Praxistätigkeit in den Ruhestand für medizinische Fachkräfte im Bereich Diabetologie.

Persönlicher Übergang in den Ruhestand

Günter Nuber spricht mit Professor Dr. Thomas Haag über dessen Erfahrungen nach 25 Jahren als Chefarzt. Haag reflektiert über den Übergang in den Ruhestand, seine Aktivitäten und die Herausforderungen, die mit diesem Lebensabschnitt verbunden sind.

Erste Wochen im Ruhestand

Haag beschreibt die Anfangszeit nach seinem letzten Arbeitstag, wie er sich seelisch vorbereitet hat, und die Herausforderungen, die mit der plötzlichen Freizeit einhergingen. Er hat Strategien entwickelt, um seine Zeit sinnvoll zu gestalten und plant feste Arbeitstage.

Identität und Verantwortung

Er spricht über den Verlust der Identität als Chefarzt und die damit verbundene Verantwortung. Haag betont, dass er die Veränderungen akzeptiert hat und sich nun auf neue Projekte konzentriert, während er weiterhin im Rettungsdienst aktiv bleibt.

Aktiv bleiben und neue Herausforderungen

Haag hat sich neue Ziele gesetzt, darunter die Ausbildung anderer Notärzte und die Entwicklung von Präventionsprojekten. Er reflektiert über die Bedeutung von körperlicher Fitness und geistiger Aktivität im Ruhestand.

Ratschläge für zukünftige Ruheständler

Haag empfiehlt, die letzten Arbeitsjahre zu genießen und sich rechtzeitig Gedanken über die Zeit nach dem Berufsleben zu machen. Er ermutigt dazu, neue Interessen zu entwickeln und aktiv zu bleiben.

Schlussfolgerung

In der abschließenden Diskussion wird deutlich, dass Haag seine Erfahrungen positiv wertet und die Wichtigkeit von sozialer Interaktion und persönlicher Weiterentwicklung im Ruhestand betont.

Einleitung und Sponsoring

Die Episode wird durch Böhringer Ilheim unterstützt und thematisiert den Übergang von der Klinik- und Praxistätigkeit in den Ruhestand für medizinische Fachkräfte im Bereich Diabetologie.

Persönlicher Übergang in den Ruhestand

Günter Nuber spricht mit Professor Dr. Thomas Haag über dessen Erfahrungen nach 25 Jahren als Chefarzt. Haag reflektiert über den Übergang in den Ruhestand, seine Aktivitäten und die Herausforderungen, die mit diesem Lebensabschnitt verbunden sind.

Erste Wochen im Ruhestand

Haag beschreibt die Anfangszeit nach seinem letzten Arbeitstag, wie er sich seelisch vorbereitet hat, und die Herausforderungen, die mit der plötzlichen Freizeit einhergingen. Er hat Strategien entwickelt, um seine Zeit sinnvoll zu gestalten und plant feste Arbeitstage.

Identität und Verantwortung

Er spricht über den Verlust der Identität als Chefarzt und die damit verbundene Verantwortung. Haag betont, dass er die Veränderungen akzeptiert hat und sich nun auf neue Projekte konzentriert, während er weiterhin im Rettungsdienst aktiv bleibt.

Aktiv bleiben und neue Herausforderungen

Haag hat sich neue Ziele gesetzt, darunter die Ausbildung anderer Notärzte und die Entwicklung von Präventionsprojekten. Er reflektiert über die Bedeutung von körperlicher Fitness und geistiger Aktivität im Ruhestand.

Ratschläge für zukünftige Ruheständler

Haag empfiehlt, die letzten Arbeitsjahre zu genießen und sich rechtzeitig Gedanken über die Zeit nach dem Berufsleben zu machen. Er ermutigt dazu, neue Interessen zu entwickeln und aktiv zu bleiben.

Schlussfolgerung

In der abschließenden Diskussion wird deutlich, dass Haag seine Erfahrungen positiv wertet und die Wichtigkeit von sozialer Interaktion und persönlicher Weiterentwicklung im Ruhestand betont.

Hitze-Risiken bei Diabetes: Was tun, wenn es heiß wird?

12.08.2026

Einführung und Partner

Die Episode wird durch Böhringer Ilheim unterstützt und befasst sich mit den Risiken von Hitzewellen für Menschen mit Diabetes. Das relative Risiko für einen Hitzetod ist um 20% höher, und ein Anstieg der Temperatur um 5°C erhöht dieses Risiko um weitere 13%.

Hosts und Gesprächspartner

Die Hosts, Nicole Finkenauer und Günter Nuber, diskutieren mit Theresia Schoppe, Diabetesberaterin, und Privatdozent Dr. Sebastian Petry, Diabetologe, über die Auswirkungen von Hitze auf Diabetes.

