
Karmel-Impulse
Karmeliten in Österreich
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Aus dem Archiv: "Die Vernunft des Herzens" Prof. Hannah-Barbara Gerl-Falkovitz

Im Dunkel wohl geborgen - Edith Steins Blick in die Tiefe der Mystik - Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
Einführung und Begrüßung
Pater Roberto, Präsident der Edith-Stein-Gesellschaft Österreich, begrüßt die Teilnehmer des ersten Online-Vortrags und freut sich über die hohe Teilnehmerzahl. Er stellt die Referentin, Prof. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, vor, eine Expertin für Edith Stein, die über deren mystische Ansichten und das Werk "Kreuzeswissenschaft" sprechen wird.
Edith Steins Leben
Edith Stein, geboren 1891 in Breslau, war eine bedeutende Philosophin und Karmelitin. Ihr Leben war geprägt von ihrem intellektuellen Aufstieg und den Herausforderungen des Ersten Weltkriegs. Trotz ihrer Erfolge als akademische Assistentin von Edmund Husserl musste sie aufgrund der politischen Umstände in Deutschland und ihrer jüdischen Herkunft ihre Lehrtätigkeit aufgeben und trat in den Karmel ein. 1942 wurde sie von der Gestapo deportiert und in Auschwitz ermordet.
Die Kreuzeswissenschaft
In ihrem letzten Werk, "Kreuzeswissenschaft", behandelt Edith Stein die Lehren des Johannes vom Kreuz. Sie beschreibt die mystischen Erfahrungen und die dunklen Nächte der Seele, die eine tiefere Beziehung zu Gott ermöglichen. Diese Nächte umfassen die Nacht der Sinne, die Nacht des Geistes und die Nacht des Glaubens, die jeweils unterschiedliche Herausforderungen und Prüfungen darstellen.
Kraft im Dunkel
Stein betont, dass das Dunkel, das viele Menschen erfahren, nicht nur eine Bedrohung ist, sondern auch eine Gelegenheit zur inneren Reinigung und zur Annäherung an Gott. Sie hebt hervor, dass die wahre Hoffnung im Kreuz liegt, das uns durch Leiden hindurch zu einem tieferen Leben führen kann. Ihre Erfahrungen und Lehren ermutigen dazu, auch in Zeiten der Dunkelheit und Verzweiflung auf die Hoffnung und das Licht Gottes zu vertrauen.
Schlussfolgerung
Edith Steins Leben und Werk zeigen, dass die Verbindung von Dunkelheit und Licht, von Leiden und Heilung, ein zentraler Bestandteil der menschlichen Erfahrung ist. Ihr Testament und ihre Schriften bieten Trost und Orientierung für diejenigen, die sich auf der Suche nach Sinn und Glauben befinden.

Gebetsschule mit der Heiligen Teresa von Avila - Vortrag von P. Roberto Maria Pirastu OCD
Einführung in die Gebetsschule
Maria Kotzis stellt die Gebetsschule der Heiligen Teresa von Avila vor, die im Rahmen der Sendung "Der Garten des Gebets" stattfindet. Pater Roberto Maria Pirastu, ein Experte für Teresas Spiritualität, wird eingeladen, um über das innere Gebet zu sprechen.
Das Verständnis von Gebet bei Teresa von Avila
Für Teresa ist Gebet eine innere Zwiesprache und Freundschaft mit Gott, der uns liebt. Der Fokus liegt auf der Beziehung zu Jesus Christus, der uns nahe ist, und der inneren Hinwendung zu ihm, anstatt auf äußeren, anstrengenden Gebeten.
Inneres Gebet als Freundschaft
Pater Roberto beschreibt inneres Gebet als Verweilen bei einem Freund. Teresa betont, dass Gebet nicht nur aus Worten besteht, sondern auch aus stillem Beieinandersein und Vertrauen in die Gegenwart Jesu. Diese Art des Gebets war im 16. Jahrhundert besonders für Frauen umstritten.
Einfaches Gebet und Kontemplation
Teresa spricht von einfachem Gebet, das jedem zugänglich ist, und warnt davor, das Gebet kompliziert zu gestalten. Das Ziel ist eine ständige Beziehung zu Jesus und nicht das Streben nach besonderen Erfahrungen oder Gnaden.
Gebet als Lebenshaltung
Das Gebet sollte ein integraler Bestandteil des Lebens sein, nicht nur in bestimmten Zeiten. Teresa lehrt, dass man auch im Alltag, wie beim Kochen, in der Gegenwart Gottes bleiben kann. Die Entschlossenheit, im Gebet zu bleiben, führt zu einer tiefen Liebe und Nächstenliebe.