Klassik für Taktlose
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Klassik für Taktlose

Die Presse

Beschreibung

In „Klassik für Taktlose“ ergründen Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und „Presse“-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.

Jede zweite Woche präsentiert Wilhelm Sinkovicz im „Musiksalon“ seine Lieblingsaufnahmen und lädt uns ein, mit ihm in seiner Klassiksammlung zu wühlen und einzudringen in die Geheimnisse von Mozart, Bach, Beethoven und anderen.

Jeden Samstag auf der Webseite der "Presse" und überall, wo es Podcasts gibt.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz/www.sinkothek.at
Audio-Finish: Georg Gfrerer/www.audio-funnel.com.
Redaktion/Konzeption: Anna Wallner

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Musiksalon: Die "Eroica": Beethoven lässt Napoleon und Prometheus tanzen

17.10.2026
Die Dritte Symphonie war ursprünglich Napoleon gewidmet. Doch führen uns einige Ballett-Schritte direkt in die Mythologie. Beethoven selbst hat seine Dritte Symphonie, die „Eroica“, Napoleon Bonaparte gewidmet, diese Widmung aber – so will es die Legende – erzürnt wieder ausgekratzt, als er erfuhr, dass der Feldherr sich zum Kaiser gekrönt hatte. Spätere Forschungen haben ergeben, dass diese Symphonie viel eher mit dem antiken Mythos von Prometheus zu tun hat, der den Menschen das Feuer gebracht hat. Ob das Werk, in dessen Zentrum ein imposanter Trauermarsch steht, wirklich so „heroisch“ ist wie der Titel verheißt, wird immer wieder diskutiert. Auf diese Frage versuchen auch die bedeutendsten Interpreten Antworten zu geben. Jede Zeit hat ihren eigenen symphonischen Heldenmythos. In diesem Podcast beleuchtet Wilhelm Sinkovicz Beethovens Werk, das zuvor komponierte Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus“ und zwei außergewöhnliche Aufnahmen der Symphonie.
Die Dritte Symphonie war ursprünglich Napoleon gewidmet. Doch führen uns einige Ballett-Schritte direkt in die Mythologie.

Beethoven selbst hat seine Dritte Symphonie, die „Eroica“, Napoleon Bonaparte gewidmet, diese Widmung aber – so will es die Legende – erzürnt wieder ausgekratzt, als er erfuhr, dass der Feldherr sich zum Kaiser gekrönt hatte. Spätere Forschungen haben ergeben, dass diese Symphonie viel eher mit dem antiken Mythos von Prometheus zu tun hat, der den Menschen das Feuer gebracht hat. Ob das Werk, in dessen Zentrum ein imposanter Trauermarsch steht, wirklich so „heroisch“ ist wie der Titel verheißt, wird immer wieder diskutiert. Auf diese Frage versuchen auch die bedeutendsten Interpreten Antworten zu geben. Jede Zeit hat ihren eigenen symphonischen Heldenmythos. In diesem Podcast beleuchtet Wilhelm Sinkovicz Beethovens Werk, das zuvor komponierte Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus“ und zwei außergewöhnliche Aufnahmen der Symphonie.

Wer war Johannes Brahms?

10.10.2026
Ein Komponist für Fortgeschrittene? Johannes Brahms gilt als schwierig und unzugänglich. Dabei kennt seine berühmteste Melodie jedes Baby. Muss man sich zu Johannes Brahms erst „hinaufhören“? Ist er ein Komponist für Kenner? Der Hamburger Romantiker ist jedenfalls „stacheliger“ als Mozart oder Strauß – aber Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz wären nicht das „Klassik für Taktlose“-Duo, wenn sie nicht auch sein Werk aufs Wesentliche herunterbrechen und seine Lebensgeschichte auf die spannendsten Anekdoten abklopfen könnten. Also hören sie sich durch seine Musik, die alles außer Oper umfasst – und durchaus eingängige, bekannte Melodien. Eine davon klimpert gar aus unzähligen Spieluhren … genau: das Wiegenlied „Guten Abend, gute Nacht“. „Das konnte der Brahms auch!“, meint Sinkovicz. Wobei Brahms mit dem eigenen Können ja selbst so seine Not hatte: Der selbstkritische Komponist schleppte seine erste Symphonie fast 20 Jahre lang mit sich herum, weil er nichts unter der Qualität von Beethovens Neunter herausbringen wollte. Seine schwächeren Frühwerke vernichtete er allesamt, damit der Nachwelt nur ja nichts davon bleibt. Übrigens auch seine Briefe an Clara Schumann: Brahms kam als Protegé von Robert Schumann zu Ruhm und zog danach bei dessen Frau Clara ein. Das Taktlos-Duo bespricht, was an der Geschichte über diese große (unerfüllte?) Liebe dran ist. Und analysiert außerdem, was es mit der Brahms-Wagner-Bruckner-Rivalität auf sich hat – und was Brahms, dem zu Lebzeiten vorgeworfen wurde, allzu konservativ zu komponieren, der Musikwelt doch Neues hinzugefügt hat. Über den Podcast  In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen. Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
Ein Komponist für Fortgeschrittene? Johannes Brahms gilt als schwierig und unzugänglich. Dabei kennt seine berühmteste Melodie jedes Baby.

