Podcasts aus Politik und Wirtschaft von Andrea Protscher
Andrea Protscher
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
Arbeiten in der Geriatrie
Einleitung
In dieser Episode diskutieren Andrea Protscher und Erich Wittenberg über das Thema Altern, Altersmedizin und Geriatrie. Anlässlich des Welt-Alzheimer-Tags wird die Rolle der Ergotherapie in der Geriatrie beleuchtet.
Fachausschuss Geriatrie
Merle Böge und Steffi Riewers aus dem Fachausschuss Geriatrie erklären die Aufgaben des Ausschusses, der sich mit den Herausforderungen und Ressourcen älterer Menschen befasst, die oft multimorbid sind und in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt sein können.
Demenz als Schwerpunktthema
Demenz ist ein zentrales Thema, wobei der Fachausschuss keinen spezifischen Schwerpunkt hat, sondern verschiedene Aspekte der Geriatrie behandelt. Aktuelle Themen sind Sturzprävention und Sexualität im Alter.
Diagnose und Ergotherapie
Steffi Riewers erläutert, wie Angehörige vorgehen sollten, um eine Demenzdiagnose zu erhalten. Ergotherapie spielt eine wichtige Rolle und kann frühzeitig verordnet werden, um Betroffenen zu helfen, ihre Lebensqualität zu erhalten.
Unterstützung durch Ergotherapie
Die Ergotherapie zielt darauf ab, die Lebenswelt von Menschen mit Demenz zu gestalten. Sie unterstützt sowohl die Betroffenen als auch deren Angehörige, um den Alltag zu erleichtern und emotionale Belastungen abzubauen.
Einbeziehung der Angehörigen
Der Einbezug von Angehörigen ist entscheidend, da die Demenz starke Auswirkungen auf das soziale Umfeld hat. Angehörige werden in die Therapie integriert und erhalten Unterstützung, um ihre eigenen emotionalen Belastungen zu bewältigen.
Ressourcen für Ergotherapeuten
Ergotherapeuten, die in der Geriatrie arbeiten möchten, sollten ein persönliches Interesse an älteren Menschen haben. Es gibt viele Weiterbildungsmöglichkeiten und Fachliteratur, um sich in diesem Bereich zu spezialisieren.
Kontakt zum Fachausschuss
Der Fachausschuss Geriatrie ist über die DVE-Website erreichbar. Interessierte können an Web-Talks teilnehmen und sich für einen Newsletter anmelden, um aktuelle Informationen zu erhalten.
Gemeinwesenorientierte Ergotherapie
Einführung in die gemeinwesenorientierte Ergotherapie
In diesem Podcast wird das Konzept der gemeinwesenorientierten Ergotherapie erläutert, das darauf abzielt, Menschen in soziale Gemeinschaften zu integrieren und deren Teilhabe zu fördern. Der Begriff „Gemeinwesen“ bezieht sich auf kommunale Strukturen, die von gemeinsamen Werten und sozialem Zusammenhalt geprägt sind.
Bedeutung der Teilhabe für die Gesundheit
Teilhabemöglichkeiten sind entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden, da sie soziale Isolation reduzieren und die sozialen Rahmenbedingungen verbessern. Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten spielen eine zentrale Rolle bei der Schaffung dieser Teilhabe.
Beispiele für gemeinwesenorientierte Projekte
Es werden verschiedene Projekte vorgestellt, die die soziale Teilhabe von Senioren fördern. Dazu gehören unter anderem die Band Faltenrock, die Senioren musikalisch einbindet, sowie Sportgruppen, die geselliges Miteinander ermöglichen.
Finanzierung und Netzwerkarbeit
Die Finanzierung solcher Projekte hängt oft von Förderanträgen und der Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren ab. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Fördermittel zu beantragen, darunter Stiftungen und Gesundheitskassen.
Herausforderungen und Perspektiven
Die Integration der gemeinwesenorientierten Ergotherapie in die Ausbildung und die allgemeine Bekanntheit des Ansatzes sind noch ausbaufähig. Es besteht ein großes Interesse seitens der Studierenden, jedoch fehlt es an klaren Strukturierungen in der praktischen Anwendung.
Ziele für die Zukunft
Die Gesprächsteilnehmerinnen wünschen sich tragfähige Finanzierungsmodelle, eine stärkere Verankerung in der Ausbildung sowie wissenschaftliche Nachweise zur Wirksamkeit gemeinwesenorientierter Ergotherapie, um diese Praxis zu etablieren und weiterzuentwickeln.
50 Jahre Berufsgesetze
Einführung in das Thema Berufsgesetze
Erich Wittenberg und Andrea Protscher diskutieren über die Bedeutung von Berufsgesetzen, insbesondere im Bereich der Ergotherapie. Wittenberg, der freiberuflich arbeitet, erkennt, dass diese Gesetze auch ihn betreffen, da sie die Ausbildung regeln.
Gesprächspartnerinnen
Die beiden begrüßen Ina Rosen, Delegierte des DVE für den Weltverband WFOT, und Julia Schirmer, Vorstandsmitglied für Bildung und Wissenschaft, die Einblicke in die Entwicklung der Berufsgesetze geben.
Historie der Berufsgesetze
Das Berufsgesetz für Ergotherapie wurde 1976 erlassen, jedoch seitdem nur minimal angepasst, ohne umfassende Reformen. Schirmer erläutert, dass das Gesetz grundlegende Anforderungen an die Berufszulassung und den Patientenschutz festlegt, jedoch nicht ausreichend auf Kompetenzrollen eingeht.
Reformbedarf und Herausforderungen
Es gibt ein breites Einvernehmen über den Reformbedarf der Berufsgesetze, wobei der DVE seit 2007 an Vorschlägen arbeitet. Rosen ergänzt, dass das deutsche Bildungssystem im internationalen Vergleich komplex ist, was eine Herausforderung für die Kommunikation mit ausländischen Kollegen darstellt.
Aktueller Stand der Ausbildung
Es gibt über 14.000 Mitglieder im DVE und zahlreiche Ausbildungsstätten. Die Zahl der Studierenden in Heilberufen hat sich seit der Einführung der Modellklausel vervierfacht, jedoch liegt der Akademisierungsgrad in der Ergotherapie unter den geforderten Werten.
Fachkräftemangel und Zukunftsperspektiven
Der Fachkräftemangel betrifft alle Therapieberufe. Die Diskussion um eine neue Aufgaben- und Rollenverteilung ist notwendig, um die Versorgung zu verbessern. Zukunftsfähige Lösungen müssen entwickelt werden, um mehr junge Menschen für den Beruf zu gewinnen.
Ergotherapie im internationalen Vergleich
Rosen hebt hervor, dass Ergotherapie in Deutschland eine wichtige Rolle spielt, jedoch keine flächendeckende akademische Ausbildung existiert, was im Widerspruch zu den internationalen Standards steht.
Schlussfolgerung
Der DVE fordert ein klar definiertes Ausbildungsziel und eine umfassende Reform der Berufsgesetze, um die Profession der Ergotherapie weiterzuentwickeln und internationalen Standards gerecht zu werden.