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Katharina Benjamin, Angelika Hinterbrandner

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kntxtr is a podcast spinning around architecture.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#050 Das normierte Haus – mit Jakob Stadtmüller und Finn Brunsch

13.09.2026
Im Studium (und in vielen Architekturbüros) wird ambitioniert entworfen. Die Entwürfe zeigen, wie anders Wohnen aussehen könnte, doch gebaut wird am Ende etwas anderes. Wo geht unterwegs verloren, was am Anfang möglich schien? Und was hat das mit DIN-Normen und Regulierungen zu tun? Jakob Stadtmüller und Finn Brunsch haben bis vor kurzem an der UdK Berlin studiert und sind dieser Frage in ihrer Masterarbeit nachgegangen. In „Das Normierte Haus. Warum der kommunale soziale Wohnungsbau in Berlin unflexibel ist“ untersuchen sie, wie Normen, Förderbestimmungen und das, was sie „Regelwerke der Bauproduktion“ nennen, Grundrisse formen. Für die Arbeit haben sie das TIBES Stipendium 2025/2026 des BDA Berlin erhalten. Wir sprechen über den geförderten Wohnungsbau als Worst Case: Die Anforderungen sind am höchsten und die Budgets am engsten. Wir schauen uns an, was eine einzelne Norm mit einem Grundriss macht, wer diese Normen eigentlich schreibt und warum sie so selten jemand in Frage stellt. Dazu kommt die politische Ebene: Gebäudetyp E, Vereinfachung von Anforderungen, schnelleres Planen und Bauen. Wird gerade das Richtige vereinfacht, oder das Falsche? Und schließen sich bezahlbarer Wohnraum und gestalterische Qualität wirklich aus? Du hast Gedanken zu diesem oder einem anderen Thema, von dem wir wissen sollten? Wir freuen uns über Feedback und Sprachnachrichten per E-Mail an hello@kontextur.info oder via DM an @kntxtr. Bitte unterstützt unsere Arbeit via Steady: https://steadyhq.com/de/kontextur/about Links & weiterführende Infos: Mehr zur Masterarbeit „Das Normierte Haus“ von Finn Brunsch und Jakob Stadtmüller TIBES Stipendium, BDA Berlin GSE-Projekt „Die Bleibe“, Team Dis+Ko ARCH+ Heft Norm-Architektur – Von Durand zu BIM Deutschlandfunk Kultur: Mehr, teurer, komplizierter. Normen und Richtlinien am Bau; Audio Essay von Marietta Schwarz SWR Doku: Vom Bürokratiewahnsinn im Wohnungsbau die architekt, Heft 2/2025 Einfach nur einfach? Zur Komplexität von Reduktion Der kntxtr Podcast ist eine Produktion von und mit Katharina Benjamin und Angelika Hinterbrandner. Schnitt: Isabell Woop Cover-Foto: Peter Oliver Wolff Cover-Design: Patrick Martin Intro Music Track: Equilibrium / Max Maikon [Audio Library Release] Music provided by Audio Library Plus

Im Studium (und in vielen Architekturbüros) wird ambitioniert entworfen. Die Entwürfe zeigen, wie anders Wohnen aussehen könnte, doch gebaut wird am Ende etwas anderes. Wo geht unterwegs verloren, was am Anfang möglich schien? Und was hat das mit DIN-Normen und Regulierungen zu tun?

Jakob Stadtmüller und Finn Brunsch haben bis vor kurzem an der UdK Berlin studiert und sind dieser Frage in ihrer Masterarbeit nachgegangen. In „Das Normierte Haus. Warum der kommunale soziale Wohnungsbau in Berlin unflexibel ist“ untersuchen sie, wie Normen, Förderbestimmungen und das, was sie „Regelwerke der Bauproduktion“ nennen, Grundrisse formen. Für die Arbeit haben sie das TIBES Stipendium 2025/2026 des BDA Berlin erhalten.

Wir sprechen über den geförderten Wohnungsbau als Worst Case: Die Anforderungen sind am höchsten und die Budgets am engsten. Wir schauen uns an, was eine einzelne Norm mit einem Grundriss macht, wer diese Normen eigentlich schreibt und warum sie so selten jemand in Frage stellt. Dazu kommt die politische Ebene: Gebäudetyp E, Vereinfachung von Anforderungen, schnelleres Planen und Bauen. Wird gerade das Richtige vereinfacht, oder das Falsche? Und schließen sich bezahlbarer Wohnraum und gestalterische Qualität wirklich aus?

