Politik auf den Punkt gebracht.
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Politik auf den Punkt gebracht.

Union Stiftung

Beschreibung

Politik auf den Punkt gebracht - der Podcast der Union Stiftung liefert Dir neue Ideen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. In regelmäßigen Folgen stellen wir Euch inspirierende Interviewpartner vor, die bei uns zu Gast waren.

Durch den Podcast führen Michael Scholl und Dominik Holl.

Jetzt reinhören und neue Ideen mitnehmen.

Die Union Stiftung wurde am 1. August 1959 gegründet und verfolgt den Zweck, demokratische und staatsbürgerliche Bildung, internationale Verständigung, insbesondere die europäische Einigung, sowie Wissenschaft, Forschung und Kultur zu fördern. Auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes arbeitend sind wir als gemeinnützig anerkannt und finanzieren unsere Tätigkeit uneingeschränkt aus privaten Mitteln.

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Impressum: https://www.unionstiftung.de/impressum/

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Russlands Bruch mit Europa: Gibt es einen Weg zurück? | Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll

14.09.2026

Russlands Verhältnis zu Europa

Russland war über Jahrhunderte eng mit Europa verbunden, sowohl kulturell als auch politisch. Historiker Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll erläutert, dass die Christianisierung Russlands im Jahr 988 den Beginn dieser Verbindung markierte. Die Mongolenherrschaft ab 1240 unterbrach jedoch diese Beziehung nachhaltig und führte zu einer kulturellen und politischen Isolation Russlands von Europa.

Europäisierung Russlands

Kroll spricht von drei bedeutenden Wellen der Europäisierung Russlands, die jedoch allesamt scheiterten. Diese Versuche, insbesondere unter den Zaren Alexander II. und während der Revolution 1905, führten nicht zu einer dauerhaften Annäherung an westliche Standards und Werte. Nach dem Kalten Krieg gab es Hoffnung auf eine Rückkehr Russlands zur europäischen Ordnung, die jedoch nicht erfüllt wurde.

Fehler des Westens

Der Historiker kritisiert, dass der Westen während des Umbruchs nach dem Ende der Sowjetunion nicht ausreichend auf die mentalen Gegebenheiten in Russland achtete und überstürzt eine Marktwirtschaft etablierte, was zu massiven wirtschaftlichen Problemen führte. Diese Ignoranz gegenüber der Geschichte und Mentalität der russischen Bevölkerung führte zu einer Illusion über die Möglichkeit einer schnellen Annäherung.

Aktuelle geopolitische Situation

Der Angriff auf die Ukraine hat das Bild Russlands in den Augen vieler verändert. Kroll betont, dass Putin eher von einem Verlust imperialer Größe und territorialen Ansprüchen getrieben wird, als von dem Wunsch, eine Neuordnung Europas herbeizuführen. Die Vorstellung, dass Russland und die Ukraine eine Einheit bilden, ist historisch überholt und wird von der ukrainischen Bevölkerung nicht geteilt.

Zukünftige Perspektiven

Die Abkehr Russlands von Europa hat weitreichende Konsequenzen, insbesondere für Deutschland, das nun mit Energie- und Handelsproblemen konfrontiert ist. Kroll sieht eine bleibende Entfremdung, deren Überwindung in der Zukunft schwierig sein wird. Selbst bei einem möglichen Führungswechsel in Russland bleibt die Einstellung vieler Russen gegenüber dem Westen feindlich.

Russlands Verhältnis zu Europa

Russland war über Jahrhunderte eng mit Europa verbunden, sowohl kulturell als auch politisch. Historiker Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll erläutert, dass die Christianisierung Russlands im Jahr 988 den Beginn dieser Verbindung markierte. Die Mongolenherrschaft ab 1240 unterbrach jedoch diese Beziehung nachhaltig und führte zu einer kulturellen und politischen Isolation Russlands von Europa.

Europäisierung Russlands

Kroll spricht von drei bedeutenden Wellen der Europäisierung Russlands, die jedoch allesamt scheiterten. Diese Versuche, insbesondere unter den Zaren Alexander II. und während der Revolution 1905, führten nicht zu einer dauerhaften Annäherung an westliche Standards und Werte. Nach dem Kalten Krieg gab es Hoffnung auf eine Rückkehr Russlands zur europäischen Ordnung, die jedoch nicht erfüllt wurde.

Fehler des Westens

Der Historiker kritisiert, dass der Westen während des Umbruchs nach dem Ende der Sowjetunion nicht ausreichend auf die mentalen Gegebenheiten in Russland achtete und überstürzt eine Marktwirtschaft etablierte, was zu massiven wirtschaftlichen Problemen führte. Diese Ignoranz gegenüber der Geschichte und Mentalität der russischen Bevölkerung führte zu einer Illusion über die Möglichkeit einer schnellen Annäherung.

