Krankenhäuser im Dialog - der gesundheitspolitische Podcast der Deutschen Krankenhausgesellschaft
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Krankenhäuser im Dialog - der gesundheitspolitische Podcast der Deutschen Krankenhausgesellschaft

DKG e.V.

Beschreibung

Wir sprechen mit Gästen aus Politik, Selbstverwaltung und Wissenschaft über Themen aus Gesundheitspolitik und Versorgung, ausführlich, konstruktiv, kontrovers aber auch spannend und praxisnah.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Krankenhäuser im Dialog - Folge 46 (mit Prof. Dr. Claudia Hövener)

12.08.2026

Einführung von Prof. Dr. Claudia Hövener

In der Episode wird Prof. Dr. Claudia Hövener begrüßt, die an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin lehrt und sich mit den Zusammenhängen zwischen sozioökonomischem Status und Gesundheit beschäftigt. Sie gibt einen Einblick in ihren Werdegang von der Krankenpflege zur Gesundheitswissenschaft.

Einfluss des sozioökonomischen Status auf die Gesundheit

Die Diskussion thematisiert, wie Armut und niedrige Einkommen mit höherer Mortalität und Morbidität korrelieren. Prof. Hövener erklärt, dass Menschen mit geringeren Einkommen eine signifikant kürzere Lebenserwartung haben und häufiger an chronischen Krankheiten leiden. Lebensbedingungen und psychosoziale Stressoren spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Regionale Unterschiede in der Gesundheit

Prof. Hövener erläutert, dass auch regionale Unterschiede in der Lebenserwartung bestehen, wobei benachteiligte Kreise, insbesondere im Osten Deutschlands, eine geringere Lebenserwartung aufweisen. Diese Unterschiede sind auf Faktoren wie Bildung und Einkommen zurückzuführen.

Prävention und Zugang zur Gesundheitsversorgung

Es wird diskutiert, dass trotz eines gut bewerteten Gesundheitssystems in Deutschland viele Menschen, insbesondere aus benachteiligten Gruppen, Barrieren beim Zugang zu Gesundheitsversorgung haben. Prof. Hövener hebt hervor, dass Präventionsmaßnahmen oft nicht die richtigen Zielgruppen erreichen.

Die Rolle der Bildung und Gesundheitskompetenz

Die Episode thematisiert die Notwendigkeit, Gesundheitskompetenz zu fördern, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, um eine nachhaltige Verbesserung der gesundheitlichen Situation zu erreichen. Es wird betont, dass sowohl Erwachsene als auch Kinder in die Maßnahmen einbezogen werden sollten.

Politische Verantwortung und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Prof. Hövener warnt davor, die Verantwortung für gesundheitliche Ungleichheiten allein den Individuen zuzuschreiben. Es wird betont, dass auch strukturelle Faktoren und die gesellschaftliche Verantwortung berücksichtigt werden müssen. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist für die Gesundheit der Bevölkerung von zentraler Bedeutung.

Empfehlungen für Krankenhäuser

Abschließend gibt Prof. Hövener den Zuhörern Empfehlungen, wie Krankenhäuser gesundheitliche Ungleichheiten angehen können, indem sie das Bewusstsein für diese Themen schärfen und den Dialog mit den Betroffenen suchen. Dies könnte durch Fortbildungsangebote und partizipative Ansätze geschehen.

Einführung von Prof. Dr. Claudia Hövener

In der Episode wird Prof. Dr. Claudia Hövener begrüßt, die an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin lehrt und sich mit den Zusammenhängen zwischen sozioökonomischem Status und Gesundheit beschäftigt. Sie gibt einen Einblick in ihren Werdegang von der Krankenpflege zur Gesundheitswissenschaft.

