
Frisch serviert - der Steuerpodcast
PwC Deutschland | C.H. Beck
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Frisch Serviert – Umsatzsteuer: Organschaft 2.0 – Geplante Änderungen und Praxisauswirkungen
Einführung in die umsatzsteuerrechtliche Organschaft
Im Podcast beschäftigen sich Professor Ismar und Markus Hüllmann mit der umsatzsteuerrechtlichen Organschaft, die im Rahmen des Jahressteuergesetzes 2026 überarbeitet wird. Sie diskutieren die Notwendigkeit dieser Reform, bestehende Spannungen und die Inhalte des aktuellen Gesetzentwurfs.
Problemstellung der Organschaft
Die Organschaft soll eine wirtschaftliche Einheit darstellen, jedoch gibt es Probleme bei der automatischen Annahme und Rückabwicklung fehlerhaft angenommener Organschaften, die zu hohen finanziellen Belastungen führen können. Insbesondere Betriebsprüfungen werfen diesbezüglich Herausforderungen auf.
Rechtsprechung und europäische Vorgaben
Aktuelle Rechtsprechungen, insbesondere vom EuGH, haben die Diskussion um die Organschaft beeinflusst. Der deutsche Ansatz unterscheidet sich von den europäischen Vorgaben, was zu Spannungen führt, insbesondere in Bezug auf die Einstufung von Personengesellschaften als Organgesellschaften.
Inhalt des Referentenentwurfs
Der neue Paragraf 2c des Referentenentwurfs regelt die Voraussetzungen und Folgen der Organschaft. Ein Mitteilungsmodell soll die Folgen einer Organschaft erst nach Mitteilung an das Finanzamt aktivieren, was als Systemwechsel angesehen wird.
Offene Fragen und zukünftige Entwicklungen
Trotz der Reform bleiben viele Fragen offen, insbesondere in Bezug auf die rechtlichen Konsequenzen einer fehlerhaft angenommenen Organschaft und die Definition von Steuerausfällen. Unternehmen sollten die aktuellen Entwicklungen im Steuerrecht genau verfolgen, um mögliche Auswirkungen auf ihre Organschaften zu verstehen.

Bericht zur YIN-Jahrestagung
Einführung in die YIN-Jahrestagung
Die Episode beleuchtet die 10. Jahrestagung des Young IFA Network (YIN), die im Literaturhaus in Frankfurt stattfand. Es wurde eine Vielzahl von Experten im Bereich des internationalen Steuerrechts versammelt, um aktuelle Themen und Perspektiven zu diskutieren.
Vorstellung der Teilnehmer
Die Episode stellt die Teilnehmer vor, darunter Dr. Michael Popp von der Lufthansa, der die Einleitung hielt, sowie die Interviewgäste Dr. Florian Oppel und Ninja Antonia Reggelin, die über ihre Karriere im Steuerrecht berichteten. Benedikt Schäwe moderierte die Interviews und die verschiedenen Panels.
Highlights der Tagung
Die Diskussionen umfassten die Grundlagen des Abkommensrechts und aktuelle Herausforderungen wie Treaty Overrides. Maria Markwarzen, die das erste Panel moderierte, gab Einblicke in die Entstehung von Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) und die Herausforderungen bei deren Verhandlungen.
Karrierewege im Steuerrecht
Benedikt Schäwe sprach über die unterschiedlichen Karrierewege der Interviewgäste, die sowohl praktische als auch akademische Perspektiven auf das Steuerrecht boten. Die Veranstaltung zielte darauf ab, jungen Fachkräften verschiedene Möglichkeiten im Steuerrecht aufzuzeigen.
Paneldiskussionen
Die Panels deckten verschiedene Themen ab, darunter die Auslegung von Abkommen und die Herausforderungen im Verfahrensrecht. Die Diskussionen beinhalteten auch die Dynamik von Abkommen und den Einfluss von OECD-Richtlinien auf die Praxis.
Schlussfolgerung und Ausblick
Die Episode endet mit einem Ausblick auf die nächste Jahrestagung, die für Mai 2027 in Köln geplant ist. Sie betont die Wichtigkeit des kontinuierlichen Austauschs und der Vernetzung innerhalb der Steuerrechtsgemeinschaft.

Decluttering - Vorschläge zu Vereinfachung bei EU-Richtlinien durch Tax Omnibus und DAC Recast
Einführung in den Text Omnibus
Die Podcast-Episode behandelt den Text Omnibus, einen Vorschlag der Europäischen Kommission, der verschiedene steuerliche Regelungen und deren Vereinheitlichung betrifft. Die Moderatoren diskutieren die positiven Änderungen, die der Entwurf mit sich bringen könnte.
Änderungen zur Anti-Tax Avoidance Directive (ATAD)
Kerstin erläutert die relevanten Änderungen der ATAD, die bald zehn Jahre alt wird. Neu ist die steuerliche Förderung von Forschungs- und Entwicklungskosten, die eine Vereinheitlichung der Regelungen in den Mitgliedstaaten anstreben. Zudem gibt es Anpassungen zur Zinsschranke, die künftig verbindliche Grenzen enthält und auch Ausnahmen für bestimmte Darlehen vorsieht.
Allgemeine Antimissbrauchsregelungen
Die Podcast-Teilnehmer diskutieren die Anpassungen der allgemeinen Antimissbrauchsregelung, die nun auch Abzugsteuern umfasst und Regelungen zur Hinzurechnungsbesteuerung für große und kleine Unternehmen enthält.
Diskussion über die Reaktionen des BMF
Arne und Ronald äußern sich zur Relevanz der Reformen für das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und die Wahrscheinlichkeit, dass dort Begeisterung aufkommt. Es wird ein differenziertes Bild der Reformbereitschaft gezeichnet.
Weitere Richtlinien im Text Omnibus
Ronald stellt die Änderungen in der Mutter-Tochter-Richtlinie sowie der Zins- und Lizenzgebühren-Richtlinie vor, die unter anderem die Abschaffung von Quellensteuern und die Vorabprüfung der Anspruchsberechtigung betreffen.
Fusionsrichtlinie und deren Anpassungen
Die Fusionsrichtlinie wird ebenfalls thematisiert, insbesondere die Einführung eines vereinfachten Fusionsverfahrens ohne Ausgabe von Anteilen und die Regelungen zum grenzüberschreitenden Formwechsel.
Aussicht auf die Umsetzung der Vorschläge
Die Diskussion endet mit der Hoffnung auf eine positive politische Umsetzung der Reformen, obwohl die Mindeststeuer nicht angesprochen wird. Die Moderatoren reflektieren über die Möglichkeiten zukünftiger Episoden und kündigen die Sommerpause an.