Forschung zur Hitze und Diabetes

Ein Cochrane-Review, an dem Dr. Petry maßgeblich beteiligt ist, untersucht, ob Hitze die Entstehung und den Verlauf von Diabetes beeinflusst. Erste Ergebnisse zeigen ein erhöhtes Risiko für Mortalität und Krankenhausaufenthalte während Hitzewellen.

Physiologische Reaktionen bei Hitze

Menschen mit Diabetes haben oft eine gestörte physiologische Hitzeanpassung, was zu gefährlichen gesundheitlichen Auswirkungen führen kann. Faktoren wie Dehydratation können das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen.

Begleiterkrankungen und Hitze

Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und Niereninsuffizienz verschärfen die Gefahren von Hitze für Menschen mit Diabetes. Diese Erkrankungen beeinträchtigen die Fähigkeit des Körpers, sich an Hitze anzupassen.

Insulinmanagement bei Hitze

Hitze beeinflusst die Insulinwirkung und kann zu Glukoseschwankungen führen. Eine individuelle Anpassung der Insulindosis ist notwendig, da Hitze sowohl die Insulinabsorption beschleunigen als auch die Insulinwirkung verringern kann.

Ernährung und Flüssigkeitszufuhr

Für Menschen mit Diabetes sind leichte, wasserreiche Speisen und ungesüßte Getränke empfehlenswert. Alkohol und hohe Koffeinmengen sollten vermieden werden, da sie das Risiko der Dehydratation erhöhen können.

Praktische Tipps zur Hitzebewältigung

Empfohlene Maßnahmen umfassen das Tragen von Sonnenschutz, das richtige Lüften von Räumen und die Nutzung öffentlicher kühler Orte. Informationen zur optimalen Lagerung und Handhabung von Diabetes-Hilfsmitteln bei Hitze sind ebenfalls wichtig.

Ausblick und Schlussfolgerung

Die Episode schließt mit einer Diskussion über die Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen in Kliniken und die Bedeutung von Aufklärung über die Entsorgung von Diabetes-Hilfsmitteln. Die Gäste bedanken sich für das Gespräch und wünschen allen Hörerinnen und Hörern eine gute Zeit während der heißen Tage.

Einführung und Partner

Die Episode wird durch Böhringer Ilheim unterstützt und befasst sich mit den Risiken von Hitzewellen für Menschen mit Diabetes. Das relative Risiko für einen Hitzetod ist um 20% höher, und ein Anstieg der Temperatur um 5°C erhöht dieses Risiko um weitere 13%.

Hosts und Gesprächspartner

Die Hosts, Nicole Finkenauer und Günter Nuber, diskutieren mit Theresia Schoppe, Diabetesberaterin, und Privatdozent Dr. Sebastian Petry, Diabetologe, über die Auswirkungen von Hitze auf Diabetes.

Forschung zur Hitze und Diabetes

Ein Cochrane-Review, an dem Dr. Petry maßgeblich beteiligt ist, untersucht, ob Hitze die Entstehung und den Verlauf von Diabetes beeinflusst. Erste Ergebnisse zeigen ein erhöhtes Risiko für Mortalität und Krankenhausaufenthalte während Hitzewellen.

Physiologische Reaktionen bei Hitze

Menschen mit Diabetes haben oft eine gestörte physiologische Hitzeanpassung, was zu gefährlichen gesundheitlichen Auswirkungen führen kann. Faktoren wie Dehydratation können das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen.

Begleiterkrankungen und Hitze

Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und Niereninsuffizienz verschärfen die Gefahren von Hitze für Menschen mit Diabetes. Diese Erkrankungen beeinträchtigen die Fähigkeit des Körpers, sich an Hitze anzupassen.

Insulinmanagement bei Hitze

Hitze beeinflusst die Insulinwirkung und kann zu Glukoseschwankungen führen. Eine individuelle Anpassung der Insulindosis ist notwendig, da Hitze sowohl die Insulinabsorption beschleunigen als auch die Insulinwirkung verringern kann.

Ernährung und Flüssigkeitszufuhr

Für Menschen mit Diabetes sind leichte, wasserreiche Speisen und ungesüßte Getränke empfehlenswert. Alkohol und hohe Koffeinmengen sollten vermieden werden, da sie das Risiko der Dehydratation erhöhen können.

Praktische Tipps zur Hitzebewältigung

Empfohlene Maßnahmen umfassen das Tragen von Sonnenschutz, das richtige Lüften von Räumen und die Nutzung öffentlicher kühler Orte. Informationen zur optimalen Lagerung und Handhabung von Diabetes-Hilfsmitteln bei Hitze sind ebenfalls wichtig.

Ausblick und Schlussfolgerung

Die Episode schließt mit einer Diskussion über die Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen in Kliniken und die Bedeutung von Aufklärung über die Entsorgung von Diabetes-Hilfsmitteln. Die Gäste bedanken sich für das Gespräch und wünschen allen Hörerinnen und Hörern eine gute Zeit während der heißen Tage.