Aktuelle geopolitische Situation

Der Angriff auf die Ukraine hat das Bild Russlands in den Augen vieler verändert. Kroll betont, dass Putin eher von einem Verlust imperialer Größe und territorialen Ansprüchen getrieben wird, als von dem Wunsch, eine Neuordnung Europas herbeizuführen. Die Vorstellung, dass Russland und die Ukraine eine Einheit bilden, ist historisch überholt und wird von der ukrainischen Bevölkerung nicht geteilt.

Zukünftige Perspektiven

Die Abkehr Russlands von Europa hat weitreichende Konsequenzen, insbesondere für Deutschland, das nun mit Energie- und Handelsproblemen konfrontiert ist. Kroll sieht eine bleibende Entfremdung, deren Überwindung in der Zukunft schwierig sein wird. Selbst bei einem möglichen Führungswechsel in Russland bleibt die Einstellung vieler Russen gegenüber dem Westen feindlich.

25 Jahre 9/11: Wie „Ash Wednesday“ am Ground Zero entstand | Fred George

11.09.2026

Erinnerungen an 9/11

Fred George, ein Fotograf, der ein ikonisches Bild von den Rettungsarbeiten nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 machte, teilt seine Erinnerungen und Eindrücke aus dieser Zeit. Er erlebte die Angriffe aus New Jersey und war sich sofort sicher, dass es sich um einen gezielten Terroranschlag handelte.

Der Weg zu Ground Zero

Nach den Anschlägen machte sich George auf den Weg zum Ground Zero, wobei er mit dem Fahrrad fahren musste, da andere Zugänge gesperrt waren. Er suchte nach einem symbolischen Motiv und fand schließlich den entscheidenden Moment unter einem Feuerwehrwagen, als ein Feuerwehrmann etwas weiterreichte.

Konfrontation mit der Polizei

Nach der Aufnahme seiner Fotos wurde George von der Polizei aufgehalten, die seine Kameras überprüfen wollte, da sie ihn verdächtigten, eine Straftat fotografiert zu haben. Nach einer kurzen Befragung wurde er jedoch wieder freigelassen.

Bedeutung des Fotos

George reflektiert über die emotionale Kraft seines Fotos, das weltweit verbreitet wurde und weiterhin verkauft wird. Er sieht es als wichtiges Dokument der Gesellschaft, das die Botschaft von 9/11 auch 25 Jahre später noch transportiert.

Künstlerische Reaktionen und neue Projekte

Der Fotograf spricht über seine künstlerischen Projekte, einschließlich einer Skulptur, die den Missbrauch von religiösen Begründungen für Kriege kritisiert. Derzeit arbeitet er an einem neuen Projekt, einer Sonnenuhr, die Frieden symbolisieren soll und Zitate über die Zeit beinhalten wird. Er plant, diese in der Nähe von Frankreich oder in der Ukraine zu installieren.

Erinnerungen an 9/11

Fred George, ein Fotograf, der ein ikonisches Bild von den Rettungsarbeiten nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 machte, teilt seine Erinnerungen und Eindrücke aus dieser Zeit. Er erlebte die Angriffe aus New Jersey und war sich sofort sicher, dass es sich um einen gezielten Terroranschlag handelte.

Der Weg zu Ground Zero

Nach den Anschlägen machte sich George auf den Weg zum Ground Zero, wobei er mit dem Fahrrad fahren musste, da andere Zugänge gesperrt waren. Er suchte nach einem symbolischen Motiv und fand schließlich den entscheidenden Moment unter einem Feuerwehrwagen, als ein Feuerwehrmann etwas weiterreichte.

Konfrontation mit der Polizei

Nach der Aufnahme seiner Fotos wurde George von der Polizei aufgehalten, die seine Kameras überprüfen wollte, da sie ihn verdächtigten, eine Straftat fotografiert zu haben. Nach einer kurzen Befragung wurde er jedoch wieder freigelassen.

Bedeutung des Fotos

George reflektiert über die emotionale Kraft seines Fotos, das weltweit verbreitet wurde und weiterhin verkauft wird. Er sieht es als wichtiges Dokument der Gesellschaft, das die Botschaft von 9/11 auch 25 Jahre später noch transportiert.

Künstlerische Reaktionen und neue Projekte

Der Fotograf spricht über seine künstlerischen Projekte, einschließlich einer Skulptur, die den Missbrauch von religiösen Begründungen für Kriege kritisiert. Derzeit arbeitet er an einem neuen Projekt, einer Sonnenuhr, die Frieden symbolisieren soll und Zitate über die Zeit beinhalten wird. Er plant, diese in der Nähe von Frankreich oder in der Ukraine zu installieren.