Du hast Gedanken zu diesem oder einem anderen Thema, von dem wir wissen sollten? Wir freuen uns über Feedback und Sprachnachrichten per E-Mail an hello@kontextur.info oder via DM an @kntxtr. Bitte unterstützt unsere Arbeit via Steady: https://steadyhq.com/de/kontextur/about

Links & weiterführende Infos:

Der kntxtr Podcast ist eine Produktion von und mit Katharina Benjamin und Angelika Hinterbrandner. Schnitt: Isabell Woop Cover-Foto: Peter Oliver Wolff Cover-Design: Patrick Martin Intro Music Track: Equilibrium / Max Maikon [Audio Library Release] Music provided by Audio Library Plus

Sonderfolge TOO HOT Paris

13.08.2026
Wer profitiert, wenn die Stadt grüner wird? Paris hat sich seit der Industrialisierung um 2,3 Grad erwärmt. Bis 2050 werden weitere 3,4 Grad erwartet. 2019 stiegen die Temperaturen auf 42,6 Grad. Rund zwei Wochen im Jahr liegen die Temperaturen inzwischen über 30 Grad, dazu tropische Nächte, in denen es selbst nachts nicht mehr abkühlt. Und fast drei Viertel der städtischen Emissionen kommen aus Gebäuden: Beton und Asphalt, die die Hitze festhalten und nachts abstrahlen. Diese Folge ist der dritte und letzte Teil von TOO HOT – Heiße Städte, neue Wege, einer Podcastserie, die wir von kntxtr begleitend zur gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt entwickelt haben. In drei Teilen schauen wir auf Frankfurt am Main, Liepāja und Paris: Wie reagieren diese Städte auf steigende Temperaturen, jede auf ihre eigene Art und mit ihren eigenen Konflikten? Für Paris sprechen wir mit vier Stimmen: Eytan Levi, Co-Gründer und CEO von Roofscapes, Clémence Althabegoïty, Designerin und Künstlerin, Nicolas Rougé, Urbanist und Gründer von Une Autre Ville, und Yoann Marie, Architekt bei Chartier Dalix Architectes. Paris gilt in Europa oft als Referenz für die klimagerechte Transformation einer Großstadt. Autofreie Straßen, begrünte Schulhöfe, Schwimmen in der Seine: Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat echte Veränderungen angestoßen. Aber wer mit den Menschen spricht, die täglich an dieser Transformation arbeiten, hört auch, wo es harkt: fehlende Abstimmung zwischen Akteuren, knappe Budgets, Denkmalschutz als Bremse. Und eine Frage, die die Stadt noch nicht beantwortet hat: Wer profitiert, wenn Quartiere grüner, kühler und attraktiver werden? Die Promenade Plantée, das Olympische Dorf in Saint-Denis, steigende Mieten, verdrängte Bevölkerung – kühle Räume sind keine neutralen Güter. Sie haben einen Preis. Und der entscheidet, wer bleibt. Du hast Gedanken zu diesem oder einem anderen Thema, von dem wir wissen sollten? Wir freuen uns über Feedback und Sprachnachrichten per E-Mail an hello@kontextur.info oder via DM an @kntxtr. Bitte unterstützt unsere Arbeit via Steady: Bitte unterstützt unsere Arbeit via Steady: steadyhq.com/de/kontextur/about Links & Weiterführendes Ausstellung TOO HOT – Heiße Städte, neue Wege im DAM Frankfurt, 20. Juni 2026 bis Februar 2027: dam-online.de/veranstaltung/too-hot Sprecher*innen Eytan Levi, Roofscapes Clémence Althabegoïty, Designerin und Künstlerin Nicolas Rougé, Une Autre Ville Yoann Marie, Chartier Dalix Architectes Credits Konzeption und Moderation: Katharina Benjamin & Angelika Hinterbrandner Schnitt und Produktion: Isabel Woop Aufnahmen der Snippets: Studio Central (Katharina Böttger, Jonas Malzahn, Mathias Schnell) Mit herzlichem Dank an das DAM Deutsches Architekturmuseum Frankfurt am Main Der kntxtr Podcast ist eine Produktion von und mit Katharina Benjamin und Angelika Hinterbrandner. Cover Visual: Design Practice Anna Kraus Charalampos Lazos
Wer profitiert, wenn die Stadt grüner wird?

