Kulturstiftung der Länder
Podcast
de

Kulturstiftung der Länder

Kommunikationsabteilung der Kulturstiftung der Länder

Beschreibung

Die Kulturstiftung der Länder fördert Museen, Bibliotheken und Archive bei Erwerb, Erhalt, Dokumentation, Präsentation und Vermittlung vonKulturgut, das für das kulturelle Selbstverständnis und gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen in Deutschland einen hohen Wert besitzt. Sie ist eine Plattform für kulturpolitische Debatten. Ihre Themen sind unter anderem die Kulturpolitik der Länder, kulturelle Bildung oder die Förderung kultureller Institutionen.

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Ausstellungstipp: Rokoko under Construction. The Making of Schloss Augustusburg

26.06.2026

Einführung zur Ausstellung

Die Ausstellung "Rokoko and the Construction – The Making of Schloss Augustusburg" in Brühl beleuchtet die Baugeschichte eines der bedeutendsten Rokoko-Schlösser Europas, das 1984 in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde. Der Podcast bietet Einblicke in die Perspektiven von Benedikt Bauer, einem der Verantwortlichen der Ausstellung.

Besonderheiten von Schloss Augustusburg

Schloss Augustusburg ist das erste Rokoko-Schloss in Deutschland, das den neuen Stil, inspiriert von Frankreich, auf bemerkenswerte Weise umsetzt. Der Stil zeichnet sich durch Leichtigkeit, verspielte Dekorationen und helle Farben aus, was einen Kontrast zum schweren Barock darstellt.

Baugeschichte und Architekten

Die Bauzeit des Schlosses betrug über 40 Jahre, beginnend 1725. Clemens August, Erzbischof von Köln, beauftragte bedeutende Architekten, darunter Johann Konrad Schlaun und Balthasar Neumann, um seine Vision für eine Sommerresidenz zu verwirklichen. Neumann war besonders bekannt für seine innovativen Entwürfe.

Das Leben auf der Baustelle

In den frühen Jahren der Bauarbeiten war das Schloss bereits teilweise bewohnt. Clemens August nutzte es während der Sommermonate, auch wenn viele Innenräume noch nicht fertiggestellt waren. Rund 150 Handwerker und zahlreiche Tagelöhner waren an dem Großprojekt beteiligt, das für die Region Brühl von großer wirtschaftlicher Bedeutung war.

Forschung und Quellenlage

Die gute Quellenlage, bestehend aus Rechnungen und Inventaren, ermöglicht einen detaillierten Einblick in die Bauaktivitäten und die beteiligten Personen. Diese Dokumente enthüllen Geschichten hinter den Kulissen und zeigen, wie internationale Fachkräfte zusammenarbeiteten.

Praktische Aspekte der Ausstellung

Die Ausstellung bietet auch ein umfangreiches Begleitprogramm, das Workshops und Vorträge umfasst, um die Techniken des historischen Handwerks erlebbar zu machen. Ziel ist es, das Interesse an traditionellen Handwerksberufen zu fördern.

Einzigartige Exponate

Ein herausragendes Objekt der Ausstellung ist ein Rest des La Capovara-Kabinetts, das eine besondere Lacktechnik zeigt. Teile dieser einzigartigen Raumgestaltung werden erstmals seit vielen Jahren wieder ausgestellt, was den Besuchern ermöglicht, die Pracht vergangener Zeiten zu erleben.

Einführung zur Ausstellung

Die Ausstellung "Rokoko and the Construction – The Making of Schloss Augustusburg" in Brühl beleuchtet die Baugeschichte eines der bedeutendsten Rokoko-Schlösser Europas, das 1984 in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde. Der Podcast bietet Einblicke in die Perspektiven von Benedikt Bauer, einem der Verantwortlichen der Ausstellung.

Besonderheiten von Schloss Augustusburg

Schloss Augustusburg ist das erste Rokoko-Schloss in Deutschland, das den neuen Stil, inspiriert von Frankreich, auf bemerkenswerte Weise umsetzt. Der Stil zeichnet sich durch Leichtigkeit, verspielte Dekorationen und helle Farben aus, was einen Kontrast zum schweren Barock darstellt.

Baugeschichte und Architekten

Die Bauzeit des Schlosses betrug über 40 Jahre, beginnend 1725. Clemens August, Erzbischof von Köln, beauftragte bedeutende Architekten, darunter Johann Konrad Schlaun und Balthasar Neumann, um seine Vision für eine Sommerresidenz zu verwirklichen. Neumann war besonders bekannt für seine innovativen Entwürfe.

Das Leben auf der Baustelle

In den frühen Jahren der Bauarbeiten war das Schloss bereits teilweise bewohnt. Clemens August nutzte es während der Sommermonate, auch wenn viele Innenräume noch nicht fertiggestellt waren. Rund 150 Handwerker und zahlreiche Tagelöhner waren an dem Großprojekt beteiligt, das für die Region Brühl von großer wirtschaftlicher Bedeutung war.