Antisemitismus in Deutschland: Warum jüdisches Leben unsichtbar wird | Stefan Hänsel

06.09.2026

Einführung und persönliche Angriffe

Stefan Hänsel, ehemaliger Antisemitismusbeauftragter Hamburgs, spricht über die persönlichen Angriffe, die zu seinem Rücktritt führten. Er betont einen Mangel an politischer Unterstützung und die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Antisemitismusstrategien.

Fehlendes Wissen über jüdisches Leben

Hänsel hebt hervor, dass das Wissen über jüdisches Leben in der deutschen Gesellschaft oft unzureichend ist, was Präventionsmaßnahmen gegen Antisemitismus behindert.

Politische Strukturen und deren Umsetzung

Obwohl Hamburg eine Landesstrategie gegen Antisemitismus hat, gibt es Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung. Hänsel kritisiert die Verwaltung und ihre mangelnde Reaktion auf antisemitische Vorfälle.

Änderung der gesellschaftlichen Stimmung

Die gesellschaftlichen Einstellungen gegenüber Juden haben sich seit dem 7. Oktober 2023 verschlechtert. Hänsel stellt fest, dass jüdisches Leben in Deutschland zunehmend unsichtbar wird und viele Juden sich aus dem öffentlichen Leben zurückziehen.

Dunkelfeldstudie zu antisemitischen Vorfällen

Eine Studie zeigt, dass vier von fünf Juden in Deutschland antisemitische Vorfälle innerhalb eines Jahres erlebt haben, was das Lebensgefühl der Betroffenen stark beeinflusst.

Reaktionen der Politik und der jüdischen Gemeinde

Die Reaktionen auf die Dunkelfeldstudie waren gemischt. Während einige die Bestätigung der Probleme begrüßten, blieben viele besorgt über die mangelnde Unterstützung und die Unsicherheit in der Gemeinschaft.

Bildungsarbeit und Integration

Hänsel diskutiert die Wichtigkeit von Bildungsprojekten zur Förderung eines positiven jüdischen Selbstbildes und kritisiert die fehlenden Mittel und Unterstützung für solche Initiativen.

Die Herausforderung des Antisemitismus

Er beschreibt die Komplexität, antisemitische Übergriffe zu kategorisieren und die Notwendigkeit, die Wurzeln des Problems zu verstehen, um wirksame Strategien zu entwickeln.

Persönliche Erfahrungen und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Hänsel teilt persönliche Erlebnisse mit Antisemitismus und betont die Bedeutung von Gemeinschaft und Unterstützung innerhalb der jüdischen Gesellschaft in Deutschland.

Einführung und persönliche Angriffe

Stefan Hänsel, ehemaliger Antisemitismusbeauftragter Hamburgs, spricht über die persönlichen Angriffe, die zu seinem Rücktritt führten. Er betont einen Mangel an politischer Unterstützung und die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Antisemitismusstrategien.

Fehlendes Wissen über jüdisches Leben

Hänsel hebt hervor, dass das Wissen über jüdisches Leben in der deutschen Gesellschaft oft unzureichend ist, was Präventionsmaßnahmen gegen Antisemitismus behindert.

Politische Strukturen und deren Umsetzung

Obwohl Hamburg eine Landesstrategie gegen Antisemitismus hat, gibt es Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung. Hänsel kritisiert die Verwaltung und ihre mangelnde Reaktion auf antisemitische Vorfälle.

Änderung der gesellschaftlichen Stimmung

Die gesellschaftlichen Einstellungen gegenüber Juden haben sich seit dem 7. Oktober 2023 verschlechtert. Hänsel stellt fest, dass jüdisches Leben in Deutschland zunehmend unsichtbar wird und viele Juden sich aus dem öffentlichen Leben zurückziehen.

Dunkelfeldstudie zu antisemitischen Vorfällen

Eine Studie zeigt, dass vier von fünf Juden in Deutschland antisemitische Vorfälle innerhalb eines Jahres erlebt haben, was das Lebensgefühl der Betroffenen stark beeinflusst.

Reaktionen der Politik und der jüdischen Gemeinde

Die Reaktionen auf die Dunkelfeldstudie waren gemischt. Während einige die Bestätigung der Probleme begrüßten, blieben viele besorgt über die mangelnde Unterstützung und die Unsicherheit in der Gemeinschaft.

Bildungsarbeit und Integration

Hänsel diskutiert die Wichtigkeit von Bildungsprojekten zur Förderung eines positiven jüdischen Selbstbildes und kritisiert die fehlenden Mittel und Unterstützung für solche Initiativen.

Die Herausforderung des Antisemitismus

Er beschreibt die Komplexität, antisemitische Übergriffe zu kategorisieren und die Notwendigkeit, die Wurzeln des Problems zu verstehen, um wirksame Strategien zu entwickeln.

Persönliche Erfahrungen und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Hänsel teilt persönliche Erlebnisse mit Antisemitismus und betont die Bedeutung von Gemeinschaft und Unterstützung innerhalb der jüdischen Gesellschaft in Deutschland.