GLANZ & KANTE
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GLANZ & KANTE

Cathleen Kämpfe und Ruth Rubin Schneider

Beschreibung

GLANZ & KANTE
Ein dialogisches Funkeln rund um das Phänomen Schmuck

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

with Anna Wójcik-Korbas about polish jewellery

24.07.2026

Einführung in die Welt der polnischen Schmuckkunst

In dieser Episode sprechen Kathleen und Ruth mit Anna Wojciechowicz über die Entwicklungen und die Geschichte der polnischen Schmuckkunst. Anna, geboren 1995 in Polen, hat Kunstgeschichte studiert und sich auf zeitgenössischen Schmuck spezialisiert. Sie ist als Kuratorin und Forscherin tätig und hat eine bedeutende Rolle als Koordinatorin des Necklitzer Schmuckfestivals.

Die Anfänge und der Einfluss der Geschichte

Anna erzählt von ihrer frühen Faszination für Schmuck und ihrer Entscheidung, sich auf diesen Nischenbereich zu konzentrieren. Sie reflektiert über den Einfluss des Zweiten Weltkriegs auf die polnische Schmucktradition, die durch den Krieg unterbrochen wurde, und wie Künstler aus anderen Kunstfeldern neue Perspektiven in die Schmuckgestaltung einbrachten.

Politik, Wirtschaft und ihre Auswirkungen auf Schmuck

Die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen in Polen beeinflussten die Schmuckproduktion erheblich. Während der kommunistischen Ära waren Materialien rar und es gab Einschränkungen, die die Kreativität der Künstler sowohl herausforderten als auch förderten. Anna hebt hervor, wie Schmuck als politisches Statement, wie etwa der Widerstandsreiz, entstanden ist und wie aktuelle politische Themen in zeitgenössischem Schmuck reflektiert werden.

Die Rolle von Materialien und Techniken

Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von Bernstein, der in der polnischen Schmuckkunst eine zentrale Rolle spielt. Anna erläutert, wie zeitgenössische Künstler versuchen, das stereotype Bild von Bernstein neu zu definieren, indem sie ihn mit modernen Formen und Materialien kombinieren.

Künstlerische Ansätze und Trends

Die Episode beleuchtet auch den Trend zu narrativem Schmuck, der soziale und politische Themen anspricht. Viele Künstlerinnen und Künstler in Polen verwenden Schmuck als Medium, um über Körper, Identität und gesellschaftliche Themen zu reflektieren. Anna betont die Vielfalt der Ausdrucksformen, die in der polnischen Schmuckszene zu finden sind.

Das Unnötige Schmuckprojekt

Anna spricht zudem über das Unnötige Schmuckprojekt, eine internationale Gruppenausstellung, die verschiedene Ansätze im Schmuckdesign präsentiert und die Sichtbarkeit polnischen Schmucks auf der internationalen Bühne fördern soll. Sie betont die Notwendigkeit, die zeitgenössische polnische Schmuckkunst international bekannter zu machen.

Einführung in die Welt der polnischen Schmuckkunst

In dieser Episode sprechen Kathleen und Ruth mit Anna Wojciechowicz über die Entwicklungen und die Geschichte der polnischen Schmuckkunst. Anna, geboren 1995 in Polen, hat Kunstgeschichte studiert und sich auf zeitgenössischen Schmuck spezialisiert. Sie ist als Kuratorin und Forscherin tätig und hat eine bedeutende Rolle als Koordinatorin des Necklitzer Schmuckfestivals.

Die Anfänge und der Einfluss der Geschichte

Anna erzählt von ihrer frühen Faszination für Schmuck und ihrer Entscheidung, sich auf diesen Nischenbereich zu konzentrieren. Sie reflektiert über den Einfluss des Zweiten Weltkriegs auf die polnische Schmucktradition, die durch den Krieg unterbrochen wurde, und wie Künstler aus anderen Kunstfeldern neue Perspektiven in die Schmuckgestaltung einbrachten.

Politik, Wirtschaft und ihre Auswirkungen auf Schmuck

Die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen in Polen beeinflussten die Schmuckproduktion erheblich. Während der kommunistischen Ära waren Materialien rar und es gab Einschränkungen, die die Kreativität der Künstler sowohl herausforderten als auch förderten. Anna hebt hervor, wie Schmuck als politisches Statement, wie etwa der Widerstandsreiz, entstanden ist und wie aktuelle politische Themen in zeitgenössischem Schmuck reflektiert werden.

