
Nachtclub ÜberPop
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Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Gaming & Popkultur
Gaming als Leitmedium
Gaming hat sich zu einem zentralen Medium entwickelt, besonders für junge Menschen. 89 Prozent der 16- bis 29-Jährigen tauchten in Gaming-Welten ein, und das Durchschnittsalter von GamerInnen in Deutschland liegt bei knapp 40 Jahren. Der Umsatz im deutschen Gaming-Markt betrug 2025 etwa 9,4 Milliarden Euro.
Popkultur im Gaming
Die Implementierung von Popkultur in Spielen, insbesondere durch Musik, wird untersucht. Musik in Spielen hat verschiedene Funktionen, von der Untermalung bis zur zentralen Rolle, wie bei Guitar Hero. Nostalgie und Erinnerungen spielen eine Schlüsselrolle bei der Spielerfahrung, wie es Tobias Kirchner beschreibt.
Musik als Erlebnis
Die Verbindung zwischen Musik und Gaming wird durch interaktive Konzerte in Spielen wie Fortnite deutlich, wo Spieler Teil eines virtuellen Erlebnisses werden. Diese Konzerte bieten eine Alternative zu physischen Veranstaltungen und ermöglichen es auch jüngeren oder finanziell eingeschränkten Menschen, Teil der Musikszene zu sein.
E-Sport und Identifikation
E-Sport wird als wachsendes Feld betrachtet, das durch persönliche Nähe und Interaktion mit Spielern auf Plattformen wie Twitch geprägt ist. Die Akzeptanz von E-Sport als ernstzunehmende Disziplin nimmt zu, insbesondere in Ländern wie Südkorea und China, wo E-Sport bereits etabliert ist.
Frauen im Gaming und E-Sport
Trotz der steigenden Zahl weiblicher GamerInnen bleibt der Zugang zu professionellem E-Sport für Frauen eine Herausforderung. Es gibt Bestrebungen, mehr Diversität und Unterstützung für Frauen in der Gaming-Community zu schaffen.
Popkultur und Videospiele
Die Zusammenarbeit zwischen Künstlern und Videospielen zeigt sich in der aktuellen Einbindung von Lana Del Rey in ein James-Bond-Spiel, was die wachsende Bedeutung von Gaming als popkulturelles Medium unterstreicht.

Musik & Menschenrechte: Pop als politisches Werkzeug
Musik als Teil der Menschenrechte
Im Gespräch mit Wolfgang Kaleck wird das Menschenrecht auf Musik als Teil des Rechts auf Bildung und kulturelle Teilhabe beschrieben. Musik wird nicht nur als Kunst, sondern als Medium der Teilhabe, Deeskalation und Identitätsbildung sichtbar. Zensur, Finanzierungskrisen und Privatisierung des öffentlichen Raums bedrohen dieses Recht, insbesondere in autoritären Kontexten. Die Diskussion zeichnet ein Bild von Musik als Faktor, der gesellschaftliche Freiräume vermittelt.
Historische Verwerfungen und das Völkerrecht
Der Podcast thematisiert koloniale Gewalt, Reparationen und die Kritik am eurozentrischen Völkerrecht. Beispiele wie der Kolonialmord in Kongo, die Namibier-Verhandlungen und die Aufarbeitung kolonialer Verbrechen zeigen, dass Rechtssprechung oft zu spät folgt und moralische Vergleiche scheuen muss. Kontemporäre Forderungen zielen auf faire Verteilung von Ressourcen und eine neue Weltwirtschaftsordnung ab, um Ausbeutung zu begrenzen.
Gegenwartige Konflikte, Protestmusik und Aktivismus
Es wird erläutert, wie Musik in Iran, Sudan und anderen Regionen als Symbol des Widerstands fungiert. Lieder, Protestkünstlerinnen und NGO-Arbeitspartnerinnen werden als wichtige Akteure beschrieben, die trotz Repressionen juristisch unterstützen. Beispiele wie Victor Jara, Baroye und Revolutionen ohne Fernsehzugang illustrieren, wie kulturelle Mobilisierung politische Veränderungen begleitet und verstärkt.

Between The Lines: Pop und Mikrotonalität
Einführung in Mikrotonalität und ein Blick auf Angine de Portrine
Die Episode eröffnet mit einer Einführung in Mikrotonalität als Klangfeld jenseits der zwölf Töne des Wohltemperierten Systems. Eine kanadische Avant-Rock-Band mit auffälligen Kostümen wird als Beispiel genannt, deren Gitarrist ein Gratbrett mit vielen Bünden nutzt. Es wird aufgezeigt, wie Vierteltöne und unendliche Tonhöhen Grenzen der Popmusik erweitern und welche kulturellen Wurzeln Mikrotonalität hat.
Studio-Gespräch mit Rami Olsen
Im Gespräch stellt der Moderator Rami Olsen vor, der als Musiker, Komponist und Dozent tätig ist. Es geht um seine Doktorarbeit über Mikrotonalität als Wandel in Systemen, um die Entstehung eines eigenen Albums und um Kooperationen mit Gästen weltweit. Zudem wird ein Instrument mit austauschbaren Griffbrettern beschrieben, das 31 Töne pro Oktave ermöglicht und das Klangspektrum erweitert.
Technische Vielfalt und kreative Gemeinschaft
Es werden Beispiele vorgestellt, wie Mikrotonalität in der Praxis funktioniert: Skalen wie Makamat, der Gebrauch von Instrumenten mit vielen Tönen und die Zusammenarbeit über Distanz via Zoom. Die Gespräche illustrieren, wie Mikrotonalität Grenzen des Machbaren verschiebt, ohne radikale Umwälzungen anzustreben, sondern durch existierende Technik und Kollaborationen neue Klangräume erschließt.
Historische Bezüge, Ethik und Zukunftsperspektiven
Die Diskussion verbindet historische Entwicklungen wie die Zwölftonmusik mit zeitgenössischen Debatten über Kultur, Dominanz und Zugänglichkeit. Georg Friedrich Haas’ Perspektiven werden zitiert, um zu zeigen, dass Mikrotonalität universell infrage stellt, wie Musik situationsabhängig wahrgenommen wird. Die Folge schließt mit Ausblicken auf künstlerische Möglichkeiten und aktuelle Performances von Mikrotonalitätserprobungen.