MicroScope - Pharma-Insights aus Forschung und Medizin
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MicroScope - Pharma-Insights aus Forschung und Medizin

Verband forschender Pharmaunternehmen (vfa)

Beschreibung

In unserem Podcast MicroScope nehmen wir die pharmazeutische Forschung unter die Lupe. Wir erklären, wie neue Impfstoffe gegen COVID-19 wirken. Erläutern die Wirkprinzipien neuer Medikamente gegen schwerwiegende Erkrankungen. Und diskutieren, welche Entwicklungen in der Pharmaforschung unser Leben nachhaltig verändern. Durch die Welt der Labore führt uns in jeder Folge Dr. Rolf Hömke, Forschungssprecher beim Verband forschender Pharmaunternehmen.Moderation: Philipp Eins, Franziska WalserHerausgeber: Verband forschender Pharmaunternehmen (vfa)Produktion: philipp eins kommunikation, We Are Producers Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

mRNA im Einsatz bei Proteinmangelkrankheiten

30.06.2026

Einführung in mRNA und ihre Anwendung

Messenger-RNAs (mRNA) dienen als Baupläne für die Synthese von Proteinen in Zellen. Diese Technologie könnte zur Behandlung von Proteinmangelkrankheiten eingesetzt werden, bei denen bestimmte Proteine im Körper fehlen, oft aufgrund genetischer Defekte.

Unterschiedliche Anwendungen von mRNA

Der Podcast thematisiert die Anwendung von mRNA in der Medizin, insbesondere im Gegensatz zu mRNA-Impfungen. Während Impfungen darauf abzielen, das Immunsystem zu stimulieren, könnte mRNA-Therapie direkt Proteine produzieren, die im Körper fehlen, um genetische Defekte zu überwinden.

Beispiele für Proteinmangelkrankheiten

Es werden spezifische Krankheiten wie Hämophilie, Propionazidämie und Mukoviszidose behandelt. Hämophilie kann mit substituierten Proteinen behandelt werden, während Propionazidämie und Mukoviszidose Potenzial für mRNA-basierte Therapien aufweisen, da die entsprechenden Proteine in Zellen oder Mitochondrien benötigt werden.

Therapeutische Ansätze und Herausforderungen

Die Entwicklung von mRNA-Therapien steht vor Herausforderungen, einschließlich der Notwendigkeit, mRNA sicher und effizient in die Zielzellen zu transportieren. Lipid-Nanopartikel werden eingesetzt, um mRNA zu verkapseln und die gezielte Abgabe zu ermöglichen.

Aktueller Stand der Forschung

Die mRNA-Therapien befinden sich in verschiedenen Phasen klinischer Studien. Während bei Propionazidämie positive Zwischenergebnisse erzielt wurden, sind für Mukoviszidose bereits Phase-2-Studien angelaufen. Eine breitere Anwendung dieser Therapien könnte in der Zukunft möglich sein, hängt jedoch von weiteren Erfolgen in der Forschung ab.

Gentherapie vs. mRNA-Therapie

Gentherapie könnte langfristige Lösungen bieten, ist jedoch technisch komplex und teuer. mRNA-Therapien bieten eine vielversprechende, weniger invasive Alternative zur Behandlung von Proteinmangelkrankheiten.

Einführung in mRNA und ihre Anwendung

Messenger-RNAs (mRNA) dienen als Baupläne für die Synthese von Proteinen in Zellen. Diese Technologie könnte zur Behandlung von Proteinmangelkrankheiten eingesetzt werden, bei denen bestimmte Proteine im Körper fehlen, oft aufgrund genetischer Defekte.

Unterschiedliche Anwendungen von mRNA

Der Podcast thematisiert die Anwendung von mRNA in der Medizin, insbesondere im Gegensatz zu mRNA-Impfungen. Während Impfungen darauf abzielen, das Immunsystem zu stimulieren, könnte mRNA-Therapie direkt Proteine produzieren, die im Körper fehlen, um genetische Defekte zu überwinden.

Beispiele für Proteinmangelkrankheiten

Es werden spezifische Krankheiten wie Hämophilie, Propionazidämie und Mukoviszidose behandelt. Hämophilie kann mit substituierten Proteinen behandelt werden, während Propionazidämie und Mukoviszidose Potenzial für mRNA-basierte Therapien aufweisen, da die entsprechenden Proteine in Zellen oder Mitochondrien benötigt werden.