Paris hat sich seit der Industrialisierung um 2,3 Grad erwärmt. Bis 2050 werden weitere 3,4 Grad erwartet. 2019 stiegen die Temperaturen auf 42,6 Grad. Rund zwei Wochen im Jahr liegen die Temperaturen inzwischen über 30 Grad, dazu tropische Nächte, in denen es selbst nachts nicht mehr abkühlt. Und fast drei Viertel der städtischen Emissionen kommen aus Gebäuden: Beton und Asphalt, die die Hitze festhalten und nachts abstrahlen.

Diese Folge ist der dritte und letzte Teil von TOO HOT – Heiße Städte, neue Wege, einer Podcastserie, die wir von kntxtr begleitend zur gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt entwickelt haben. In drei Teilen schauen wir auf Frankfurt am Main, Liepāja und Paris: Wie reagieren diese Städte auf steigende Temperaturen, jede auf ihre eigene Art und mit ihren eigenen Konflikten?

Für Paris sprechen wir mit vier Stimmen: Eytan Levi, Co-Gründer und CEO von Roofscapes, Clémence Althabegoïty, Designerin und Künstlerin, Nicolas Rougé, Urbanist und Gründer von Une Autre Ville, und Yoann Marie, Architekt bei Chartier Dalix Architectes.

Paris gilt in Europa oft als Referenz für die klimagerechte Transformation einer Großstadt. Autofreie Straßen, begrünte Schulhöfe, Schwimmen in der Seine: Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat echte Veränderungen angestoßen. Aber wer mit den Menschen spricht, die täglich an dieser Transformation arbeiten, hört auch, wo es harkt: fehlende Abstimmung zwischen Akteuren, knappe Budgets, Denkmalschutz als Bremse. Und eine Frage, die die Stadt noch nicht beantwortet hat: Wer profitiert, wenn Quartiere grüner, kühler und attraktiver werden? Die Promenade Plantée, das Olympische Dorf in Saint-Denis, steigende Mieten, verdrängte Bevölkerung – kühle Räume sind keine neutralen Güter. Sie haben einen Preis. Und der entscheidet, wer bleibt.

Du hast Gedanken zu diesem oder einem anderen Thema, von dem wir wissen sollten? Wir freuen uns über Feedback und Sprachnachrichten per E-Mail an hello@kontextur.info oder via DM an @kntxtr. Bitte unterstützt unsere Arbeit via Steady: Bitte unterstützt unsere Arbeit via Steady: steadyhq.com/de/kontextur/about

Links & Weiterführendes

Sprecher*innen

Eytan Levi, Roofscapes Clémence Althabegoïty, Designerin und Künstlerin Nicolas Rougé, Une Autre Ville Yoann Marie, Chartier Dalix Architectes

Credits

Konzeption und Moderation: Katharina Benjamin & Angelika Hinterbrandner Schnitt und Produktion: Isabel Woop Aufnahmen der Snippets: Studio Central (Katharina Böttger, Jonas Malzahn, Mathias Schnell) Mit herzlichem Dank an das DAM Deutsches Architekturmuseum Frankfurt am Main

Der kntxtr Podcast ist eine Produktion von und mit Katharina Benjamin und Angelika Hinterbrandner.

Cover Visual: Design Practice Anna Kraus Charalampos Lazos

#049 Baukulturkampf – Wer entscheidet, was schön ist?