Einfluss des sozioökonomischen Status auf die Gesundheit

Die Diskussion thematisiert, wie Armut und niedrige Einkommen mit höherer Mortalität und Morbidität korrelieren. Prof. Hövener erklärt, dass Menschen mit geringeren Einkommen eine signifikant kürzere Lebenserwartung haben und häufiger an chronischen Krankheiten leiden. Lebensbedingungen und psychosoziale Stressoren spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Regionale Unterschiede in der Gesundheit

Prof. Hövener erläutert, dass auch regionale Unterschiede in der Lebenserwartung bestehen, wobei benachteiligte Kreise, insbesondere im Osten Deutschlands, eine geringere Lebenserwartung aufweisen. Diese Unterschiede sind auf Faktoren wie Bildung und Einkommen zurückzuführen.

Prävention und Zugang zur Gesundheitsversorgung

Es wird diskutiert, dass trotz eines gut bewerteten Gesundheitssystems in Deutschland viele Menschen, insbesondere aus benachteiligten Gruppen, Barrieren beim Zugang zu Gesundheitsversorgung haben. Prof. Hövener hebt hervor, dass Präventionsmaßnahmen oft nicht die richtigen Zielgruppen erreichen.

Die Rolle der Bildung und Gesundheitskompetenz

Die Episode thematisiert die Notwendigkeit, Gesundheitskompetenz zu fördern, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, um eine nachhaltige Verbesserung der gesundheitlichen Situation zu erreichen. Es wird betont, dass sowohl Erwachsene als auch Kinder in die Maßnahmen einbezogen werden sollten.

Politische Verantwortung und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Prof. Hövener warnt davor, die Verantwortung für gesundheitliche Ungleichheiten allein den Individuen zuzuschreiben. Es wird betont, dass auch strukturelle Faktoren und die gesellschaftliche Verantwortung berücksichtigt werden müssen. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist für die Gesundheit der Bevölkerung von zentraler Bedeutung.

Empfehlungen für Krankenhäuser

Abschließend gibt Prof. Hövener den Zuhörern Empfehlungen, wie Krankenhäuser gesundheitliche Ungleichheiten angehen können, indem sie das Bewusstsein für diese Themen schärfen und den Dialog mit den Betroffenen suchen. Dies könnte durch Fortbildungsangebote und partizipative Ansätze geschehen.

Krankenhäuser im Dialog - Folge 45 (mit Dr. Jakob Florack)

09.07.2026

Einführung in das Thema Mediensucht

Gerald Gass, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, begrüßt Dr. Jakob Florack, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Mediensucht, insbesondere bei Jugendlichen, und die Herausforderungen, die damit verbunden sind.

Dr. Floracks Hintergrund und Schwerpunkte

Dr. Florack, gebürtiger Berliner, hat zunächst als Kinderarzt gearbeitet, bevor er zur Kinder- und Jugendpsychiatrie wechselte. Er erkannte die Bedeutung digitaler Medien für die Lebensrealität junger Menschen und gründete eine Sprechstunde für medienabhängige Jugendliche, um diesem Thema aktiv zu begegnen.

Zunahme psychischer Erkrankungen bei Jugendlichen

Das Gespräch beleuchtet die steigende Anzahl psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Dr. Florack beschreibt eine Kombination aus höherer Sensibilisierung für psychische Probleme und einer tatsächlichen Zunahme von Erkrankungen. Dies bringt sowohl Chancen als auch Herausforderungen für das Gesundheitssystem mit sich.

Soziale Medien und Suchtverhalten

Der Begriff „Social Media Sucht“ wird als irreführend betrachtet, da oftmals die soziale Interaktion fehlt und es sich eher um exzessive Nutzung handelt. Dr. Florack erläutert Kriterien zur Diagnose von Medienabhängigkeit und die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Jugendlichen.

Eltern als Schlüsselakteure

Die Rolle der Eltern wird hervorgehoben: Sie sollten sich aktiv mit den Mediennutzungen ihrer Kinder auseinandersetzen und Regeln aufstellen, um eine gesunde Mediennutzung zu fördern. Dabei sind Kommunikation und Verständnis für die Inhalte entscheidend.

