
Hörenswertes im Bistum Erfurt
Niklas Wagner (Katholisches Forum Thüringen), Matthias Hülfenhaus (Fortbildung), Juliane Körber (Onlineredaktion), Sophie von Kalckreuth (Universität Erfurt), Ayline Plachta (Missio)
Beschreibung
aufgenommen bei Veranstaltungen des Katholischen Forums,
der katholisch-theologischen Fakultät Erfurt
sowie Fortbildungen im Bistum Erfurt.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Der Bibliolog
Einführung in den Bibliolog
Matthias Hülfenhaus und Marianne Bauer diskutieren die Methode des Bibliologs, die es ermöglicht, biblische Texte lebendig zu machen. Durch das Eintauchen in die Rollen biblischer Figuren wird eine tiefere Verbindung zu den Texten und deren Bedeutung für das eigene Leben hergestellt.
Marianne Bauers Hintergrund
Marianne Bauer, gebürtig aus dem Bistum Dresden-Meißen, bringt umfangreiche Erfahrungen in der Jugendseelsorge mit. Ihre Begeisterung für die Bibel wurde durch die Methode des Bibliologs geweckt, die ihre Sichtweise auf biblisches Arbeiten stark verändert hat.
Was ist Bibliolog?
Bibliolog bedeutet, die Bibel lebendig werden zu lassen, indem Menschen eingeladen werden, sich in den Text und die Figuren hineinzuversetzen. Es geht darum, nicht nur zu lesen, sondern die Erfahrungen der biblischen Figuren nachzuvollziehen und Fragen aus ihrer Perspektive zu beantworten.
Die Geschichte von Jesus im Tempel
Ein Beispiel für die Anwendung des Bibliologs ist die Geschichte von Jesus im Tempel, wo Teilnehmer in die Rollen von Maria, Josef und anderen Figuren schlüpfen, um die emotionale Tiefe der Situation zu erkunden.
Interreligiöse und interkonfessionelle Dimension
Der Bibliolog ist nicht nur in der katholischen und evangelischen Kirche verbreitet, sondern wird auch in interreligiösen Kontexten genutzt, was einen wichtigen Beitrag zum jüdisch-christlichen Dialog leistet.
Ausbildung im Bibliolog
Die Ausbildung zum Bibliolog-Trainer erfolgt über verschiedene Kurse, die sowohl theoretische als auch praktische Elemente beinhalten. Diese Ausbildung ist für alle Interessierten offen, unabhängig von ihrem kirchlichen Hintergrund.
Persönliche Erfahrungen und Bedeutung
Der Austausch im Bibliolog führt oft zu tiefen, emotionalen Erlebnissen, die die persönliche Beziehung zur Bibel stärken können. Die Methode wird als zeitgemäße Form der Bibelauslegung angesehen, die synodale Aspekte fördert.

Zeitenwende. Aufgaben und Chancen kirchlicher Strukturreform
Leidenschaft Gottes für die Welt
Der Sprecher reflektiert über die Worte des Buches Joel und deren Bedeutung für die katholische Kirche. Er argumentiert, dass die Kirche oft in inneren Debatten gefangen ist, während die Welt außerhalb von Themen wie Krieg und Migration betroffen ist. Dies führt zu der Frage, ob die Reformen innerhalb der Kirche den Herausforderungen der Welt gerecht werden.
Studie zu Strukturreformen
Eine Studie, die im Rahmen des Projekts "Zeitenwende" durchgeführt wurde, untersucht die Auswirkungen kirchlicher Strukturreformen im deutschsprachigen Raum. 75% der Teilnehmer geben an, dass diese Reformen Zeit und Energie beanspruchen, die besser in den Dienst der Menschen und der Welt investiert werden könnten.
Die Kirche in der heutigen Zeit
Der Sprecher sieht die Kirche nicht in einer Krise, sondern in einem tiefgreifenden Umbauprozess. Er betont die Notwendigkeit, eine neue Gestalt der Kirche zu fördern, die auch junge Menschen anspricht und in der die Kirche als Hoffnungsträger auftritt.
Herausforderungen und Möglichkeiten der Kirche
Die Kirche muss sich mit der Frage auseinandersetzen, wie sie in einer nachchristlichen Kultur relevant bleiben kann. Dies beinhaltet auch die Akzeptanz neuer Formen der Gemeinschaft und die synodale Amtskultur, die eine bedeutende Rolle in der zukünftigen Entwicklung der Kirche spielen wird.
Die Rolle der Liturgie
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Synodalisierung der Liturgie, die als entscheidend für die Zukunft der Kirche angesehen wird. Der Sprecher fordert eine dynamische und ansprechende Liturgie, die die Menschen emotional erreicht und sie aktiv in die Gestaltung der Gottesdienste einbezieht.

Jesus Christ Superstar - Im Fokus: Judas Iskarioth
Einführung in das Thema Judas Iskariot
In diesem Begleitinterview zu den Domstufenfestspielen wird Judas Iskariot aus der Rockoper Jesus Christ Superstar thematisiert. Niklas Wagner spricht mit Paula Josefine Greiner-Behr, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin, die ein Seminar über die Figuren des Musicals geleitet hat. Der Fokus liegt darauf, wie die Bibel und die Überlieferung Judas Iskariot heute darstellen.
Die Bedeutung des Namens Judas Iskariot
Der Name Judas Iskariot hat hebräische Wurzeln und bedeutet „Adonai sei gepriesen“. Der Zusatz „Iskariot“ könnte auf seine Herkunft aus dem Dorf Kirioth hinweisen, was jedoch historisch umstritten ist. Die genaue Bedeutung bleibt unklar.
Biografische Informationen über Judas
Die Evangelien bieten nur wenige biografische Details über Judas. Er war einer der Zwölf Jünger und wird in den Apostellisten stets als Letzter genannt, was auf eine erzählerische Wertung seiner Person hindeutet.
Motivation und Verrat
Die Evangelien geben unterschiedliche Erklärungen für Judas' Verrat. Während Markus kein konkretes Motiv nennt, wird bei Matthäus das Geldmotiv angesprochen. Lukas beschreibt, dass Satan in Judas fuhr, und Johannes charakterisiert ihn negativ als Dieb.
Der Judas-Kuss und dessen Symbolik
Der Kuss, den Judas gibt, um Jesus zu identifizieren, hat eine starke symbolische Bedeutung. Er steht für Verrat und eine vorgetäuschte Freundschaft und wird in der biblischen Überlieferung als Zeichen von Nähe dargestellt.
Das Ende von Judas
Die Berichte über Judas' Ende variieren stark. Während Matthäus von seinem Suizid und seiner Reue erzählt, beschreibt die Apostelgeschichte einen anderen Tod. Diese unterschiedlichen Darstellungen zeigen, dass die Evangelien verschiedene Überlieferungen bewahren.
Die Dämonisierung von Judas
Im Laufe der Geschichte hat sich das Bild von Judas zunehmend negativ entwickelt. Er wird häufig als Symbol für die jüdische Glaubensgemeinschaft dargestellt, was zu einer problematischen Verbindung zwischen dem biblischen Judas und Antisemitismus geführt hat.
Judas in Jesus Christ Superstar
In der Rockoper wird Judas als komplexe Figur dargestellt, die mit seinen Entscheidungen ringt und nicht einfach als Bösewicht erscheint. Er stellt Fragen zur Jesusbewegung und wird als nahestehend zu Jesus gezeigt, was eine neue Perspektive auf seine Motivation eröffnet.