
In guter Gesellschaft
Schader-Stiftung
Beschreibung
Dr. Stella Lorenz und ihre Co-Hosts Benjamin Stehl und Valeria Elsesser sprechen mit spannenden Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Praxis. Wissen möchten sie von ihren Gästen, woher sie kommen, was sie dazu gebracht hat, sich mit gesellschaftlichen Belangen zu befassen und was sie dabei aktuell am meisten beschäftigt.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Sebastian Conrad: Wie der Postkolonialismus uns heute prägt
Einführung und Präsentation des Gastes
Im Podcast begrüßen Stella Lorenz und Benjamin Steele Professor Dr. Sebastian Konrad, den diesjährigen Schaderpreisträger. Sie beleuchten seinen akademischen Werdegang und die Gründe für die Auszeichnung.
Globale Geschichte und persönliche Einflüsse
Konrad thematisiert die Globalgeschichte, die über nationale Narrative hinausblickt und Verflechtungen zwischen verschiedenen Kulturen und Ideologien betrachtet. Sein persönliches Interesse an Geschichte wurde durch seine Erfahrungen in Japan geprägt.
Postkolonialismus als Forschungsschwerpunkt
Der Schwerpunkt Konrads auf Postkolonialismus entwickelte sich in den 1990er Jahren, als er begann, Deutschland und Japan im Vergleich zu betrachten. Er diskutiert die Herausforderungen, die der Umgang mit kolonialer Vergangenheit für verschiedene Gesellschaften mit sich bringt.
Wandel des Körpers im globalen Zeitalter
Konrad spricht über sein aktuelles Buchprojekt zur Geschichte des Körpers, das den menschlichen Körper als ein formbares Projekt betrachtet, in dem soziale Ungleichheiten und Machtverhältnisse ausgehandelt werden. Er erklärt die Auswirkungen von medialen und ökonomischen Veränderungen auf die Wahrnehmung des Körpers.
Kritik an Schönheitsidealen und gesellschaftlicher Druck
Die Diskussion um Schönheitsideale wird als ambivalent dargestellt, da sie sowohl Emanzipation als auch sozialen Druck hervorrufen kann. Konrad betont, dass die Aushandlung von Körperidealen in einem Kontext von Hierarchien stattfindet, aber auch Raum für Gegenbewegungen lässt.
Empfehlungen für Interessierte
Konrad gibt Einblicke in seine Quellen der Inspiration, darunter Substack-Newsletter und Fachzeitschriften, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Geschichte zu informieren.
Abschluss und Verantwortung der Historiker
Im Schlussgespräch reflektiert Konrad über die Verantwortung von Historikern, sowohl als Beobachter als auch als aktive Stimmen in der Gesellschaft zu agieren, ohne die eigene Bedeutung zu überschätzen.

Uwe Schneidewind: Wie Transformation gelingen kann
Einführung und Hintergrund
In dieser Episode von In guter Gesellschaft begrüßen die Moderatoren Stella Lorenz und Benjamin Steele Professor Dr. Uwe Schneidewind, der über seine Erfahrungen in der Kommunalpolitik und seine Rolle als Oberbürgermeister von Wuppertal spricht. Er hat eine bedeutende akademische Karriere, die sich mit Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit beschäftigt.
Herausforderungen der Kommunalpolitik
Schneidewind thematisiert die Herausforderungen in der Kommunalpolitik, insbesondere im Kontext von Digitalisierung und Populismus. Er betont die Notwendigkeit, die Demokratie weiterzuentwickeln und Hochschulen neu zu denken, um auf zukünftige Anforderungen besser reagieren zu können.
Das Buch "Dienstschluss" und seine Inhalte
Schneidewind stellt sein Buch "Dienstschluss" vor, das sich mit den Herausforderungen der Kommunalpolitik auseinandersetzt. Er erklärt, dass gute Politik sowohl inhaltliche als auch machtorientierte Aspekte berücksichtigen muss. Zudem thematisiert er den Spannungsbogen zwischen Kümmern und strategischem Handeln.
Verwaltungslogik und Verantwortung
Ein zentrales Anliegen ist die Problematik von Zuständigkeiten versus Verantwortung innerhalb der Verwaltung. Schneidewind beschreibt, wie wichtig es ist, dass Mitarbeitende Verantwortung übernehmen, um komplexe Projekte voranzubringen.
Interaktion zwischen Wissenschaft und Praxis
Der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis wird als entscheidend erachtet, wobei Schneidewind anmerkt, dass erfolgreiche Kooperationen oft dort stattfinden, wo beide Seiten offen für den Austausch sind. Herausforderungen entstehen, wenn Eigenlogiken der Systeme aufeinanderprallen.
Schlussbetrachtung und Empfehlungen
Die Episode endet mit Empfehlungen für Podcasts und Medien, die sich mit kommunalpolitischen Themen beschäftigen. Schneidewind hebt die Bedeutung von interdisziplinärer Zusammenarbeit und dem Austausch von Best Practices zwischen Städten hervor.

Michèle Bernhard: Wie öffentliche Verwaltung zukunftsfähig wird
Werdegang und Rollenbild
Die Gastsprecherin ist eine neu berufene Professorin für Public Policy und Management mit Studien- und Praxiserfahrung in kommunalen Kontexten. Sie arbeitet eng mit der Schader Stiftung zusammen, bringt Kenntnisse aus Lehre, Verwaltungspraxis und Bürgerbeteiligung mit und verbindet akademische Forschung mit praktischen Projekten in Städten wie Kehl, Heidelberg und Darmstadt.
Schwerpunkt Lehre und Praxisnähe
Im Mittelpunkt steht die Gestaltung von Lehrplänen, die Studierende aktiv in Verwaltungsprozesse einbinden. Praxisnahe Module ermöglichen Studienarbeiten in Verwaltungen und reale Projekte, um Veränderungen zu ermöglichen. Die Lehrende betont die Bedeutung von Routinen, aber auch die Notwendigkeit, Transformationsprozesse zu unterstützen, ohne alte Strukturen zu ignorieren.
Künstliche Intelligenz im öffentlichen Sektor
Ein zentraler Forschungsfokus liegt auf dem Potenzial von KI für Verwaltung und Bürgerbeteiligung. Chancen liegen in inklusiveren Dialogen und effizienteren Prozessen, während Herausforderungen wie Manipulation und Transparenzverlust adressiert werden. Interdisziplinäre Zusammenarbeit wird als Schlüssel gesehen, um Fragestellungen aus der jeweiligen Fachperspektive adäquat zu bearbeiten.
Motivation, Wandel und Perspektiven
Viele Studierende streben Stabilität an, doch es gibt auch intrinsische Motivationen, Veränderungen in Verwaltungen voranzutreiben. Die Referentin verweist auf lokale Experimente und partizipative Formate als Weg, Transformation zu gestalten. Sie betont, dass politische Veränderung oft über den Blick von außen herangehen kann, während langfristige Wirkung durch Bildung zukünftiger Verwaltungsmitarbeitender entsteht.