Forschung und Quellenlage

Die gute Quellenlage, bestehend aus Rechnungen und Inventaren, ermöglicht einen detaillierten Einblick in die Bauaktivitäten und die beteiligten Personen. Diese Dokumente enthüllen Geschichten hinter den Kulissen und zeigen, wie internationale Fachkräfte zusammenarbeiteten.

Praktische Aspekte der Ausstellung

Die Ausstellung bietet auch ein umfangreiches Begleitprogramm, das Workshops und Vorträge umfasst, um die Techniken des historischen Handwerks erlebbar zu machen. Ziel ist es, das Interesse an traditionellen Handwerksberufen zu fördern.

Einzigartige Exponate

Ein herausragendes Objekt der Ausstellung ist ein Rest des La Capovara-Kabinetts, das eine besondere Lacktechnik zeigt. Teile dieser einzigartigen Raumgestaltung werden erstmals seit vielen Jahren wieder ausgestellt, was den Besuchern ermöglicht, die Pracht vergangener Zeiten zu erleben.

Ausstellungstipp: Horizontal. Das Krankenbett und die Welt im Liegen

28.05.2026

Woolf, Wahrnehmung und das Liegen

Der Text entfaltet, wie sich Wahrnehmung verändert, wenn man liegt und welche Verbindung zwischen Körperhaltung, Denken und Sprechen entsteht. Woolfs Perspektiven auf Krankheit als zentrales Thema der Literatur werden als Inspiration für eine Ausstellung genutzt, die das Zustandekommen von Sinneseindrücken im Liegen untersucht. Der Gesprächskontext beleuchtet, wie Literatur und medizinische Geschichte miteinander verknüpft sind und welche Fragen sich daraus für die Darstellung von Kranksein ergeben.

Horizontal – eine Lebensform des Liegens

Die Ausstellung versammelt Zitate und Beobachtungen, die eine Gemeinschaft der Liegenden beschreiben. Aus der Perspektive von Thomas Manns Zauberberg wird das Liegen als soziale Praxis sichtbar, die Wahrnehmung, Kooperation und Gemeinschaft formt. Der Ausstellungstitel Horizontal kennzeichnet eine Sicht auf Krankheit als geteilte Erfahrung, die sich durch Rituale, Räume und Interaktionen ausdrückt.

Technik, Hilfsmittel und politische Teilhabe

Im Fokus stehen Veränderungen im Krankenbett als funktionaler Raum: Nachttisch, Bettgarten, Transformationsmöglichkeiten des Betts. Zudem zeigen Archivmaterialien, wie technische Erweiterungen das Bett zu einer multifunktionalen Umgebung machen. Die Ausstellung thematisiert auch politische Mitbestimmung aus dem Krankenbett, etwa über Kopfhörer, Rundfunk und Wahlscheine, und beleuchtet so soziale Teilhabe.

Öffentliche Perspektive und Ausstellungszugänge

Liegende Protestformen wie Demonstrationen werden historisch nachgezeichnet, ebenso die Frage, wie Betroffene sichtbar werden. Das Begleitprogramm setzt Anreize zum Mit-Erleben, etwa durch Liege-Stellen mit Audio- oder Klanginstallationen. Perspektivenwechsel im Display-Design fordert Besucherinnen und Besucher aktiv zur Wahrnehmung auf, während die Ausstellungsgespräche den historischen Kontext mit zeitgenössischer Relevanz verbinden.

Woolf, Wahrnehmung und das Liegen

Der Text entfaltet, wie sich Wahrnehmung verändert, wenn man liegt und welche Verbindung zwischen Körperhaltung, Denken und Sprechen entsteht. Woolfs Perspektiven auf Krankheit als zentrales Thema der Literatur werden als Inspiration für eine Ausstellung genutzt, die das Zustandekommen von Sinneseindrücken im Liegen untersucht. Der Gesprächskontext beleuchtet, wie Literatur und medizinische Geschichte miteinander verknüpft sind und welche Fragen sich daraus für die Darstellung von Kranksein ergeben.

Horizontal – eine Lebensform des Liegens

Die Ausstellung versammelt Zitate und Beobachtungen, die eine Gemeinschaft der Liegenden beschreiben. Aus der Perspektive von Thomas Manns Zauberberg wird das Liegen als soziale Praxis sichtbar, die Wahrnehmung, Kooperation und Gemeinschaft formt. Der Ausstellungstitel Horizontal kennzeichnet eine Sicht auf Krankheit als geteilte Erfahrung, die sich durch Rituale, Räume und Interaktionen ausdrückt.

Technik, Hilfsmittel und politische Teilhabe

Im Fokus stehen Veränderungen im Krankenbett als funktionaler Raum: Nachttisch, Bettgarten, Transformationsmöglichkeiten des Betts. Zudem zeigen Archivmaterialien, wie technische Erweiterungen das Bett zu einer multifunktionalen Umgebung machen. Die Ausstellung thematisiert auch politische Mitbestimmung aus dem Krankenbett, etwa über Kopfhörer, Rundfunk und Wahlscheine, und beleuchtet so soziale Teilhabe.