Die Rolle von Materialien und Techniken

Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von Bernstein, der in der polnischen Schmuckkunst eine zentrale Rolle spielt. Anna erläutert, wie zeitgenössische Künstler versuchen, das stereotype Bild von Bernstein neu zu definieren, indem sie ihn mit modernen Formen und Materialien kombinieren.

Künstlerische Ansätze und Trends

Die Episode beleuchtet auch den Trend zu narrativem Schmuck, der soziale und politische Themen anspricht. Viele Künstlerinnen und Künstler in Polen verwenden Schmuck als Medium, um über Körper, Identität und gesellschaftliche Themen zu reflektieren. Anna betont die Vielfalt der Ausdrucksformen, die in der polnischen Schmuckszene zu finden sind.

Das Unnötige Schmuckprojekt

Anna spricht zudem über das Unnötige Schmuckprojekt, eine internationale Gruppenausstellung, die verschiedene Ansätze im Schmuckdesign präsentiert und die Sichtbarkeit polnischen Schmucks auf der internationalen Bühne fördern soll. Sie betont die Notwendigkeit, die zeitgenössische polnische Schmuckkunst international bekannter zu machen.

mit Helena Renner über die Wahrnehmung von Körpern

24.06.2026

Einführung in das Gespräch

Ruth und Kathleen sprechen mit der Goldschmiedin Helena Renner über ihre Arbeiten, die sich mit der Wahrnehmung von Körpern und den komplexen Schönheitsnormen in der Gesellschaft beschäftigen.

Die Rolle der Gesellschaft für Goldschmiedekunst

Die Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V. fördert zeitgenössischen Schmuck und veranstaltet Wettbewerbe, Stipendien sowie Ausstellungen im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau.

Helena Renners persönliche Schmuckkäufe

Helena erzählt von einer außergewöhnlichen Brosche, die sie auf Malta gekauft hat, und ihrem Interesse an einzigartigem Schmuck, den sie oft auf Messen oder durch die Arbeiten ihrer Studierenden entdeckt.

Themen ihrer Arbeiten

Helena behandelt in ihren Arbeiten Themen wie Schönheitsoperationen, Körperwahrnehmung und gesellschaftliche Normen, die sie aus ihrer persönlichen Erfahrung schöpft. Ihre Arbeiten sind visuelle Kommentare zu den Herausforderungen, die mit dem weiblichen Körper verbunden sind.

Beschreibung ihrer Werke

Sie beschreibt ihre Arbeiten als körperbezogene Objekte, die oft mit Readymades und textilen Materialien hergestellt werden. Der Prozess umfasst Fotografie und den Austausch über die Bedeutung ihrer Werke.

Gesellschaftliche Reflexionen

Helena reflektiert über gesellschaftliche Schönheitsideale und deren Wandel, insbesondere die Rückkehr von Trends wie dem „Heroin-Chic“. Sie strebt danach, in ihren Arbeiten einen Dialog über Körper und Selbstakzeptanz zu fördern.

Materialwahl und -verarbeitung

Die Materialien, die Helena verwendet, sind oft secondhand oder gespendet. Ihr Arbeitsprozess ist zeitintensiv und beinhaltet handwerkliche Techniken, die mit weiblicher Identität assoziiert sind.

Reaktionen auf ihre Arbeiten

Die Reaktionen auf ihre Arbeiten sind vielfältig, von emotionalen Reaktionen bis hin zu unangemessenen Sexualisierungen. Sie sieht ihre Kunst als Mittel zur Selbstakzeptanz und gesellschaftlichen Reflexion.

Erfahrungen und Gespräche

Helena teilt eine prägende Begegnung mit einer Besucherin, die ihre eigenen Unsicherheiten über ihren Körper offenbart, und diskutiert die Bedeutung des Austauschs im Kunstkontext.

Kunst und Schmuck im Dialog

Sie sieht ihre Arbeiten sowohl im Kontext von Kunst als auch Schmuck, wobei sie die Möglichkeiten der Interaktion in beiden Bereichen schätzt und die Vielfalt der Ausdrucksformen erkundet.

