
Historisch. Schweizer Geschichte(n)
Nicole Billeter
Beschreibung
Wir begleiten Schweizer*innen der letzten Jahrhunderte in ihrem Alltagsleben. Anhand von anekdotischen Ereignissen zeige ich die weitläufigeren historischen Hintergründe und Strömungen auf. Konzis und unterhaltsam. Mit tragischen und komischen Verläufen – so wie das Leben immer war.
Dr. Nicole Billeter – www.historisch.ch – podcast@historisch.ch
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

123: Zwei Archive, ein Haus
Einführung in die Archive Zürichs
Nicole Billetter begrüßt die Zuhörer und widmet sich dem Jubiläum von zwei wichtigen Zürcher Institutionen: dem Baugeschichtlichen Archiv und dem Stadtarchiv Zürich, die 1976 eröffnet wurden. Beide Archive sind im gleichen Gebäude am Neumarkt 4 untergebracht und bieten vielfältige Informationen zur Stadtgeschichte.
Funktionen der Archive
Das Stadtarchiv verwaltet Unterlagen zur Stadt Zürich und ist eine Anlaufstelle für historische Recherchen. Es bietet auch digitalisierte Pfarrbücher für Familienforschung an. Ein Beispiel ist das Taufbuch der Pfarrei St. Peter, das Einträge aus dem 18. Jahrhundert enthält.
Die Billeterstrasse und ihre Geschichte
Die Geschichte der Billeterstrasse wird erläutert, die nach dem ehemaligen Stadtpräsidenten Robert Billeter benannt wurde. Seine Verdienste um die Stadtentwicklung und den Kauf von Land werden gewürdigt, was zur Benennung der Straße führte.
Das Baugeschichtliche Archiv
Das Baugeschichtliche Archiv wurde gegründet, um historische Bauten vor ihrem Abriss fotografisch zu dokumentieren. Seit 1976 werden kontinuierlich Fotografien zur baulichen Entwicklung Zürichs gesammelt, die auch online zugänglich sind.
Besuch des Hauses zum Recht
Besucher werden ermutigt, das Haus zum Recht zu erkunden. Es gibt ein Stadtmodell aus dem Jahr 1942 und eine aktuelle Ausstellung, die die Stadtgeschichte der letzten fünf Jahrzehnte beleuchtet. Das Archiv bietet auch Zugang zu umfangreichen Sammlungen und Materialien zur Stadt- und Baugeschichte.
Hausgeschichte und Renovierung
Die Geschichte des Hauses, das auf ein Steuerbuch von 1357 zurückgeht, wird skizziert. Die Renovierung von 1969 bis 1976 offenbarte, dass die ursprüngliche Bausubstanz aus dem Jahr 1200 stammt. Das Haus ist ein Ort für alle Interessierten, nicht nur für Historiker.

122 : Kuhn Rikon
Einleitung und Dank
Nicole Billeter, eine freischaffende Historikerin, begrüßt die Hörer und bedankt sich für ihr Zuhören. Sie erwähnt eine humorvolle Bitte um Unterstützung für ihre "Kaffeekasse" und spricht über alltägliche Küchenaktivitäten.
Die Geschichte von Kuhn Rikon
Kuhn Rikon feiert Jubiläum. Der Podcast behandelt die Geschichte des Unternehmens, das 1926 von Heinrich Kuhn gegründet wurde, und dessen Entwicklung im Bereich des Kochgeschirrs, insbesondere der Dampfkochtöpfe, die als „Duromatik“ bekannt sind.
Die Entwicklung des Duromatik
Der Duromatik, der 1948 auf den Markt kam, war ein großer Erfolg. Er zeichnete sich durch eine erhebliche Reduktion der Kochzeit und den Erhalt von Nährstoffen aus. Trotz eines hohen Preises wurde er schnell populär.
Die Familie Kuhn
Heinrich Kuhn starb früh, und seine Söhne Henri und Jacques übernahmen das Geschäft. Jacques, ein Maschineningenieur, führte innovative Produktionsmethoden ein und erweiterte die Produktpalette. Die Familie bleibt bis heute im Geschäft.
Das Tibet-Institut Rikon
Die Geschichte von Kuhn Rikon ist auch mit der tibetischen Kultur verbunden. Nach der Flucht tibetischer Flüchtlinge 1959 stellte die Firma Arbeitsplätze und Wohnungen zur Verfügung und gründete das Tibet-Institut Rikon, das heute ein wichtiges Zentrum für tibetische Kultur ist.
Abschluss und Ausblick
Nicole Billeter verabschiedet sich von den Hörern in die Sommerpause und wünscht erholsame Ferien. Der Podcast thematisiert sowohl die Geschichte eines bekannten Schweizer Unternehmens als auch kulturelle Aspekte und soziale Verantwortung.

121: Fidelis von Sigmaringen
Einführung in die Geschichte von Fidelis
In der Episode wird die dramatische Geschichte des Heiligen Fidelis von Sigmaringen erzählt, die sich im Kontext der Religionskonflikte des 17. Jahrhunderts abspielt. Die Handlung entfaltet sich im April 1622 in den Bündner Landen, wo Fidelis trotz drohender Gefahren seiner Mission nachgeht.
Die Ereignisse in Schiers und Grüsch
Die Episode beschreibt die angespannte Situation in Schiers, wo österreichische Soldaten in einem Kampf zurückgedrängt werden und die Kirche als Zufluchtsort aufsuchen, was zu einer tragischen Explosion führt. Fidelis feiert währenddessen eine Messe in Grüsch und predigt mit großer Hingabe.
Die Einladung nach Sevis und die Gefahren
Fidelis erhält eine Einladung nach Sevis, die sich als Falle herausstellt, da er ahnt, dass sein Leben in Gefahr ist. Trotz der Bedrohungen bleibt er seiner religiösen Pflicht treu und predigt, während es in der Kirche zu Tumulten kommt, ausgelöst durch die Angst der Soldaten.
Konfrontation und Tod von Fidelis
Als die Situation eskaliert, wird Fidelis von aufgebrachten Einheimischen angegriffen, die ihn auffordern, seinen Glauben abzulegen. Er weigert sich, wird jedoch brutal ermordet und erhält kein christliches Begräbnis, was die Tragik seines Schicksals unterstreicht.
Nachwirkungen und Verehrung
Fidelis' Leichnam wird exhumiert, und seine Reliquien werden im Kapuzinerkloster Feldkirch verwahrt. Er wird als Märtyrer anerkannt und zieht viele Pilger an, die seine Wunder erleben möchten. Offiziell wird er 1746 heiliggesprochen und bleibt ein Symbol des Glaubens in der Region.
Abschluss und Ausblick
Die Episode endet mit einem Ausblick auf die zukünftigen Geschichten, die weniger blutig, aber ebenso bedeutend sein werden.