NSU-Watch: Aufklären & Einmischen
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NSU-Watch: Aufklären & Einmischen

NSU Watch

Beschreibung

Der Podcast über den NSU-Komplex, rechten Terror und Rassismus.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

NSU-Watch: Aufklären & Einmischen #118. 20 Jahre nach den Schweigemärschen.

14.08.2026

Einführung in die Schweigemärsche

In dieser Episode wird über die Schweigemärsche "Kein zehntes Opfer" gesprochen, die 2006 nach den Morden an Mehmet Kubasik und Halit Yozgat stattfanden. Angehörige der Opfer protestierten gegen die unzureichenden Ermittlungen und forderten Gerechtigkeit für die ermordeten migrantischen Männer.

Erinnerungen der Beteiligten

Semir Simsek und Gamze Kubasik, die Töchter der Mordopfer, berichten von ihrem ersten Treffen während des Schweigemarsches in Kassel. Ihre Begegnung führte zu einer tiefen Freundschaft und gemeinsamem Engagement für Aufklärung und Solidarität.

Forderungen und Enttäuschungen

Die Familien forderten mit Nachdruck, dass die wahre Natur der Morde anerkannt wird und dass sie nicht als Verdächtige behandelt werden. Trotz der großen Teilnehmerzahlen blieben die Schweigemärsche von der Gesellschaft und den Behörden weitgehend ungehört.

Organisation der Demonstrationen

Nach dem Schweigemarsch in Kassel organisierten Gamze und ihre Familie eine eigene Demonstration in Dortmund. Trotz großer Herausforderungen und gesellschaftlicher Vorurteile blieben sie entschlossen, eine Stimme für ihre Väter zu sein.

Öffentlichkeitsarbeit und Medienauftritte

Die beiden Frauen entschieden sich, in die Öffentlichkeit zu gehen, um das Bild ihrer Väter zu rehabilitieren und die Wahrheit über die Morde zu verbreiten. Sie baten um Solidarität und Verständnis und forderten ein Umdenken in der Gesellschaft.

Wünsche für die Zukunft

Semir und Gamze appellieren an die Gesellschaft, Verantwortung zu übernehmen, Vorurteile abzubauen und sich solidarisch mit den Opfern zu zeigen. Sie betonen die Wichtigkeit von Gemeinschaft und Engagement gegen Rechtsextremismus.

Einführung in die Schweigemärsche

In dieser Episode wird über die Schweigemärsche "Kein zehntes Opfer" gesprochen, die 2006 nach den Morden an Mehmet Kubasik und Halit Yozgat stattfanden. Angehörige der Opfer protestierten gegen die unzureichenden Ermittlungen und forderten Gerechtigkeit für die ermordeten migrantischen Männer.

Erinnerungen der Beteiligten

Semir Simsek und Gamze Kubasik, die Töchter der Mordopfer, berichten von ihrem ersten Treffen während des Schweigemarsches in Kassel. Ihre Begegnung führte zu einer tiefen Freundschaft und gemeinsamem Engagement für Aufklärung und Solidarität.

Forderungen und Enttäuschungen

Die Familien forderten mit Nachdruck, dass die wahre Natur der Morde anerkannt wird und dass sie nicht als Verdächtige behandelt werden. Trotz der großen Teilnehmerzahlen blieben die Schweigemärsche von der Gesellschaft und den Behörden weitgehend ungehört.

Organisation der Demonstrationen

Nach dem Schweigemarsch in Kassel organisierten Gamze und ihre Familie eine eigene Demonstration in Dortmund. Trotz großer Herausforderungen und gesellschaftlicher Vorurteile blieben sie entschlossen, eine Stimme für ihre Väter zu sein.

Öffentlichkeitsarbeit und Medienauftritte

Die beiden Frauen entschieden sich, in die Öffentlichkeit zu gehen, um das Bild ihrer Väter zu rehabilitieren und die Wahrheit über die Morde zu verbreiten. Sie baten um Solidarität und Verständnis und forderten ein Umdenken in der Gesellschaft.

Wünsche für die Zukunft

Semir und Gamze appellieren an die Gesellschaft, Verantwortung zu übernehmen, Vorurteile abzubauen und sich solidarisch mit den Opfern zu zeigen. Sie betonen die Wichtigkeit von Gemeinschaft und Engagement gegen Rechtsextremismus.