Aktuelle Projekte und Selbstorganisation

Derzeit konzentriert sich Helena auf ihre Selbstorganisation und die Professionalisierung ihrer Arbeit, während sie Ideen für zukünftige Projekte entwickelt.

Einführung in das Gespräch

Ruth und Kathleen sprechen mit der Goldschmiedin Helena Renner über ihre Arbeiten, die sich mit der Wahrnehmung von Körpern und den komplexen Schönheitsnormen in der Gesellschaft beschäftigen.

Die Rolle der Gesellschaft für Goldschmiedekunst

Die Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V. fördert zeitgenössischen Schmuck und veranstaltet Wettbewerbe, Stipendien sowie Ausstellungen im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau.

Helena Renners persönliche Schmuckkäufe

Helena erzählt von einer außergewöhnlichen Brosche, die sie auf Malta gekauft hat, und ihrem Interesse an einzigartigem Schmuck, den sie oft auf Messen oder durch die Arbeiten ihrer Studierenden entdeckt.

Themen ihrer Arbeiten

Helena behandelt in ihren Arbeiten Themen wie Schönheitsoperationen, Körperwahrnehmung und gesellschaftliche Normen, die sie aus ihrer persönlichen Erfahrung schöpft. Ihre Arbeiten sind visuelle Kommentare zu den Herausforderungen, die mit dem weiblichen Körper verbunden sind.

Beschreibung ihrer Werke

Sie beschreibt ihre Arbeiten als körperbezogene Objekte, die oft mit Readymades und textilen Materialien hergestellt werden. Der Prozess umfasst Fotografie und den Austausch über die Bedeutung ihrer Werke.

Gesellschaftliche Reflexionen

Helena reflektiert über gesellschaftliche Schönheitsideale und deren Wandel, insbesondere die Rückkehr von Trends wie dem „Heroin-Chic“. Sie strebt danach, in ihren Arbeiten einen Dialog über Körper und Selbstakzeptanz zu fördern.

Materialwahl und -verarbeitung

Die Materialien, die Helena verwendet, sind oft secondhand oder gespendet. Ihr Arbeitsprozess ist zeitintensiv und beinhaltet handwerkliche Techniken, die mit weiblicher Identität assoziiert sind.

Reaktionen auf ihre Arbeiten

Die Reaktionen auf ihre Arbeiten sind vielfältig, von emotionalen Reaktionen bis hin zu unangemessenen Sexualisierungen. Sie sieht ihre Kunst als Mittel zur Selbstakzeptanz und gesellschaftlichen Reflexion.

Erfahrungen und Gespräche

Helena teilt eine prägende Begegnung mit einer Besucherin, die ihre eigenen Unsicherheiten über ihren Körper offenbart, und diskutiert die Bedeutung des Austauschs im Kunstkontext.

Kunst und Schmuck im Dialog

Sie sieht ihre Arbeiten sowohl im Kontext von Kunst als auch Schmuck, wobei sie die Möglichkeiten der Interaktion in beiden Bereichen schätzt und die Vielfalt der Ausdrucksformen erkundet.

Aktuelle Projekte und Selbstorganisation

Derzeit konzentriert sich Helena auf ihre Selbstorganisation und die Professionalisierung ihrer Arbeit, während sie Ideen für zukünftige Projekte entwickelt.

mit Melanie Isverding über den German Pavillion auf der International Contemporary Jewellery Art and Design Biennial in Puyuan

02.04.2026

Einführung in die Biennale und den Deutschen Pavillon

In Puzhan, China, fand die Contemporary Jewelry Biennale statt, die Schmuck aus acht verschiedenen Ländern präsentierte. Melanie Isverding, Kuratorin des Deutschen Pavillons, sprach über die Herausforderungen und Konzepte des Pavillons sowie die Atmosphäre vor Ort.

Melanie Isverdings Hintergrund

Als Professorin an der HAWK Hildesheim hat Melanie umfangreiche Erfahrung im Bereich Metallgestaltung und Schmuck. Sie hat zahlreiche Preise gewonnen und ihre Arbeiten sind international anerkannt.

Die Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V.

Glanz und Kante kooperiert mit der Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V. (GFG), einem Verein, der zeitgenössischen Schmuck fördert und Veranstaltungen organisiert, um die Wertschätzung von Kunsthandwerk zu steigern.

