
Verbrechen im Quadrat
MANNHEIMER MORGEN
Beschreibung
Mit ihren Spezialfolgen dieses Podcasts zum Mannheimer Messerattentat war sie 2025 für den Stern-Preis nominiert. Für ihren Nachrufe-Podcast "WeiterLeben" ist Agnes Polewka 2024 mit dem renommierten Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet worden.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Die Autoattacke in der Rhenaniastraße
Der Fall der Autoattacke in der Renania-Straße
In dieser Episode wird der tragische Fall einer Autoattacke in Mannheim behandelt, bei der drei Menschen ums Leben kamen und mehrere verletzt wurden. Der Beschuldigte, ein 36-Jähriger, tötete zunächst seinen Vater, bevor er in einem anschließenden Amoklauf Radfahrer absichtlich anfuhr. Die Folgen der Tat sind für die Überlebenden und die Angehörigen verheerend.
Opfer und Geschädigte
Die Episode beleuchtet die Scham und den Schmerz der Opfer, die sich oft nicht zu Wort melden. Die Stimmen von Michael Gangnus, der schwer verletzt überlebt hat, und Stefanie Bauer, die ihre Eltern verloren hat, werden hörbar gemacht, um ihre Geschichten und den Kampf um ein neues Leben nach der Tragödie zu teilen.
Psychische Erkrankung des Täters
Der Täter leidet an paranoider Schizophrenie und war kurz vor der Tat aus einer psychiatrischen Behandlung entlassen worden. Der Prozess behandelt die Frage der Schuldunfähigkeit und die Notwendigkeit einer dauerhaften Unterbringung in einer Psychiatrie.
Prozess und persönliche Schicksale
Der Prozess wird als emotional und aufwühlend beschrieben, da er die Schicksale der Opfer in den Mittelpunkt rückt. Die Berichterstattung führt zu einer breiteren öffentlichen Wahrnehmung und Unterstützung für die Opfer, was ihnen hilft, sich in ihrer neuen Realität zurechtzufinden.
Wiederaufbau nach der Katastrophe
Michael Gangnus berichtet von seinem langen und schmerzhaften Heilungsprozess, der mit vielen Rückschlägen verbunden ist. Er findet Hoffnung und Lebensmut, indem er sich Stück für Stück zurück ins Leben kämpft.

Die Bluttat von Oggersheim
Brutaler Tathergang und Opfer
In Ludwigshafen-Oggersheim kam es zu einem Messerangriff, bei dem der 20-jährige Jonas Sprengert tödlich verletzt wurde. Sein Unterarm wurde abgetrennt und als makaberes ’Geschenk’ auf den Balkon der Ex-Freundin geworfen. Ein zweites Opfer, Sascha Kraft, starb durch einen Stich in den Hals, nachdem er vergeblich versucht hatte zu helfen. Ein Überlebender wurde lebensgefährlich verletzt, sein Alltag ist seitdem dauerhaft beeinträchtigt.
Ermittlungen, Tatort und Gerichtsverlauf
Der Angreifer Liban M., ein 25-jähriger Flüchtling aus Somalia, handelter allein. Die Tat verursachte öffentliches Aufsehen, Spekulationen über Motive wurden geführt, später bestätigte sich dessen Einzeltätigkeit. Der Prozess gegen Liban M. begann mit Geständnissen; der Angeklagte schilderte aus seiner Sicht Wut und Verfolgungsphantasien, während Zeugen und Ermittler schockierende Details schilderten und Videoaufnahmen der Tat zeigten.
Auswirkungen auf Angehörige und Gemeinschaft
Eltern, Partnerinnen und der Überlebende erlebten tiefgreifende Trauer und langanhaltende Belastungen. Gedenkveranstaltungen, Spendenaktionen und medienwirksame Begleiterscheinungen prägten die Nachfolgejahre. Die Region erlebte politische Instrumentalisierung und Spannungen rund um Flüchtlinge. Familien versuchten, Wege des Weiterkommens zu finden, während sich der Schmerz in Form von Verzweiflung, Wut und Anpassung zeigt.
Prozessende, Urteil und Versorgung des Täters
Der Prozess endete mit der Feststellung einer Schuldunfähigkeit durch psychiatrische Gutachter; Liban M. blieb dauerhaft in einer psychiatrischen Einrichtung. Ein späterer Zwischenfall führte zu neuer Anklage wegen versuchten Mordes. Die Hinterbliebenen suchen weiterhin Gerechtigkeit, während der Überlebende mit Folgen von Traumata lebt und sich Unterstützung holt. Langfristig bleibt die Frage, wie der Täter weiter betreut wird und welche Rechtsfolgen sich daraus ergeben.