NSU-Watch: Aufklären & Einmischen #117. Vor Ort #61. Der Fretterode-Komplex: Neonazi-Gewalt und straflose Angriffe auf Journalist*innen

29.04.2026

Fretterode, Gewalt und ein systemischer Hintergrund

Die Folge beleuchtet Neonazi-Gewalt in Fretterode, darunter den schweren Angriff auf zwei Journalist*innen vor acht Jahren und einen jüngeren Angriff auf ein Spiegel TV-Team. Der Ort wird als Angstzone für Medienschaffende beschrieben, während das sogenannte System Heise eine koordinierte Einflussnahme von Neonazis, Polizei und Behörden nahelegt. Exif-Rechercheien liefern zentrale Stichworte zu diesem Zusammenhang und verdeutlichen Muster rechter Gewalt gegen Journalismus.

Prozessverlauf und Rechtswege in Mühlhausen

Im Landgericht Mühlhausen läuft ein neuer Prozess zum gleichen Vorfall. Die Verteidigung setzt auf Schweigen, während Nebenklage und Rechtsvertreter eine schwere Raubthese und politische Motivlage betonen. Ein milderes Urteil im ersten Durchlauf löste Revisionen aus. Aktuell sind weitere Verhandlungstage geplant; es wird betont, dass Beweise erneut erhoben werden müssen, um eine klare politische Einordnung der Tat sicherzustellen.

Behörden, Observationsfreiheit und Netzwerke

Der Bericht thematisiert eine beobachtungs- und polizeifreie Zone um Heise, Verbindungen zur AfD und das systemische Vorgehen vor Ort. Unterschiede zwischen Erfurt- und Lokalkräften zeigen sich in Professionalität und Reaktionsgeschwindigkeit. Kritisiert wird, dass Behörden solche Strukturen über Jahre hinweg tatenlos tolerieren, während Medienakteure und Antifaschismus-Kontakte unter Druck geraten. Das Narrativ von „heiler Familie“ dient dabei als politische Legitimation.

Schutz von Medienschaffenden, Rechtsschutz und Ausblick

Teilnehmende fordern stärkeren Schutz für Journalist*innen, sichtbar durch den Schutzkodex der Neuen Deutschen Medienmacherinnen und Verbündete. Elena Contidou betont, dass der Schutz nicht bloß rechtlich, sondern praktisch gestärkt werden muss. Zusätzlich wird die Ermittlung von Fällen wie der Erbschaft-Affäre rund um Thorsten Heise erwähnt, die Verknüpfungen zur rechten Szene weiter offenlegen und rechtliche Schritte prüfen lassen.

Fretterode, Gewalt und ein systemischer Hintergrund

Die Folge beleuchtet Neonazi-Gewalt in Fretterode, darunter den schweren Angriff auf zwei Journalist*innen vor acht Jahren und einen jüngeren Angriff auf ein Spiegel TV-Team. Der Ort wird als Angstzone für Medienschaffende beschrieben, während das sogenannte System Heise eine koordinierte Einflussnahme von Neonazis, Polizei und Behörden nahelegt. Exif-Rechercheien liefern zentrale Stichworte zu diesem Zusammenhang und verdeutlichen Muster rechter Gewalt gegen Journalismus.

Prozessverlauf und Rechtswege in Mühlhausen

Im Landgericht Mühlhausen läuft ein neuer Prozess zum gleichen Vorfall. Die Verteidigung setzt auf Schweigen, während Nebenklage und Rechtsvertreter eine schwere Raubthese und politische Motivlage betonen. Ein milderes Urteil im ersten Durchlauf löste Revisionen aus. Aktuell sind weitere Verhandlungstage geplant; es wird betont, dass Beweise erneut erhoben werden müssen, um eine klare politische Einordnung der Tat sicherzustellen.

Behörden, Observationsfreiheit und Netzwerke

Der Bericht thematisiert eine beobachtungs- und polizeifreie Zone um Heise, Verbindungen zur AfD und das systemische Vorgehen vor Ort. Unterschiede zwischen Erfurt- und Lokalkräften zeigen sich in Professionalität und Reaktionsgeschwindigkeit. Kritisiert wird, dass Behörden solche Strukturen über Jahre hinweg tatenlos tolerieren, während Medienakteure und Antifaschismus-Kontakte unter Druck geraten. Das Narrativ von „heiler Familie“ dient dabei als politische Legitimation.

Schutz von Medienschaffenden, Rechtsschutz und Ausblick

Teilnehmende fordern stärkeren Schutz für Journalist*innen, sichtbar durch den Schutzkodex der Neuen Deutschen Medienmacherinnen und Verbündete. Elena Contidou betont, dass der Schutz nicht bloß rechtlich, sondern praktisch gestärkt werden muss. Zusätzlich wird die Ermittlung von Fällen wie der Erbschaft-Affäre rund um Thorsten Heise erwähnt, die Verknüpfungen zur rechten Szene weiter offenlegen und rechtliche Schritte prüfen lassen.

NSU-Watch: Aufklären & Einmischen #116. Vor Ort #60. Staatsgewalt, Rassismus und Misogynie in den USA. Ein Gespräch mit Cynthia Miller-Idriss.

