Frühe Bildung
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Frühe Bildung

Institut Frühe Bildung 0 bis 8 PHSG

Beschreibung

Der Podcast "Frühe Bildung" richtet sich an alle, die beruflich (in Kita, Kindergarten, Spielgruppe...) oder privat mit jüngeren Kindern zu tun haben. Der Podcast greift deine Fragen zur frühen Bildung auf, informiert zu Erkenntnissen aus der Wissenschaft und lässt Expert*innen aus der Praxis reden. Frühe Bildung zum Mithören - wo immer du gerade bist!
Der Podcast ist eine Produktion des Instituts Frühe Bildung 0 bis 8 der Pädagogischen Hochschule St.Gallen: www.frühe-bildung.ch

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

31.2 Kinder mit herausforderndem Verhalten: Exekutive Funktionen

24.05.2026

Exekutive Funktionen und Spielalltag

Die Folge beleuchtet, wie exekutive Funktionen beim kindlichen Lernen und Verhalten im Alltag sichtbar werden. An Beispielen wie Gugus-Dada wird gezeigt, dass Arbeitsgedächtnis, Reaktionshemmung und flexible Aufmerksamkeitssteuerung zentrale Rollen spielen. Versteckspiele dienen der Beobachtung dieser Funktionen, wobei Entwicklungstempo und Umstände maßgeblich variieren.

Wissenschaftliche Befunde zu Lernen und Sozialverhalten

Claudia Röbers erläutert, dass gute exekutive Funktionen mit längerfristigen Freundschaften und besserer sozialer Anpassung verbunden sind. Lernergebnisse und Selbstregulation hängen eng zusammen, weshalb frühe Funktionen vielfältige Outcomes beeinflussen. Die Forschung betont, dass Umstände oft stärker wirken als das Kind allein, und fordert eine Berücksichtigung individueller Unterschiede.

Umwelt statt Kind als zentrale Perspektive

Es wird argumentiert, dass Herausforderungen eher aus der Passung von Situation und Kind resultieren als aus einem persönlichen Defizit. Variabilität der Selbstregulation verlangt differenzierte Bedingungen; Diagnosen sollten behutsam gestellt werden, da Situationsanpassungen oft ausreichend Unterstützung bieten. Die These lautet: Umstände verändern, bevor man das Kind verändert.

Praktische Unterstützungen und pädagogische Haltung

Vorschläge umfassen Korregulation, offene Lernformen in passenden Mengen, stabile Bezugspersonen und sichere Rückzugsorte wie einen Safe Place. Übergänge, Ablaufpläne und regelmäßige Dialoge stärken die Aufmerksamkeit und verhindern Überforderung. Eine empathische, dennoch klare Beziehungskultur fördert Selbstregulation und ermöglicht Lernen im individuellen Tempo.

Exekutive Funktionen und Spielalltag

Die Folge beleuchtet, wie exekutive Funktionen beim kindlichen Lernen und Verhalten im Alltag sichtbar werden. An Beispielen wie Gugus-Dada wird gezeigt, dass Arbeitsgedächtnis, Reaktionshemmung und flexible Aufmerksamkeitssteuerung zentrale Rollen spielen. Versteckspiele dienen der Beobachtung dieser Funktionen, wobei Entwicklungstempo und Umstände maßgeblich variieren.

Wissenschaftliche Befunde zu Lernen und Sozialverhalten

Claudia Röbers erläutert, dass gute exekutive Funktionen mit längerfristigen Freundschaften und besserer sozialer Anpassung verbunden sind. Lernergebnisse und Selbstregulation hängen eng zusammen, weshalb frühe Funktionen vielfältige Outcomes beeinflussen. Die Forschung betont, dass Umstände oft stärker wirken als das Kind allein, und fordert eine Berücksichtigung individueller Unterschiede.

Umwelt statt Kind als zentrale Perspektive

Es wird argumentiert, dass Herausforderungen eher aus der Passung von Situation und Kind resultieren als aus einem persönlichen Defizit. Variabilität der Selbstregulation verlangt differenzierte Bedingungen; Diagnosen sollten behutsam gestellt werden, da Situationsanpassungen oft ausreichend Unterstützung bieten. Die These lautet: Umstände verändern, bevor man das Kind verändert.

