Podcast "Auf die ersten Jahre kommt es an!"
Kathrin Hohmann
Beschreibung
Wie begleiten wir Kinder heute, damit sie morgen stark durchs Leben gehen? Darum geht’s in diesem Podcast.
Jeden Monat spricht Kindheitspädagogin und Autorin Kathrin Hohmann mit spannenden Gästen über alles,
was frühe Kindheit bewegt: Von kindlicher Entwicklung über Diversität bis hin zur Zusammenarbeit mit Familien. Immer wissenschaftlich fundiert – immer nah an der Praxis.
Ehrlich. Inspirierend. Bedarfsgerecht. Für pädagogische Fachkräfte und alle, die Kinder begleiten.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
Dialogisches Vorlesen in der Kita: Mit Geschichten ins Gespräch
Dialogisches Vorlesen als Interaktion
Dialogisches Vorlesen verwandelt das Vorlesen in ein aktives Gespräch, in dem Erzieherinnen Fragen stellen und Kinder ermutigen, sich zu beteiligen. Dies fördert die Sprachentwicklung, da Kinder aktiv in die Geschichten eingebunden werden.
Wissenschaftliche Expertise
Dr. Astrid Hase, mit umfangreicher Forschungserfahrung in Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit, diskutiert die Bedeutung von Vorlesemomenten für die Sprachförderung in Kitas. Der Fokus liegt auf der Interaktion und den Vorteilen des dialogischen Vorlesens.
Vorlesen als Sprachförderung
Vorlesen ist eine effektive Methode zur Sprachförderung, wobei es entscheidend ist, wie und in welchem Kontext es geschieht. Die Atmosphäre und die aktive Beteiligung der Kinder sind dabei von großer Bedeutung.
Mehrsprachigkeit und Vorlesen
Das Vorlesen in mehreren Sprachen kann die Sprachentwicklung unterstützen, indem Kinder in ihrer Familiensprache und in der Umgebungssprache lernen. Es ist wichtig, den Wert der Familiensprache zu erkennen und gezielte Maßnahmen zu entwickeln, um mehrsprachige Vorlesesituationen zu fördern.
Herausforderungen und Lösungen
Die Umsetzung von mehrsprachigem Vorlesen erfordert geeignete Materialien und Schulungen für Eltern sowie Fachkräfte. Beziehungen und Wertschätzung sind entscheidend, um eine inklusive Lernumgebung zu schaffen.
Resilienz im Kita-Alltag fördern
Resilienzfaktoren im Kita-Alltag
Resilienz kann nicht nur auf der Ebene der Kinder gefördert werden, sondern betrifft auch Fachkräfte. Wichtige Faktoren sind Selbstwirksamkeit, Selbstwahrnehmung und soziale Kompetenz. Im Alltag sollten Gelegenheiten geschaffen werden, um diese Fähigkeiten gezielt zu stärken.
Die Bedeutung von Beziehungen
Eine zentrale Erkenntnis ist, dass Resilienz auf Beziehungen beruht. Eine unterstützende Beziehung zu Bezugspersonen ist entscheidend für die Entwicklung von Resilienz bei Kindern. Diese Beziehungen müssen nicht nur von den Eltern, sondern auch von Fachkräften in Kitas angeboten werden.
Risikofaktoren und Schutzfaktoren
Risikofaktoren für Kinder sind unter anderem der Verlust von Bezugspersonen, Armut und psychische Erkrankungen der Eltern. Schutzfaktoren umfassen stabile Beziehungen und das Gefühl von Sicherheit und Wertschätzung, die durch Fachkräfte in Kitas vermittelt werden können.
Resilienzförderung als kontinuierlicher Prozess
Resilienzförderung ist ein dynamischer und kontinuierlicher Prozess, der Zeit und Raum benötigt. Fachkräfte sollten lernen, schwierige Gefühle gemeinsam mit den Kindern auszuhalten und den Fokus auf positive Interaktionen zu legen.
Die Rolle der Fachkräfte
Fachkräfte sind Vorbilder für Kinder und sollten auch offen über ihre eigenen Gefühle sprechen. Das Schaffen eines unterstützenden Umfelds unter den Kolleginnen und Kollegen ist ebenso wichtig, um die Resilienz im Team zu fördern.
Armut und Bildungsteilhabe in der Kita – Chancen erkennen, Hürden abbauen
Armutsverständnis und Bildungszugang
Der Text beleuchtet, dass Armut eng mit eingeschränkter Teilhabe an frühkindlicher Bildung verbunden ist. Kinder in armen Milieus leben oft in sozial benachteiligten Stadtteilen, wo Angebote und Qualität geringer ausfallen. Dadurch entstehen Hürden für Bildung, Entwicklung und Teilhabe. Schon früh wirken ökonomische Rahmenbedingungen auf das Lernen und das Wohlbefinden der Kinder und beeinflussen, wie Kindertagesstätten ihre Praxis gestalten.
Armut bewusste Pädagogik und Praxis
Es wird betont, dass Fachkräfte sensibel vorgehen, statt voreilige Schlüsse zu ziehen. Eine armutsbewusste Praxis braucht Wissen über Lebenslagen, ein offenes Gespräch mit Eltern und kindgerechte Partizipation. Hilfreich sind Instrumente, die Ressourcen und Barrieren im Lebensfeld des Kindes sichtbar machen und gemeinsam mit Familien adressieren, ohne zu stigmatisieren.
Strukturen, Kooperationen und Teilhabe
Der Rahmen wird durch Unterfinanzierung und ungleiche Ressourcen geprägt. Freiräume hängen stark vom Stadtteil ab. Lösungen liegen in verlässlicher Vernetzung mit anderen Einrichtungen, Sozialdiensten und Elternvertretungen sowie in der gemeinsamen Entwicklung von Strategien, die allen Kindern Teilhabe ermöglichen. Kooperationen im Sozialraum sowie niedrigschwellige Unterstützungsangebote helfen, Barrieren abzubauen und Teilhabe zu fördern.
Leitgedanke und Zukunftsausrichtung
Wissensbasierte Reflexion, klare Vereinbarungen im Team und partizipative Einbeziehung von Kindern und Eltern sind zentral. Pädagogik allein ersetzt keine Politik, doch sie kann Räume eröffnen, in denen Armut sichtbar wird und gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird. Der Fokus liegt darauf, Ressourcen zu nutzen, Ungleichheiten zu erkennen und handlungsfähig zu bleiben, ohne überfordernd zu sein.