10.03.2026

Einführung in die Episode

Die Episode bietet einen tiefen Einblick in die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen in den USA, insbesondere in Bezug auf autoritäre Strukturen und die Verknüpfung von Rassismus, Misogynie und staatlicher Gewalt. Moderiert von Heike Kläffner, beinhaltet die Folge ein Gespräch mit Cynthia Miller-Idris, einer Expertin für Rechtsextremismus.

Die Rolle von Cynthia Miller-Idris

Cynthia Miller-Idris, Professorin an der American University, diskutiert die politischen und sozialen Dynamiken in den USA, insbesondere die autoritären Tendenzen der aktuellen Administration. Ihr neues Buch „Man Up: The New Misogyny and the Rise of Violent Extremism“ thematisiert, wie Misogynie mit gewalttätigem Extremismus verknüpft ist.

Staatliche Gewalt und ihre Auswirkungen

Die Episode beleuchtet die Auswirkungen staatlicher Gewalt, insbesondere durch das ICE (Immigrations and Customs Enforcement), auf rassifizierte Gemeinschaften. Es wird erörtert, wie diese Gewalt nicht nur physisch, sondern auch psychologisch traumatisierend wirkt und das Vertrauen in die Rechtstaatlichkeit untergräbt.

Faschismus und autoritäre Strukturen

Miller-Idris beschreibt, wie bestimmte Merkmale des Faschismus in der US-Politik sichtbar sind, darunter die Untergrabung von Wahrheit und Expertise sowie die Schaffung einer von Angst geprägten Atmosphäre. Sie argumentiert, dass die USA möglicherweise in einem Zustand des frühen Faschismus sind, der noch nicht zu einem totalitären Regime geführt hat.

Lessons Learned für Deutschland

Die Diskussion bietet wertvolle Lehren für Deutschland, insbesondere in Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen und den Umgang mit rechtsextremen Narrativen. Miller-Idris betont die Notwendigkeit, die Bildungssysteme zu stärken und die öffentliche Diskussion über Geschlechtergerechtigkeit und LGBTQ-Rechte zu fördern, um eine inklusive Demokratie zu gewährleisten.

Schlussfolgerung

Die Episode schließt mit einem Aufruf zur Solidarität und zur aktiven Teilnahme an sozialen Bewegungen, um gegen die wachsende autoritäre Tendenz in den USA und weltweit vorzugehen.

Einführung in die Episode

Die Episode bietet einen tiefen Einblick in die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen in den USA, insbesondere in Bezug auf autoritäre Strukturen und die Verknüpfung von Rassismus, Misogynie und staatlicher Gewalt. Moderiert von Heike Kläffner, beinhaltet die Folge ein Gespräch mit Cynthia Miller-Idris, einer Expertin für Rechtsextremismus.

Die Rolle von Cynthia Miller-Idris

Cynthia Miller-Idris, Professorin an der American University, diskutiert die politischen und sozialen Dynamiken in den USA, insbesondere die autoritären Tendenzen der aktuellen Administration. Ihr neues Buch „Man Up: The New Misogyny and the Rise of Violent Extremism“ thematisiert, wie Misogynie mit gewalttätigem Extremismus verknüpft ist.

Staatliche Gewalt und ihre Auswirkungen

Die Episode beleuchtet die Auswirkungen staatlicher Gewalt, insbesondere durch das ICE (Immigrations and Customs Enforcement), auf rassifizierte Gemeinschaften. Es wird erörtert, wie diese Gewalt nicht nur physisch, sondern auch psychologisch traumatisierend wirkt und das Vertrauen in die Rechtstaatlichkeit untergräbt.

Faschismus und autoritäre Strukturen

Miller-Idris beschreibt, wie bestimmte Merkmale des Faschismus in der US-Politik sichtbar sind, darunter die Untergrabung von Wahrheit und Expertise sowie die Schaffung einer von Angst geprägten Atmosphäre. Sie argumentiert, dass die USA möglicherweise in einem Zustand des frühen Faschismus sind, der noch nicht zu einem totalitären Regime geführt hat.

Lessons Learned für Deutschland

Die Diskussion bietet wertvolle Lehren für Deutschland, insbesondere in Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen und den Umgang mit rechtsextremen Narrativen. Miller-Idris betont die Notwendigkeit, die Bildungssysteme zu stärken und die öffentliche Diskussion über Geschlechtergerechtigkeit und LGBTQ-Rechte zu fördern, um eine inklusive Demokratie zu gewährleisten.

Schlussfolgerung

Die Episode schließt mit einem Aufruf zur Solidarität und zur aktiven Teilnahme an sozialen Bewegungen, um gegen die wachsende autoritäre Tendenz in den USA und weltweit vorzugehen.