Praktische Unterstützungen und pädagogische Haltung

Vorschläge umfassen Korregulation, offene Lernformen in passenden Mengen, stabile Bezugspersonen und sichere Rückzugsorte wie einen Safe Place. Übergänge, Ablaufpläne und regelmäßige Dialoge stärken die Aufmerksamkeit und verhindern Überforderung. Eine empathische, dennoch klare Beziehungskultur fördert Selbstregulation und ermöglicht Lernen im individuellen Tempo.

31.1 Das eigene Verhalten steuern lernen: Exekutive Funktionen

11.05.2026

Definition und Kontext

In der Folge wird erklärt, dass exekutive Funktionen Informationsverarbeitungsprozesse sind, die helfen, Ziele zu planen, Aufmerksamkeit zu fokussieren und Handlungen zu steuern. Sie ermöglichen es, impulsive Reaktionen zu hemmen, Relevantes zu behalten und unerwünschte Ablenkungen auszublenden, um Aufgaben zielgerichtet zu bearbeiten.

Komponenten und Alltagsbeispiele

Die drei Kernkomponenten sind Reaktionshemmung, Arbeitsgedächtnis und flexible Aufmerksamkeitssteuerung. Veranschauliche Beispiele zeigen, wie ein Puzzle-Rand zuerst gelegt wird, wie Zahlen im Kopf bleiben und wie im Morgenkreis auf äußere Anforderungen flexibel reagiert wird.

Bedeutung für Entwicklung und Lebensverlauf

Exekutive Funktionen begleiten die Entwicklung über verschiedene Lebensbereiche hinweg. Früh erworbene Selbstregulation beeinflusst spätere Lernleistungen, soziale Beziehungen und Lebenswege. Dennoch zeigen sich Unterschiede zwischen Kindern situativ, je nach Kontext und Ermüdung, Hunger oder Umfeld.

Förderung und praktische Anwendung

Förderung erfolgt durch altersgerechte Herausforderungen im Alltag, begleitet von strukturierenden Hilfen wie Routinen und Planvisualisierungen. Kooperative Aktivitäten, Kochen oder gemeinsames Spiel stärken Kompetenzen, während Unterstützung altersgerecht angepasst wird, sodass Kinder eigenständig planen und Impulse regulieren können.

Definition und Kontext

In der Folge wird erklärt, dass exekutive Funktionen Informationsverarbeitungsprozesse sind, die helfen, Ziele zu planen, Aufmerksamkeit zu fokussieren und Handlungen zu steuern. Sie ermöglichen es, impulsive Reaktionen zu hemmen, Relevantes zu behalten und unerwünschte Ablenkungen auszublenden, um Aufgaben zielgerichtet zu bearbeiten.

Komponenten und Alltagsbeispiele

Die drei Kernkomponenten sind Reaktionshemmung, Arbeitsgedächtnis und flexible Aufmerksamkeitssteuerung. Veranschauliche Beispiele zeigen, wie ein Puzzle-Rand zuerst gelegt wird, wie Zahlen im Kopf bleiben und wie im Morgenkreis auf äußere Anforderungen flexibel reagiert wird.

Bedeutung für Entwicklung und Lebensverlauf

Exekutive Funktionen begleiten die Entwicklung über verschiedene Lebensbereiche hinweg. Früh erworbene Selbstregulation beeinflusst spätere Lernleistungen, soziale Beziehungen und Lebenswege. Dennoch zeigen sich Unterschiede zwischen Kindern situativ, je nach Kontext und Ermüdung, Hunger oder Umfeld.

Förderung und praktische Anwendung

Förderung erfolgt durch altersgerechte Herausforderungen im Alltag, begleitet von strukturierenden Hilfen wie Routinen und Planvisualisierungen. Kooperative Aktivitäten, Kochen oder gemeinsames Spiel stärken Kompetenzen, während Unterstützung altersgerecht angepasst wird, sodass Kinder eigenständig planen und Impulse regulieren können.