02.08.2026
Die gebaute Umwelt, die Ausdruck in Architektur findet, ist die einzige Kunstform, der sich niemand entziehen kann. Repetitive Fassaden, gesichtslose Neubauviertel und austauschbare Quartiere erzeugen Entfremdung, das ist kein reaktionäres Gefühl, sondern ein belegtes psychologisches Phänomen. Gruppen wie Architektur-Rebellion Berlin oder Architecture Uprising bündeln diese Unzufriedenheit sozialmedial über den Architekturdiskurs hinaus und treffen damit einen echten Nerv. Angebotene Lösungen verbleiben dabei oft in rückwärtsgewandten Idealisierungen: Historisierende Architektur wird zur Heilsformel erklärt, und ein komplexes gesellschaftliches wie ökonomisches Problem, Renditedruck, Normendschungel, Kostendruck, fehlende Baukulturfinanzierung, schrumpft auf eine Stilfrage zusammen. Das ist politisch bequem und greift zu kurz. Die Debatte um den DAM Preis 2026 hat diesen Streit, der auch innerhalb der Architektur geführt wird, wieder nach oben gespült. Um den Diskurs einzuordnen und die Bandbreite der Themen aufzuzeigen, sprechen wir mit drei Journalist:innen, die die Debatte aus sehr verschiedenen Positionen lesen: Matthias Alexander (FAZ-Feuilleton), Christian Holl (Marlowes) und Marietta Schwarz (Deutschlandfunk). Du hast Gedanken zu diesem oder einem anderen Thema, von dem wir wissen sollten? Wir freuen uns über Feedback und Sprachnachrichten per E-Mail an hello@kontextur.info oder via DM an @kntxtr. Bitte unterstützt unsere Arbeit via Steady: https://steadyhq.com/de/kontextur/about QUELLEN UND WEITERFÜHRENDE HINWEISE DAM Preis 2026 und Debatte über Architekturpreise Matthias Alexander: „Sehen so die besten Bauten in ganz Deutschland aus?“ — FAZ, 04.02.2026. Kritik an der Auswahl des DAM Preis 2026; der Text liest die ausgezeichneten Bauten als Ausdruck einer ästhetisch und ideologisch verengten Debatte. Rico Bandle: „Hässlich gilt als gut – Schönheit ist in der Architektur schon lange kein Kriterium mehr“ — NZZ, 17.02.2026. Polemische Replik auf den DAM Preis 2026, die Schönheit wieder als zentrales Kriterium der Architektur einfordert. Elias Baumgarten: „Die dritte Umdrehung“ — Swiss Architects, 27.02.2026. Verteidigt den Wandel zu ressourcenschonender, rauerer Architektur und ordnet den DAM Preis 2026 als Zeichen eines Paradigmenwechsels ein. Stefan Forster / Elias Baumgarten: „Ich sehe keinen Grund, warum wir eine neue Architektursprache erfinden sollten“ — Swiss Architects, 2026. Interview über Kontext, Maßstäblichkeit und die Frage, ob Architektur wirklich immer neu sein muss. Ursula Baus: „Werte, Wandel und Vernunft“ — Marlowes, 16.03.2026. Einordnung der DAM-Debatte als Wertekonflikt zwischen Schönheit, Nachhaltigkeit und fachlicher Vernunft. Axel Simon: „Zu wahr, um schön zu sein?“ — Hochparterre, 22.02.2026. Gegenrede zur NZZ und Plädoyer dafür, klimagerechte und soziale Architektur nicht mit „Hässlichkeit“ gleichzusetzen. Friederike Meyer: „Im Dickicht der Lorbeeren. Zur Debatte um Architekturpreise“ — BauNetz, 19.02.2026. Kritische Analyse von Architekturpreisen und ihrer Wirkung auf Kanon, Diskurs und Karrieren. Preis des Deutschen Architekturmuseums: welche Tendenz? — FeuilletonFrankfurt, 27.04.2026. Überblick zur Debatte um den DAM Preis 2026 zwischen Kritik, Verteidigung und architekturpolitischer Einordnung. Preis des Deutschen Architekturmuseums: Tendenz zum … — taz, 07.05.2026. Fokus auf soziale Qualität und die Frage, wie „soziales Bauen“ jenseits von Mängelverwaltung aussehen kann. Architektur, Ästhetik und Ideologie Sind Altbauten objektiv schöner? — 3sat nano, 2026. TV-Beitrag über die Frage, ob Schönheit in der Architektur objektiv ist oder kulturell gelernt wird. Stephan Trüby: „Es gibt keine per se rechte oder linke Architektur“ — ZEIT, 2019. Architektur wird nicht automatisch politisch eindeutig, sondern erst durch Nutzung, Kontext und Deutung. Juliane Rebentisch: Die Kunst der Freiheit. Zur Dialektik demokratischer Existenz — Suhrkamp, 2012. Philosophische Perspektive auf demokratische Freiheit als kulturelle Praxis. Jan-Werner Müller: Straße, Platz, Palast. Zur Architektur demokratischer Räume — Suhrkamp, 2024. Über die politische Bedeutung öffentlicher Räume und demokratischer Architektur. Hartmut Rosa: Situation und Konstellation. Vom Verschwinden des Spielraums — 2026. Analyse schrumpfender Handlungsspielräume durch Bürokratie, Algorithmen und Parametrisierung. Architekturdiskurs, Sprache und Öffentlichkeit Sydney Shilling: „Language Barrier: Rethinking How We Talk About Architecture“ — Azure, 21.08.2024. Essay über die Sprachbarrieren zwischen Architektur, Kritik und Öffentlichkeit. David Kasparek: „Bullshit-Architektur“ — Marlowes, 2026. Kritik an leeren Architekturfloskeln und unklaren Qualitätsbegriffen. An jeder Ecke Eckkonflikte — Marlowes, 2026. Über Konflikte im Stadtraum und die politische Bedeutung von Details. Christian Holl: „Der Preiswert“ — Marlowes, 2026. Reflexion über Preis, Wert und architektonische Qualität. Podcasts/Audio Features Marietta Schwarz: „Bauen in Deutschland. Verloren zwischen Normen und Richtlinien“ — Deutschlandfunk Kultur, 23.03.2026. Über Normen, Richtlinien und die Komplexität des Bauens in Deutschland. Peter Zumthor bei „Hotel Matze“: „Über Kompromisslosigkeit, Schönheit und den Tod“ — YouTube, 23.05.2026. Gespräch über Haltung, Schönheit, Kompromisslosigkeit und Architektur als Lebenspraxis. Der kntxtr Podcast ist eine Produktion von und mit Katharina Benjamin und Angelika Hinterbrandner. Schnitt: Isabell Woop Cover-Foto: Peter Oliver Wolff Cover-Design: Patrick Martin Intro Music Track: Equilibrium / Max Maikon [Audio Library Release] Music provided by Audio Library Plus

