Politischer Pausen Podcast
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Politischer Pausen Podcast

Dr. Julia Schwanholz

Beschreibung

Im Politische Pausen Podcast diskutiert Dr. Julia Schwanholz mit ihren Gästen über Themen aus Politik und Wissenschaft.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Wider die Ohnmacht: Bürger stärkt die Demokratie! | mit Arne Semsrott

16.07.2026

Einführung und Gastvorstellung

Der Podcast begrüßt Arne Semsrott, Politikwissenschaftler und Aktivist, der über sein neues Buch "Gegenmacht. Die Zivilgesellschaft schlägt zurück" spricht. Das Buch ist eine Reaktion auf die Zunahme rechtsextremer Tendenzen in der Politik und fordert die Zivilgesellschaft auf, aktiv Widerstand zu leisten.

Kernthesen des Buches

Semsrott argumentiert, dass die Gefahren, die ursprünglich nur unter einer AfD-Regierung gesehen wurden, bereits unter anderen Regierungskoalitionen sichtbar sind. Er fordert eine klare Abgrenzung von extremen Rechten und eine aktive politische Offensive der Zivilgesellschaft.

Die Rolle der Zivilgesellschaft

In 60 Interviews mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren untersucht Semsrott erfolgreiche Strategien des Widerstands und die Notwendigkeit einer stärkeren Vernetzung und Mobilisierung. Er hebt hervor, dass große gesellschaftliche Bewegungen eine starke Basis für zivilgesellschaftliche Gegenmacht darstellen.

Politische Parteien und deren Verantwortung

Semsrott kritisiert die großen Parteien dafür, dass sie die Forderungen und das Engagement der Zivilgesellschaft nicht ausreichend aufnehmen. Er betont, dass die Parteien ihre Rolle in der Willensbildung neu definieren müssen, um die Herausforderungen der Gegenwart zu bewältigen.

Soziale Gerechtigkeit und Umverteilung

Das Buch diskutiert auch Konzepte sozialer Gerechtigkeit, die eine Umverteilung von Reichtum fordern. Semsrott plädiert für ein starkes Eingreifen des Staates zur Sicherstellung von Grund- und Menschenrechten.

Direkte Demokratie und politische Verantwortung

Er spricht sich für direkte Demokratie auf Bundesebene aus, um der Zivilgesellschaft mehr Einfluss zu geben. Gleichzeitig warnt er vor den Gefahren, die eine solche Demokratie für radikale Kräfte mit sich bringen könnte.

Erfahrungen mit Cancel Culture

Semsrott teilt seine persönliche Erfahrung einer abgesagten Lesung, die auf Druck von außen zurückgezogen wurde, jedoch zu einer stärkeren Mobilisierung der Zivilgesellschaft führte. Dies zeigt die Bedeutung der aktiven Einsichtnahme in gesellschaftliche Konflikte.

Fazit und Ausblick

Abschließend betont Semsrott die Stärke einer "stillen Mehrheit", die sich ihrer Macht und der Notwendigkeit des Engagements bewusst werden muss, um den Herausforderungen der Zeit zu begegnen.

Einführung und Gastvorstellung

Der Podcast begrüßt Arne Semsrott, Politikwissenschaftler und Aktivist, der über sein neues Buch "Gegenmacht. Die Zivilgesellschaft schlägt zurück" spricht. Das Buch ist eine Reaktion auf die Zunahme rechtsextremer Tendenzen in der Politik und fordert die Zivilgesellschaft auf, aktiv Widerstand zu leisten.

Kernthesen des Buches

Semsrott argumentiert, dass die Gefahren, die ursprünglich nur unter einer AfD-Regierung gesehen wurden, bereits unter anderen Regierungskoalitionen sichtbar sind. Er fordert eine klare Abgrenzung von extremen Rechten und eine aktive politische Offensive der Zivilgesellschaft.

Die Rolle der Zivilgesellschaft

In 60 Interviews mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren untersucht Semsrott erfolgreiche Strategien des Widerstands und die Notwendigkeit einer stärkeren Vernetzung und Mobilisierung. Er hebt hervor, dass große gesellschaftliche Bewegungen eine starke Basis für zivilgesellschaftliche Gegenmacht darstellen.

Politische Parteien und deren Verantwortung

Semsrott kritisiert die großen Parteien dafür, dass sie die Forderungen und das Engagement der Zivilgesellschaft nicht ausreichend aufnehmen. Er betont, dass die Parteien ihre Rolle in der Willensbildung neu definieren müssen, um die Herausforderungen der Gegenwart zu bewältigen.

Soziale Gerechtigkeit und Umverteilung

Das Buch diskutiert auch Konzepte sozialer Gerechtigkeit, die eine Umverteilung von Reichtum fordern. Semsrott plädiert für ein starkes Eingreifen des Staates zur Sicherstellung von Grund- und Menschenrechten.