Öffentliche Perspektive und Ausstellungszugänge

Liegende Protestformen wie Demonstrationen werden historisch nachgezeichnet, ebenso die Frage, wie Betroffene sichtbar werden. Das Begleitprogramm setzt Anreize zum Mit-Erleben, etwa durch Liege-Stellen mit Audio- oder Klanginstallationen. Perspektivenwechsel im Display-Design fordert Besucherinnen und Besucher aktiv zur Wahrnehmung auf, während die Ausstellungsgespräche den historischen Kontext mit zeitgenössischer Relevanz verbinden.

Ausstellungstipp: Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus

26.05.2026

Faszination und Ambivalenz der Zeppelin-Technologie

Die Zeppeline lösen eine immense Faszination aus, gleichzeitig ist die Technologie von Anfang an ambivalent. Sie wird sowohl als Wunderwerk der Ingenieurskunst als auch als Marketinginstrument genutzt, um Sichtbarkeit und Begeisterung in der Bevölkerung zu erzeugen. Unterschiede in der Wahrnehmung zeigen sich dabei je nach nationalem Kontext: In Deutschland gelten Zeppeline als positives Symbol, anderswo verbinden sie Kriegsführung mit Angst.

Beziehung zwischen Zeppelinen, Krieg und Propaganda

Der Vortrag hinterfragt, wie Zeppeline im Verlauf der Geschichte genutzt wurden: als militärische Überlegenheit zu Kriegszeiten und später als Instrument der NS-Propaganda. Graf Zeppelin und Hugo Eckener erscheinen als zentrale Figuren, deren Rollen widersprüchlich waren. Die Ausstellung zielt darauf, diese narrativen Spannungen sichtbar zu machen und eine kritischere Perspektive auf die Vermarktung und Nutzung der Technologie zu ermöglichen.

Vorgang der Ausstellung: Gefühlte Wahrheiten vs. Tatsachen

Das Ausstellungskonzept trennt gefühlte Wahrheiten, Projektionen und konkrete Quellen. Ein Ordnungssystem ordnet Belege und verweist darauf, wo Annahmen bestehen und wie Bilder und Erzählungen entstanden sind. Gezeigt werden 13 Kapitel, in denen historische Materialien gegenüber räumlich präsentierten Erwartungen positioniert werden, um Spannungen zwischen Wahrnehmung und Realität erlebbar zu machen.

Öffnung der Institution und Einbindung der Stadtgesellschaft

Berücksichtigt wird eine breit angelegte Öffnung des Hauses in den Dialog mit der Stadt, Medienakteuren und Bildungsinitiativen. Begleitformate und Netzwerke sollen regionale Akteurinnen einbinden und einen interdisziplinären Austausch fördern. Damit wird der Anspruch deutlich, historische Aufarbeitung mit gegenwärtiger Bildung zu verknüpfen und lokale Perspektiven in einen breiteren gesellschaftlichen Diskurs zu tragen.

Faszination und Ambivalenz der Zeppelin-Technologie

Die Zeppeline lösen eine immense Faszination aus, gleichzeitig ist die Technologie von Anfang an ambivalent. Sie wird sowohl als Wunderwerk der Ingenieurskunst als auch als Marketinginstrument genutzt, um Sichtbarkeit und Begeisterung in der Bevölkerung zu erzeugen. Unterschiede in der Wahrnehmung zeigen sich dabei je nach nationalem Kontext: In Deutschland gelten Zeppeline als positives Symbol, anderswo verbinden sie Kriegsführung mit Angst.

Beziehung zwischen Zeppelinen, Krieg und Propaganda

Der Vortrag hinterfragt, wie Zeppeline im Verlauf der Geschichte genutzt wurden: als militärische Überlegenheit zu Kriegszeiten und später als Instrument der NS-Propaganda. Graf Zeppelin und Hugo Eckener erscheinen als zentrale Figuren, deren Rollen widersprüchlich waren. Die Ausstellung zielt darauf, diese narrativen Spannungen sichtbar zu machen und eine kritischere Perspektive auf die Vermarktung und Nutzung der Technologie zu ermöglichen.

Vorgang der Ausstellung: Gefühlte Wahrheiten vs. Tatsachen

Das Ausstellungskonzept trennt gefühlte Wahrheiten, Projektionen und konkrete Quellen. Ein Ordnungssystem ordnet Belege und verweist darauf, wo Annahmen bestehen und wie Bilder und Erzählungen entstanden sind. Gezeigt werden 13 Kapitel, in denen historische Materialien gegenüber räumlich präsentierten Erwartungen positioniert werden, um Spannungen zwischen Wahrnehmung und Realität erlebbar zu machen.

Öffnung der Institution und Einbindung der Stadtgesellschaft

Berücksichtigt wird eine breit angelegte Öffnung des Hauses in den Dialog mit der Stadt, Medienakteuren und Bildungsinitiativen. Begleitformate und Netzwerke sollen regionale Akteurinnen einbinden und einen interdisziplinären Austausch fördern. Damit wird der Anspruch deutlich, historische Aufarbeitung mit gegenwärtiger Bildung zu verknüpfen und lokale Perspektiven in einen breiteren gesellschaftlichen Diskurs zu tragen.