Gesellschaftliche Verantwortung und Regulierung

Das Gespräch erörtert die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Diskussion über Regulierungen im Umgang mit sozialen Medien. Dr. Florack spricht sich dafür aus, dass eine höhere Medienkompetenz in der Gesellschaft notwendig ist, um die negativen Auswirkungen der Mediennutzung zu minimieren.

Prävention und Anlaufstellen für Hilfe

Abschließend wird auf die Wichtigkeit von präventiven Maßnahmen und Anlaufstellen hingewiesen, die Eltern und Jugendlichen helfen können, wenn Anzeichen einer Sucht vorliegen. Dazu gehören Beratungsstellen und digitale Ressourcen zur Medienkompetenz.

Einführung in das Thema Mediensucht

Gerald Gass, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, begrüßt Dr. Jakob Florack, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Mediensucht, insbesondere bei Jugendlichen, und die Herausforderungen, die damit verbunden sind.

Dr. Floracks Hintergrund und Schwerpunkte

Dr. Florack, gebürtiger Berliner, hat zunächst als Kinderarzt gearbeitet, bevor er zur Kinder- und Jugendpsychiatrie wechselte. Er erkannte die Bedeutung digitaler Medien für die Lebensrealität junger Menschen und gründete eine Sprechstunde für medienabhängige Jugendliche, um diesem Thema aktiv zu begegnen.

Zunahme psychischer Erkrankungen bei Jugendlichen

Das Gespräch beleuchtet die steigende Anzahl psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Dr. Florack beschreibt eine Kombination aus höherer Sensibilisierung für psychische Probleme und einer tatsächlichen Zunahme von Erkrankungen. Dies bringt sowohl Chancen als auch Herausforderungen für das Gesundheitssystem mit sich.

Soziale Medien und Suchtverhalten

Der Begriff „Social Media Sucht“ wird als irreführend betrachtet, da oftmals die soziale Interaktion fehlt und es sich eher um exzessive Nutzung handelt. Dr. Florack erläutert Kriterien zur Diagnose von Medienabhängigkeit und die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Jugendlichen.

Eltern als Schlüsselakteure

Die Rolle der Eltern wird hervorgehoben: Sie sollten sich aktiv mit den Mediennutzungen ihrer Kinder auseinandersetzen und Regeln aufstellen, um eine gesunde Mediennutzung zu fördern. Dabei sind Kommunikation und Verständnis für die Inhalte entscheidend.

Gesellschaftliche Verantwortung und Regulierung

Das Gespräch erörtert die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Diskussion über Regulierungen im Umgang mit sozialen Medien. Dr. Florack spricht sich dafür aus, dass eine höhere Medienkompetenz in der Gesellschaft notwendig ist, um die negativen Auswirkungen der Mediennutzung zu minimieren.

Prävention und Anlaufstellen für Hilfe

Abschließend wird auf die Wichtigkeit von präventiven Maßnahmen und Anlaufstellen hingewiesen, die Eltern und Jugendlichen helfen können, wenn Anzeichen einer Sucht vorliegen. Dazu gehören Beratungsstellen und digitale Ressourcen zur Medienkompetenz.

Krankenhäuser im Dialog - Folge 44 (mit Andreas Junt)

17.06.2026

Vorstellung des Landrats

In dieser Episode des Podcasts wird Andreas Jund, der Landrat des Landkreises Freudenstadt, vorgestellt. Er spricht über seinen Werdegang und seine Motivation, als Landrat zu arbeiten, trotz der Herausforderungen, die die Kommunen derzeit haben.

Wirtschaftliche Situation im Landkreis

Herr Jund beschreibt die wirtschaftliche Lage des Landkreises Freudenstadt, der durch eine Mischung aus Tourismus und Mittelstand geprägt ist. Dennoch sieht er Herausforderungen, insbesondere durch die Veränderungen in der Automobilindustrie und die Auswirkungen auf die Krankenhausfinanzierung.