Direkte Demokratie und politische Verantwortung

Er spricht sich für direkte Demokratie auf Bundesebene aus, um der Zivilgesellschaft mehr Einfluss zu geben. Gleichzeitig warnt er vor den Gefahren, die eine solche Demokratie für radikale Kräfte mit sich bringen könnte.

Erfahrungen mit Cancel Culture

Semsrott teilt seine persönliche Erfahrung einer abgesagten Lesung, die auf Druck von außen zurückgezogen wurde, jedoch zu einer stärkeren Mobilisierung der Zivilgesellschaft führte. Dies zeigt die Bedeutung der aktiven Einsichtnahme in gesellschaftliche Konflikte.

Fazit und Ausblick

Abschließend betont Semsrott die Stärke einer "stillen Mehrheit", die sich ihrer Macht und der Notwendigkeit des Engagements bewusst werden muss, um den Herausforderungen der Zeit zu begegnen.

Gleichberechtigung als Kraftakt: lassen sich Karriere und Familie in Deutschland vereinbaren? | mit Lisa Frerichs

02.07.2026

Einführung in das Thema Beruf und Familie

Im Podcast diskutieren Lisa Frerichs, stellvertretende Sprecherin des Berliner Senats, und der Moderator über die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, insbesondere für junge Frauen.

Aktuelle Studien und Trends

Eine Studie zeigt, dass jüngere Frauen immer mehr den Kindern weniger Bedeutung in ihrer Lebensplanung beimessen, was auf eine höhere Sensibilität für Gerechtigkeit und den Mental Load im Privatleben hinweist.

Persönliche Erfahrungen der Sprecherin

Frerichs teilt ihre Erfahrungen als berufstätige Mutter eines kleinen Kindes und beschreibt die Herausforderungen, die sich aus der Kombination von Beruf und Familie ergeben. Sie betont, dass die Vereinbarkeit oft an den organisatorischen Aufwänden scheitert.

Der Druck auf Frauen und Männer

Der Druck auf Frauen, in Teilzeit zu arbeiten, wird als systemisches Problem beschrieben. Frerichs argumentiert, dass viele Frauen nicht in die Teilzeitfalle tappen sollten, sondern auch die Möglichkeiten erkennen müssen, die eine Vollzeitarbeit mit sich bringen kann.

Politische Rahmenbedingungen und mögliche Reformen

Frerichs spricht über notwendige politische Maßnahmen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern, darunter Reformen beim Elterngeld und die Einführung von Familiensplitting. Sie betont die Wichtigkeit von verlässlicher Kinderbetreuung und einer gerechten Verteilung der Sorgearbeit.

Abschluss und Ausblick

Das Gespräch verdeutlicht die Komplexität des Themas und die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen und politischen Diskussion über die Rolle von Frauen und Männern in der Familie und im Beruf.

Einführung in das Thema Beruf und Familie

Im Podcast diskutieren Lisa Frerichs, stellvertretende Sprecherin des Berliner Senats, und der Moderator über die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, insbesondere für junge Frauen.

Aktuelle Studien und Trends

Eine Studie zeigt, dass jüngere Frauen immer mehr den Kindern weniger Bedeutung in ihrer Lebensplanung beimessen, was auf eine höhere Sensibilität für Gerechtigkeit und den Mental Load im Privatleben hinweist.

Persönliche Erfahrungen der Sprecherin

Frerichs teilt ihre Erfahrungen als berufstätige Mutter eines kleinen Kindes und beschreibt die Herausforderungen, die sich aus der Kombination von Beruf und Familie ergeben. Sie betont, dass die Vereinbarkeit oft an den organisatorischen Aufwänden scheitert.

Der Druck auf Frauen und Männer

Der Druck auf Frauen, in Teilzeit zu arbeiten, wird als systemisches Problem beschrieben. Frerichs argumentiert, dass viele Frauen nicht in die Teilzeitfalle tappen sollten, sondern auch die Möglichkeiten erkennen müssen, die eine Vollzeitarbeit mit sich bringen kann.

Politische Rahmenbedingungen und mögliche Reformen

Frerichs spricht über notwendige politische Maßnahmen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern, darunter Reformen beim Elterngeld und die Einführung von Familiensplitting. Sie betont die Wichtigkeit von verlässlicher Kinderbetreuung und einer gerechten Verteilung der Sorgearbeit.

Abschluss und Ausblick

Das Gespräch verdeutlicht die Komplexität des Themas und die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen und politischen Diskussion über die Rolle von Frauen und Männern in der Familie und im Beruf.

Demokratie gerichtlich schützen? | mit Prof. Dr. Susanne Baer

18.06.2026

Einführung in das Thema

Im Podcast wird das Thema der Demokratie und der Rolle des Bundesverfassungsgerichts angesprochen, insbesondere im Kontext der Bedrohungen durch extreme Rechte. Prof. Dr. Susanne Bär, ehemalige Richterin des Bundesverfassungsgerichts, diskutiert die Bedeutung der Justiz für den Schutz der Demokratie.

