
Global gesprochen - Der TK-Podcast für internationale Beschäftigung
Die Techniker
Beschreibung
Die Verantwortlichen für die rechtlichen und praktischen Anforderungen zu sensibilisieren ist Ziel dieses Podcast mit Jürgen Heidenreich und Helge Welling. Neben den rechtlichen Grundlagen lassen wir Personaler und Fachexperten zu Wort kommen und von Ihren Erfahrungen berichten.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Ausstrahlung – eine gute Idee, oder vielleicht doch nicht immer?
Thema der Ausstrahlung
In einer Diskussionsrunde wird das Thema Ausstrahlung behandelt, wobei Arbeitgeber Bedenken äußern, da doppelte Beiträge anfallen können. Die Ausstrahlung betrifft insbesondere die Stellen, an denen Arbeitnehmer ins Ausland entsendet werden und ist oft durch EU-Verordnungen und bilaterale Abkommen geregelt.
Problematik der doppelten Beiträge
Die Diskussion hebt hervor, dass Arbeitgeber oft mit höheren Kosten konfrontiert sind, wenn eine Ausstrahlung vorliegt, da sie möglicherweise doppelte Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen. Es wird erläutert, dass die Ausstrahlung vor allem dann greift, wenn eine befristete Entsendung vorliegt.
Strategien zur Vermeidung von Ausstrahlung
Um doppelten Kosten zu entgehen, können Arbeitgeber die vertraglichen Bedingungen so gestalten, dass keine Ausstrahlung eintritt. Eine unbefristete Anstellung kann helfen, die Ausstrahlung zu vermeiden, was jedoch in der Praxis kompliziert sein kann.
Vorteile der Ausstrahlung für Arbeitnehmer
Für Arbeitnehmer bietet die Ausstrahlung den Vorteil, dass sie weiterhin unter dem deutschen Sozialversicherungssystem bleiben, was insbesondere bei Renten- und Arbeitslosigkeitsansprüchen wichtig ist. Es wird betont, dass eine schriftliche Vereinbarung den tatsächlichen Bedingungen entsprechen muss, um rechtlichen Problemen vorzubeugen.
Steuerrechtliche Überlegungen
Das Steuerrecht wird als separates Thema betrachtet, das unabhängig von der Ausstrahlung ist. Hierbei spielen Faktoren wie die Dauer der Entsendung und der steuerliche Betriebssitz eine Rolle.
Schlussfolgerungen
Die Ausstrahlung ist ein komplexes Thema, das von den vertraglichen sowie den tatsächlichen Gegebenheiten abhängt. Arbeitgeber sollten die Vor- und Nachteile mit ihren Mitarbeitern besprechen und die steuerlichen Implikationen nicht außer Acht lassen.

Wann Ausnahmevereinbarungen helfen können – und wie sie beantragt werden
Einführung in die Ausnahmevereinbarung
Im Podcast diskutieren Helge Welling und Jürgen Heidenreich das Thema Ausnahmevereinbarung, welches auf den Wunsch einer Hörerin zurückgeht. Sie erklären, dass es sich um einen Vertrag zwischen zwei souveränen Staaten handelt, der es ermöglicht, von den geltenden rechtlichen Regelungen abzuweichen.
Prozess der Ausnahmevereinbarung
Die Ausnahmevereinbarung erfordert die Zustimmung von beiden Staaten sowie dem Arbeitgeber und dem betroffenen Beschäftigten. Der Arbeitgeber muss einen Antrag bei der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland (DVKA) stellen, die für die Bearbeitung zuständig ist. Dies kann nur digital erfolgen, entweder über das Entgeltprogramm oder das SV-Meldeportal.
Fälle für Ausnahmevereinbarungen
Eine Ausnahmevereinbarung ist sinnvoll, wenn die Regelungen der EU-Verordnungen zu starr sind, wie beispielsweise bei längeren Entsendungen oder bei nicht erfüllten formalen Voraussetzungen. Sie ermöglicht eine flexiblere Handhabung in bestimmten Situationen, wie z.B. Homeoffice im Ausland.
Einschränkungen und Ablehnungen
Die Ausnahmevereinbarung kann nicht beantragt werden, wenn die entsprechenden EU-Verordnungen oder bilateralen Abkommen nicht anwendbar sind. Im Falle einer Ablehnung des Antrags gelten die Regelungen des jeweiligen Abkommens ohne Ausnahme.
Wichtige Aspekte
Die Dauer der Ausnahmevereinbarung und die Entscheidungsfindung variieren je nach beteiligtem Staat. Wichtig ist auch, dass die Zustimmung des Beschäftigten schriftlich dokumentiert werden muss. Zudem gelten bilaterale Abkommen nur für die im Abkommen genannten Versicherungszweige.

Entsendung und Dienstreise – was kann der Arbeitgeber steuerfrei zahlen?
Vorstellung des Experten
Jürgen Heidenreich und Helge Welling begrüßen Björn Spillis von DHPG, einen Experten für internationales Steuerrecht, der sich auf die Besteuerung von Arbeitnehmerentsendungen und Globomobility-Themen spezialisiert hat.
Thema der Episode
Die Diskussion dreht sich um steuerfreie Zahlungen, die Arbeitgeber für Mitarbeiter leisten können, die ins Ausland entsendet werden oder auf Dienstreise gehen. Besonders betont wird, dass jede Dienstreise ins Ausland als Entsendung gilt.
Reisekosten und Pauschalen
Spillis erklärt die verschiedenen steuerfreien Erstattungen, wie Verpflegungsmehraufwendungen, die je nach Land unterschiedlich sind, und die Übernachtungspauschale, die nur vom Arbeitgeber genutzt werden kann.
Besonderheiten bei Auslandsaufenthalten
Bei längeren Auslandsaufenthalten, insbesondere über 183 Tage, können spezifische Regelungen der ausländischen Steuerpflicht greifen. Es wird auf die Komplexität der Doppelbesteuerungsabkommen hingewiesen, die die Besteuerung im Heimat- und im Beschäftigungsland regeln.
Wichtige Empfehlungen für Arbeitgeber
Die Vorbereitung und rechtzeitige Planung sind entscheidend. Arbeitgeber sollten klare Entsendevereinbarungen treffen, um Missverständnisse zu vermeiden und eine positive Erfahrung für die Mitarbeiter zu gewährleisten.