Therapeutische Ansätze und Herausforderungen

Die Entwicklung von mRNA-Therapien steht vor Herausforderungen, einschließlich der Notwendigkeit, mRNA sicher und effizient in die Zielzellen zu transportieren. Lipid-Nanopartikel werden eingesetzt, um mRNA zu verkapseln und die gezielte Abgabe zu ermöglichen.

Aktueller Stand der Forschung

Die mRNA-Therapien befinden sich in verschiedenen Phasen klinischer Studien. Während bei Propionazidämie positive Zwischenergebnisse erzielt wurden, sind für Mukoviszidose bereits Phase-2-Studien angelaufen. Eine breitere Anwendung dieser Therapien könnte in der Zukunft möglich sein, hängt jedoch von weiteren Erfolgen in der Forschung ab.

Gentherapie vs. mRNA-Therapie

Gentherapie könnte langfristige Lösungen bieten, ist jedoch technisch komplex und teuer. mRNA-Therapien bieten eine vielversprechende, weniger invasive Alternative zur Behandlung von Proteinmangelkrankheiten.

Schatzkammern der Medizin - Biobanken in der Pharmaforschung

09.06.2026

Biobanken als Schatzkammern der Medizin

Biobanken sammeln, lagern und analysieren Proben wie Blut, Gewebe, Speichel, Urin und Stuhl. Anhand der Proben erkennen Forscher Krankheitsmechanismen, entwickeln Therapien und prüfen, für welche Patientengruppen sich Behandlungen eignen. Der Fokus liegt auf passgenauen Ansätzen, die Tumore genetisch charakterisieren und Therapien zielgerichtet einsetzen.

Struktur, Technik und Qualitätssicherung

Große Hallen mit Kühlanlagen, automatisierte Roboter und mehrere Standorte sichern eine hohe Probenquantität. Ein Biobank-Informationsmanagement-System (BIMS) verfolgt Proben von Klinik bis Lager, inklusive Datentransparenz, Verweisketten und Qualitätskontrollen. Zwei Millionen Proben stehen zur Verfügung und werden je nach Forschungsbedarf bereitgestellt.

Datenschutz, Verfügbarkeit und Vertrauen

Proben werden anonymisiert geführt; Namen sind ausgeschlossen, Treuhandstellen koppeln Nummern mit Identitäten. Datenschutz bleibt essentiell, doch er schafft Vertrauen und ermöglicht langfristige Studien, bei denen viele Proben zusammenkommen, um belastbare Ergebnisse zu liefern. Datenverknüpfung mit klinischen Informationen erhöht wissenschaftliche Wertigkeit.

Netzwerke, Plattformen und Zukunftsperspektiven

Eine nationale Biobank-Plattform soll Standards vereinheitlichen, Vernetzung stärken und den Zugang zu Proben erleichtern. Wissenschaft und Industrie profitieren von einheitlicher Qualität, besserer Zusammenarbeit und zentralen Antragsprozessen. EU-weite Kooperationen bleiben wichtig, doch eine fokussierte nationale Struktur soll Forschungs- und Entwicklungszyklen beschleunigen.

Biobanken als Schatzkammern der Medizin

Biobanken sammeln, lagern und analysieren Proben wie Blut, Gewebe, Speichel, Urin und Stuhl. Anhand der Proben erkennen Forscher Krankheitsmechanismen, entwickeln Therapien und prüfen, für welche Patientengruppen sich Behandlungen eignen. Der Fokus liegt auf passgenauen Ansätzen, die Tumore genetisch charakterisieren und Therapien zielgerichtet einsetzen.

Struktur, Technik und Qualitätssicherung

Große Hallen mit Kühlanlagen, automatisierte Roboter und mehrere Standorte sichern eine hohe Probenquantität. Ein Biobank-Informationsmanagement-System (BIMS) verfolgt Proben von Klinik bis Lager, inklusive Datentransparenz, Verweisketten und Qualitätskontrollen. Zwei Millionen Proben stehen zur Verfügung und werden je nach Forschungsbedarf bereitgestellt.

Datenschutz, Verfügbarkeit und Vertrauen

Proben werden anonymisiert geführt; Namen sind ausgeschlossen, Treuhandstellen koppeln Nummern mit Identitäten. Datenschutz bleibt essentiell, doch er schafft Vertrauen und ermöglicht langfristige Studien, bei denen viele Proben zusammenkommen, um belastbare Ergebnisse zu liefern. Datenverknüpfung mit klinischen Informationen erhöht wissenschaftliche Wertigkeit.