Vertrauen in das Bundesverfassungsgericht

Prof. Bär erklärt, dass das Vertrauen in das Bundesverfassungsgericht von der Unabhängigkeit und Beständigkeit der Institution abhängt. Im Gegensatz zu gewählten Institutionen, die oft weniger Vertrauen genießen, wird das Gericht als neutraler Schiedsrichter wahrgenommen, der die Verfassung schützt.

Die Arbeitsweise des Bundesverfassungsgerichts

Das Bundesverfassungsgericht arbeitet nicht wie Parlamente, sondern agiert als Schiedsrichter in einem großen politischen Spiel. Es hat die Aufgabe, den Gesetzgeber an die Grenzen der Verfassung zu erinnern und sicherzustellen, dass diese nicht überschritten werden.

Rote Linien und das Sicherheitsgurt-Bild

Der Titel des Buches „Rote Linien“ steht für die Grenzen, die das Gericht der Politik setzt. Prof. Bär vergleicht die Funktion des Gerichts mit einem Sicherheitsgurt, der die Demokratie vor schweren Verletzungen schützt und dafür sorgt, dass die Interessen von Minderheiten gewahrt bleiben.

Herausforderungen der wehrhaften Demokratie

In Anbetracht der zunehmenden Polarisierung in der Gesellschaft und der Bedrohungen durch extremistische Kräfte diskutiert Prof. Bär die Notwendigkeit, die Instrumente der wehrhaften Demokratie, wie Parteienverbotsverfahren, kritisch zu prüfen und gegebenenfalls zu nutzen.

Die Rolle des Grundgesetzes

Das Grundgesetz bleibt relevant, auch wenn es nicht alle modernen Herausforderungen anspricht. Es muss jedoch immer wieder interpretiert und an die aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen angepasst werden, was die Rolle des Bundesverfassungsgerichts unterstreicht.

Reformvorschläge für das Bundesverfassungsgericht

Prof. Bär spricht sich gegen eine Änderung der Amtszeit der Richter aus, da diese zur Unabhängigkeit des Gerichts beiträgt. Stattdessen sollte das Gericht besser in der Öffentlichkeit kommunizieren und sich erklären, um das Vertrauen der Bürger zu stärken.

Einführung in das Thema

Im Podcast wird das Thema der Demokratie und der Rolle des Bundesverfassungsgerichts angesprochen, insbesondere im Kontext der Bedrohungen durch extreme Rechte. Prof. Dr. Susanne Bär, ehemalige Richterin des Bundesverfassungsgerichts, diskutiert die Bedeutung der Justiz für den Schutz der Demokratie.

Vertrauen in das Bundesverfassungsgericht

Prof. Bär erklärt, dass das Vertrauen in das Bundesverfassungsgericht von der Unabhängigkeit und Beständigkeit der Institution abhängt. Im Gegensatz zu gewählten Institutionen, die oft weniger Vertrauen genießen, wird das Gericht als neutraler Schiedsrichter wahrgenommen, der die Verfassung schützt.

Die Arbeitsweise des Bundesverfassungsgerichts

Das Bundesverfassungsgericht arbeitet nicht wie Parlamente, sondern agiert als Schiedsrichter in einem großen politischen Spiel. Es hat die Aufgabe, den Gesetzgeber an die Grenzen der Verfassung zu erinnern und sicherzustellen, dass diese nicht überschritten werden.

Rote Linien und das Sicherheitsgurt-Bild

Der Titel des Buches „Rote Linien“ steht für die Grenzen, die das Gericht der Politik setzt. Prof. Bär vergleicht die Funktion des Gerichts mit einem Sicherheitsgurt, der die Demokratie vor schweren Verletzungen schützt und dafür sorgt, dass die Interessen von Minderheiten gewahrt bleiben.

Herausforderungen der wehrhaften Demokratie

In Anbetracht der zunehmenden Polarisierung in der Gesellschaft und der Bedrohungen durch extremistische Kräfte diskutiert Prof. Bär die Notwendigkeit, die Instrumente der wehrhaften Demokratie, wie Parteienverbotsverfahren, kritisch zu prüfen und gegebenenfalls zu nutzen.

Die Rolle des Grundgesetzes

Das Grundgesetz bleibt relevant, auch wenn es nicht alle modernen Herausforderungen anspricht. Es muss jedoch immer wieder interpretiert und an die aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen angepasst werden, was die Rolle des Bundesverfassungsgerichts unterstreicht.

Reformvorschläge für das Bundesverfassungsgericht

Prof. Bär spricht sich gegen eine Änderung der Amtszeit der Richter aus, da diese zur Unabhängigkeit des Gerichts beiträgt. Stattdessen sollte das Gericht besser in der Öffentlichkeit kommunizieren und sich erklären, um das Vertrauen der Bürger zu stärken.