Die Rolle des Krankenhauses

Das kommunale Krankenhaus im Landkreis hat circa 330 Betten und 1.000 Beschäftigte. Herr Jund betont die Notwendigkeit des Krankenhauses für die regionale Gesundheitsversorgung und die Schwierigkeiten, die durch unzureichende Finanzierung entstehen. Aktuelle Defizite steigen und die finanzielle Belastung wird auf den Landkreis übertragen.

Finanzierung und Defizite

Die Defizite des Krankenhauses haben sich in den letzten Jahren erheblich erhöht. Herr Jund erklärt, dass trotz aller Bemühungen um Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung die finanzielle Situation prekär bleibt, insbesondere in Anbetracht kommender Reformen.

Politische Herausforderungen und Lösungen

Es wird betont, dass die Krankenhausfinanzierung eine zentrale Rolle spielt und dass die Politik hier dringend Lösungen finden muss. Herr Jund sieht die Notwendigkeit einer Reform und betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern, um die Gesundheitsversorgung zu sichern.

Ambulante Versorgung und Herausforderungen

Die ambulante Versorgung im Landkreis ist unzureichend, insbesondere im Bereich der Facharztdienste. Herr Jund erklärt, dass das Krankenhaus oft als Auffangstation für Notfälle dient, die eigentlich ambulant behandelt werden könnten, was die Belastung erhöht.

Optimismus und Perspektiven

Trotz der Herausforderungen bleibt Herr Jund optimistisch. Er glaubt, dass durch gemeinsame Anstrengungen von Kommunen, Land und Bund eine Lösung gefunden werden kann. Seine Entschlossenheit, für die Belange des Landkreises zu kämpfen, ist deutlich spürbar.

Vorstellung des Landrats

In dieser Episode des Podcasts wird Andreas Jund, der Landrat des Landkreises Freudenstadt, vorgestellt. Er spricht über seinen Werdegang und seine Motivation, als Landrat zu arbeiten, trotz der Herausforderungen, die die Kommunen derzeit haben.

Wirtschaftliche Situation im Landkreis

Herr Jund beschreibt die wirtschaftliche Lage des Landkreises Freudenstadt, der durch eine Mischung aus Tourismus und Mittelstand geprägt ist. Dennoch sieht er Herausforderungen, insbesondere durch die Veränderungen in der Automobilindustrie und die Auswirkungen auf die Krankenhausfinanzierung.

Die Rolle des Krankenhauses

Das kommunale Krankenhaus im Landkreis hat circa 330 Betten und 1.000 Beschäftigte. Herr Jund betont die Notwendigkeit des Krankenhauses für die regionale Gesundheitsversorgung und die Schwierigkeiten, die durch unzureichende Finanzierung entstehen. Aktuelle Defizite steigen und die finanzielle Belastung wird auf den Landkreis übertragen.

Finanzierung und Defizite

Die Defizite des Krankenhauses haben sich in den letzten Jahren erheblich erhöht. Herr Jund erklärt, dass trotz aller Bemühungen um Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung die finanzielle Situation prekär bleibt, insbesondere in Anbetracht kommender Reformen.

Politische Herausforderungen und Lösungen

Es wird betont, dass die Krankenhausfinanzierung eine zentrale Rolle spielt und dass die Politik hier dringend Lösungen finden muss. Herr Jund sieht die Notwendigkeit einer Reform und betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern, um die Gesundheitsversorgung zu sichern.

Ambulante Versorgung und Herausforderungen

Die ambulante Versorgung im Landkreis ist unzureichend, insbesondere im Bereich der Facharztdienste. Herr Jund erklärt, dass das Krankenhaus oft als Auffangstation für Notfälle dient, die eigentlich ambulant behandelt werden könnten, was die Belastung erhöht.

Optimismus und Perspektiven

Trotz der Herausforderungen bleibt Herr Jund optimistisch. Er glaubt, dass durch gemeinsame Anstrengungen von Kommunen, Land und Bund eine Lösung gefunden werden kann. Seine Entschlossenheit, für die Belange des Landkreises zu kämpfen, ist deutlich spürbar.