Netzwerke, Plattformen und Zukunftsperspektiven

Eine nationale Biobank-Plattform soll Standards vereinheitlichen, Vernetzung stärken und den Zugang zu Proben erleichtern. Wissenschaft und Industrie profitieren von einheitlicher Qualität, besserer Zusammenarbeit und zentralen Antragsprozessen. EU-weite Kooperationen bleiben wichtig, doch eine fokussierte nationale Struktur soll Forschungs- und Entwicklungszyklen beschleunigen.

Entsorgen statt Blockieren. PROTAC-Wirkstoffe im Praxistest

08.05.2026

Protein-Protein-Management im Körper

Im Körper steuern Proteine viele Aufgaben: Struktur, Kommunikation und Reaktionen. Manche Proteine funktionieren reibungslos, andere verursachen Fehlfunktionen, die Krankheiten begünstigen. Die Zellen verfügen über Abbausysteme, die fehlgewordene Proteine identifizieren und in Schredderprozesse geben. Der Kunstgriff besteht darin, gezielt zu bestimmen, welche Proteine entsorgt werden sollen, ohne die restlichen Proteine zu gefährden.

Funktionsprinzip von gezieltem Proteinabbau

Protex, eine Untergruppe der Targeted Protein Degraders, nutzen die zelleigene Abbaumaschinerie. Ein Zwischenmolekül verbindet ein E3-Enzym mit dem Zielprotein, sodass dieses markiert wird und in den Schredder wandert. So lässt sich ein krankhaftes Protein gezielt abbauen, während andere Proteine unverändert bleiben. Dabei spielen Schildmolekül und Bindungspartner eine zentrale Rolle.

Herausforderungen und Entwicklungswege

In der Praxis treten Hürden auf: passende E3-Enzyme finden, Zwischenmoleküle gestalten, die Membranpassage überwinden und eine stabile, transportfähige Verbindung herstellen. Optimierungen betreffen Links- und Bindemittel, Flexibilität der Kette und die Möglichkeit, Tabletten statt Infusionen zu verwenden. Dennoch zeigen Experimente, dass Protex grundsätzlich funktionieren können und erste Anwendungen in der Testphase stehen.

Anwendungsfelder und Perspektiven

Protex könnten Hormonsignalwege in Krebsarten beeinflussen, etwa Östrogen- oder Androgenrezeptoren, sowie andere krankhafte Proteinkaskaden. Neben Brust- und Prostatakrebs stehen atopische Hautentzündungen und neurodegenerative Erkrankungen im Blick. Die Idee ist, schädliche Proteine abzubauen, die sich durch Mutationen oder krankhafte Ansammlungen erhöhen, um die Erkrankungen besser zu kontrollieren.

Protein-Protein-Management im Körper

Im Körper steuern Proteine viele Aufgaben: Struktur, Kommunikation und Reaktionen. Manche Proteine funktionieren reibungslos, andere verursachen Fehlfunktionen, die Krankheiten begünstigen. Die Zellen verfügen über Abbausysteme, die fehlgewordene Proteine identifizieren und in Schredderprozesse geben. Der Kunstgriff besteht darin, gezielt zu bestimmen, welche Proteine entsorgt werden sollen, ohne die restlichen Proteine zu gefährden.

Funktionsprinzip von gezieltem Proteinabbau

Protex, eine Untergruppe der Targeted Protein Degraders, nutzen die zelleigene Abbaumaschinerie. Ein Zwischenmolekül verbindet ein E3-Enzym mit dem Zielprotein, sodass dieses markiert wird und in den Schredder wandert. So lässt sich ein krankhaftes Protein gezielt abbauen, während andere Proteine unverändert bleiben. Dabei spielen Schildmolekül und Bindungspartner eine zentrale Rolle.

Herausforderungen und Entwicklungswege

In der Praxis treten Hürden auf: passende E3-Enzyme finden, Zwischenmoleküle gestalten, die Membranpassage überwinden und eine stabile, transportfähige Verbindung herstellen. Optimierungen betreffen Links- und Bindemittel, Flexibilität der Kette und die Möglichkeit, Tabletten statt Infusionen zu verwenden. Dennoch zeigen Experimente, dass Protex grundsätzlich funktionieren können und erste Anwendungen in der Testphase stehen.

Anwendungsfelder und Perspektiven

Protex könnten Hormonsignalwege in Krebsarten beeinflussen, etwa Östrogen- oder Androgenrezeptoren, sowie andere krankhafte Proteinkaskaden. Neben Brust- und Prostatakrebs stehen atopische Hautentzündungen und neurodegenerative Erkrankungen im Blick. Die Idee ist, schädliche Proteine abzubauen, die sich durch Mutationen oder krankhafte Ansammlungen erhöhen, um die Erkrankungen besser zu kontrollieren.