
Netzpodcast
Digitale Gesellschaft
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

NP083 Studiogast Urs Arnold, KI und Gerichte, Smart Glasses
Einführung in die Episode
In der 83. Episode des Netzpodcasts diskutieren Rahel, Sven und Studiogast Urs Arnold über aktuelle Themen in der Netzpolitik, darunter Künstliche Intelligenz (KI) und Gerichte sowie die Auswirkungen von Smartglasses auf die Privatsphäre.
Vorstellung des Studiogasts Urs Arnold
Urs Arnold erzählt von seinem Werdegang und seiner neuen Rolle bei der digitalen Gesellschaft. Er hebt die Unterschiede zwischen seiner vorherigen Tätigkeit bei Campax und seiner aktuellen Arbeit hervor, wo der Fokus stärker auf Netzpolitik und fundierter Basisarbeit liegt.
KI und Gerichte
Die Diskussion dreht sich um den Einsatz von KI in Gerichtsverfahren, insbesondere über einen Fall, in dem ein deutsches Gericht KI zur Urteilsfindung verwendete. Es wird erörtert, wie KI als Suchmaschine fungieren kann, aber auch die Herausforderungen, die mit der Genauigkeit von KI-generierten Inhalten verbunden sind.
Smartglasses und ihre Auswirkungen auf die Privatsphäre
Smartglasses werden als neuer Frontalangriff auf die Privatsphäre beschrieben. Die Zuhörer erfahren von den rechtlichen Herausforderungen, die mit der Nutzung solcher Geräte verbunden sind, und von den gesellschaftlichen Auswirkungen, die eine verstärkte Überwachung mit sich bringt. Der Chilling-Effekt wird als ernsthaftes Problem hervorgehoben.
Kritische Reflexion und Regulierung
Die Gastgeber diskutieren mögliche regulatorische Maßnahmen, um die Verwendung von Smartglasses in der Öffentlichkeit zu kontrollieren, und betonen die Notwendigkeit, die Privatsphäre der Bürger zu schützen. Vorschläge zur Regulierung und Verboten werden präsentiert, um die gesellschaftlichen Auswirkungen zu minimieren.
Fazit und Ausblick
Der Podcast schließt mit einem Ausblick auf kommende Veranstaltungen und die fortlaufende Diskussion über die Balance zwischen technologischem Fortschritt und dem Schutz der Grundrechte.

NP082 Studiogast Giulia Canova, Chatkontrolle kommt doch, Flock-Kameras
Einführung und Studiogast
In der Episode begrüßen die Moderatoren Sven und Jörg die Doktorandin Julia Canova als Studiogast. Julia arbeitet an der Universität Zürich und der Universität St. Gallen und hat kürzlich ihre Dissertation über die Beschlagnahme und Auswertung von Smartphones im Strafverfahren abgeschlossen. Sie diskutiert die aktuellen Herausforderungen und rechtlichen Aspekte im Zusammenhang mit digitalen Technologien und Datenschutz im Strafrecht.
Smartphone-Beschlagnahme im Strafverfahren
Julia erklärt, dass Smartphones in Strafverfahren oft als Beweismittel beschlagnahmt werden. Sie gibt Ratschläge, wie sich Betroffene in solchen Situationen verhalten können, etwa dass sie nicht verpflichtet sind, ihren Entsperrcode herauszugeben. Die Diskussion geht weiter zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und den Möglichkeiten des Rechtsschutzes gegen solche Maßnahmen.
Rechtliche Grauzonen und aktuelle Urteile
Das Gespräch behandelt auch die rechtliche Grundlage für die Beschlagnahme von Smartphones und die damit verbundenen Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtserkennung. Es wird auf das Urteil des Bundesgerichtshofs in Deutschland eingegangen, das festlegt, dass Fingerabdrücke unter Zwang entnommen werden dürfen, was in der Schweiz noch nicht geklärt ist.
Chatkontrolle und Netzsperren
Ein weiteres Thema ist die Einführung der sogenannten Chatkontrolle in der EU, die verpflichtende Überprüfungen von Nachrichten durch Anbieter vorsieht. Julia und die Moderatoren erörtern die Privatsphäre der Nutzer und die rechtlichen Implikationen solcher Maßnahmen, die als anlasslose Massenüberwachung kritisiert werden.
Flock-Kameras und öffentliche Überwachung
Der Podcast thematisiert auch die Verwendung von Flock-Kameras in den USA, die Kennzeichen erkennen und Daten über Fahrzeuge sammeln. Diese Technologie wird von Polizeibehörden zur Verbrechensbekämpfung genutzt, jedoch gibt es Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der möglichen Missbräuche. Die Diskussion schließt mit einem Blick auf die Unterschiede zwischen den Überwachungspraktiken in den USA und Europa.

NP081 Post raus aus EPD, E-Collecting, Datentransfer auf der Kippe?
Einführung in die Episode
In dieser Episode diskutieren die Hosts Jörg, Rahel und Sven verschiedene Themen rund um die digitale Transformation in der Schweiz, insbesondere bezüglich des elektronischen Patientendossiers (EPD), E-Collecting und den aktuellen Herausforderungen im Datentransfer.
Das elektronische Patientendossier (EPD)
Die Post zieht sich aus dem EPD zurück, da die Nutzung gering ist. Patienten müssen ihre Daten auf eine neue Plattform übertragen. Die Diskussion zeigt die Herausforderungen des EPD auf, das mehr als eine digitale Ablage ist und nicht die Vorteile digitaler Technologien nutzt.
Das elektronische Gesundheitsdossier (EGD)
Das EGD ist in der Entwicklung und soll eine bessere Datenverwaltung bieten. Im Gegensatz zum EPD wird hier eine zentrale Datenhaltung angestrebt, was jedoch Bedenken hinsichtlich der Datenhoheit und Sicherheit aufwirft.
Internationale Vergleiche
Es wurden verschiedene europäische Modelle des Datenaustauschs im Gesundheitsbereich vorgestellt, wobei Estland und Dänemark als Vorreiter gelten. Andere Länder wie Deutschland und Frankreich kämpfen mit der Umsetzung ihrer Systeme.
E-Collecting: Digitale Unterschriftensammlung
E-Collecting wird als Möglichkeit gesehen, die Unterschriftensammlung für Volksinitiativen zu modernisieren. Es wird jedoch auch auf die Bedenken hinsichtlich der Qualität und der Auswirkungen auf die Demokratie hingewiesen.
Datenschutz und Datentransfer in die USA
Die Hosts erörtern die aktuellen Herausforderungen des Datentransfers zwischen Europa und den USA, insbesondere im Hinblick auf die Unabhängigkeit der Federal Trade Commission (FTC) und die damit verbundenen Risiken für den Datenschutz.
Abschluss und Ausblick
Die Episode endet mit einem Ausblick auf bevorstehende Veranstaltungen und die Bedeutung der digitalen Transformation für die Gesellschaft.