Schmuck und Körperbezogene Objekte

Melanie erläuterte den Begriff der körperbezogenen Objekte, die über traditionelle Schmuckdefinitionen hinausgehen und soziale, kulturelle und individuelle Bedeutungen annehmen.

Das Konzept des Deutschen Pavillons

Das Thema des Pavillons, "What we share on horizontal communities", bezieht sich auf netzwerkbasierte Ansätze und das Zusammenspiel von kulturellen und künstlerischen Praktiken, die über Generationen hinweg kommunizieren.

Auswahl der Künstler und Objekte

Die Auswahl der Arbeiten im Deutschen Pavillon umfasste Künstler aus den Abschlussjahrgängen zwischen 2005 und 2025, um eine diverse und vernetzte Perspektive zu zeigen.

Kritik an der Auswahl der Länder

Melanie äußerte Bedenken hinsichtlich der Beschränkung auf acht Länder im Rahmen der Biennale und wünschte sich eine breitere Repräsentation, insbesondere aus dem globalen Süden.

Erfahrungen vor Ort

Die Biennale fand in einer malerischen, aber abgeschiedenen Siedlung statt, die eine interessante Atmosphäre für die Präsentation zeitgenössischen Schmucks bot. Melanie beschrieb die Offenheit und Gastfreundschaft, die sie dort erlebte.

Schlussfolgerungen und Learnings

Die Erfahrungen in China führten zu einem tieferen Verständnis für die Unterschiede in den kulturellen und wirtschaftlichen Kontexten, die Schmuck und Design beeinflussen. Melanie betonte die Bedeutung von Flexibilität und Problemlösungsfähigkeit in einem internationalen Rahmen.

Einführung in die Biennale und den Deutschen Pavillon

In Puzhan, China, fand die Contemporary Jewelry Biennale statt, die Schmuck aus acht verschiedenen Ländern präsentierte. Melanie Isverding, Kuratorin des Deutschen Pavillons, sprach über die Herausforderungen und Konzepte des Pavillons sowie die Atmosphäre vor Ort.

Melanie Isverdings Hintergrund

Als Professorin an der HAWK Hildesheim hat Melanie umfangreiche Erfahrung im Bereich Metallgestaltung und Schmuck. Sie hat zahlreiche Preise gewonnen und ihre Arbeiten sind international anerkannt.

Die Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V.

Glanz und Kante kooperiert mit der Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V. (GFG), einem Verein, der zeitgenössischen Schmuck fördert und Veranstaltungen organisiert, um die Wertschätzung von Kunsthandwerk zu steigern.

Schmuck und Körperbezogene Objekte

Melanie erläuterte den Begriff der körperbezogenen Objekte, die über traditionelle Schmuckdefinitionen hinausgehen und soziale, kulturelle und individuelle Bedeutungen annehmen.

Das Konzept des Deutschen Pavillons

Das Thema des Pavillons, "What we share on horizontal communities", bezieht sich auf netzwerkbasierte Ansätze und das Zusammenspiel von kulturellen und künstlerischen Praktiken, die über Generationen hinweg kommunizieren.

Auswahl der Künstler und Objekte

Die Auswahl der Arbeiten im Deutschen Pavillon umfasste Künstler aus den Abschlussjahrgängen zwischen 2005 und 2025, um eine diverse und vernetzte Perspektive zu zeigen.

Kritik an der Auswahl der Länder

Melanie äußerte Bedenken hinsichtlich der Beschränkung auf acht Länder im Rahmen der Biennale und wünschte sich eine breitere Repräsentation, insbesondere aus dem globalen Süden.

Erfahrungen vor Ort

Die Biennale fand in einer malerischen, aber abgeschiedenen Siedlung statt, die eine interessante Atmosphäre für die Präsentation zeitgenössischen Schmucks bot. Melanie beschrieb die Offenheit und Gastfreundschaft, die sie dort erlebte.

Schlussfolgerungen und Learnings

Die Erfahrungen in China führten zu einem tieferen Verständnis für die Unterschiede in den kulturellen und wirtschaftlichen Kontexten, die Schmuck und Design beeinflussen. Melanie betonte die Bedeutung von Flexibilität und Problemlösungsfähigkeit in einem internationalen Rahmen.