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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Podcast Literatur und Feuilleton - Folge 048: Schundliteratur
Einführung in die Schundliteratur
Der Podcast beleuchtet das Thema Schundliteratur, die im Duden als künstlerisch wertlos definiert wird. Trotz ihrer abwertenden Beschreibung haben einige Werke, die einst als Schund galten, heute den Status von Klassikern erreicht, wie die Werke von Marquis de Sade oder Anne Rice.
Literarische Begriffe und ihre Bedeutung
Stephanie diskutiert die Verwendung literarischer Begriffe und die Wertung von Literatur. Während viele Schundliteratur als minderwertig betrachten, sieht sie auch als wertvolle Unterhaltungsform und Abwechslung im Literaturstudium.
Unterhaltungsliteratur als gesellschaftliches Phänomen
Die Diskussion geht weiter über die gesellschaftliche Wahrnehmung von Unterhaltungsliteratur. Auch wenn sie oft als schundhaft gilt, kann sie komplexe Themen ansprechen und die Leser auf andere Welten lenken.
Satanic Panic und Dungeons & Dragons
Ein Exkurs behandelt die Satanic Panic der 80er Jahre, die das Tischrollenspiel Dungeons & Dragons ins Visier nahm. Das Spiel wurde fälschlicherweise mit satanistischen Ritualen in Verbindung gebracht, was zu öffentlicher Hysterie führte.
Lesbische Pulp Fiction der 1950er Jahre
Lala spricht über Old Girl Out von Anne Bannon, ein Beispiel lesbischer Pulp Fiction, das die gesellschaftlichen Normen der 1950er Jahre herausfordert und auf eine queere Erzählung setzt, auch wenn das Ende nicht dem traditionellen Happy End entspricht.
Fourth Wing und der Hype um Romantasy
Viktoria behandelt das Buch Fourth Wing von Rebecca Yarris, das von Hype begleitet wird. Die Erzählung enthält spannende Elemente und zeigt, wie Hypes im Literaturmarkt das Leseverhalten beeinflussen.
Die Welt der Fanfiction
Daria schließt mit einem Blick auf Fanfiction, die oft als Schundliteratur betrachtet wird, aber eine wichtige Rolle für viele Leser spielt. Sie bietet Freiheit und Kreativität, die in traditionellen literarischen Formaten oft fehlen.
Fazit und Ausblick
Der Podcast ermutigt dazu, Schundliteratur als wertvolle Unterhaltungsform zu betrachten und die eigenen Lesevorlieben zu hinterfragen. Schließlich verdient jede Art von Literatur ihren Platz.

Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 047: LGBTQIA+
Thema LGBTQIA-Plus-Literatur
In dieser Episode wird die LGBTQIA-Plus-Literatur vorgestellt, passend zum Pride Month. Sechs Bücher und eine Serie werden analysiert, wobei der Fokus auf der Repräsentation queerer Menschen in der Literatur liegt.
Historischer Kontext
Die Diskussion über queere Rechte wird durch den historischen Ursprung des Christopher Street Day (CSD) ergänzt, der auf den Aufstand gegen Polizeigewalt in den 1960er Jahren zurückgeht. Die Notwendigkeit von Aktivismus für queere Rechte wird betont, da Diskriminierung weiterhin besteht.
Buchbesprechungen
Die Besprechungen konzentrieren sich auf verschiedene Romane, darunter Anne Freitags "Den Mund voll ungesagter Dinge", der die Coming-of-Age-Geschichte einer Jugendlichen erzählt, und Fatima Daas' "Die jüngste Tochter", der die Herausforderungen einer lesbischen Muslimin thematisiert. Auch Koshka Linkehands Roman über queere Beziehungen im 18. Jahrhundert wird behandelt.
Queere Repräsentation in Medien
Die Serie "Orange is the New Black" wird als Beispiel für gelungene queere Repräsentation angesehen, da sie nicht nur die Herausforderungen im Gefängnisleben thematisiert, sondern auch vielfältige queere Charaktere zeigt. Jenji Kohan, die Produzentin, wird für ihre Bemühungen um Sichtbarkeit gelobt.
Radikal queere Literatur
Abschließend wird Gabe Caldrons "Magoditz" als nischige, aber bedeutende queere Erzählung vorgestellt, die indigenes Wissen und Geschlechtervielfalt in einer postapokalyptischen Welt thematisiert. Der Roman fordert die Leser dazu auf, über Geschlechterrollen und Queerness nachzudenken.
Abschluss und Ausblick
Die Episode endet mit dem Aufruf, queere Literatur zu entdecken und zu unterstützen, um die Sichtbarkeit und Rechte queerer Menschen zu fördern. Die Diskussion über LGBTQIA-Plus-Themen ist zeitlos und wichtig, nicht nur im Juni, sondern das ganze Jahr über.

Podcast Literatur und Feuilleton - Folge 046: Apokalypse
Begriff und globale Perspektiven
Apokalypse bezeichnet Enthüllung oder Offenbarung und hat sich von einer religiösen zur säkularen Vorstellung entwickelt. Weltuntergangsszenarien tauchen in vielen Traditionen auf, von göttlichen Prophezeiungen bis zu natur- und technikbedingten Katastrophen. Historische Prophezeiungen, kosmische Zeichen oder wissenschaftliche Prognosen formen kollektive Ängste, ohne dass ein einheitliches Muster dominiert.
Beispiele aus Erzählungen
In der Erzählung stehen postapokalyptische Welten im Fokus: Ein Vater-Sohn-Paar wandert durch eine verwüstete Landschaft, eine Protagonistin kämpft in einer stummen Gesellschaft ums Überleben, und eine Alien-erneuerte Welt steht im Zeichen menschlicher Suche nach Sinn. Nebeneinander zeigen sie, wie Zivilisation zerfällt, moralische Fragen bleiben und neue Gemeinschaften entstehen.
Zentrale Motive und Perspektiven
Wichtige Motive umfassen Reiter der Apokalypse, Gericht, Herkunft von Zeichen und Vorboten, sowie das Verschwinden von Sprache. Prepping, das Doomsday-Phänomen, und Warnsysteme wie die Weltuntergangsuhr spiegeln den Versuch wider, Ordnung in Chaos zu bewahren. Popkultur adaptierte diese Motive, um Fragen nach Verantwortung, Ethik und Überleben zu untersuchen.
Schlussbetrachtung
Die Auseinandersetzung mit der Apokalypse zeigt eine Gesellschaft im Spannungsfeld zwischen Zerstörung und neuer Gemeinschaft. Obwohl Ereignisse bedrohlich erscheinen, ermöglichen Konflikt, Verlust und Nähe neue Formen des Zusammenhalts. Die Erzählungen laden dazu ein, Perspektiven zu wechseln, Sinn zu finden und zu reflektieren, wie Menschlichkeit auch nach dem Untergang weiterbestehen kann.