Die gebaute Umwelt, die Ausdruck in Architektur findet, ist die einzige Kunstform, der sich niemand entziehen kann. Repetitive Fassaden, gesichtslose Neubauviertel und austauschbare Quartiere erzeugen Entfremdung, das ist kein reaktionäres Gefühl, sondern ein belegtes psychologisches Phänomen. Gruppen wie Architektur-Rebellion Berlin oder Architecture Uprising bündeln diese Unzufriedenheit sozialmedial über den Architekturdiskurs hinaus und treffen damit einen echten Nerv.

Angebotene Lösungen verbleiben dabei oft in rückwärtsgewandten Idealisierungen: Historisierende Architektur wird zur Heilsformel erklärt, und ein komplexes gesellschaftliches wie ökonomisches Problem, Renditedruck, Normendschungel, Kostendruck, fehlende Baukulturfinanzierung, schrumpft auf eine Stilfrage zusammen. Das ist politisch bequem und greift zu kurz.

Die Debatte um den DAM Preis 2026 hat diesen Streit, der auch innerhalb der Architektur geführt wird, wieder nach oben gespült. Um den Diskurs einzuordnen und die Bandbreite der Themen aufzuzeigen, sprechen wir mit drei Journalist:innen, die die Debatte aus sehr verschiedenen Positionen lesen: Matthias Alexander (FAZ-Feuilleton), Christian Holl (Marlowes) und Marietta Schwarz (Deutschlandfunk).

Du hast Gedanken zu diesem oder einem anderen Thema, von dem wir wissen sollten? Wir freuen uns über Feedback und Sprachnachrichten per E-Mail an hello@kontextur.info oder via DM an @kntxtr. Bitte unterstützt unsere Arbeit via Steady: https://steadyhq.com/de/kontextur/about

QUELLEN UND WEITERFÜHRENDE HINWEISE

DAM Preis 2026 und Debatte über Architekturpreise

Architektur, Ästhetik und Ideologie

Architekturdiskurs, Sprache und Öffentlichkeit

Podcasts/Audio Features

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