
ÖGKM podcast
Karin Amrein
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Folge 59 - Annelie Weinberg - Kinder, Implantate, Forschung
Einführung und Hintergrund
Annelie Weinberg, eine erfahrene Unfallchirurgin und Professorin, ist eine Pionierin in der Forschung zu resorbierbaren Implantaten, insbesondere für Kinder. Sie diskutiert die Unterschiede zwischen Kinder- und Erwachsenenknochen, einschließlich der schnelleren Heilung von Knochenbrüchen bei Kindern.
Knochenheilkunde bei Kindern
Der Kinderknochen hat einzigartige Eigenschaften, die ihn von Erwachsenenknochen unterscheiden. Kinder heilen Knochenbrüche viel schneller als Erwachsene, was vor allem auf das Wachstum und die besonderen Wachstumsfugen zurückzuführen ist. Häufige Frakturen sind Fingerfrakturen, die in der Regel komplikationslos heilen.
Prävention und Erziehung
Weinberg ermutigt Eltern, ihren Kindern Raum zur Entfaltung zu geben, anstatt sie übermäßig zu beschützen. Sie betont, dass das Spielen und die Bewegung im Freien wichtig für die Entwicklung von motorischen Fähigkeiten und eine gesunde Knochenstruktur sind.
Forschung zu resorbierbaren Implantaten
Weinberg erklärt ihre Forschung zu resorbierbaren Implantaten, die nicht entfernt werden müssen, was den Stress für Eltern und Kinder reduziert. Die Entwicklung dieser Implantate basiert auf Magnesium, Zink und Calcium, um Allergien zu vermeiden und das Knochenwachstum nicht zu stören.
Zukunft der Implantatforschung
Die Forschung ist noch im Gange, aber der Fortschritt zeigt vielversprechende Ergebnisse. Weinberg hofft, dass diese Technologie bald in der Behandlung von Kindern eingesetzt werden kann, um invasive Eingriffe zu vermeiden.

Folge 58: Journal Club: Beobachtungsstudie GLP1 und Frakturrisiko bei Typ-2 Diabetes

Folge 57 - Anorexie - Theresa Lahousen-Luxenberger
Einführung in die Anorexie
Frau Privatdozent Dr. Theresa Lahusen, Chefärztin der Abteilung für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, erläutert die Anorexie, auch bekannt als Magersucht. Diese schwerwiegende Erkrankung hat eine hohe Sterblichkeitsrate und betrifft vor allem junge Mädchen. Die typischen Erkrankungsgipfel liegen in der Pubertät, oft um das 14. bis 15. Lebensjahr sowie um 18 bis 19 Jahre. Es ist entscheidend, Warnsignale von Angehörigen frühzeitig zu erkennen.
Warnzeichen und Veränderungen
Typische Alarmzeichen sind Veränderungen im Sozialverhalten, Essensverweigerung oder exzessives Diätverhalten. Die Krankheit führt häufig zu einem Kontrollbedürfnis und kann zu weiteren Essstörungen führen, wenn nicht rechtzeitig interveniert wird. Dies erfordert ein sensibles Herangehen von Eltern und Fachleuten.
Einfluss auf die Gesundheit
Anorexie hat weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit, insbesondere auf die Knochendichte, da die Erkrankung oft in einer entscheidenden Wachstumsphase auftritt. Mangelernährung und hormonelle Veränderungen während der Pubertät führen zu Osteopenie oder Osteoporose und erhöhen das Frakturrisiko. Dies erfordert eine frühzeitige und gezielte Behandlung.
Therapeutische Ansätze
Die Behandlung der Anorexie umfasst Psychotherapie, Ernährungsmanagement und gegebenenfalls Physiotherapie. Es gibt derzeit keine zugelassenen Medikamente zur Behandlung der Erkrankung, was die Notwendigkeit von spezialisierten Therapeuten unterstreicht. Die Einbeziehung der Familie in den Therapieprozess ist ebenfalls von großer Bedeutung.
Langzeitprognose und gynäkologische Aspekte
Die Prognose verbessert sich bei frühzeitiger Behandlung. Ein Drittel der Betroffenen erholt sich vollständig, während ein weiteres Drittel mit der Erkrankung lebt. Die Behandlung von hormonellen Problemen, wie Amenorrhoe, ist wichtig, um den Körper zu unterstützen, auch nach der Gewichtszunahme. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit ist entscheidend, um die besten Ergebnisse für die Betroffenen zu erzielen.