Muss man sich zu Johannes Brahms erst „hinaufhören“? Ist er ein Komponist für Kenner? Der Hamburger Romantiker ist jedenfalls „stacheliger“ als Mozart oder Strauß – aber Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz wären nicht das „Klassik für Taktlose“-Duo, wenn sie nicht auch sein Werk aufs Wesentliche herunterbrechen und seine Lebensgeschichte auf die spannendsten Anekdoten abklopfen könnten.

Also hören sie sich durch seine Musik, die alles außer Oper umfasst – und durchaus eingängige, bekannte Melodien. Eine davon klimpert gar aus unzähligen Spieluhren … genau: das Wiegenlied „Guten Abend, gute Nacht“. „Das konnte der Brahms auch!“, meint Sinkovicz. Wobei Brahms mit dem eigenen Können ja selbst so seine Not hatte: Der selbstkritische Komponist schleppte seine erste Symphonie fast 20 Jahre lang mit sich herum, weil er nichts unter der Qualität von Beethovens Neunter herausbringen wollte. Seine schwächeren Frühwerke vernichtete er allesamt, damit der Nachwelt nur ja nichts davon bleibt. Übrigens auch seine Briefe an Clara Schumann: Brahms kam als Protegé von Robert Schumann zu Ruhm und zog danach bei dessen Frau Clara ein. Das Taktlos-Duo bespricht, was an der Geschichte über diese große (unerfüllte?) Liebe dran ist. Und analysiert außerdem, was es mit der Brahms-Wagner-Bruckner-Rivalität auf sich hat – und was Brahms, dem zu Lebzeiten vorgeworfen wurde, allzu konservativ zu komponieren, der Musikwelt doch Neues hinzugefügt hat.


Über den Podcast 

In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.

Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at 
Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.

Mahlers Fünfte. Von wegen »Tod in Venedig«...

03.10.2026
Mahlers Fünfte galt lang als rätselhaft. Dann kam Luchino Visconti und nutzte den vierten Satz, das Adagietto, als Filmmusik für seinen "Tod in Venedig" - seither steht die Symphonie ununterbrochen auf den Konzertprogrammen. Im Musiksalon widmet sich Wilhelm Sinkovicz diesem Werk in seiner Komplexität zwischen Trauer, Wut und Verzweiflung, Militärsignalen, Tanzbodenstimmung und grandios-spielerischem Feinschliff. Und der Frage, worum es im berühmten Adagietto wirklich geht -- soviel sei verraten: Um den Tod geht es nicht, eher um die Liebe Mahlers zu seiner späteren Frau, Alma. Durch den Podcast führt uns das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Rafael Kubelik (DG). Außerdem sind Ausschnitte aus Aufnahmen unter der Leitung von Willem Mengelberg (Naxos) und Bernard Haitink (Philips) zu hören.
Mahlers Fünfte galt lang als rätselhaft. Dann kam Luchino Visconti und nutzte den vierten Satz, das Adagietto, als Filmmusik für seinen "Tod in Venedig" - seither steht die Symphonie ununterbrochen auf den Konzertprogrammen. Im Musiksalon widmet sich Wilhelm Sinkovicz diesem Werk in seiner Komplexität zwischen Trauer, Wut und Verzweiflung, Militärsignalen, Tanzbodenstimmung und grandios-spielerischem Feinschliff. Und der Frage, worum es im berühmten Adagietto wirklich geht -- soviel sei verraten: Um den Tod geht es nicht, eher um die Liebe Mahlers zu seiner späteren Frau, Alma. Durch den Podcast führt uns das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Rafael Kubelik (DG). Außerdem sind Ausschnitte aus Aufnahmen unter der Leitung von Willem Mengelberg (Naxos) und Bernard Haitink (Philips) zu hören.