30.2 Psychomotorik: Wie sie wirkt

27.04.2026

Wirkung der Psychomotorik aus der Meta-Analyse

Eine aktuelle Meta-Analyse fasst Ergebnisse aus vielen Studien zusammen und zeigt deutliche positive Effekte der Psychomotorik-Therapie. Sie identifiziert vier Bereiche, in denen die Therapie besonders wirksam sein soll: motorische Kompetenzen, Selbstmanagement, Beziehungsfähigkeit und mentale Gesundheit. Die Qualität der Therapeutinnen und Therapeuten wird als zentraler Erfolgsfaktor hervorgehoben.

Integration in Bildungssystem und Zugang

Im Bildungssystem gehört Psychomotorik zum Grundangebot und steht Kindern bei Bedarf offen. Die Anmeldung kann durch verschiedene Fachpersonen erfolgen, solange die Eltern informiert sind und zustimmen. Die Behandlung ist kostenfrei und richtet sich am individuellen Bedarf des Kindes aus, wobei die Abklärung den Bedarf und die passende Form der Förderung ermittelt.

Ablauf der Bedarfsabklärung und Praxisbeispiele

Eine Bedarfsabklärung erfolgt in Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrpersonen und dem Kind. Es wird geprüft, ob Förderung nötig ist und welche Form sinnvoll ist, etwa Kleingruppe oder Einzeltherapie. Als Beispiel wird ein Kind beschrieben, das Schwierigkeiten beim Schriftaufbau hat. Die Therapie verbindet Bewegung, Wahrnehmung und auf das Ziel abgestimmte Übungen.

Ablauf einer typischen Psychomotorik-Stunde und Ziele

Therapiestunden beginnen mit einem Ankommen, gefolgt von physischen und sensorischen Übungen, die direkt am Kind orientiert sind. Dem Gewinn von Selbstwert und Bindung wird Aufmerksamkeit geschenkt, während Fokus- und Stifthaltung trainiert werden. Ziel ist, dass das Kind allmählich ruhig sitzen, sich konzentrieren und den Stift ergonomisch halten kann, ohne Verlust an Freude am Prozess.

Wirkung der Psychomotorik aus der Meta-Analyse

Eine aktuelle Meta-Analyse fasst Ergebnisse aus vielen Studien zusammen und zeigt deutliche positive Effekte der Psychomotorik-Therapie. Sie identifiziert vier Bereiche, in denen die Therapie besonders wirksam sein soll: motorische Kompetenzen, Selbstmanagement, Beziehungsfähigkeit und mentale Gesundheit. Die Qualität der Therapeutinnen und Therapeuten wird als zentraler Erfolgsfaktor hervorgehoben.

Integration in Bildungssystem und Zugang

Im Bildungssystem gehört Psychomotorik zum Grundangebot und steht Kindern bei Bedarf offen. Die Anmeldung kann durch verschiedene Fachpersonen erfolgen, solange die Eltern informiert sind und zustimmen. Die Behandlung ist kostenfrei und richtet sich am individuellen Bedarf des Kindes aus, wobei die Abklärung den Bedarf und die passende Form der Förderung ermittelt.

Ablauf der Bedarfsabklärung und Praxisbeispiele

Eine Bedarfsabklärung erfolgt in Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrpersonen und dem Kind. Es wird geprüft, ob Förderung nötig ist und welche Form sinnvoll ist, etwa Kleingruppe oder Einzeltherapie. Als Beispiel wird ein Kind beschrieben, das Schwierigkeiten beim Schriftaufbau hat. Die Therapie verbindet Bewegung, Wahrnehmung und auf das Ziel abgestimmte Übungen.

Ablauf einer typischen Psychomotorik-Stunde und Ziele

Therapiestunden beginnen mit einem Ankommen, gefolgt von physischen und sensorischen Übungen, die direkt am Kind orientiert sind. Dem Gewinn von Selbstwert und Bindung wird Aufmerksamkeit geschenkt, während Fokus- und Stifthaltung trainiert werden. Ziel ist, dass das Kind allmählich ruhig sitzen, sich konzentrieren und den Stift ergonomisch halten kann, ohne Verlust an Freude am Prozess.